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 Gemeinschaftsraum

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AutorNachricht
Emily*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 20 Nov - 20:51

"Er konnte sein wahres Ich zu gut hinter seinem Charme verstecken.
Niemand hätte ihm je irgendwie misstraut, dem scherzenden immer
freundlichen und engagierten jungen Lehrer. Selbst wenn irgendwelche
Zweifel an ihm bestanden hätten, hätte sein Vater das schon irgendwie
wieder hingedreht. Das war... vielleicht auch ein... Grund warum ich...
ihn... naja... ich wusste eben, dass mir Niemand glauben würde und
ich am Ende nur dumm dastehen konnte. Außerdem würden mich alle
hassen, weil ich ihren Lieblingslehrer beschuldigt habe. Da schien mir
das irgendwie... der bessere Ausweg zu sein."
, versuche ich meine
Beweggründe in Worte zu fassen. Damals habe ich nicht daran gedacht
was danach passieren würde. Ich sah nur meine Ziele vor Augen.
Hätte ich mich selbst erschossen, wenn die Bullen mich nicht gestoppt
hätten?
Vermutlich nicht. Ich war nie der Typ dazu.
Kaum habe ich meine Bitte ausgesprochen, dass er nie vergessen soll,
dass er ein ganz besonderer Mensch ist, nimmt Thackerys Stimme einen
verzweifelten Ton an. Wenn ich nicht beteiligt wäre an dieser vertrackten
Situation, wäre das ganze vermutlich lustig. Doch so ist es einfach nur
grausam, denn mein Gefühl schwankt zwischen einem aufgeregten Flattern
weil ich ihm wichtig bin und er mich nicht gehen lassen will, und dem
dumpfen Schmerz, dass keiner von uns beiden daran wohl etwas ändern
können wird. Selbst wenn die richtige Emily mich nicht loswerden wollen
wird, was ziemlich unwarscheinlich ist, wäre es doch mehr als seltsam
wenn er abends mit mir einschläft und morgens neben ihr aufwacht.
"Ich werde dich ganz sicher nie vergessen..."... und ich dich auch nicht.
Niemals.
, denke ich während er mich so sanft und gleichzeitig voller
Sehnsucht küsst. Vielleicht ist es wirklich Zeit zu gehen und immerhin
war mir dieser winzige Augenblick echten Glücks vergönnt. Wieviele
Menschen werden alt und haben nie einen solchen Moment erleben
dürfen?
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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 20 Nov - 21:09

Auch Emily bestätigt meine Annahme, dass der Referendar wohl
ein ziemlich guter Schauspieler gewesen ist. Sie sagt, dass ihr damals
das was sie getan hat als der einzig vernünftige Ausweg vorgekommen
war und sie deshalb diesen drastischen Weg gewählt hat. Ich brauche
zu dem Thema nichts mehr sagen. Da ich jetzt ja weiß, warum Emily
so gehandelt ha. Natürlich heiße ich es nicht gut, aber es ist Vergangenheit
und lässt sich nicht mehr ändern. Aber egal was sie getan hat, sie hat eine
zweite Chance verdient, ohne Vorurteile, einen Neustart. Emily sagt nichts
zu meinen Worten, dass ich sie nicht gehen lassen will. Sie scheint genauso
zu spüren wie ich, dass es für uns drei kein Happy-End geben kann.
Der Kuss, die ganze Situation, fühlt sich nach Abschied an und es zerreißt
mir fast mein Herz. Denn ich habe Emily wirklich lieb gewonnen, auch
wenn wir uns nur einige Stunden kennen, denn so eine tiefe Verbundenheit
habe ich noch nie empfunden. Das Schweigen des Hatters ist mir im Moment
nur recht, wahrscheinlich weidet er sich an meinem inneren Schmerz.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 20:11

Ich versuche mir alles an ihm genau einzuprägen.
Den Geschmack seiner Lippen, die Form seiner Wangenknochen,
der Ausdruck in seinen Augen wenn er mich ansieht und den Klang
seiner Stimme, die mich tröstet und liebkost. Doch ich habe das
Gefühl, dass mir hundert Kleinigkeiten entgehen, die ich so gerne
noch von ihm erfahren hätte.
Ob sie ihn genauso mag wie ich? Wird sie diese Dinge zu schätzen
wissen oder sind sie für sie bedeutungslos?

Ich schwanke zwischen dem Wunsch, dass sie ihn glücklich macht,
weil ich den Gedanken unerträglich finde, dass er leidet, und der
Eifersucht darauf, dass sie diejenige sein wird die er in den Armen
hält und küsst. Alles in mir sträubt sich dagegen einfach aufzugeben,
aber ich glaube nicht, dass ich eine Chance habe, weil ich nun weiß
was während dieser Jahre passiert ist an die ich mich nicht erinnern
kann. Sie hatte während all dieser Zeit die Kontrolle und dass sie
das so lange Zeit aufrechterhalten konnte ohne, dass ich an die
Oberfläche gelangte, zeigt mir, dass sie viel stärker ist als ich.
Langsam löse ich meine Lippen von seinen und lege meinen Kopf
wieder in seinen Schoß. Auf einmal bin ich einfach nur unglaublich
müde und ich weiß, dass er auf mich aufpassen wird während ich
meinen Augen für einen Moment etwas Ruhe gönne.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 21:46

Emily sagt nun nichts mehr und nachdem sie den Kuss
gelöst hat, kuschelt sie sich wieder in meinen Schoß.
Ich schweige genauso und lausche auf meinen
beschleunigten Herzschlag, während ich ihr immer noch
sanft durch die Haare streiche. Ich betrachte Emilys Gesicht,
sie hat die Augen geschlossen und eine leichtes Rosa liegt auf
ihren Wangen, was einen wundervollen Kontrast zu ihrer
hellen Haut bildet. Ihr gleichmäßiger Atem und ihr friedlicher
Gesichtsausdruck lassen auch mich langsam schläfrig werden und
mir fallen die Augen zu. Ich träume von Emily. Gemeinsam laufen
wir durch die Gänge des Krankenhauses. Ich bin langsam und Emily
wartet nicht auf mich. Sie durchschreitet eine Glastür hier im

Krankenhaus, eine dicke Schiebetür mit mechanischem Öffner.
Sie fällt ins Schloss bevor ich Emily erreichen kann. Doch egal wie

oft ich es versuche, die Tür bleibt verschlossen. Der Zutritt wird
mir verweigert, da ich den Code, der die Tür öffnet nicht kenne.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 22:18

Es dauert trotz der wirren Gedanken in meinem Kopf nicht lange
und ich bin eingeschlafen. Ein Lächeln schleicht sich auf meine
Lippen als könnte ich Thackerys sanfte Berührungen bis in meine
Träume hinein spüren. Aber in meinen Träumen bin ich allein, ohne
ihn. Doch plötzlich taucht eine zweite Emily vor mir auf. Sie sieht
aus wie ich, nur kälter.
Du bist Dreck... und ich werde dich dahinbefördern wo er hin
gehört. Du hast ihn nicht verdient... er gehört mir...

Flüstert sie hämisch und weht um mich herum wie ein Windhauch.
Jetzt ziegt sie eine blutige Waffe aus ihrer Tasche und zielt damit
auf mich. PENG! Schreit sie, aber nichts geschieht und ich
sehe mich verwundert um, bis ich bemerke, dass sie Thackery
getroffen hat, der nun schwankt und zu Boden stürzt.
Verzweifelt haste ich zu ihm und ziehe in an mich, flehe, dass er
mich nicht verlassen soll. Unsere Lippen versiegeln sich zu einem
letzten Kuss, bevor er sein Leben aushaucht. Seltsamerweise
klemmt zwischen seinen Lippen nun ein winziger goldener Schlüssel,
aber ich kann ihn nicht mehr frage wozu er passt.
........

Ich schlage die Augen auf und blinzele. Offenbar bin ich im Gemeinschaftsraum,
doch ich habe keine Ahnung wie ich hier her kam. Als ich feststelle,
dass ich mit dem Kopf in Thackerys Schoß liege, fahre ich ruckartig
auf und weiche peinlich berührt zurück.
Ach du meine Güte... was habe ich da denn nur gemacht?

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 22:38

Ich wache auf als ich spüre, wie Emily sich plötzlich aus
meiner halben Umarmung befreit. Die Bilder des Traumes
sind verschwommen und ich kann mich nicht mehr
daran erinnern, was ich geträumt habe. Nur das beklemmende
Gefühl etwas wichtiges verloren zu haben bleibt zurück.
Ich brauche einen Moment, um mich zu sammeln, bevor ich
die Augen aufschlage. Verschlafen reibe ich mir dir Augen
und strecke mich dann. Da ich im Sitzen eingeschlafen bin
ist mein Rücken verspannt und als ich mich strecke verziehe
ich schmerzhaft das Gesicht. Meine Seite ziept, doch der Schmerz
ist wirklich zu ertragen und ich bin guter Dinge, dass ich ohne
Schmerzmittel durch den Tag komme. "Guten Morgen.", sage ich
zu Emily und schenke ihr ein warmes Lächeln. Ich mustere sie einen
Augenblick, doch dann bin ich mir sicher, dass Emily Harris vor mir sitzt.
"Hast du gut geschlafen?", frage ich sie etwas unsicher, wie ich das Gespräch
beginnen soll. Immer noch weiß ich genau, wie sich ihre Lippen auf meinen
anfühlen und gleichzeitig weiß ich, dass sie sich nicht daran erinnern kann.
Ein schlechtes Gewissen beschleicht mich, weil ich die andere Emily
geküsst habe und gleichzeitig auch Emily Harris, die davon keine Ahnung hat.
Außerdem bin ich nicht mehr dazu gekommen Emily zu fragen, was ich
Emily Harris erzählen soll und was ein Geheimnis bleiben soll. Jetzt muss
ich diese Entscheidung für sie treffen und dabei ist mir überhaupt nicht wohl.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 23:08

Thackery wacht durch meine ungestüme Bewegung ebenfalls auf,
allerdings scheint ihm die Position in der wir geschlafen haben nicht
so peinlich zu sein wie mir.
Warum kann ich mich nicht daran erinnern wie das passiert ist?
Was ist vielleicht noch passiert?

Ich versuche mich zu erinnern, doch das letzte was ich weiß ist,
dass dieser Roman und zwei Mädchen hier aufgetaucht sind und
ich ihnen geholfen habe. Danach ist nichts mehr, bis zu eben jenem
Moment.
"Ich... weiß nicht. Ich habe wieder diese... Lücken Thackery.
Ich glaube ich werde verrückt. Wie bin ich hierher gekommen?
Wir waren doch eben noch oben und haben Roman in eines der
Krankenzimmer gebracht?"
, frage ich ihn unsicher und fröstele
ein wenig, denn der Gedanke nicht zu wissen was man getan hat
ist mehr als gruselig.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 21 Nov - 23:18

Emily steht die Angst vor dem, was in den letzten Stunden
passiert sein könnte, förmlich ins Gesicht geschrieben.
Ihre Augen sind vor Angst geweitet und sie schlingt unbewusst
ihre Arme um sich selbst. Es tut mir wirklich leid sie so zu sehen.
Aber dieses Mal kann ich sie beruhigen. Ich muss aber erst einmal
meine Gedanken sortieren. Deshalb stehe ich auf und hole ihr und mir
einen Becher Tee aus einem der Automaten. Den dampfenden Pappbecher
reiche ich Emily "Du brauchst keine Angst zu haben. Ich war die ganze
Zeit bei dir und habe auf dich aufgepasst."
sage ich zuerst zu ihr, um ihr
die größte Angst zu nehmen. Naja zumindest habe ich dich versucht
dich zu beschützen, auch vor mir selbst.
Ich puste auf den heißen Tee,
um ihn abzukühlen und nehme einen Schluck. Das hilft wirklich. Aber ich
denke wir sollten uns heute auf die Suche nach etwas essbarem machen.
Wir können nicht ewig nur Schokoriegel und Chips essen, das macht auf
Dauer nicht satt. "Wir haben tatsächlich diesen Roman uns seine Begleiterinnen
auf eines der Zimmer gebracht und wollten dann hier her kommen, um uns
auszuruhen."
, fasse ich noch einmal das zusammen, was vor ihrer Ohnmacht
passiert ist. "Wir sind mit dem Aufzug nach unten gefahren und im Eingangsbereich
haben wir ein betrunkenes Mädchen gesehen. Doch dann bist du ohnmächtig

geworden." erzähle ich Emily. "Doch dann bist du wieder aufgewacht...
naja... zumindest so halb."
es ist schwierig das in Worte zu fassen, was
ich erlebt habe. "Aber du warst nicht du... Ich weiß, dass sich das seltsam
anhört und für sie hat sich das Ganze nicht weniger seltsam angehört.
Emily... du bist als Emily Davis wieder aufgewacht. Konntest dich nicht
an mich erinnern oder an das was wir hier zusammen erlebt haben, dass
wir nach deinen Erinnerungen gesucht haben, all das wusstest du nicht mehr."

ich mache eine Pause, um Emily erst einmal Zeit zu geben meine Worte zu begreifen.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 22 Nov - 10:20

Thackery antwortet nicht gleich, sondern steht auf um uns einen
Tee zu holen, weswegen ich Schlimmes befürchte. Wenn es schlechte
Nachrichten gibt versucht man immer zuerst die Leute zu beruhigen.
Ich nehme den heißen Becher entgegen, trinke jedoch nichts, dafür
ist mein Magen zu sehr in Aufruhr. Seine nächsten Worte beruhigen
mich aber immerhin etwas, weil ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann.
"Danke.", sage ich ehrlich, auch wenn das mein Problem
mit den Blackouts nicht löst. Aber immerhin hat er dafür gesorgt,
dass ich dieses Mal nicht verwundet irgendwo aufwache.
Er zögert etwas bevor er weiterspricht, als ob es ihm schwerfallen
würde und das lässt meinen Magen erneut verkrampfen.
Ich halte tatsächlich einen Moment die Luft an, in Erwartung was jetzt
kommen wird und als er mir mitteilt, dass ich während dieser Zeit
jemand anderes gewesen sein soll, brauche ich sie nicht mehr anzuhalten,
weil sie mir von ganz alleine wegbleibt.
Was... wie... wie soll das denn gehen? Warum?, frage ich mich
verwirrt. Von plötzlichem Gedächtnisverlust nach Unfällen habe ich
schonmal gehört. Hin und wieder kam das hier im Krankenhaus auch
vor, aber noch nie, dass jemand als völlig anderer Mensch aufgewacht
ist. "Ich... war jemand... anderes?", frage ich ihn fassungslos.
Hat diese andere Person dafür gesorgt, dass ich so schrecklich
verwundet wurde? Wie kann sie einfach die Kontrolle übernehmen?
Das ist quatsch... nein... das ist einfach nicht möglich. Er muss lügen.
Aber wieso sollte er?
Es gibt keinen Grund dafür und wenn ich ihm
in die Augen blicke sehe ich keine Unehrlichkeit.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 22 Nov - 13:44

Emily bedankt sich bei mir dafür, dass ich auf sie geachtet habe.
"Das war wirklich kein Problem. Hab ich gerne gemacht.", sage ich
und lächle sie schüchtern über den Tee hinweg an. Wie gerne, das
haben wir alle gemerkt...
flüstert der Hatter gehässig. Im Moment ist
er wie eine lästige Fliege, die einem immer um den Kopf herum schwirrt
und die man einfach nicht zu fassen bekommt. Emily ist von meinem Bericht,
was in ihrer Abwesenheit passiert ist ehrlich geschockt und sie wird ganz blass.
Ich befürchte, dass das ganze einfach zu viel für sie ist. Aber wenn sie herausfinden
will, was mit ihr passiert, dann muss sie genau wie Emily Davis Bescheid wissen.
Auch wenn ich so vielleicht bewirke, dass eine Emily irgendwann verschwindet.
Doch daran will ich im Moment einfach nicht denken. Emily muss eigentlich
tausend fragen haben, ist wohl aber im Moment einfach nicht in der Lage eine
herauszupicken. Also erzähle ich einfach ein bisschen weiter. "Ja, du warst
jemand anderes... naja.. eigentlich warst das auch nicht wirklich du. Emily Davis
hatte absolut keine Ahnung, dass es dich gibt. Sie war total verwundert
wie sie dorthin gekommen ist, wo sie aufgewacht ist. Für sie ist es wohl ganz genauso,
dass sie sich an die Zeit in der du hier bei mir bist an nichts erinnert und umgekehrt."

Es ist nur eine Vermutung und doch hat die andere Emily es so beschrieben.
"Sie ist ziemlich nett, aber ganz anders als du.", sage ich und muss erst meine Gedanken
wieder ordnen. Es ist schwierig Emily von Emily Davis zu erzählen, da ich nicht genau
weiß womit ich anfangen soll. Es gibt so vieles das sie nicht weiß.
"Wir haben die Unterlagen zusammen durchgesehen.", sage ich und ziehe die Liste
mit den Namenspaaren hervor. "Das hat sie gefunden.", sage ich und reiche Emily
die Liste. Vielleicht ist es ganz gut damit anzufangen. "Emily sagt von sich selbst,
dass ihre letzte Erinnerung fünf Jahre zurück liegt. Das war bevor sie hier aufgewacht
ist. Das müssen die fünf Jahre sein, die du hier im Krankenhaus verbracht hast."

kläre ich Emily weiter auf. "Sie ist in die Mall gegangen. Dort musst du dann wieder
aufgewacht sein. Sie war es auch, die wusste, woher die blauen Flecken stammen."

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 22 Nov - 19:19

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Das alles klingt wie ein sehr
verrückter Traum. Andererseits, was habe ich gedacht was
während dieser Zeit passiert an die ich mich nicht erinnern kann?
Wenn ich einfach nur bewusstlos gewesen wäre, hätte ich mich
wohl kaum irgendwo anders hinbewegen können. Und es erklärt
wie ich zu diesem Charlie und den blauen Flecken gekommen bin.
Auf einmal habe ich Angst. Angst vor mir selbst. Was könnte ich
mir noch alles antun? Könnte ich mich selbst umbringen?
Naja wenn ich Thackery Glauben schenke, bin das ja gar nicht ich,
jedenfalls nicht wirklich.
Das ist doch verrückt... total verrückt. Ich fange an zu zittern.
Haben meine Eltern mich deswegen ins Krankenhaus gebracht?
Weil ich wahnsinnig geworden bin?

Ich weiß noch, dass ich es seltsam fand, dass mir Niemand sagen
wollte weswegen ich in Behandlung gewesen bin. Vielleicht dachten
sie einfach ich würde das nicht verkraften und so wie es mir jetzt
gerade geht, muss ich ihnen fast recht geben.
Thackery berichtet mir weiter, dass diese Emily mit dem falschen
Nachnamen sich von mir ziemlich unterscheidet, aber er sie trotzdem
nett findet. Wirklich etwas darunter vorstellen kann ich mir aber
nicht. Das Papier das er mir nun reicht nehme ich mit stark zitternden
Fingern entgegen und betrachte sie. Namen. Immer zwei davon in
einer Spalte, zusammen mit dem Geburtsdatum. Plötzlich stutze ich,
denn ich habe meinen Namen entdeckt, doch dahinter....
"Emily Davis, 6.4.1994", lese ich leise vor. Nur zwei kleine
Unterschiede zwischen ihr und mir, die trotzdem meine ganze Welt
zusammenstürzen lassen, weil sie Thackerys Worte wirklich machen.
Ich lasse das Papier sinken, versuche das alles irgendwie zu verarbeiten.
"Warum... warum hat sie mir wehgetan?", frage ich mit
Tränen in den Augen. Warum hasst sie mich so? Und wie ist das möglich
wenn sie gar nicht wirklich existiert, sondern nur in meinem Kopf.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 10:25

Emily fängt an zu zittern. Ich verspüre das Bedürfnis sie in
den Arm zu nehmen. Aber das geht nicht, weil sie nicht
Emily Davis ist, bei ihr wäre es ok. Ich schlüpfe aus meiner
Kapuzenjacke und lege sie um Emilys Schultern. Das macht
man so, wenn jemand einen Schock hat, zumindest habe ich
das irgendwo mal gehört. Emilys Hände zittern immer noch als
ich ihr das Papier reiche. Ich muss das Bedürfnis unterdrücken
ihre Hände in meine zu nehmen. Was für ein Chaos...irgendwie
hatte ich mir das ganze einfacher vorgestellt. Aber irgendwie gelingt
es meinem Gehirn -oder meinem Herzen oder was auch immer -
nicht richtig eine Grenze zwischen den beiden Emilys zu ziehen.
Emily schweigt eine ganze Zeit lang und ich lasse ihr die Zeit, um
die Informationen zu verarbeiten, während ich selbst versuche
meinen Pulsschlag zu beruhigen und das Gefühl etwas für Emily
tun zu wollen, sie so in den Arm zu nehmen, wie Emily Davis
unter Kontrolle zu bringen. Du bist auch nur ein Tier... irgendwann
wird dir ein Fehler unterlaufen, irgendwann wirst du eine der
beiden verletzen und ich werde da sein und genau diesen Fehler
ausnutzen!
Der Hatter der immer wieder laut in mir spricht und mich
verhöhnt macht das Ganze nicht leichter. Ich massiere mir die Schläfen,
auch wenn es nicht viel bringt, außer dass ich mich besser auf mein eigenes
Ich konzentrieren kann. Emilys Frage reißt mich aus meinem Gedankenstrom
und ich blinzle sie einen Moment verwirrt an. Es dauert einen Augenblick bis
ich den Gesprächsfaden wiederfinde. "Sie war es nicht, die dir weh getan hat."
es ist schwer etwas zu erklären, dass ich selbst nicht ganz verstehe. "Sie war
mit einem Mann zusammen und naja... Emily Davis hat wohl ein paar
spezielle Vorlieben dabei.",
mein ganzes Gesicht glüht inzwischen wie
eine knallrote Glühbirne. "Sie wusste ja nicht, dass es dich gibt. Sie hat
das bestimmt nicht mit Absicht gemacht."
Ich muss an den Kuss
denken und werde sofort noch etwas mehr rot, falls das überhaupt
möglich ist.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 11:43

Thackery legt vorsichtig seine Jacke um meine Schultern und
ich bin ihm dankbar, obwohl mir eigentlich nicht kalt ist, sondern
ich zittere weil ich mich vor dem fürchte was in mir steckt.
Hat sie versucht mich loszuwerden und mir deshalb wehgetan?
Ich kann es mir einfach nicht anders erklären. Die Spuren auf
meinem Körper zeugen von solchem Hass.
Thackery antwortet erst nach einigen Momenten auf meine Frage
und ich glaube schon, dass er es einfach nicht weiß, doch er
scheint ein anderes Problem zu haben, denn inzwischen gleicht
er einer sehr reifen Tomate.
"Sie hat... was? Sie... hat freiwillig zugelassen, dass...
dass... ein Mann... sowas... mit... ihr macht?"
, keuche ich
fassungslos. Mir wird übel bei dem Gedanken, dass es mein Körper
war, den sie so misshandeln hat lassen.
"Dazu hatte... sie kein... Recht!", schluchze ich und
jetzt kommt auch die Erinnerung an diesen widerlichen Charlie wieder
hoch. Er hatte mich gar nicht... das war alles SIE!
Jahrelang habe ich Jungs nicht einmal angesehen und ganz sicher
nicht mit ihnen gesprochen, von meinem Bruder abgesehen.
Mein Vater hatte mich immer vor ihnen gewarnt und ich wusste,
dass sie nur auf eines aus waren und das würde ich ihnen niemals
geben. Eines Tages wollte ich es dem Mann schenken, den mein Vater
für mich ausgewählt hat und nur das wäre richtig gewesen.
Aber sie hat mir das alles weggenommen, hat es einfach billig an
dahergelaufene Typen verkauft und sich dafür auch noch misshandeln
lassen und mich mit! Ich kann einfach nicht glauben, dass sie nicht
wusste, dass es mich gibt, wo sie doch meinen Körper einfach so
benutzt hat.
Noch nie zuvor habe ich jemanden so gefürchtet und so sehr gehasst.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 14:07

Auf Emilys Frage hin nicke ich nur. Mir ist das ganze furchtbar
unangenehm und das Thema sowieso schon ziemlich peinlich, da
ich keine Erfahrung habe. Emily wird noch eine Spur blasser
und ein Schluchzen kommt über ihre Lippen. Es muss wirklich
schrecklich für sie sein. Du hast das getan. Sieh dir an, was du
gemacht hast. DU hast sie so verletzt! Du hättest sie einfach im
Unklaren lassen können. Weiterhin den netten Freund für sie mimen
und dir Emily Davis schnappen. Aber du musstest ja wie immer so ein
Gutmensch sein... ekelhaft! Und trotzdem hast du ihr gerade das
wertvollste genommen, auch wenn du es vielleicht nicht getan hast
wie jeder andere Mann... aber du hast sie mit deinen Worten von einer
Jungfrau zu einer Schlampe gemacht.
Der Hatter genießt es. dass ich
mit Emily mitfühle und mich wegen ihrem Leid selbst schlecht fühle.
Er nutzt jede Gelegenheit um mir das unter die Nase zu reiben.
Du hast sie fast so benutzt, wie dieser andere Kerl. Nur das deine Spuren
auf ihr unsichtbar sind... frag dich doch selbst, was ist schlimmer?


Ich halte es nicht aus Emilyso gegenüber zu sitzen und gleichzeitig
vom Hatter verhöhnt zu werden, ich halte mich selbst nicht aus. 
Wie von selbst springe ich auf und gehe zum Waschbecken hinüber.
Dort haben die Patienten sich früher wohl Tee gekocht oder Wasser für
die Blumenvasen geholt. Ich drehe das kalte Wasser auf. Es rumpelt in
der Leitung und es dauert eine Weile bis eine braune Brühe aus der
Leitung kommt. Immer wieder wird der Wasserstrahl von Luft
unterbrochen und es dauert eine halbe Ewigkeit bis das Wasser klarer wird.
Als ich es für klar genug befinde, spritze ich mir das kühle Nass ins Gesicht.
Es läuft mit den Hals hinab, bis zum Halssaum meines Schirts und sickert
dann in den Stoff. Aber ich nehme es nicht wahr. Enttäuscht über mich
selbst lehne ich mich gegen die kalte Glasscheibe und rutsche daran hinab,
bis ich auf dem Boden sitze. Emily anzusehen, das wage ich im Moment
nicht. Denn ich weiß nicht, ob ich ihrem Blick standhalten könnte.
Der Hatter hat recht, ich habe sie genauso benutzt, wie Nick oder sonst wer.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 19:46

Ich bin völlig gefangen von dem Gedanken daran wie mein
Körper, den ich immer als selbstverständlich zugehörig zu mir
betrachtet habe, von anderen benutzt wurde und obwohl ich
es nicht bewusst erlebt habe, fühle ich mich genauso benutzt.
Es ist ein widerliches Gefühl, das wohl Niemand nachempfinden
könnte, der es nicht selbst erlebt hat.
Eine plötzliche Bewegung von Thackery lässt mich aufsehen.
Offenbar ist er hastig zum Waschbecken gelaufen. Ich sehe
nur seinen Rücken an dem nun kleine Wassertropfen herunterperlen.
Als er unvermittelt an der Wand herunterrutscht und in sich
zusammensackt, kommt endlich wieder Leben in mich.
Besorgt rappele ich mich vom Sofa auf, laufe zu ihm, bleibe aber
dann ungefähr einen Meter vor ihm stehen.
"Thackery... was ist mit dir? Sag doch was. Ist es die
Wunde? Hast du Schmerzen?"
, frage ich ihn drängend und
die Sorge um ihn, hat vorübergehend alles andere aus meinen
Gedanken verdrängt. Sein Gesicht ist nass und aschfahl, aber er
sieht mich nicht an.
Ob er mich verachtet für das was... Sie getan hat?
Thackery ist ein anständiger Junge, er würde sicher nichts mit so
jemandem wie mir zu tun haben wollen, jemand der beschmutzt ist.
Ich würde es verstehen, auch wenn ich dann ganz alleine wäre.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 20:05

Emilys Stimme ist nahe, näher als sie sein sollte,
wenn Emily noch auf dem Sofa sitzen würde.
Ich habe meinen Kopf gegen die kalte Fensterscheibe
gelehnt und versuche meinen Atem unter Kontrolle
zu bringen. Wenn ich die Augen ein Stück öffne, kann
ich die Schuhspitzen von Emily sehen. Sie ist aufgestanden
und steht nun ganz nahe. Sie scheint besorgt zu sein.
"Nein, mir geht es gut.", krächze ich und weiß selbst, dass
mir das niemand abkauft. Ich fahre mir mit meinen Händen
über das Gesicht. "Emily, es tut mir unendlich leid.", sage
ich mit erstickter Stimme. Ich bin kurz davor einfach wegzulaufen.
Ja das ist das einzige was du kannst! Die Stimme des Hatters in
meinem Kopf lacht mich aus. "Es tut mir leid..." ich entschuldige mich
schon gar nicht mehr für den Kuss. Sondern dafür, dass ich die Kraft
nicht aufbringe zu dem zu stehen, was ich getan habe. Emily hat
die Wahrheit verdient, aber ich habe Angst, dass sie mich dann
für genauso einen Mann hält wie Nick. Dass sie Angst vor mir bekommt.
Am liebsten würde ich einfach los lassen, mich fallen lassen. Aber
ich weiß, dass wenn ich diesem Verlangen nachgebe, dann der
Hatter zum Vorschein kommt und was er mit Emily tun möchte,
das hat er bereits mehr als deutlich gemacht. Ich widerstehe dem
Drang meine Hände auf meine Ohren zu pressen um den Hatter auszusperren,
aber wie soll man etwas aussperren, das im eigenen Kopf existiert? Wie soll
man eine Stimme aussperren, die nur in Gedanken zu einem spricht?

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 21:46

Ich lasse mich nicht von seinem schwachen Versuch täuschen und
er scheint selbst nicht zu glauben, dass er irgendjemandem vormachen
kann, dass es ihm gut geht. Dafür strahlt einfach alles an ihm das
Gegenteil aus. Ich gehe vor ihm in die Hocke und weiß nicht was ich
tun soll, er tut mir einfach nur unglaublich leid. So sehr, dass ich
meine eigenen Probleme völlig in den Hintergrund schiebe.
"Das muss dir doch nicht leid tun. Du hast doch nichts getan.
Wenn du nicht auf mich aufgepasst hättest, hätte sie mir... vielleicht
noch mehr wehgetan."
, versuche ich ihn aufzumuntern und fühle
mich dabei so hilflos, weil ich nicht weiß wie.
Langsam rutsche ich näher und strecke meine zitternde Hand aus.
Komm schon Emily. Er ist auch nur ein Mensch und du hast ihn schon
mal berührt. Da ist nichts dabei.

Doch beim letzten Mal war es eine medizinische Behandlung, etwas ganz
normales, bei dem ich genug Abstand hatte. Ihn jetzt zu berühren, fühlt
sich viel intimer an. Ich atme tief durch und versuche zu vergessen was
mein Vater mir all die Jahre eingetrichtert hat. Thackery ist anders und
er braucht mich jetzt. Meine Hand legt sich vorsichtig auf seine.
Sie ist eiskalt.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 21:58

Emily hat natürlich keine Ahnung wofür ich mich eigentlich
entschuldige und deshalb hat sie keine Angst vor mir.
Doch die Frage ist ob es nicht besser wäre, wenn sie es wüsste.
Ich bin zu feige ihr die Wahrheit zu sagen, weil ich mich
vor den Konsequenzen fürchte. "Ich weiß, dass die andere Emily
nicht böse ist. Ich weiß auch, dass sich das für dich seltsam
anhören muss. Aber ich glaube ich verstehe sie, auch wenn es
nicht bedeutet, dass ich genauso handeln würde."
Es ist ein
verzweifelter Versuch die richtigen Worte zu finden. Ein
Kampf mit meinen Gefühlen. "Sie wusste wirklich nicht,
dass es dich gibt. Sie war genauso verwirrt darüber, wie du
als ich dich hier angetroffen habe."
versuche ich noch einmal
Emily zu verteidigen. Zumindest das bin ich ihr schuldig.
"Aber es stimmt nicht, dass ich nichts getan habe..."
mein Herz klopft mir bis zum Hals und so schnell dass
es fast schon schmerzhaft ist. Emilys Hand auf meiner
fühlt sich an als würde sie glühen. Vorsichtig hebe ich
meinen Blick und sehe Emily an. Sehe ihr blondes Haar
und ihre weichen Lippen, die vor einigen Stunden
noch auf meinen gelegen haben. Das Verlangen es noch
einmal zu wiederholen ist groß, doch meine Angst größer.
Deshalb begnüge ich mich Emily eine lose Haarsträhne hinters
Ohr zu stecken und kaue nervös auf meiner Lippe. Am liebsten
würde ich meine letzten Worte zurück nehmen, doch das geht
nicht mehr.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 22:12

Was er sagt klingt vollkommen verrückt für mich und ich
spüre wie ich mich verkrampfe.
Warum nimmt er sie in Schutz? Wie kann er sie verstehen,
jemand der anderen soetwas antut? Selbst wenn sie es nicht
gewusst hat, wie kann er Verständnis aufbringen für jemanden
der so mit sich selbst umgeht?

Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Für mich ist diese
Person eine Sünderin, jemand der vom rechten Weg abgekommen
ist und der wieder auf diesen zurückgebracht werden muss,
zumindest wenn es möglich ist.
Warum also verteidigt er sie so vehement? Ein nagendes Gefühl
beschleicht mich. Ob er etwas für sie fühlt? Es ist die einzige
Erklärung die noch Sinn ergibt. Meine Mutter hat immer gesagt,
dass die Menschen aus Liebe oft unsinnige Dinge tun.
"Wie meinst du das?", frage ich argwöhnisch und
sehe ihn an, voller Furcht was ihm auf der Zunge liegt.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 23 Nov - 22:29

Als ich Emily Davis verteidige steht dieser Emily
hier vor mir Unverständnis ins Gesicht geschrieben,
aber auch das kann ich nur zu gut verstehen. Würde
mir jemand erzählen, was der Hatter gesagt oder gemacht
hat, würde ich denjenigen wohl genauso ansehen und
ich nehme Emily Davis, die nichts anderes für Emily Harris ist,
wie der Hatter für mich: Ein Dieb, der einem die Kontrolle
über den eigenen Körper stiehlt, auch noch in Schutz.
Immer noch nage ich nervös an meiner Lippe und suche
nach den passenden Worten, die das was ich im Begriff bin
zu gestehen, besser machen. Aber ich weiß, dass ich mich
schuldig bekennen muss, sonst spiele ich dem Hatter in die Karten.
"Emily... ich mag sie... aber ich mag auch dich... ich weiß, dass
das verrückt klingt und das ich es nicht hätte tun sollen, weil
es dir gegenüber nicht fair war."
Ich raufe mir die Haare und
betrachte dann die Löcher in meiner Jeans. "Es tut mir wirklich leid,
bitte versuche es zu glauben... vielleicht sogar es zu verstehen...
Ich habe Emily... also ich habe dich...euch... geküsst."
jetzt ist es heraus und
ich halte die Luft an. Sehe ganz vorsichtig in Emilys Richtung und rechne
jeden Augenblick damit, dass ihre Hand die noch auf meiner liegt
gleich mit einem lauten Klatschen in meinem Gesicht landet.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo 24 Nov - 14:38

Ich ziehe meine Hand wie in Zeitlupe zurück, während ich
versuche seine Worte zu begreifen, zu sortieren und ihre
Bedeutung vollends zu erfassen.
Er hat mich benutzt, genau wie all die anderen, weil diese
H*re ihn verführt hat! Ich dachte er wäre anders, aber er ist
genauso.

Er wusste, dass es mein Körper ist, den diese Diebin mir
gestohlen hat, er wusste, dass ich da drin bin und dennoch
hat er es getan.
Tut nicht so! Hast du ihn nicht auch angesehen, ihn berührt,
dir vorgestellt wie es wäre?...
, flüstert die Stimme in meinem
Kopf und mit Schrecken erkenne ich was mich wirklich daran
stört... er hat SIE geküsst. Nicht mich.
Thackery wagt es kaum mich anzusehen und scheint darauf zu
warten, dass ich ihn anschreie oder schlage. Doch selbst wenn
ich es wollte, ich könnte es nicht. Nicht bei ihm.
Er löst etwas in mir aus was noch kein Mensch in mir ausgelöst
hat. Ich will ihn beschützen, berühren, besitzen.
Allein der Gedanke, dass er für jemand anderen etwas ähnliches
empfinden könnte, schmerzt und die Gewissheit, dass es diese
andere Version von mir ist, quält mich.
"Warum hast du das getan? Du... wusstest doch,
dass... ich... das es... mein Körper war, nicht ihrer."
, frage ich
und weiß nicht ob ich die Antwort wirklich wissen möchte.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo 24 Nov - 16:43

Auch wenn ich darauf warte, dass Emily mich schlägt,
passiert es nicht. Wahrscheinlich hätte ich es aber
verdient, nein ich weiß, dass ich es verdient habe.
In Emilys Blick liegt Unglauben, Wut und Enttäuschung,
all diese Gefühle, die sich in ihrem Gesicht spiegeln
gehen auf meine Kappe und es tut mir weh das zu wissen.
Das Schweigen des Hatters erstaunt mich, aber wahrscheinlich
ist er zu beschäftigt damit sich an meinen Gefühlen zu laben.
Emily fragt mich nach meinen Gründen für den Kuss.
Ich muss nicht lange überlegen, denn ich weiß genau
warum ich es getan habe. "Weil es sich in diesem Moment
genau richtig angefühlt hat."
sage ich leise. Ich habe einfach
nicht nachgedacht und den ersten Kuss zugelassen. Natürlich
war ich überrascht und ein wenig überrumpelt von Emilys Kuss,
aber der zweite Kuss war eindeutig von mir ausgegangen, weil
ich genau das gleiche Gefühl noch einmal erleben wollte und ihre
Lippen noch einmal schmecken wollte, deshalb bin ich genauso schuldig.
"Ich wusste es, ja. Aber für diesen einen Moment wollte ich einfach
nicht daran denken, was es für dich bedeuten könnte, ich konnte
es nicht. Das ist es, was mir leid tut. Dass ich mein Wohl über
deines gestellt habe, ohne daran zu denken, wie es für dich sein
muss, wenn du es erfährst."
Emilys Blick sieht so unendlich
verletzt aus und ich bin mir sicher, dass ich mit meinem Geständnis
das zarte Band unserer Freundschaft unwiederbringlich zerstört habe.
Vorsichtig greife ich nach Emilys Handgelenk. "Aber ich weiß, dass
ich es wieder tun würde."
gebe ich zu. Emilys Blick wirkt noch
eine Spur verletzter, doch sie begreift nicht, was ich sagen will.
Deshalb ziehe ich sie sanft zu mir und hauche ihr einen Kuss auf
die Lippen. Das Chaos in meinem Innersten könnte nicht größer
sein und ich kann verstehen, wenn Emily mich nach dieser Aktion
nie wieder sehen will.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 25 Nov - 14:24

Schmerz. Ein Schmerz den ich so nicht kenne und trotzdem spüre
ich ihn deutlich, als er mir den Grund dafür nennt.
Er fühlt etwas für sie... mehr als man für jemanden fühlen sollte
den man kaum kennt.
Dass es mich nicht stören würde, wenn er so
für mich empfände, obwohl wir uns ebensowenig kennen, schiebe
ich beiseite. Seine Entschuldigung ist immerhin ehrlich, so viel
kann ich erkennen. Er gibt offen zu, dass er nur an sich und nicht
an mich gedacht hat, obwohl er lügen und einfach ihr die ganze
Schuld zuschieben könnte, wie es mein Vater immer gemacht hat
wenn irgendetwas nicht nach seinem Willen lief. Meine Mutter war
immer Schuld wenn er wieder mal Streit mit Kilian hatte.
Ich fühle mich als säße ich gleich zwischen mehreren Stühlen, denn
sein Ehrlichkeit, so schmerzhaft sie ist, zeigt mir, dass ich ihm wichtig
bin und er mich nicht belügen möchte. Dennoch hat er meinen Körper
benutzt ohne mein Wissen, ohne, dass ich Einspruch hätte erheben
können. Hätte ich es überhaupt getan?
Natürlich. Wer weiß wozu es noch geführt hätte und unchristlich ist
es außerdem sowieso. Doch was tut es überhaupt zur Sache?
Ich bin längst eine Sünderin, denn ich glaube kaum, dass Gott einen
Unterschied zwischen uns machen wird und ich habe einen geschändeten
Körper.
Thackery umschließt mein Handgelenk und ich bekomme plötzlich Panik,
weil ich nicht weiß was er vorhat und seine Worte beruhigen mich auch
nicht im geringsten. Ich wünschte er würde einfach aufhören mich mit
all dem zu quälen. Ich habe längst verstanden, dass er sich in sie verliebt
hat und ja es tut mir weh, auch wenn das alles noch neu für mich ist.
Es fühlt sich vielleicht am ehesten so an, als wenn dir jemand dein liebstes
Spielzeug wegnimmt und du täglich zusehen musst wieviel Spaß der andere
nun damit hat. Bevor ich noch einen einzigen weiteren Gedanken fassen
kann, zieht mich Thackery noch näher an sich und ohne Vorwarnung
spüre ich seine Lippen ganz zart auf meinen. Es dauert nur ein paar
Sekunden, dann zieht er sich wieder zurück und schaut mich aus
seinen dunklen Augen an, als erwarte er, dass ich ihn nun anschreie.
Aber ich bin nicht fähig irgendetwas zu tun, selbst das atmen fällt mir
gerade schwer.
Es hat sich wunderschön angefühlt, gar nicht wie ich es mir vorgestellt
habe. Bei meinen Eltern sah es nie so aus als würde es Spaß machen,
vielmehr als wäre es eine lästige Pflicht die man schnell hinter sich
bringen wollte. Jedenfalls hatte mich nichts darauf vorbereitet, dass
ich mich nach mehr sehnen würde, nach noch mehr Nähe, bis nicht
einmal mehr die Luft zwischen uns Platz hat.
Meine Zweifel drängen sich jedoch ohne Rücksicht in die kleine Blase
hinein die sich um uns gebildet hat. Nicht nur, dass mein Vater enttäuscht
von mir wäre wenn er mich so sehen könnte, viel schlimmer nagt die
Frage an mir, warum er es getan hat. Schließlich hat er zuerst sie
geküsst. Warum jetzt plötzlich mich? Ja wir teilen den selben Körper,
aber wir sind nicht eins. Wie könnten wir auch wo wir nicht einmal
etwas voneinander ahnten?
"Warum... hast... du das.. getan?", flüstere ich kaum hörbar.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 25 Nov - 14:51

Kurz bevor ich Emily küsse kann ich Angst in ihrem Blick aufflackern
sehen, doch ich kann nicht mehr zurück. Den Punkt an dem ich noch
hätte umkehren können, der ist bereits längst überschritten, wie mir
in dem Moment bewusst wird, als sich unsere Lippen berühren.
Das Knistern, das sich zwischen unseren Körpern ausgebreitet hat
springt auch auf unsere Lippen über. Doch ich küsse Emily längst nicht
so lange und intensiv, wie ich eigentlich will. Immerhin habe ich schon
genug Schaden angerichtet. Ich lasse auch Emilys Handgelenk los, bevor
ich den Kuss löse und in Emilys grüne Augen und drohe darin zu versinken.
Ich weiß, dass auch der Kuss den Schmerz über das was ich Emily anvertraut
habe nicht mildern wird, aber ich musste es tun. Nur ein letztes Mal. Ich musste
einfach wissen, ob das was ich fühle auch für Emily Harris gilt.
Der Kuss hat das Chaos in meinem Inneren allerdings nicht beseitigt sondern
nur noch mehr Unordnung gemacht. Der Strudel in meinem Inneren droht mich
zu verschlingen. Mit aller Kraft muss ich dagegen ankämpfen um nicht die
Kontrolle zu verlieren. Du hättest das nicht tun sollen! Ich bin überrascht,
dass sich auch Sam zu Wort meldet. Es sieht ihm nicht ähnlich. Er überlässt
lieber mir die Kontrolle, da der Hatter sonst ein noch leichteres Spiel mit
mir hat. Siehst du nicht, was du getan hast? Man kann nicht zwei Menschen
gleich lieben. Irgendwann werden deine Gefühle sich unterscheiden und
du verletzt mit jeder deiner Berührungen die andere Emily, schon jetzt. Auch wenn sie
es vielleicht nicht bewusst wahrnimmt. Es ist grausam... Wenn du so weitermachst
verlierst du sie beide! 
In Sams Worten schwingt kein Spott nur ehrliches
Bedauern mit und Sorge um mich. Emily ist wie erstarrt und bewegt sich keinen
Millimeter zurück. Ich muss den Impuls unterdrücken sie noch einmal an mich
zu ziehen. Allein Sams Worte hindern mich daran. Weil ich weiß, dass er recht
hat, dass das was er sagt die Wahrheit ist und gleichzeitig weiß ich nicht wie
ich damit umgehen soll. Habe keine Lösung für das Problem, das der Gefühlsstrudel
in meinem Inneren alles durcheinander wirbelt und das Sortieren meiner
Gefühle unmöglich macht. Ich glaube schon fast, dass Emily ihre Stimme
verloren hat, als ein leises Flüstern über ihre Lippen kommt. "Weil ich
mich in dich verliebt habe."
flüstere ich ebenso leise zurück. Doch die
innere Zerrissenheit bleibt. Der Zweifel ob man nicht doch zwei Menschen
lieben kann... auch wenn sie in einem Körper gefangen sind und so
unterschiedlich wie Tag und Nacht. Denn der Gedanke auch nur eine
von beiden zu verlieren nimmt mir die Luft zum Atmen und
die kalten Finger der Angst greifen nach meinem Herzen, pressen
es zusammen, bis es vor Schmerz am liebsten stillstehen würde.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 25 Nov - 19:42

Mit allem hatte ich gerechnet, doch damit nicht.
Längst habe ich geglaubt den Kampf verloren zu haben, dabei
hatte er noch überhaupt nicht begonnen. Allerdings wäre es
vielleicht besser so weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen
soll. Liebe. Liebe ist etwas das ich mir immer ganz anders
vorgestellt habe. Natürlich kenne ich Leidenschaft aus Filmen,
aber bei uns Zuhause war es nie so und deshalb habe ich das
für unrealistisch gehalten. Mein Vater hat mir einmal erklärt,
dass sich die Liebe erst entwickelt nachdem man verheiratet
ist, so wie es bei ihm und meiner Mutter gewesen war.
Doch wenn ich das mit dem vergleiche was ich nun fühle sind
das zwei völlig verschiedene Welten. Meine Haut scheint in
Flammen zu stehen und überall kribbelt es, ohne unangenehm
zu sein. Kein Gedanke lässt sich fassen, so schnell wirbeln sie
herum, als tanzten sie vor Freude. Kein Vergleich zu dem kühlen
Gebaren meiner Eltern, die selbst bei ihrer Hochzeit irgendwie
steif wirkten. Mir kommt zum ersten Mal der Gedanke, dass die
Dinge die mir meine Eltern erzählt haben, vielleicht doch nicht
so hundertprozentig wahr sind, oder es zumindest auch noch
eine andere Wahrheit gibt.
Ja... und wahr ist auch, dass er für SIE ebenfalls etwas empfindet.
Würde ich ihn fragen er würde es wohl nicht leugnen können.

Der Gedanke, dass er mit seinem Herzen bei ihr ist tut weh und
ich frage mich ob es ihr genauso geht, ob sie mich auch so sehr
hasst, weil sie sich in diesen Jungen verliebt hat.
Nein... so wie sie mit sich selbst umgeht... sie könnte sicher
nicht lieben, denn sie liebt sich nicht einmal selbst...

"Aber... du... liebst... sie auch...", sage ich leise obwohl
ich weiß was er antworten wird. Der Ausdruck in seinen Augen spiegelt
es wieder.
"Ich... bin mir nicht... sicher. Ich meine... ich weiß nicht
genau wie sich... das anfühlen sollte. Ich... es fühlt sich anders an
als alles was ich... je empfunden habe."
, versuche ich stotternd zu
beschreiben wie es in mir aussieht.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 25 Nov - 22:12

Emily ist die Verwirrung, die meine Worte jetzt wohl
verstärkt in ihr ausgelöst haben müssen, deutlich
anzusehen. Aber natürlich muss es für sie seltsam,
verrückt sein, denn ich habe das Gefühl sie länger
zu kennen. Habe ja zumindest mit ihrem Körper
ein paar Stunden mehr hier verbracht und die andere
Emily kennen gelernt. Aber auch schon davor mochte
ich Emily Harris. Beim Wechseln des Verbandes... ihre
Berührungen, all das haben dazu beigetragen. Dass sie
mich nicht einfach hat stehen lassen, nachdem ich ihr
erzählt hatte, dass ich hier Patient in der psychiatrischen
Abteilung war, dass sie so nett war, sich gekümmert und
vor allem aus reinem Herzen für mich interessiert hat,
all das hat dazu beigetragen. Aber es war mich nicht bewusst,
erst als die andere Emily zum Vorschein kam und ich auch zu
ihr einen so guten Draht hatte, habe ich langsam angefangen
zu begreifen, was ich auch für Emily Harris empfinde. Aber auch
Verunsicherung kann ich in ihrem Gesicht ablesen. Ob es mit
Emily Davis zu tun hat oder mit der Tatsache, dass ich sie mit
meinen Gefühlen so überrumpelt haben muss, weiß ich nicht
genau. Aber ich weiß auch, dass Emily Harris wohl genauso
viel Erfahrung in Sachen Liebe hat, wie ich, Thackery - nahezu keine.
Im Moment fühle ich mich wohl genauso unsicher, wie Emily
und ihre Unsicherheit überträgt sich auf meine eigene.
Emily Davis' Stärke hat sich genauso auf mich ausgewirkt
nur den umgekehrten Effekt gehabt und hat mich mutiger werden
lassen, hat sogar nachgewirkt bis jetzt und mich dazu gebracht den
Mut aufzubringen und Emily Harris zu küssen. Emilys Feststellung
reißt mich aus meiner Analyse. "Ja... ich mag sie auch." sage ich
mit zittriger Stimme. Denn ich muss an Sams Worte denken,
daran, dass ich Emily damit weh tun werde. "Ich weiß, dass es
sich verrückt anhören muss. Aber ich mag euch beide und
es ist nicht so, dass ich euch nicht als eigenständige Personen
sehe. Ihr seid beide so grundverschieden, wie zwei Seiten einer
Münze. Verschieden und doch eins."
ich seufze, weil ich nicht weiß
ob ich mich deutlich ausdrücke und vor allem weil ich nicht weiß,
wie ich ein wichtiges Thema anschneiden soll: den Hatter. Ich muss
Emily davor warnen. "Mir geht es genauso. Ich hatte vorher noch nie eine
Freundin.",
gebe ich mit einem sanften Lächeln zu und bemerke nicht,
dass ich sie gerade quasi als meine Freundin bezeichnet habe. "Aber
das Ganze ist noch viel komplizierter... ich muss dir da noch was
sagen... es ist wichtig und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau
wo ich anfangen soll."
gebe ich zu und lehne den Kopf an die kalte Scheibe,
um wieder klarer denken zu können. Das was ich ihr zu sagen habe könnte
erneut all das zerstören, was bisher noch zwischen uns existiert und unser
kleines Universum, das auf Gläsernen Stelzen steht endgültig zum Einsturz bringen.

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