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 Das Duell

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Jessi
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BeitragThema: Das Duell   So 7 Sep - 22:24

Das Duell - Alte Fabrik - großer Saal
Tai-San & Asmodeus

VIEL SPAß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Di 9 Sep - 19:35

Vorsichtig trete ich in den großen Saal der Alten Fabrik.
Ich bin immer darauf bedacht nicht entdeckt zu werden, denn dieser Tribe hat den schlimmen Ruf, dass, wenn man erstmal im Gebäude ist, es nie wieder verlassen darf.
Außerdem bezweifle ich, dass sie erfreut wäre, mich hier suchenderweise zu finden.
Immerhin geht es um etwas wertvolles aus Asmodeus Privatbestiz.
Denn mein Auftrag ist es, eine Schatulle zu finden und sie an die Technos zu übergeben.
Der Grund dafür ist mir nicht bekannt und auch, was sie gegen diesen Tribe haben weiß ich nicht, immerhin scheint er unauffällig zu sein und niemandem zu schaden.
Aber es ist mir nicht gestattet Fragen zu stellen, daher nehme ich es so hin und versuche alles daran zu setzen, diese Schatulle zu finden.
Denn nur so habe ich die Chance wieder frei zu kommen.

Ich schaue mich immer wieder um und bleibe hinter jedem Pfeiler stehen, um sicher zu gehen, dass mein Auftauchen noch nicht bemerkt wurde.
Der Saal ist riesig, daher weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll zu suchen.
Bisher habe ich hier niemanden gesehen, aber es ist auch noch früh am Morgen, daher gehe ich davon aus, dass hier alle noch schlafen.
Ich schleiche von Pfeiler zu Pfeiler und schaue überall gründlich nach, ob es ein Geheimversteck gibt.
Aber zu meinem Bedauern bin ich bisher nicht fündig geworden.
Schweißperlen rinnen mir über das Gesicht und ich schleiche weiter umher.

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Asmodeus*
Tribelos
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BeitragThema: Re: Das Duell   Di 9 Sep - 23:18

Heute bin ich der Erste der den großen Saal betritt.
Ich habe schlecht geschlafen und mich stundenlang
nur hin und her gewälzt, bis ich beschlossen habe,
einfach aufzustehen und schon zum Frühstück zu
gehen. Ich weiß, dass draußen die Sonne scheint,
doch hier drinnen ist davon nichts zu sehen.
Alle Fenster sind mit Tüchern und Vorhängen verdeckt
und der Raum wird nur vom Dämmerlicht der Kerzen
erhellt. Ich unterdrücke ein Gähnen und schreite am
langen Holztisch entlang, an dem mein Tribe für gewöhnlich
die Mahlzeiten einnimmt. Die Ruhe in diesem riesigen
Raum ist Balsam für meinen müden Geist.
Plötzlich lässt mich ein Geräusch herumfahren. Es ist nur
ein kaum hörbares Kratzen, doch in meinen Ohren klingt
es wie ein Donnerschlag. Suchend gleiten meine Augen
durch den Raum, aber ich kann Niemanden entdecken
und das heißt wer auch immer hier herumschleicht, tut
es ohne Erlaubnis. Langsam lasse ich den Dolch aus
meinem Ärmel gleiten und halte ihn einsatzbereit vor
meinen Körper, während ich durch den Saal schleiche und
hinter alle Ecken und Säulen blicke, immer bereit mich
zu verteidigen.
Wer oder was bist du?... Und wie konntest du hier
eindringen...?
, frage ich mich und verfluche meine
Wachen, die lieber Trinken und Karten spielen als ihre
Arbeit zu machen. Es wäre nicht das erste Mal, dass
ihnen dabei ein eklatanter Fehler unterläuft.
Ich halte inne und spitze die Ohren. Ganz deutlich ist
nicht weit entfernt ein hastig unterdrücktes Atmen zu
hören. Jeder Muskel in meinem Körper ist zum zerreißen
angespannt und der Dolch in meiner Hand zittert leicht,
während ich vorwärts pirsche, direkt auf die letzte Säule
im Saal zu. Das Atmen wird lauter, vermischt sich mit
meinem eigenen. Wie ein Schachtelteufel springe ich um
die Ecke und blicke hocherhobenen Dolches in die weit
aufgerissenen Augen eines Mädchens.
"Wer bist du?", frage ich sie mit bedrohlich leiser
Stimme.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Do 11 Sep - 18:47

Ich merke, wie jemand in den Saal tritt und schlüpfe schnell hinter einen der Pfeiler.
Hoffentlich hat er mich nicht gesehen bete ich.
Es ist totenstill hier und ich versuche meinen Atem unter Kontrolle zu bekommen.
Das gelingt mir aber nicht, daher beschließe ich die Luft anzuhalten.
Ich habe furchtbare Angst erwischt zu werden. Denn das was man mir über diesen Tribe erzählt hat, facht meine Angst nur noch mehr an.
Jede Faser meines Körpers ist angespannt und ich lausche voller Furcht, was um mich herum geschieht.
Dann merke ich, wie jemand langsam auf mich zu kommt, der Atem wird immer lauter.
Ich rutsche am Pfeiler herunter um in die Hocke zu gehen, in der Hoffnung, dass er mich so übersieht.
Nun ist auch mein Fluchtinstinkt kaum mehr zu halten und ich muss einen Schrei unterdrücken.
Was mache ich nun? Wie erkläre ich, warum ich hier hin? Was wird nun mit mir geschehen? tausend Ideen rasen durch meinen Kopf und doch ist keine sonderlich Hilfreich für meine Situation.
Dann tritt jemand um den Pfeiler herum und ich schrecke zusammen, falle rücklings um und krabbel so an die Wand zurück.
Der Mann hat einen Dolch in der Hand und hält ihn bedrohlich, aber auch unsicher vor sich.
Es ist kaum mehr als ein Flüstern, doch ich höre seinen bedrohlichen Unterton, als als er fragt wer ich bin.
Hinter mir ist nur noch die Wand und ich kenne mich hier nicht aus, sodass ich den Fluchtgedanken beiseite schiebe und einfach antworte.
Mein Name ist Tai-San sage ich und stehe vorsichtig aber entschlossen auf, denn nun kann mir nichts mehr helfen außer meine Entschlossenheit.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Do 11 Sep - 21:02

Das Mädchen fällt vor Schreck hin als ich um die Ecke springe,
rappelt sich jedoch wieder auf und sieht mir nun direkt in die
Augen. Den Dolch lasse ich immer noch erhoben, denn die
Vergangenheit hat mich gelehrt, meine Waffen nicht vorschnell
sinken zu lassen, auch wenn von dem Mädchen zumindest
oberflächlich keine Gefahr auszugehen scheint. Mein Atem geht
rasch und mein Herz pocht laut, so laut, dass ich befürchte sie
könnte es hören. Natürlich hätte ich vorbereitet sein müssen,
hätte es erwarten müssen, angesichts der letzten Ereignisse,
aber ich habe es nicht, habe mich wiederrum nur auf meine
Wachen verlassen und dabei verlernt auf meinen eigenen Instinkt
zu hören.
Vielleicht ja doch nicht... vielleicht bin ich so früh hinunter
gegangen weil ich gespürt habe, dass hier etwas nicht stimmt?

Mein Blick gleitet über ihr Gesicht, streift ihre dunklen Augen,
in denen neben Furcht auch noch etwas anderes liegt, etwas
das mir bekannt vorkommt, aber ich nicht recht greifen kann.
Es verwirrt und fasziniert mich gleichermaßen. Um mich davon
abzulenken, senke ich die Augen und wandere damit ihren
schlanken, zierlichen Körper entlang. Es juckt mich in den
Fingern ihn zu berühren, aber irgendetwas hält mich zurück
und das ist neu für mich. Für gewöhnlich kenne ich nur wenig
Skrupel, schließlich hat sie sich ja freiwillig in die Höhle des
Löwen begeben, in dem Wissen, dass er sie mit Haut und Haaren
verschlingen könnte.
"Tai-San also... Nun Tai-San komm doch bitte herein
und trink ein Tässchen Tee mit mir. Schön, dass du mal wieder
vorbeischaust."
, sage ich mit einem geradezu entwaffnenden
Lächeln und breite die Arme aus, als wolle ich sie in meinem Heim
Willkommen heißen. Ich kann förmlich spüren wie sehr sie dieses
Verhalten durcheinander bringt, weil sie nicht damit gerechnet hat.
Doch mein Lächeln verblasst genauso schnell wie es erschienen ist,
wird geradezu zu einer höhnischen Maske. Ich lasse die Arme wieder
sinken und in meine Augen tritt ein dunkler Schatten.
"Doch leider... reagiere ich allergisch auf unangemeldete
Besucher, ganz besonders wenn ich sie nicht kenne. Sowas ist ziemlich
unhöflich findest du nicht?"
, frage ich fast gelangweilt und tue
so als wäre ich vollkommen vertieft darin meine Fingernägel mit dem
Dolch zu säubern, während ich sie in Wahrheit keinen Augenblick aus
den Augen lasse.
"Also mein Siamkätzchen, was hast du hier zu suchen?",
frage ich sie drohend und sehe ihr nun wieder fest in die Augen,
nagel sie mit meinem Blick fest, während ich näher auf sie zutrete, bis
ich nur noch Zentimeter von ihr entfernt bin. So nah, dass ich den Duft
riechen kann der sie umgibt und mich fern an etwas erinnert, auch wenn
ich nicht weiß an was.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Fr 12 Sep - 17:56

Sein Herz pocht wie wild in seiner Brust und auch sein Atem ist immer noch schneller als gewöhlich.
Auch wenn er versucht es sich nicht anmerken zu lassen, bemerke ich solche Kleinigkeiten sofort.
Und auch das Entsetzen über die Unfähigkeit seiner Wachen bemerke ich.
Den Dolch hält er immer noch vor sich und ich lasse ihn nicht aus den Augen.
Sein Blick wandert über meinen ganzen Körper und er muss sich beherrschen, nicht über mich herzufallen. Daher versuche ich daran anzuknüpfen, vielleicht ist das meine Chance hier zu entkommen.
Doch vorerst spiele ich sein Spielchen mit und lasse mir meine Angst nicht anmerken.
Denn erst bietet er mir einen Tee an, um mich im nächten Moment gleich in meine Schranken zu weißen und mir deutlich zu machen, dass ich hier einen großen Fehler gemacht habe.
Aber das war mir vorher schon klar, das musste er mir nun nicht erst unter die Nase reiben.
Trotzdem habe ich hier eine Aufgabe zu erfüllen, denn ich will endlich wieder frei sein.
Ich wege seine Worte und Fragen ab, ob er diese nur ironisch stellt oder mehr dahinter steckt und beschließe vorerst nicht auf sie zu antworten.
Er tritt immer näher an mich heran, sein Gesicht ist eine Maske zwischen blinden Zorn mir gegenüber und der Versuchung sich mir anderweitig anzunähern.
Außerdem bemerke ich noch etwas in seinen Augen, was ich aber nicht richtig deuten kann.
Die Luft im Raum ist zum zereißen gespannt, genauso wie mein Körper.
Denn ich versuche mir im Geiste meine Fluchtmöglichkeiten zu errechnen und lasse mein Gegenüber keine Sekunde aus den Augen.
Ich bin niemand der leicht aufgibt und finde immer irgendwie eine Möglichkeit.
Ich bin geübt darin meinem Gegenüber meine Gedanken und Gefühle nicht zeigen, nur echte Könner wissen es mich zu deuten.
Mal sehen wie gut er ist? Immerhin ist er ein Anführer und kein schlechter, wie es mir bisher scheint.
Denn er hat immer noch keine Verstärkung angefordert, daher kann ich davon ausgehen das er entweder selber mit solchen Situationen klar kommt oder aber weiß, dass sie betrunken irgendwo herumliegen und schlafen.
Ich schaue ihm ebenso fest in die Augen wie er mir und antworte langsam.
Du hast etwas, das ich brauche.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Fr 12 Sep - 21:35

Ein teuflisches Grinsen tritt auf mein Gesicht.
"Sehr direkt. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte.", meine
ich und lege meine Hand an ihre Wange. Sie ist warm, mit einem zarten
rosa Schimmer darauf. Fast schon zärtlich streiche ich mit dem Daumen
darüber, doch mein Blick offenbart unverhohlene Gier. Sie ist schließlich
durchaus sehr hübsch und ich habe eine besondere Vorliebe für Frauen,
die sich nicht einschüchtern lassen, weil ich die Herausforderung liebe.
Meine Hand wandert nun etwas abwärts, ihren schlanken Hals entlang,
bis zum Ansatz ihrer Brüste. Gleichzeitig hebe ich meinen anderen Arm
und setze die Spitze meines Dolches an ihre Kehle.
"Vielleicht sollten wir darüber reden, was du mir zu bieten
hast, damit ich dich nicht an Ort und Stelle als Verräterin beseitige.
Denn deswegen bist du doch hier eingedrungen. Um meine Geheimnisse
zu stehlen."
, komme ich nun auf den Punkt, denn meine eigene
Begierde darf mich nicht von den Bedürfnissen meines Tribes ablenken.
Im besten Fall kann man allerdings natürlich beides verbinden.
"Fürs erste wäre ich mit ein paar Informationen zufrieden.
Mich würde brennend interessieren, wer so amateurhaft ist, ein zartes
Mädchen wie dich, hier her zu schicken, obwohl es hier von starken
Männern wimmelt, die ich nur rufen brauche, damit sie dich auseinander
nehmen."
, frage ich sie mit einem höhnischen Grinsen.
Wenn er gedacht hat, dass mich diese braunen Mandelaugen erweichen
und ich dich deswegen verschone, dann liegt er definitiv falsch...
Ich spiele höchstens noch ein bisschen mit dir, bevor ich dich verspeise.


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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 9:49

Ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus, es sieht mehr als einschüchternd aus.
Aber ich versuche mir meine Angst nicht anmerken zu lassen indem ich sie gekonnt durch meine lässige Art überspiele.
Er fängt an meine Wange zu streicheln und arbeitet sich weiter nach unten, bis er bei dem Ansatz meines Busens ankommt und mich gierig beäugt.
Doch dann aus dem Nichts hält er den Dolch vor meinen Hals und spricht wieder wütend.
Aber diese Art von Konfrontartion ist mir lieber als die Gier nach mehr in seinem Blick.
Er fragt, nein er befiehlt mir offen zu legen, was ich ihm denn bieten könnte, damit ich nicht an Ort und Stelle beseitigt werde für meine Frechheit hier einzudringen.
Denn er möchte Informationen über meinen Befehlsgeber, der so amateurhaft versucht ein Mädchen hier unten einzuschleusen wo es von bösen Männern wimmelt, die nicht zögern würden sie dafür zu bestrafen.
Unterschätze mich nicht sage ich mit einem Funkeln in den Augen und befreie mich blitzschnell aus meiner misslichen Lage und stehe nun neben ihm.
Du solltest ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen füge ich mit einem Lächeln hinzu und schaue in sein erstaundes aber auch wütendes Gesicht.
Es mag ein Fehler gewesen sein, doch bereuen werde ich ihn trotzdem nicht.
Nicht nur er kann Spielchen spielen.
Ich wurde nicht ohne Grund dafür ausgewählt und es war mir von vorn herin klar, dass es nicht einfach wird.
Auch wenn du nur einen kleinen Tribe hast, wird doch über ihn gemunkelt, dass er sehr strenge Regeln hat und bei Verrat nicht lange gefakelt wird
erkläre ich mein Wissen und wäge gleichzeitig ab, die Technos zu verpfeifen.
Denn retten würden sie mich hier nicht, dass haben sie mir gleich klar gemacht und dort bin ich auch nur ein Sklave für sie - es sei denn ich würde diese Schatulle bringen. Aber diesen Gedanken lasse ich gleich wieder fallen.
Ich lasse den Mann keinen Augenblick aus den Augen und versuche seine weiteres Handeln zu erähnen.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 13:47

Ich staune nicht schlecht als sie sich plötzlich blitzartig unter meinem
Arm hindurch duckt und neben mir wieder auftaucht, und schwanke
zwischen Bewunderung und Zorn.
Schneid hat sie durchaus, das muss man ihr lassen. Doch das wird sie
nicht retten. Niemand verlässt diesen Ort... jedenfalls nicht lebendig...

Langsam drehe ich mich zu ihr um und schleiche, wie eine Katze auf der
Jagd, auf sie zu. Unwillkürlich weicht sie ein Stück zurück.
"Nicht Neugier, sondern Starrsinn ist der Katze Tod.", zitiere
ich während ich ihr immer näher komme. Bald kann sie nicht mehr
zurückweichen weil sie dann die Wand im Rücken hat.
"Ich finde in dem Satz steckt viel Wahres, denkst du nicht?",
frage ich und setze kaum hörbar einen Fuß vor den anderen.
"Was haben sie dir als Belohnung für dieses Selbstmordkommando
versprochen? Einen hohen Posten? Du bist eine Närrin wenn du ihnen
glaubst. Für sie bist du nur eine Laborratte. Niemand erwartet, dass
du es schaffst und es kratzt sie auch nicht wenn du dabei draufgehst.
Falls du es wider erwarten doch schaffen solltest, werden sie dich
ebenfalls töten."
, erkläre ich und sehe mit Vergnügen wie ein
Zweifel in ihren Augen aufblitzt. Doch ich sage es nicht um sie zu
verunsichern, auch wenn das ein schöner Nebeneffekt ist, sondern ich
weiß wie der Hase läuft, auch ohne zu wissen wer genau hinter der
Aktion steckt. Schließlich bin ich nicht erst seit gestern Anführer eines
Tribes, auch wenn ich mit meinen Leuten anders umgehe.
"Was immer du hier stehlen solltest, ist sicher nicht für die
Augen aller bestimmt, sondern nur für die Obersten in der Hierarchie,
zu denen du nicht gehörst, sonst würdest du nicht solche niederen
Aufgaben erledigen. Doch wenn du die Informationen gefunden hast,
kennst du sie ebenfalls und könntest sie mit diesem Wissen erpressen.
Glaubst du das würden sie riskieren?"
, frage ich sie ernst.
Nicht umsonst besprechen auch wir solche Angelegenheiten nicht
wenn die Wachen oder Diener dabei sind. Ich bleibe in einigem Abstand
vor ihr stehen und lächle, ein recht eisiges Lächeln. Es liegt fast eine
Spur Traurigkeit darin.
"Es ist irgendwie schade, dass die Menschen nicht bereit sind
die Wahrheit zu erkennen, selbst wenn sie direkt vor ihnen liegt.
Ich kenne die Gerüchte die man sich über meinen Tribe und über mich
erzählt. Manchmal amüsiert mich die völlige Absurdität dieser Geschichten,
die schon beinahe Volkssagencharakter besitzen, beinahe. Zumindest
zeugen sie von einer unglaublich blühenden Fantasie und schmeicheln
mir und meinen angeblichen nahezu magischen Fähigkeiten, wie an
mehreren Orten gleichzeitig sein zu können, oder mich in eine Fledermaus
zu verwandeln."
, meine ich und in meinen dunklen Augen blitzt
Belustigung auf.
Der Aberglaube der Menschen ist wirklich etwas unerschütterliches.
Doch gleich darauf wird mein Gesicht wieder hart und ernst.
"Doch Niemand von ihnen weiß wirklich etwas über uns.
Oder über mich. Sie sehen nur was sie sehen wollen, wie Pferde mit
Scheuklappen. Obwohl der Vergleich mit störrischen Eseln vielleicht
treffender wäre, denn sie könnten sehen, wenn sie nur wollten."
, ich
seufze leise.
"Dieser Tribe ist ein Zuhause für die Menschen hier. Etwas was
sie nie erfahren haben, auch vor dem Virus nicht. Ich will nicht behaupten,
dass alle hier gleichgestellt sind, aber wir würden Niemals jemanden
derart in Gefahr bringen und ihn ohne mit der Wimper zu zucken dem
Feind überlassen."
, meine Stimme hat einen verächtlichen Klang
angenommen. Während ich die Wirkung meiner Worte abwarte, betrachte
ich sie und überlege wer sie geschickt haben könnte. Kandidaten gäbe es
genug. Seit durchgesickert ist, dass wir existieren sind beinahe alle Tribes
scharf darauf, mehr über uns herauszufinden. Die Chosen schließe ich jedoch
aus. Tai-San wirkt auf mich kein bisschen wie einer dieser fanatischen
Zootverehrer. Sie ist zu klug und scharfsinnig. Auch die Ecos, Soukies und
Oceans kann ich getrost ausschließen, da die sich eher wenig für politische
Belange interessieren, solange sie nicht angegriffen werden.
Bleiben die Mallrats und die Technos.
Nachdenklich sehe ich sie von oben bis unten an. Sie trägt keine Techno
Kleidung und auch kein Zeichen. Doch das heißt natürlich noch nichts.
Niemand wäre so dumm sich derart zu verraten. Trotzdem habe ich den
starken Verdacht, dass sie Tai-San geschickt haben, denn sie sind der einzige
Tribe, der von sich aus agiert und nicht erst wenn er sich in Gefahr glaubt.
Sie streben nach Macht über die Stadt und ich bin für sie ein Hindernis, das
sie nur zu gern aus dem Weg räumen würden.
Während ich Tai-San jedoch so ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass
ich sie kenne. Es ist nur eine dunkle, verschwommene Ahnung.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 20:12

Ich habe ihn herausgefordet, dass war mir gleich bewusst, nachdem ich mich aus seinem Griff entwunden haben und das lässt er mich sofort mit seinem giftigen Blick spüren.
Nun tritt er langsam auf mich zu, ich weiche unwegerlich zurück in der Angst was als nächstes passieren wird.
Er schleudert mir ein Zitat an den Kopf, dass ich ebenfalls kenne und befürchte, dass er den Nagel damit auf den Kopf getroffen hat. Denn ich habe vorschnell gehandelt und nur meinen Sieg im Auge gehabt, um endlich wieder frei sein zu können und nicht in Gefangenschaft oder als Versuchskanninchen zu enden.
Doch befürchte ich nun, dass ich diese törichte Hoffnung mit dem Tod bezahlen werden.
Aber ein weiteres Gefühl trifft mich mit voller Wucht, da ich meinen eigenen Tribe vermisse - die Mall Rats. Denn als er von dem spricht, was die Leute hier her getrieben hat, wird mir klar, dass es eine Dummheit war hier einzudringen. Denn sie sind hier ja nicht ohne Grund, auch sie suchen eine Familie und Gleichgesinnte.
Ich überlege, wie ich nun weiterverfahren soll als er mir sich Schritt für Schritt nähert und nun direkt vor mir steht. Ich wurde in die Ecke getrieben ohne es zu merken.
Schluchzend lasse ich mich auf den Boden sinken, in der Hoffnung ihn so vielleicht etwas zu besänftigen und seinen weichen Kern zum Vorschein zu bringen - denn auch wenn er sich hart gibt, glaube ich fest daran, dass das nur Fassade ist.
Ich habe sogar das Gefühl ihn zu kennen, doch seit die Technos mich mit ihrem Virtuel Reality gequält haben fehlen viele meiner Erinnerungen. Daher kann ich nicht deuten, woher wir uns kennen könnten.
Von meinen Gefühlen übermannt, breche ich tatsächlich in Tränen aus, auch wenn ich das so nicht wollte, vielleicht hilft es mir.
Aber ich habe auch gerade keine Kraft mehr gegen irgendetwas anzukämpfen, ich bin das Kämpfen leid und habe das Gefühl, diesen Kampf verloren zu haben. Daher lasse ich mich auf das Gefühl der Trauer und des Verlustes ein.

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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 21:29

Plötzlich sinkt Tai-San zu Boden und bricht in Tränen aus.
Damit hatte ich nicht gerechnet, jedenfalls nicht so schnell,
und deshalb vermute ich Berechnung dahinter. Aufmerksam
beobachte ich sie, wie sie da sitzt und scheinbar nichts mehr
um sich herum wahr nimmt.
Meine Worte haben sie wohl doch härter getroffen als ich
dachte. Doch die Wahrheit schmerzt eben wirklich am meisten.
Wenn die Leute wüssten was bei den Technos wirklich vor sich
geht, würden sie sich vielleicht endlich gegen sie auflehnen.
Es würde mich nicht einmal wundern, wenn sie es sind, die all
diese Gerüchte über uns verbreiten um von ihren eigenen
Schandtaten abzulenken.
, denke ich grimmig. Es würde
jedenfalls zu ihnen passen ein unschuldiges Mädchen, mit falschen
Versprechungen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Neben den
verblendeten Chosen sind die Technos meine größten Feinde.
Sie sind unmenschlich und kalt. So ziemlich all das was sonst mir
und meinen Leuten angedichtet wird.
Plötzlich lässt mich etwas stutzen. Die Art wie sie die Arme um
die angezogenen Beine schlingt und ihren Kopf darin vergräbt,
erinnert mich an etwas, oder vielmehr an jemanden.

Es war ein brütend heißer Nachmittag und ich war auf dem Weg
nach Hause. Ich hatte den ganzen Tag allein im Wald verbracht und
dort gelesen. Zuhause konnte ich das ja wegen meinem Stiefvater
nicht. Freunde bei denen ich für eine Weile den Schlägen entfliehen
konnte, gab es nicht, deshalb blieb ich immer für mich. Aber ich hatte
gelernt, damit umzugehen. Während ich so die Straße entlang lief,
auf der, der Asphalt förmlich glühte und man die Hitze sogar durch
die dicken Sohlen der Schuhe spürte, sah ich ein paar Meter vor mir,
jemanden auf dem Bürgersteig sitzen. Erschrocken hielt ich an und
zögerte weiterzugehen, überlegte sogar einen Umweg zu nehmen,
aus Angst, dass mich dieser Jemand angreifen würde. Vorsichtig hob
ich die Hand an die Augen um sie vor der Sonne abzuschirmen und
erkannte ein Mädchen, mit langem, glatten Haar. Sie hatte den Kopf
gegen ihre Knie gelehnt und das Gesicht in den Händen verborgen.
Langsam näherte ich mich ihr, neugierig was mit ihr los sein mochte,
bis ich direkt vor ihr stand. Nun konnte ich deutlich ihre bebenden
Schultern und das leise Schluchzen erkennen. Neben ihr lag ein rotes
Fahrrad, mit verbogenem Lenker und den Pedalen wild in die Luft gereckt.
Doch das war nicht der einzige Grund für ihren Unmut, denn fast auf
der gesamten Breite der Straßen, waren zerbrochene Eier verteilt, die
von der Sonne bereits zu dutzenden Spiegeleiern gebraten worden
waren. Es brauchte nicht viel um zu erraten was passiert war.
Ein herrliches Gefühl durchströmte mich bei diesem Anblick und ich begann
zu lachen. Zum ersten Mal seit langem, lachte ich einfach nur, vollkommen
befreit und sorgenlos wie es Kinder normalerweise tun. Das Mädchen blickte
auf und starrte mich wütend an, weil sie dachte ich würde sie auslachen,
doch dann kreuzten sich zum ersten Mal unsere Blicke und ohne Vorwarnung
brach es auch aus ihr heraus. Zuerst nur ein leises Glucksen, dann ein Kichern,
das sich zu einem schallenden Lachen entwickelte. Wir lachten gemeinsam
bis wir uns kugelten. Die Situation war einfach so schrecklich komisch, wie
aus einem lustigen Film. Erschöpft ließen wir uns nebeneinander auf den
Boden fallen und dabei berührten sich unsere Fingerspitzen. Ein elektrischer
Schlag durchfuhr meinen Körper und ließ ihn überall kribbeln. Noch nie hatte
ich so etwas gespürt und es brachte mich durcheinander, fühlte sich aber
gleichzeitig auch wunderschön an. Ich sah sie eine ganze Weile einfach nur
an, als wollte ich mir ihr Lächeln für immer einprägen. Sie sah zurück und
lächelte einfach nur, ohne etwas zu sagen, bis ich meine Hand ausstreckte
und eine Strähne ihres wunderschönen, dunklen Haars zur Seite streichen
wollte. Wie von der Tarantel gestochen sprang sie auf, noch bevor ich sie
berührt hatte, schnappte sich das Fahrrad und schwang sich in den Sattel.
Bevor ich wusste was geschah, war sie fort und ich glaubte fast das alles
nur geträumt zu haben, wären da nicht immer noch die Spiegeleier auf der
Straße gewesen. Ich blieb sitzen, bis es dunkel wurde, doch sie kam nicht
wieder. Trotzdem habe ich sie nie vergessen.


Konnte das sein? Konnte Tai-San wirklich dieses Mädchen mit den zerbrochnen
Eiern gewesen sein? Ich beuge mich zu ihr herunter, strecke meine Hand aus
und umfasse ihr Kinn mit meinem Daumen und Zeigefinger. Sanft hebe ich
es hoch, damit sie mir in die Augen sieht. Vielleicht erinnert sie sich wieder, wenn
sie darin meine Erinnerung erkennt.


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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 23:11

Ich schrecke zusammen, als mich jemand aus meinen Gedanken reißt.
Völlig vertieft in meine schlechten Gedanken habe ich gar nicht mehr daran gedacht,
wo ich bin und warum ich dort bin.
Ich war einfach nur durch und durch traurig und habe keinen Ausweg mehr gesehen.
Denn ganz vorsichtig hebt jemand mein Kinn und ich schaue ängstlich und vorsichtig in ein paar Augen, das mir das Gefühl gibt sie schauen in meine Seele.
Doch seine Augen wecken eine Erinnerung in mir.
Lange sitzen wir einfach so da, mein Gesicht in seinen Händen.
Wir schauen uns nur tief in die Augen und plötzlich keimt ein Gefühl der Vertrautheit in mir auf.

Vorsichtig hebe ich meine rechte Hand und streiche eine Stähne aus seinem Gesicht.
Ich kenne dich bricht es aus mir heraus.
Wie kann das sein, das wir uns hier wieder treffen, nachdem ich dich so lange ohne Erfolg gesucht habe.
Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich das Gefühl wieder jemanden nah zu sein und jemanden zu sehen, den ich kenne, der mich kennt.

Kann er das sein? Aber warum treffen wir uns hier wieder? Ist das ein Zeichen?
Die Erlösung von den Technos? Meine Erlösung?
soviele Gedanken und Fragen rasen durch meinen Kopf und ich habe das Gefühl ohnmächtig zu werden.

Als wir uns damals trafen, bin ich einfach verschwunden.
Zu groß war die Angst vor meinem Stiefvater, was er mit mir anstellen würden, wenn ich noch später Nachhause kam und dazu auch noch ohne Eier.

Ich weinte bitterlich, weil ich die Eier kaputt gemacht habe, die ich ihm immer zubereiten musste, wenn er von der Arbeit kam.
Doch dann kam dieser Junge und lachte einfach nur über das Bild, was er sah.
Es muss auch zu lustig ausgesehen haben und daher lachte ich für einen Moment mit.
Doch als ich wieder auf den Erdboden zurück geschleudert wurde, merkte ich wie töricht ich war, noch mehr Zeit zu verplempern mit meinem Nichtsnutzen.
Daher brach ich ohne ein weiteres Wort auf.

Vergessen konnte ich den Jungen jedoch nie.
Ich fuhr oft auf dem Heimweg noch mal an dieser Stelle vorbei, doch nie wieder sah ich ihn.
Mein Stiefvater war kein schlechter Mensch, doch meine Mutter musste für lange Zeit ins Krankenhaus und mein leiblicher Vater vor langer Zeit gestorben war, musste ich vorerst bei ihm bleiben.
Allerdings musste er hart arbeiten und mich dazu noch mit durchfüttern. Irgendwann wurde er dann zu dem Monster, was er für mich war.
Im Nachhinein denke ich, dass es ein Vorbote des Virus war. Denn bald darauf verstarb auch er.
Ich wurde dann von meiner Oma aufgenommen und dort lernte ich viel über Kräuter und andere wichtige Dinge.
Aber ich musste auch deswegen umziehen und konnte so nicht mehr nach ihm suchen.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 23:41

Die Zeit verinnt unaufhörlich und bleibt gleichzeitig still stehen.
Genauso wie damals, auf dem heißen Asphalt als die Luft in der
Hitze flimmerte. Ich müsste sie längst los lassen, doch ich kann
es einfach nicht, als wären meine Hände längst mit ihr verschmolzen.
Als sie ihre Hand hebt und mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht
streicht, weiß ich auch ohne ihre nächsten Worte, dass sie sich
erinnert. Doch dieses Mal flieht keiner von uns beiden.
"Du bist es wirklich.", flüstere ich und kann es immer
noch nicht so recht glauben, dass ich sie ohne jede Vorwarnung
nun tatsächlich gefunden habe. Gerade jetzt wo ich jede Hoffnung
darauf verloren hatte sie jemals wiederzusehen. Ein vorsichtiges
Lächeln stiehlt sich auf mein Gesicht und lässt auch meine Augen
erstrahlen wie aufgehende Sonnen. All die Jahre habe ich nicht
gewusst, ob sie in diesem Moment das gleiche gespürt hat wie
ich, dass uns etwas Besonderes verband, etwas Ungreifbares und
trotzdem Wunderschönes. Doch sie hat mich ebenfalls gesucht,
wollte mich wiedersehen.
"Ich habe dich nie vergessen können. Allerdings habe ich
es auch nicht wirklich versucht."
, erkläre ich leise.
"Warum bist du weggerannt? Ich dachte damals, dass du
mich vielleicht nicht magst."
, frage ich sie ohne meinen Blick
von ihren dunklen Augen abzuwenden.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   Sa 13 Sep - 23:53

Das Wissen, dass er mich auch nie vergessen konnte, bringt auch mich zum lächeln.
Ja ich bin es wirklich sage ich dann leise und bin einfach nur glücklich.
Als er mich dann fragt, warum ich gegerannt bin, fühlt es sich so an wie damals.
Und als er mir dann offenbart, dass er dachte, dass ich ihn nicht mag, bin ich schon wieder den Tränen nahe.
Doch ich mochte dich und habe dich nie vergessen können.
Ich bin so oft wieder zu dieser Stelle gefahren in der Hoffnung, dass es dir genauso geht wie mir.
Aber ich habe dich nie wieder gesehen.
Ich musste zu meinem Stiefvater, er konnte furchtbar wütend werden, wenn das Essen nicht rechtzeitig auf den Tisch steht.
Die Angst hat mich davon getrieben
füge ich leise hinzu.
Bitte verzeih mir, ich konnte nicht ahnen, dass wir uns dann nicht mehr sehen würden wieder treten Tränen in meine Augen und ich ergreife seine Hände.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 0:14

Ich lasse es zu, dass sie meine Hände ergreift und genieße einen
Moment die Wärme die sie auf mich überträgt, bevor ich antworte.
Ich könnte beinahe lachen vor Erleichterung und wegen der Erkenntnis
wie ähnlich unsere Situation sich damals war ohne, dass wir es ahnten.
Ich setze mich neben sie und unsere Schultern berühren sich, ganz
sachte. Es fühlt sich immer noch an wie ein unglaublicher Traum,
dass sie hier ist.
"Ich habe es nicht gewusst. Aber vielleicht habe ich es tief in
mir gespürt, denn auch ich hatte einen Stiefvater, der mich regelmäßig
zum Frustabbau benutzt hat."
, sage ich und mein Gesicht verdüstert
sich ein wenig bei der Erinnerung an den großen, breitschultrigen Mexikaner.
"Du kennst meinen richtigen Namen noch nicht.", stelle ich fest.
In der Stadt kennt man mich nur unter meinem selbstgewählten Namen
Asmodeus. Nur meine engsten Vertrauten kennen meinen echten Namen,
und es ist mir wichtig, dass auch sie ihn kennt.
"Ich heiße Dario, Dario Cale.", flüstere ich und lächle sie fast
schon schüchtern an. In ihrer Gegenwart bin ich wieder der kleine Junge von
damals, der sich ängstlich geduckt hat, sobald Sancho von der Arbeit nach
Hause kam und lauthals durch die Gegend brüllte.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 0:32

Ich bin erleichtert, dass er mir nicht böse ist.
Er setzt sich neben mich und unsere Schulern berühren sich ganz vorsichtig.
Es tut mir in der Seele weh, als er mir von seinem Stiefvater erzählt und ich wische mir schnell eine Träne aus dem Augenwinkel.
Plötzlich sagt er mir, dass ich seinen richtigen Namen gar nicht kenne.
Und dann verrät er mir, dass er Dario Cale heißt.
Ich flüstere ihn leise vor mich hin und ein lächeln huscht über mein Gesicht.
Er schaut mich fast schon schüchtern an und ich schaue ihn dann ebenso an.
Das ist ein sehr schöner Name und ich bin wohl eine der wenigen, die ihn nun kennt, oder? möchte ich von ihm wissen.
Wo warst du die ganze Zeit?
Ich habe mich nach dir gesehnt, auch wenn wir uns nur einmal gesehen haben, habe ich mich sofort mit dir verbunden gefühlt
erzähle ich.
Ich möchte ihn so viel fragen, so viel von ihm wissen.

Doch plötzlich fällt mir wieder meine Aufgabe ein, ich schaue ihn verschreckt an und habe plötzlich wieder furchtbare Angst.
Die Technos haben mich hier her geschickt.
Einer der Obersten sucht etwas von dir, mir wurde nur gesagt, dass es in einer Schatulle ist.
Sie wollen deinen Tribe zugrunde richten.

Erzähle ich ihm mein Wissen und das ist nicht viel.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 2:16

"Ja. Nur meine engsten Vertrauten kennen ihn.", antworte ich
ihr lächelnd und greife vorsichtig nach ihrer Hand, die in ihrem Schoß
liegt. Ich möchte sie einfach berühren, um zu spüren, dass sie wirklich
da und echt ist und ich sie mir nicht nur einbilde. Sie fragt nach der
Zeit in der wir uns nicht gesehen haben, was ich gemacht habe und
wo ich war. Natürlich kann ich das verstehen, denn ich möchte es
ebenso von ihr wissen, am liebsten jedes noch so kleine Detail.
Doch ich habe auch Angst was sie vielleicht über mich gehört haben
könnte und wieviel sie davon vielleicht auch geglaubt hat.
Da ich mich so gut wie nie in der Öffentlichkeit zeige, habe ich dazu
auch nie Stellung genommen und so geistern die absurdesten Gerüchte
über mich, den Tribe und die Tatsache, dass wir im Verborgenen bleiben,
durch die Stadt. Vorsichtig betrachte ich ihr Gesicht von der Seite.
Das Lächeln hängt immer noch an ihren fein geschwungenen Lippen, und
sie scheint die Dinge die sie über mich gehört hat, beseite geschoben
zu haben, jetzt wo sie weiß wer ich bin, will sie sich lieber ein eigenes
Bild machen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr es mich berührt,
dass sie bereit ist die Vorurteile beiseite zu legen um mich kennenzulernen.
Es ist lange her, dass das jemand versucht hat.
Bevor ich ihr jedoch antworten kann, schleicht sich ein panischer Ausdruck
auf ihr hübsches Gesicht und sie dreht sich zu mir um. Ihre Angst überträgt
sich auf mich, ohne, dass ich etwas dagegen tun kann.
Seltsam wie einem jemand so wichtig sein kann, den man eigentlich gar
nicht kennt.
, denke ich und spüre, dass das nicht stimmt.
Wir haben uns schon in dem Moment gegenseitig verstanden, als wir uns
zum ersten Mal in die Augen gesehen haben. Tai-San erzählt mir, dass sie
von den Technos hier her geschickt worden ist und bestätigt damit meine
Vermutung. Ich halte sie an den Schultern fest und ziehe sie an mich um
sie zu beruhigen, auch wenn ich nicht weiß ob ihr meine Nähe nicht vielleicht
unangenehm ist, immerhin bin ich für die meisten Menschen, der unnahbare,
eiskalte und geheimnisvolle Anführer, für manche sogar so etwas wie der
Antichrist, die Personifizierung des absoluten Bösen. Mir ist klar, dass
dahinter auch die Technos stecken, die mich gerne als ihr Ablenkungsmanöver
nutzen, indem sie aus mir jemanden machen, gegen den sich die Wut richten
kann, während sie selbst als graue, unscheinbare Gruppe im Hintergrund die
Fäden ziehen.
"Beruhige dich. Ich habe mir gedacht, dass sie dahinter stecken.
Auch wenn ich mir nicht erklären kann wie du dort hinein geraten bist, denn das
ist ein Haufen machtgieriger, skrupelloser Menschen, denen es nur um den
eigenen Vorteil geht. Genau das was sie von mir und meinen Leuten behaupten.
Doch wir sind nur ihr Ablenkungsmanöver, damit die anderen Tribes denken,
wir wären die Bösen, während sie in aller Ruhe überall die Kontrolle übernehmen.
Sie sind sich jedoch darüber im Klaren, dass wir das Spiel nicht mitspielen und,
dass wir wissen was sie treiben. Ich habe ebenfalls meine Spione."
, berichte
ich ihr mit einem verschmitzten Grinsen.
"Deshalb sind wir ihnen ein Dorn im Auge und sie suchen nach einem
Weg uns los zu werden, wenn möglich so, dass sie dabei als Helden dastehen,
welche die Stadt von uns befreit haben."
Ich stelle mir vor wie sie durch die
Stadt ziehen in ihren Autos und es mit dem Megaphon durch alle Straßen brüllen.
Doch soweit wird es nicht kommen, niemals. Wenn sie einen Krieg haben wollen,
werden sie ihn bekommen.
"Tai-San, ich frage dich jetzt etwas und ich möchte eine ehrliche Antwort
von dir, denn ich riskiere damit viele Leben. Bist du in deinem Herzen ein Techno?
Wirst du mich und meine Tribemitglieder an sie verraten, sobald sich die die Chance
bietet?"
, frage ich ernst und sehe sie an. Ich hoffe, dass ich ihr vertrauen
kann und sie auch mir ihr Vertrauen schenkt. Ich würde sie schützen, würde dafür
sorgen, dass diese Schweine ihr kein Haar mehr krümmen können. Wenn ich mir nur
vorstelle was sie ihr angetan haben könnten, werde ich wütend.

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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 13:01

Ich lag richtig mit meiner Annahme, dass er diesen Namen nur den Menschen preisgibt, denen er vertraut.
Und ich gehöre zu diesen Personen, das macht mich glücklich.
Er greift nach meiner Hand und wägt ab, was er mir erzäheln soll von der Vergangenheit.
Denn natürlich ist sehr viel passiert und wie sollte man das alles in einigen Sätzen zusammenfassen.
Aber noch etwas anderes kann ich in seinem Blick erahnen - das Wissen, dass wir nicht viele Worte austauschen müssen, um uns zu verstehen und verständigen.

Als ich dann von den Technos erzähle, wird sein Gesicht nachdenklich und ich hoffe, dass er nun nicht denkt, dass ich Spielchen mit ihm spiele oder gar doch eine von ihnen bin.
Sondern das ich wirklich angst habe.
Aber diese Angst spiegelt sich scheinbar auch in meinem Gesicht wieder.
Denn er zieht mich vorsichtig an sich heran um mich zu beruhigen.
Mich durchströmt das Gefühl der Erleichterung, das mir jemand glaubt und mir hilft, von ihnen wegzukommen. Der ebenso weiß, dass sie keine guten Menschen sind und andere nur zu ihrem Vorsteil nutzen wollen, um dann die bejubelten Technos zu sein.
Mein Körper füllt sich mit Glück und wärmt mich von innen.
Diese Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr, denn lange war ich bei ihnen in Gefangenschaft und habe kaum mehr daran geglaubt, dass mir etwas Gutes wiederfahren könnte.
Er erklärt mir, dass er schon befürchtet hat, dass die Technos dahinter stecken und sie böse sind und immer wieder versuchen, seinen Tribe als Ablenckungsmanöver für ihre Machenschaften zu benutzen und ich nicke.
Aber von den Spionen habe ich nichts gewusst, daher schaue ich ihn erstaunt an.
Er widerum grinst mich verschmitzt an.
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich irgendjemand in die Höhle des Löwen traut, um sie endlich von ihrem Thron zu stürtzen.

Als Dario mich fragt, ob ich eine von ihnen bin, ein Techno, wird mein Gesicht eisig.
Meine Stimme ist kaum mehr als ein wütendes Flüstern.
Nein, ich bin keine von ihnen!
Sie haben mich entführt, weil sie gesehen haben wie gut ich mit Kräutern und Pflanzen umgehen kann. Sie wollten sich mein Wissen aneignen, weil alle Medikamente aufgebraucht waren und selbst sie nicht vor Krankheiten geschützt sind.
Denn ihr Wissen beschränkt sich auf Computer und Elektrizität. Damit alleine kann man niemanden rette.
Sie haben mich mit ihren Reality Space unter Druck gesetzt.
Sie haben mir immer wieder diesen Helm aufgesetzt, um mich damit klein zu kriegen.
Ich wurde dazu gezwungen hier her zu kommen.
Sie haben mir versprochen, mich gehen zu lassen, wenn ich ihnen besorge was sie wollen.

Ich breche ab und fange wieder an zu schluchzen.
Zu Schmerzhaft ist die Erinnerung.
Sie haben mich ebenso benutzt, wie jeden anderen Virt, wie sie die Menschen nennen, die nicht zu ihnen gehören.
Aber nun keimt neue Hoffnung in mir auch.
Ich schaue ihm in die Augen und weiß, der er mir helfen wird.
Das er nicht will, dass mir jemand weh tut - sie mir nicht weiter wehtun können.
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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 13:57

Ich nicke langsam. Jedem anderen der hier eingedrungen wäre und mir das selbe
erzählt hätte, hätte ich nicht geglaubt, geschweige denn vertraut, denn ich kenne
die Technos und weiß, dass sie gute Schauspieler sein können.
Die Rolle des Doppelagenten gehört da zum Standardrepertoire, warscheinlich erstes
Technoausbildungsjahr oder so. Doch Tai-San ist anders, selbst wenn ich sie nicht
kennen würde, könnte ich das spüren. Alles an ihrem Körper drückt Wärme aus, echte
Wärme, etwas zu dem Techno mehr fähig wäre, zu sehr sind sie abgestumpft und innerlich abgehärtet.
Selbst ihre falschen Tränen wirken kalt, unecht, als wären sie Roboter, darauf programmiert auf
Knopfdruck Wasser aus ihren Augen fließen zu lassen. Doch mehr ist es nicht. Nur Wasser, keine
Gefühle. Mir läuft ein Schauder über den Rücken, jedes Mal wenn ich an diese Unmenschlichkeit
denke, die sie immer weiter vorantreiben und kultivieren.
Sie könnten niemals das fühlen was ich nun fühle, all ihre Erinnerungen sind vertrocknet,
nichts und Niemand bedeutet ihnen noch etwas.

Ich weiß genau, dass es unter ihnen keine Liebe gibt, nichteinmal echte Zuneigung oder Freundschaft.
Jeder lebt in seiner kleinen Welt, in der er Niemanden hereinlässt, höchstens
zum Zweck der Fortpflanzung, doch auch das gleicht mehr einem mechanischen Akt, als
wahrer Leidenschaft. Ich drücke Tai-San fester an mich, versuche ihr das Gefühl der Angst
zu nehmen und mit ihr die Erinnerungen. Ich weiß, dass ich das kaum kann, aber das könnte
mich nicht davon abhalten es immer und immer weiter zu versuchen.
"Sie haben dich benutzt, wie sie alle Menschen benutzen, weil wir für sie wertlos sind.
All die Dinge die uns ausmachen, unsere Gefühle, sind für sie Schwächen,
Schwächen die uns davon abhalten zu funktionieren, so wie die Maschinen die sie so
sehr verehren. Du konntest nicht wissen, dass ich Asmodeus bin und ich verstehe,
dass du es getan hast um dein Leben zu retten. Du hattest keine Wahl, auch wenn sie
dich so oder irgendwann beseitigt hätten, wie einen leeren Joghurtbecher, wenn du ihnen
zu lästig wirst. Denn du bist stark. Stärker als sie alle. Sie haben dich und deine Erinnerungen
nicht zerstören können!"
, sage ich und hebe ihren Kopf ein wenig an um ihr in
die Augen sehen zu können. Ich will, dass sie selbst sieht, was ich sehe, eine
Kämpferin, jemand den sie nicht zerbrechen konnten, egal wie sehr sie es auch
versucht haben.
"Wir können dafür sorgen, dass es aufhört und eine bessere Welt schaffen.
In der die Menschen wieder zu sich selbst zurück finden. Technologie bringt uns
zwar Annehmlichkeiten, doch wir beide wissen zu welchem Preis. Es wird Zeit,
dass es auch die anderen erfahren und wir mit ihnen zusammenarbeiten.
Vertrau mir Tai-San, keiner von ihnen wird dir jemals wieder zu nahe kommen und
ich werde sie für all ihre Grausamkeiten bestrafen!"
, ich versuche meine Stimme
die sich in meiner Wut erhoben hat, wieder zu senken, denn ich will ihr nicht noch
mehr Angst machen. Ich kann mir nur vorstellen was sie durchgemacht haben muss,
da ich selbst nie in ihrer Gefangenschaft gewesen bin, doch ich kenne viele die unter
ihnen gelitten haben wie Lady Fleur, die sie auf einer ihrer Arbeitsinseln als Sklavin
gehalten, und sie nach Lust und Laune missbraucht haben. Es dauerte lange bis sie
mir vertrauen konnte und ich habe es ihr nie verübelt, sondern immer versucht ihr das
Gefühl zu geben, dass ich sie verstehe, dass mich ihr Leid berührt.
Vielleicht können sie sich gegenseitig helfen, diese Dinge behutsam zu verarbeiten.,
überlege ich und streiche Tai-San sehr sanft über die Wange, meine Fingerspitzen
berühren sie kaum, fast wie damals, aber dieses Mal neigt sie sich mir entgegen, sucht
nach mir, will mich spüren. Ich beuge mich langsam vor, bis meine Lippen ihre finden
und sich behutsam mit ihnen vereinigen. Sie schmeckt anders als ich es mir vorgestellt
habe, denn keine Vorstellungskraft der Welt könnte sich das ausmalen.
Es ist eine Explosion von so vielen unterschiedlichen Dingen nach denen sie schmeckt,
riecht, sich anfühlt. Warmer Sonnenschein, frisch gemähtes Gras, Morgentau, Pfirsichen.
Zum ersten Mal in meinem Leben verliere ich mich vollkommen und es kümmert mich nicht.
Ich lasse mich einfach mitziehen, ohne zu wissen wohin die Reise geht. Alle meine Gedanken
haben sich versteckt um mir diese wunderbare Leichtigkeit zu lassen.

"Wie ungemein rührend.", ertönt eine kalte, harte Stimme plötzlich
von der Tür des Saals und reißt mich damit brutal auf den Boden der Realität zurück.
Ich fahre herum, denn die Stimme ist mir nicht vollkommen unbekannt, doch ich hätte
nie erwartet sie hier zu hören. Eiseskälte kriecht meine Glieder hinauf und lähmt mich.
Ich spüre wie Tai-San zu zittern beginnt als sie Maik erblickt, der seine volle Technouniform
trägt und mit einem höhnischen Grinsen im Rahmen lehnt. Ich erhebe mich rasch, in einer
einzigen fließenden Bewegung und stelle mich vor Tai-San, den Dolch der mir gegen Maik
nichts nützt, in der Hand, bereit sie mit allem was ich habe zu verteidigen.

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Tai-San*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 19:53

Es macht mich unglaublich glücklich, dass er mir glaubt und mich nun noch fester an sich zieht.
Das er meine Ängste versteht, versteht das ich nicht ander handeln konnte um dort wegzukommen.
Das er weiß wovon ich spreche und mir darüber hinaus nicht böse ist, dass ich in seinen Tribe eigedrungen bin und ihm etwas sehr wertvolles stehlen wollte.
Er glaubt an mich und weiß, dass ich eine Kämpferin bin und nur so gehandelt habe, weil ich es musste.
Das ruft meine Kräfte wieder wach und zum ersten Mal seit einer Ewigkeit, habe ich das Gefühl tatsächlich wieder ich zu sein. Die willenstarke Kämpferin Tai-San.
Ich umarme ihn fest, um ihn zu zeigen wie glücklich er mich macht.
Und als er mir sagt, dass wir es gemeinsam schaffen können gegen die Technos anzugehen und die anderen wachrütteln müssen, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht die tollen Strahlemänner sind für die sie sich ausgeben, wird mein Kampfgeist nur noch mehr angefacht.
Mein Gesicht bekommt endlich wieder etwas Farbe, ich strahle über das ganze Gesicht, weil ich weiß das er recht hat. Wir zusammen könnten es schaffen.
All die Anspannung, die ich sich über die Zeit bei mir angestaut hat schwindet langsam aus meinem Körper und ich fühle mich wieder frei und stark.
Auch Dario merkt das, denn er lächelt mich an.
Denn er streichelt ganz zart meine Wange. Dort wo er mich berüht prickelt meine Haut wie verrückt und Schmetterlinge breiten sich in meinem Körper aus. Sie erzeugen ein wolig warmes Gefühl.
Als sein Gesicht sich langsam zu mir beugt und seine Lippen die meinen suchen, bekomme auch ich das Gefühl nach mehr.
Die Welt leuchtet wieder in bunten Farben und ich nehme auf einmal wieder die Gerüche um mich herum war. Und vorallem den Geruch, den er verströmt.
Sehr männlich, aber auch weich und angenehm und unglaublich anziehend.
Ich erwiedere seinen Kuss leidenschaftlich und nach mehr verzehrend.
Als wir je unterbrochen werden.
Eine Person ist in den Saal eingerungen und diese Stimme reißt mich je aus meiner Hoffnung nach einem besseren Leben.
Es ist Maik und er steht drohend im Türrahmen.
Sein dasein reist mir den Boden unter den Füssen weg und ich fange an zu schluchzen.
Dario stellt sich dann schützend vor mich.
Aber ich bezweifle, dass er uns retten kann. Denn er hat nur seinen Dolch und Maik seinen Zapper.

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Asmodeus*
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 21:24

Jede Faser meines Körpers ist angespannt, mein Blick unablässig auf Maik vor mir
gerichtet, doch mein Herz bleibt bei Tai-San, dort wo es schon immer hingehört hat.
"Wie bist du hier reingekommen?", frage ich ihn und befürchte das Schlimmste,
denn es müssten längst Wachen oder andere Tribemitglieder aufgetaucht
sein, da es Zeit für das Frühstück ist. Während ich mit Tai-San geredet habe ist mir
das nicht aufgefallen, weil ich alles um mich herum vergessen habe, doch nun nimmt
mir diese Erkenntnis die Luft zum atmen.
"Durch die Vordertür. Sehr stilvolle Einrichtung, aber leider nicht gerade bestens
geschützt. Deine Wachen taugen höchstens dazu Steine zu klopfen, das dürfte sie
gerade noch nicht überfordern."
, antwortet Maik mit seinem ihm ganz eigenen,
verschlagenen Grinsen, die Füße lässig übereinander geschlagen, und in der Gewissheit
alles unter seiner Kontrolle zu haben. Ich wünschte ich könnte ihm diese Sicherheit nehmen
und sein dreckiges Grinsen aus dem Gesicht wischen, doch ich bin ihm in allen Belangen
unterlegen. Ein kurzer Druck auf seinen Zapper und ich bin Geschichte, während ich für
jeden Angriffsversuch näher an ihn heran kommen müsste. Ich höre wie Tai-San hinter
meinem Rücken leise weint und es zerreißt mir das Herz, dass ich ihr nicht mehr geben
konnte als die kurze, wunderschöne Illusion, dass doch noch alles gut werden könnte.
"Was hast du mit ihnen gemacht? Und mit meinen Tribemitgliedern?", will ich
von ihm wissen, obwohl ich die Antwort bereits ahne. Doch solange wir reden, bleiben wir
am Leben und die Chance, dass doch noch Hilfe kommt, bleibt bestehen.
"Lass mich raten, das ist die Stelle des Films in der, der Bösewicht dem Helden
seinen Plan verrät, damit dieser ihn dann in der letzten Sekunde vereiteln kann? Darauf
würde ich nicht setzen, denn sie sind alle tot, oder auf dem Weg in unser Hauptquartier
um dort umprogrammiert zu werden. Ich würde ja zu gerne sehen wie deine kleine Cousine
auf dich losgeht um dich zu beseitigen, aber leider kann ich nicht so lange warten. Termine
du verstehst?"
, meint er gelassen und sucht in meinem Blick nach dem Schrecken den
seine Worte in mir entfacht haben. Doch wenn er gedacht hat, dass ich vor Verzweiflung
zusammenbreche hat er sich geschnitten. In mir ist neuer Kampfgeist geweckt, durch die Wut
auf ihn und seine Bande von skrupellosen Mördern, die mir alles genommen haben was ich liebe
und mir nun auch noch das letzte Stück entreißen wollen.
Du verdammtes, dreckiges A****loch!, schießt es mir durch den Kopf, doch ich wage
es nicht einfach so auf ihn los zu stürmen. Fieberhaft überlege ich wie ich ihn ablenken könnte.
"Ich hätte das alles natürlich nie ohne die Hilfe meiner beiden Hauptdarstellerinnen
hinbekommen. Ich bitte um einen angemessenen Applaus für Mari und Tai-San!"
, ruft
Maik nun laut in den leeren Saal, der seine Worte von den Wänden widerhallen lässt.
Plötzlich taucht neben Maik eine schmale Gestalt auf, ebenfalls in einem Technoanzug
und die blonden Haare streng zurückgekämmt.
Mari!
Sie lächelt selbstsicher und ihre Augen tragen den gleichen kalten Ausdruck wie Maiks.
Ich kann es kaum glauben und schaffe es auch nicht meine Überraschung zu verbergen, dabei
hätte ich eigentlich schon immer wissen müssen, dass sie eine Verräterin ist, schließlich hat
sie versucht zu fliehen und den Tribe zu verlassen. Nun ist jedenfalls nichts mehr von der
kleinen schüchternen Dienerin zu erkennen, offenbar ist so eine Wandlung zum Techno
ausgezeichnet für das Selbstbewusstsein. Ich bin wie erstarrt und kann diesen Verrat kaum
fassen, denn immerhin hat sie jahrelang von unserem Wohlstand und der Sicherheit profitiert.
"Ja sie ist wirklich gut darin sich zu verstellen, früher wäre sie längst unter
Vertrag bei einem Hollywoodproduzenten gewesen. Doch ohne Tai-San hätten wir unseren Plan
nicht durchführen können und daher gebührt ihr ebenso viel Dank."
, erklärt Maik und
klatscht höhnisch in seine Hände.
Nein... ich kann nicht glauben, dass sie dir geholfen hat, das würde sie nicht tun! Nicht
jetzt wo sie weiß... NEIN!
Zu gerne hätte ich ihr nun in die Augen gesehen, doch ich kann
mich nicht umdrehen und meine Deckung aufgeben.
"Keine Sorge sie wusste nicht was sie tat. Der Auftrag den wir ihr gegeben haben
war nur ein Vorwand, damit du abgelenkt bist Asmodeus. Du solltest sie erwischen, wobei die
Knutscherei eigentlich nicht im Drehbuch stand aber hey, Improvisation ist alles nicht wahr?
Während ihr hier beschäftigt wart, hat Mari die Wachen ausgeschaltet und alle anderen auch.
Wer könnte ihr auch misstrauen?"
Mari lächelt nur verächtlich auf diese Worte.
Ich bin dagegen erleichtert, denn immerhin hatte Tai-San nichts damit zu tun.
Maik hat sie genauso benutzt wie er alle benutzt und wie er auch Mari benutzen wird, sie ist
nur zu naiv um es zu merken.
"Und nun willst du mich töten?", frage ich ruhig, nur das leichte Zittern meiner
Hände verrät meine wahren Gefühle.
"Das hatte ich vor, doch nun da ich Zeuge dieses rührenden Wiedersehens geworden bin,
habe ich meine Pläne geändert. Stellt sich nur die Frage, wirst du dich opfern Tai-San
um ihn am Leben zu erhalten?"
, wendet sich Maik nun an Tai-San die hörbar aufkeucht.
Auch ich werde blass, angesichts seiner Grausamkeit.
"Das kannst du doch nicht verlangen! Töte mich einfach, du wirst es sowieso
tun egal was du versprichst!"
, zische ich halb wütend halb flehend.

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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 22:06

Ich bin wie in Trance und bekomme kaum etwas mit, von der Auseinandersetzung der beiden Männer.
Doch Maik ist kalt wie immer und hat natürlich auch ein Ass im Ärmel, Mari.
Ich kenne sie, aber nicht so. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie eine von ihnen ist.
Aber es hätte mir auffallen müssen, wie diese beiden verstohlene Blicke ausgestauscht haben.
Immer die letzten im Raum waren und sie sofort gesprungen ist, wenn er etwas wollte.
Aber ich war blind, mit meinen eigenen Sorgen beschäftigt und habe es übersehen.

Am Rande bekomme ich mit, wie Maik trocken sagt, dass alle Wachen und anderen Tribemitglieder entweder tot sind oder ins Vero Center gefahren werden, um dort entwerder als Experimente zu fungieren oder aber einfach ihrer Erinnerungen beraubt werden, wie ich es so oft schon miterleben musste.
Und auch ich war nur eine Marionette seines perfieden Plans, sollte Dario ablenken während sie hier einmaschieren.
Ich schaue zu Dario, der sich schützend vor mich gestellt hat, jede Faser seines Körpers angespannt ist und nach Rache schreit.
Als er fragt, was Maik nun vorhat und fragt, ob er ihn nun einfach töten will, werde ich aus meiner Trance und meiner Angst gerissen.
NEIN niemals, das kannst du nicht machen.
Mir fällt etwas ein, ich habe bevor ich aufgebrochen bin von jemanden etwas in meine Hosentasche gesteckt bekommen. Er oder sie, dachte das ich noch schlafe. Aber ich habe selten schlafen können aus Angst vor dem was in der Dunkelheit passieren könnte.
Ich schaue vorsichtig um Dario herum, ob sie mich sehen können und greife zaghaft in die Tasche hinein. Erst begreife ich nicht was es ist, doch dann leuchtet es mir ein.
Es ist ein Zapper! Wer oder was hat mir den gegeben?
Ich überlege fieberhaft, wer einen Nutzen daraus hätte.
Doch ich habe keine Zeit mehr zum überlegen, ich muss handeln.
Maik führt sein ekelhaftes Spielchen weiter und erzählt uns seinen Plan.
Angesichts unserer romantischen Wiedersehens, will er wissen, ob ich mich für Dario opfern würde.
Ich werde bleich und keuche auf, aber dann breitet sich ein Plan in mir aus.
Jede Faser meines Körper weigert sich weiterhin ein Sklave der Technos zu sein.
Dario hat mir den Willen zum Kämpfen zurück gegeben und diese Gefühl erfüllt nun meinen ganzen Körper.
Dario gibt einen erstickten Laut von sich und will das natürlich nicht zulassen.
Die Wut in ihm, aber auch die Angst ist am überkochen und er fleht ihn fast schon an ihn zu töten, hauptsache er verschont mich.
Doch wir wissen alle, dass Maik mich auch töten wird und wenn nicht er, dann Mari.
Ich straffe meine Schultern und stehe vorsichtig auf.
Ich werde nicht zulassen, dass dir jemand etwas tut wegen meinem Fehler!
Dann trete ich neben Dario, der mich erschrocken ansieht und sich am Liebsten sofort wieder schützend vor mich stellen will.
Doch ich hindere ihn daran und küsse ihn stattdessen noch einmal leidenschaftlich.
Vielleicht schlägt mein Plan schief, dann soll dieser Kuss das Letzte sein an das ich denke!
Vertrau mir! flüstere ich als sich unsere Lippen voneinander lösen.
Dann schaue ich zu Maik und Mari hinüber, die mich höhnisch und siegesreich anschauen.
Mein Gesicht ist nun voller Selbstbewusstsein mit einer Spur Wut darin.
Als sie das sehen, merke ich wie sich ihre Körperspannung kurz auflöst und sie unsicher wirken.
Ich trete vorsichtig Schritt für Schritt auf sie zu, aber bleibe weiterhin schützend vor Dario.
Ich habe dir dieses Unglück eingebrockt, ich werde dich daraus holen sage ich mir.
Und was denkt ihr, soll ich nun tun?
Asmodeus einfach umlegen mit meinen eigenen Händen und dann eine von euch werden?
frage ich sie selbstsicher und bleibe auf der Hälfte stehen. Pah, so dumm könnt selbst ihr nicht sein und das denken! Meine Stimme gleicht meinem wütenden Gesicht.
Mari hat sich nun dicht neben Maik gestellt, als hätte sie angst was als Nächstes passieren könnte.
Meine Hände sind in den Hosentaschen, die Eine hält natürlich den Zapper, dieser ist auf die höchste Stufe eingestellt.
Auch wenn meine Hände zittrig sind, weiß ich, dass es das Richtige ist, was ich tue.
Ich habe nun nur noch Dario vor mir und unsere Zukunft.
Maik will gerade zu einer Antwort ansetzen, als ich die Zeit nutze und meine Hand blitzschnell aus der Hosentasche ziehe, auf Maik ziele, abdrücke und ihn tödlich treffe.
Doch dann wird mir Schwarz vor Augen und ich sinke zu Boden.

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Asmodeus*
Tribelos
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BeitragThema: Re: Das Duell   So 14 Sep - 23:34

Maik grinst nur, er weiß, dass er mit uns spielen kann wie es ihm beliebt.
Doch Tai-San rührt sich hinter mir und tritt aus der Deckung meines Rückens heraus.
Ich sehe sie an, schüttele bittend den Kopf und versuche mich wieder vor sie zu stellen
um sie zu schützen, doch sie legt mir sanft die Hand auf die Schulter, mit einem Blick
der mir bedeuten soll, dass ich ihr vertrauen muss. Schwankend zwischen dem Wunsch
sie zu schützen und ihr einfach zu vertrauen, stehe ich da und sehe zu Maik und der
Veräterin hinüber, dann nicke ich fast unmerklich. Ich habe gesehen, dass sie kämpfen
will, dass sie sich endgültig von der Herrschaft der Technos befreien muss und ich
werde sie nicht aufhalten. Den vielleicht letzten Kuss koste ich voll aus und verbanne
Maik und Mari für den Moment aus dem Saal. Es gibt nur uns beide.
Trotzdem muss ich daran denken, dass es erst unser zweiter und doch höchstwarscheinlich
unser letzter Kuss gewesen ist. Ich bedauere die vielen Momente die wir nie zusammen
haben werden. Dass ich nie sehen werde wie ihre Haare im Herbstwind wehen und sich
bunte Blätter darin verfangen, oder winzige Schneeflocken die sich auf ihre Wimpern
legen und sie frösteln lassen bis ich sie in meinen Armen wärme. Nie werde ich wissen wie
sie aussieht wenn sie schläft, oder ihr Lächeln wenn die Sonne sie morgens wachküsst
und sie sich zu mir umdreht. All die Möglichkeiten sehe ich so real vor mir wie in einem
Film und doch weiß ich sie werden niemals wahr werden.
Tai-San löst sich von mir und nachdem sie mir nocheinmal tief in die Augen gesehen hat,
dreht sie sich zu Maik um, der immer noch spöttisch vor sich hingrinst und völlig tiefenentspannt
scheint. Vielleicht weil er nicht sieht was ich sehe.
Eine Kämpferin. Eine Königin.
Ich bin stolz auf sie, dass sie den Mut findet sich ihren Peinigern entgegenzustellen, auch
wenn es nun zu spät ist und wir keine Chance mehr haben, doch ihnen zu zeigen, dass sie
uns nicht brechen können ist eine ehrenvolle Art zu sterben.
Maik lässt Tai-Sans Worte mit seiner gewohnt arroganten Art einfach an sich abprallen,
doch Mari wird sichtlich nervös. Ich stelle zum ersten Mal fest, dass sie eigentlich ziemlich
klug ist, doch was sie uns allen angetan hat kann ich ihr niemals verzeihen. Sie hat uns
alle schändlich verkauft, für einen Hilfsposten bei den Technos. Es gibt keinen größeren
Verrat. Auf einmal geht alles ganz schnell, bevor ich recht begreife was geschehen ist,
bricht Maik wie vom Blitz getroffen zusammen, ohne einen Laut von sich zu geben, und rührt
sich dann nicht mehr. Mari schreit auf, ihr Blick schwankt mit brennendem Hass zu Tai-San
und ich folge ihm wie in Zeitlupe. Der Moment fühlt sich ewig an, obwohl es in Wirklichkeit
nur ein paar Sekunden sind. Tai-San hält einen Zapper in ihrer ausgestreckten Hand, noch
immer erhoben, doch das Lächeln auf ihrem Gesicht ist zerbrochen.
Ich falle auf die Knie um sie aufzufangen als sie zusammensackt, direkt in meine Arme, doch
es ist zu spät. Das Feuer in ihren Augen ist kalt und ihr Körper so kraftlos wie der einer
Puppe. Fassungslos halte ich sie fest, ganz behutsam und vorsichtig, als wollte ich ihr auf
keinen Fall wehtun, während leise Tränen über meine Wangen rinnen und auf ihre tropfen.
Aber sie wird nie wieder weinen können, oder lachen oder mich einfach nur mit diesem
unergründlichen Ausdruck in ihren Augen ansehen, wie damals als kleines Mädchen.
All das ist fort, in nur einer Sekunde weggewischt als hätte es nie existiert.
Warum hast du mir das angetan? Warum hast du sie mir wiedergebracht nur um sie mir
erneut wegzunehmen? Ist das deine Definition von Spaß? Macht es dir Spaß mich zu
quälen?
, hadere ich in Gedanken mit dem Schicksal während ich Tai-San in meinen Armen
wiege wie ein Kind. Doch irgendwo tief in mir bin ich auch dankbar, dass ich die Chance
hatte sie kennenzulernen und vielleicht gibt es ja doch irgendwo einen Ort an dem wir uns
wiedersehen werden.
Ich vernehme ein leises Knirschen neben mir. Mari ist an mich getreten, den Zapper im
Anschlag und mehr als bereit mich zu töten. Ihre Augen sind vollkommen mitleidslos und ich
frage mich was ich falsch gemacht habe, dass sie so grausam geworden ist.
Mein Blick sucht ihren und ich schüttele leicht den Kopf um mein Bedauern über alles was
passiert ist auszudrücken, doch mir ist auch klar, dass es zu spät ist, also senke ich mein
Gesicht herab und drücke meine Lippen auf Tai-Sans, die immer noch warm sind und immer noch
nach ihr schmecken, um sie zu einem ewigen Kuss zu vereinen.
Ein kurzes Sirren, ein unsäglicher Schmerz, der meinen ganzen Körper erfasst und jede
Nervenfaser heiß erglühen lässt, dann umgibt mich nur noch Schwärze.
Ich liebe dich Tai-San...

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