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 Gemeinschaftsraum

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 12 Jul - 11:04

Ob ich Kaze davon überzeugen konnte, dass hier bisher keine Gefahr herrscht oder nicht, auch wenn in diesem Gebäude noch mindestens eine weitere Person Unterschlupf gefunden hat, ist nicht ganz zu erschließen, außer dass er meint, sich hier einrichten zu wollen, was ja eigentlich dafür sprechen würde. Richtig sicher fühlt er sich in der Stadt dagegen noch nicht, was klar ist, denn Vorurteile und schlechte Erfahrungen verschwinden für gewöhnlich nicht von jetzt auf gleich. Wie sich das Event allgemein auf die Gemüter der Zuschauer auswirken wird und ob diese nicht teilweise auch hitzig sein können, beispielsweise falls es gewisse Chaoten gibt, die sich vor anderen groß machen und ihnen demonstrieren wollen, dass sie es ebenfalls drauf haben, riskant mit dem Feuer zu spielen - und diese Menschen gibt es nun mal überall immer wieder - weiß ich natürlich nicht.
"Ich kann für nichts garantieren. Dafür kenne ich die Stadt bisher zu wenig und die Tribes hier ebenfalls nicht. Aber sieh es mal so. Dort werden viele Menschen sein, von denen die meisten bestimmt nur neugierig sind. Und selbst wenn nicht, es ist leicht, in einer Menge zu verschwinden und zu fliehen, wenn es brenzlig wird. Andererseits ist es wohl am besten zu versuchen, positiv zu denken, denn selbst in diesem riesigen Gebäude wird es nicht ewig etwas geben, mit dem du überleben kannst und dann musst du ohnehin rausgehen", entgegne ich ehrlich aber lächelnd. Dann trete ich in Richtung Tür, bleibe im Rahmen stehen und blicke zu Kaze zurück.
"Ich will noch sehen, was in den anderen Räumen so zu finden ist. Komm doch mit. Dann entdeckst du vielleicht auch ein paar Sachen, die du gebrauchen kannst, um dir hier ein eigenes Reich zu schaffen."
Die Situation ähnelt sehr jener, die ich zuvor mit Ben hatte und ich komme mir vor wie in einem Déja vu. Bloß dass es sich um unterschiedliche Menschen handelt, die trotzdem gewisse Charakterzüge teilen.
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Kaze*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 12 Jul - 11:44

Als sie mir erklärte, dass sie es selbst nicht genau weis wie es dort sein wird und das es immer mal dazu kommen könnte wenn es Chaoten gäbe, beruhigte mich wenig. Aber die Tatsache, dass man ja in der Menge verschwinden könnte konnte ich nicht zurückweisen und zumindest habe ich nun jemanden den ich mehr oder weniger kenne, Rayenne. Zudem hatte sich mehr als Recht damit, dass ich so oder so das Gebäude verlassen muss um überleben. Ich nickte zustimmend. "Ja, da.... da hast du wohl recht." sage ich etwas unsicher. Als Rayenne mir anbietet sie bei ihrer Tour durch das Gebäude zu begleiten lächel ich. "Gerne, zu zweit ist immer noch besser als allein." Bereit mich ihr kurzzeitig anzuschließen nehme ich meine Tasche, stecke das Buch, das ich zuvor entdeckt hatte, ein und begebe mich zu ihr. Wenn ich sie genauer ansehe scheint es so, als würde sie über etwas nachdenken. Aber für den Moment verwerfe ich das und bin bereit mit ich weiter zu gehen.

-

Nachrichten zu meinen Charas bitte nur an mich hin senden, danke.

Dimont: Kaze*, Nicolas*, Elyas*, Marvin*, Godric* und Harry*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 12 Jul - 13:40

Anders als Ben zuvor, entscheidet sich Kaze dafür, mich weiterhin zu begleiten. Ich überlege, wohin wir wohl zuerst gehen sollten, denn sowohl ein Keller hat oft viel herzugeben als auch ein Ort, der ziemlich weit oben liegt, damit ich endlich sehen kann, inwieweit die Stadt aufgeteilt ist. Damit, heute gleich so viele neue Menschen kennen zu lernen, hätte ich niemals gerechnet. Aber es hat auch sein Gutes, denn so fühle ich mich in der neuen Stadt weniger fremd und bin zudem für wenigstens ein paar Personen keine völlig Unbekannte, die man aus Angst vor Gefahr oder was auch immer in einen Hinterhalt ziehen müsste, weil vermutet wird, ich gehöre einer feindlichen Bande an oder ähnliches. Immerhin hat Kaze mich zu Anfang nicht für einen Menschen gehalten, der niemandem angehörig und solo unterwegs ist und auch Sally, Katniss und Ben waren mir zunächst mit ihren Waffen entgegengetreten.
Kazes Antwort nun beruhigt mich noch mehr und lässt mich in dem Glauben, seine Unsicherheit für einen Augenblick überwunden zu haben.
"Okay, dann lass uns losgehen. Nach oben oder nach unten?", will ich von ihm wissen, denn so nimmt er mir womöglich die Richtungsentscheidung ab. Ich selbst hätte mich einfach spontan entschieden, aber wenn man zu mehreren unterwegs ist, sollte man diesen zumindest minimal die Gelegenheit geben, auch Entscheidungen zu treffen.
Ich trete auf den Gang und aus dem Gemeinschaftszimmer. Vielleicht kehre ich aber noch einmal allein hier her zurück, denn der Raum hat irgendetwas Besonderes an sich.

tbc: Gänge des Krankenhauses
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Kaze*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 12 Jul - 14:23

Während ich auf Rayennes Reaktion warte schaue ich mich noch einmal hier im Gemeinschaftsraum um. Und tatsächlich entdecke ich etwas, dass mir bekannt vor kommt eine kleine Spieluhr. Sie ist zwar nicht zu hundert Prozent die gleiche, aber sie sieht in schon sehr ähnlich. Begeistert nehme sie in die Hand und bewunder sie. Die Spieluhr hat eine Blumenverzierung und auf ihrem Deckel thront im Zentrum ein geöffnete Lotusblüte, der Schlüssel zum ausziehen steckt noch. Gespannt drehe ich ihn einmal um. Sofort dreht sich die Blüte im Kreis und eine wunderschöne Melody erklingt. "Wie schön." sage ich relativ laut vor mir her, als der Klang der Spieluhr wieder verstummt. Vorsichtig stecke ich die kleine Kostbarkeit in meine Tasche und wende mich Rayenne zu "Hm ich weis nicht, da wir schon relativ weit oben sind, würde ich mich oben erst einmal umsehen. Der Weg in den Keller ist ja doch etwas weiter." Ich folge ihr auf den Gang.

gt: Gänge des Krankenhauses
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 2 Sep - 22:10

cf: Gänge des Krankenhauses

Auch hier drehe ich als erstes das Licht an, wobei
ich dieses Mal nicht erst suchen muss. Es fühlt sich
ziemlich seltsam an diesen Raum so ruhig und leer zu
sehen, sonst waren hier immer viele Menschen.
Das meiste ist auch hier noch beinahe unberührt, was
mir aber ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauten
zurückgibt, welches mir in den letzten Stunden ziemlich
abhanden gekommen ist.
"Ich bin noch nie Nachts hier gewesen.", erkläre
ich Thackery, während ich ihn zum Sofa rüber schiebe.
In einer Ecke stehen ein paar Snackautomaten und auch
einer für heiße und kalte Getränke. Da dieser Raum nur
für Patienten gedacht war, benötigt man keine Münzen
um etwas daraus zu nehmen.
"Möchtest du etwas zu essen oder zu trinken?",
frage ich ihn, betont fröhlich um die dunklen Schatten,
unserer Entdeckungen zu vertreiben, wenigstens für den
Moment.


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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 2 Sep - 22:18

cf: Gänge des Krankenhauses

Ich sehe mich in dem sehr angenehm und freundlich
eingerichteten Raum um. Emily sagt, dass sie noch
nie nachts hier in diesem Raum gewesen ist. Ich kann
darauf nichts erwiedern, da ich mich ja nicht erinnere.
Sie schiebt mich zu den Sofas hinüber. Ich stehe umständlich
auf und setze mich auf das Sofa. Emily fragt, ob ich etwas möchte.
"Ein Schokoriegel und ein Pfefferminztee wären nicht schlecht.",
sage ich zu Emily. Auch wenn ich nicht wirklich hungrig bin, seitdem
ich verwundet worden bin habe ich abenommen und vorher war
an mir schon nicht viel dran. Nicht dass mich ein Windstoß irgendwann
einfach davonträgt. Ich versuche mir den Raum vorzustellen, wie er
vor dem Virus war. Tatsächlich kann ich mich an etwas erinnern.
Ich sitze an einem der Tische und spiele mit einem Jungen Schach.
Er ist am gewinnen. Als etwas am Zugang zum Gemeinschaftsraum
meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein blondes Mädchen betritt
den Raum. Ich sehe sie an. Sie errötet und wendet dann den Blick ab.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di 2 Sep - 23:25

"Ich hätte dir doch geholfen!", protestiere ich
als ich bemerke wie er sich mühsam auf das Sofa wuchtet.
Natürlich will ich nicht, dass er sich hilflos vorkommt aber
es fällt mir schwer zu sehen wenn er leidet und die Wunde
scheint ziemlich zu schmerzen, was warscheinlich auch
kein Wunder ist. Immerhin liegt er jetzt ruhig auf dem
Sofa, auch wenn er ein bisschen schwer atmet.
Besorgt betrachte ich ihn noch einen Moment, bevor ich
an dem Automaten auf die Taste für Pfefferminztee drücke.
Sofort klappt unten ein Plastikbecher heraus und wenig
später läuft heißes Wasser hinein. Ich warte bis der
Becher voll ist und tauche dann den Teebeutel, den der
Automat ebenfalls ausgespuckt hat hinein, bevor ich
ihn zur Seite auf einen Tisch stelle um mir ebenfalls
einen Tee zu holen. Ich entscheide mich allerdings für
einen Früchtetee. Auch meinen Becher stelle ich ersteinmal
zur Seite während ich ein paar Schokoriegel und eine
Tüte mit Chips aus dem Snackautomaten hole.
Mit allem bepackt schwanke ich vorsichtig zum Sofa
zurück und lasse die Süßigkeiten einfach darauf fallen,
bevor ich Thackery den Tee reiche.
"Ihre Bestellung, Sir.", sage ich lächelnd und
lasse mich dann neben ihm auf das Sofa sinken.
Dank der Schokoriegel und der Tüte ist zwischen uns
ein gebührender Abstand, aber trotzdem sind wir uns
nahe. Vorsichtig nehme ich einen winzigen Schluck und
stelle fest, dass der Tee noch zu heiß ist, also warte
ich lieber noch ein wenig.
"Erinnerst du dich hier an etwas?", frage ich
Thackery neugierig.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 3 Sep - 12:35

Das Brummen des Getränkeautomaten nehme ich nur
unterschwellig war. Immer und immer wieder lasse ich
die Erinnerung vor mir ablaufen. Es ist tatsächlich Emily,
an die ich mich erinnere. Auch wenn sie damals noch
kindlichere Gesichtszüge hatte, doch die Gesichtszüge
von Emily, die hier mit mir im Raum ist sind deutlich darin
schon zu erkennen. Erst als Emily mir den Tee reicht,
kehre ich ins hier und jetzt zurück. Emily hat Schokolade
und Chips mitgebracht. Ich hoffe, dass das Zeug überhaupt
noch genießbar ist. Der Pfefferminztee verströmt seinen typischen
Geruch und ich atme ihn tief ein. Der Teebeutel schwimmt immer
noch in der Flüssigkeit, die sich langsam grün-braun verfärbt.
Emily fragt mich, ob ich mich an etwas erinnern kann. Ein kleines
Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus. "Ja, ich kann mich
tatsächlich an etwas erinnern. Ich saß dort drüben.", sage ich
und deute auf den Tisch, an dem ich mit dem Jungen damals
eine Partie Schach gespielt habe. "Ich habe mit einem
Jungen Schach gespielt und dann hast du den Raum betreten.
Ich kann mich tatsächlich an dich erinnern!", sage ich begeistert. 
Auch wenn ich Emily bereits geglaubt habe, dass sie sich an mich
erinnern kann, da sie ja meinen Namen kannte, jetzt bin ich sicher,
dass ich sie zumindest vom sehen her selbst auch gekannt habe.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 3 Sep - 12:50

Ich beobachte wie das kleine Lächeln sein ganzes
Gesicht verzaubert. Alle Sorgen sind daraus verschwunden
und seine Augen strahlen. Ich freue mich, nicht nur
weil er sich an mich erinnert, sondern weil er sich
überhaupt erinnert. Jede Erinnerung ist wie ein kostbares
Geschenk. Auch meine Lippen formen sich zu einem
Lächeln.
"Das ist toll!", stimme ich ihm zu und drücke
kurz seine Schulter, bevor ich mich etwas peinlich berührt
wieder zurückziehe. Ich nippe erneut an meinem Tee,
obwohl er eigentlich immer noch zu heiß ist, nur um etwas
zu tun zu haben. Noch nie war ich mit einem Jungen auf
so nahem Raum und allein. Zumindest nicht freiwillig...
Es tut weh zu wissen, dass meine Unschuld für immer
verloren ist und ich diesen besonderen Moment nicht mit
jemandem teilen konnte, der mir wirklich etwas bedeutet.
"Es ist fast schade, dass wir nicht damals schon
miteinander geredet haben. Du bist eigentlich ziemlich nett."
,
sage ich leise und erröte über meinem Plastikbecher.
Warum stelle ich mich eigentlich so an? Er ist doch auch
nur ein Mensch und kein Monster, bloß weil er ein Junge
ist.

Doch der einzige Junge mit dem ich jemals näheren Kontakt
gehabt habe, war mein Bruder. Mein Vater hat immer sehr
darauf geachtet, dass ich nicht in die Nähe von einem anderen
kam und mich deshalb auch in das Mädcheninternat gesteckt.
Hätte er allerdings gewusst wie es dort zuging, hätte er diese
Entscheidung nochmals überdacht.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 3 Sep - 13:06

Emily scheint sich ehrlich mit mir zu freuen.
Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für mich
und ich schaffe es tatsächlich die Kontrolle zu
behalten und den Mad Hatter für immer aus
meinem Kopf zu verbannen! Die wieder
zurück gewonnenen Erinnerungen haben
neue Hoffnung in mir geweckt. Schon lange
hat sich die Stimme in meinem Kopf nicht
mehr zu Wort gemeldet. Nur kurz nach dem
Angriff durch Fleur hat er versucht noch einmal
die Kontrolle zu erlangen, aber der Schmerz hat
meine Sinne geschärft und ich war zum ersten Mal
stark genug ihn zurück zu drängen. Auch jetzt, da
der Schmerz auf ein erträgliches Maß geschrumpft
ist, durch das Morphin, dass Ben mir verabreicht hat,
hat er sich nicht zurück gemeldet. Aber ich bin nicht
so dumm, dass ich glaube, dass er es nicht wieder
versuchen wird. Ich muss die Zeit also nutzen, um genug
Gewalt über meinen Körper zu sammel, um ihn auch das
nächste Mal erfolgreich zurück zu schlagen. Vielleicht sollte
ich Emily die Wahrheit sagen... sie warnen, dass etwas passieren
könnte. Dass sie in meiner Nähe nicht sicher ist! Noch nicht!
Ich weiß nicht was ich tun soll. Um mir Zeit zum Nachdenken
zu verschaffen, schnappe ich mir einen Schokoriegel und
schäle ihn vorsichtig aus der Aluminiumverpackung.
"Danke, das habe bisher noch nicht besonders viele
Menschen zu mir gesagt. Die meisten hielten mich einfach
nur für den verrückten Jungen von der Straße, dem man
besser aus dem Weg geht." 
ich beschließe, dass sie
zumindest erfahren sollte, dass andere sich vor mir
immer gefürchtet haben. Dann kann sie selbst entscheiden,
was das beste für sie ist. Auch wenn ich sie ungern verschrecke,
weil sie im Moment die einzige ist, die sich mit mir abgibt. Sie ist
eine sehr angenehme Gesellschaft. Vielleicht auch deshalb, weil
sie so wirkt, als hätte sie selbst nicht besonders viel Kontakt
zu anderen Menschen gehabt.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 3 Sep - 13:29

Ich ziehe die Beine näher an mich und lasse mir seine
Worte durch den Kopf gehen. Verrückt wirkt er auf
mich nicht wirklich. Aber es gab sicher einen Grund
warum er damals hier gewesen ist und ich weiß ja selbst
wie schnell man sich verliert.
"Vielleicht hätten sie dich besser kennenlernen sollen
anstatt dir aus dem Weg zu gehen."
, sage ich dann
mit fester Stimme, um ihm zu zeigen, dass ich mich
nicht so einfach von Vorurteilen leiten lasse.
"Du hast auf der Straße gelebt? Warum das?",
frage ich neugierig und hoffe ihm damit nicht zu nahe zu
treten. Doch es interessiert mich wirklich, da ich nur ein
vollkommen behütetes Leben gewöhnt bin.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 3 Sep - 13:55

Ich bin erleichtert, als sie nicht sofort Reiß-aus nimmt und
mich weiterhin näher kennen lernen will. "Ja, vielleicht
hätten sie dann ein anderes Bild von mir gehabt.", gebe
ich zu und schenke Emily ein dankbares Lächeln. Sie
erkundigt sich nach meiner Vergangenheit, dem Grund
warum ich auf der Straße gelebt habe. Da ich damals
noch von keinen Erinnerungslücken geplagt wurde
ist es ein leichtes mich in die Zeit zurück zu versetzten.
"Zuerst habe ich in einem Heim gelebt. Meine Eltern kenne
ich nicht. Ich weiß nicht, woher ich stamme. Meine frühste
Erinnerung habe ich an das Kinderheim, in dem ich aufgewachsen
bin.", erzähle ich Emily und nehme zwischendruch einen Schluck
Minztee. "Dann wurde ich an die erste Pflegefamilie vermittelt.
Doch gefallen hat es mir dort nie. Meine Pflegeeltern waren eigentlich

ganz nett. Doch sie waren furchtbar streng und schrecklich alt." 
Ich denke an die beiden zurück. Wäre ich dort geblieben, wäre
mein Leben ein ganz anderes geworden. "Ich habe mich gelangweilt
und wollte lieber ins Heim zurück. Also habe ich meine Pflegeeltern
bestohlen."
ich bin wirklich nicht stolz darauf, die beiden hatten es
eigentlich nicht verdient und hätte ich gewusst, dass die beiden noch
die besten Pflegeeltern gewesen sind, dann hätte ich es nicht getan.
"Dann folgte eine Pfelegfamilie auf die nächste. Viele hatten unzählige
Pflegekinder, denen ich nicht gepasst habe. Manche waren gemein,
andere haben mir weh getan. Irgendwann habe ich dann aufgehört
zu sprechen. Es hat immer funktioniert. Die Pfelgeeltern wurden besorgt
und dachten ich sei nicht normal, also haben sie mich zurück ins Heim
gebracht." ich habe die ganze Zeit gedankenverloren auf meinen Tee
und die kleinen Dampfwölckchen gestarrt, die von seiner Oberfläche aufsteigen.
Jetzt sehe ich wieder Emily an und versuche ihre Gedanken zu ergründen.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 4 Sep - 12:40

Draußen dämmert es langsam und der neue Tag bricht
an. Ich lausche gespannt Thackerys Geschichte.
Sie ist nicht schön und es tut mir weh wenn ich daran
denke, wie er sich damals gefühlt haben muss.
Als wäre er vollkommen allein auf der Welt, so wie ich
mich gefühlt habe, nach dem Virus als alle verschwunden
sind. Immerhin kann ich mich mit dem Gedanken trösten,
dass ich die Wärme einer Familie und die Sicherheit
eines Zuhauses kenne, während Thackery soetwas noch
nie erfahren durfte. Stattdessen wurde er weitergereicht
wie ein zu klein, und damit unbequem, gewordener Pullover,
den man ohne jeden Respekt behandelte. Es braucht
nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was das mit der
Seele eines Kindes anrichtet. Eine Träne rollt aus meinem
Augenwinkel und ich wische sie hastig fort.
"Es tut mir leid, ich... es... ist so traurig. Du hättest
ein viel schöneres Leben verdient gehabt."
, flüstere ich
und ertrage es kaum in seine dunklen Augen zu sehen,
in denen man all die Splitter seiner Seele erkennen kann,
die verstreut liegen und Niemand sie wieder zusammengesetzt
hat. Ich würde ihn so gerne trösten, doch ich wage es nicht
ihn zu berühren. Auch weil ich mich so verdammt falsch dabei
fühle, weil ich mir wie eine verwöhnte Prinzessin vorkomme,
im Gegensatz zu ihm. Ich hatte eine Familie, genug zu Essen,
ein schönes Zuhause und eine gute Schulbildung mit allem
was dazugehört. Das kommt mir so ungerecht vor.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 4 Sep - 13:07

Ich gehe auf Emilys Aussage nicht ein, wenn ich das ganze
zu nahe an mich heran lasse, dann kann ich nicht weiter
sprechen. Es fühlt sich für mich an, als wäre es nicht ich
gewesen, der das alles erlebt hat, sondern als würde ich eine
Geschichte erzählen, die ich in einem Buch gelesen habe. Doch
es ist nicht so, das weiß ich selbst. Ich seufzte und fahre dann
fort. "Mit acht Jahren dann hatte ich genug davon von einer
Familie zur nächsten weitergereicht zu werden. Ich wusste, dass
ich in keine Familie passen würde. Dort hatte ich wenigstens ein
Zimmer für mich alleine. Ein Zimmer mit kleinem Balkon und einem
Rosengatter daran. Ich habe meine wenigen Sachen gepackt und
bin von dort fortgegangen."
sage ich zu Emily. Auch wenn es sich
für sie wohl so anhören muss, als würde das was da kommt noch
schlimmer werden, als das was ich in den Familien erlebt habe.
Aber das ist nicht so. "Endlich war ich frei. Ich musste nicht mehr
dazu gehören. Obwohl es vielleicht schwer ist sich das vorzustellen,
aber die Zeit, die ich auf der Straße gelebt habe, war eine schöne Zeit.
Ich war klein und wenn man klein ist, passt man durch jedes Kellerfenster.
Zwar bin ich nicht stolz, dass ich mich an den Kühlschränken anderer bedient
habe, an ihren Kleiderschränken und in ihren Häusern übernachtet habe, aber
nur so konnte ich überleben. Nie kam ich an einen Ort zweimal zurück."
ich
muss bei der Erinnerung an die Freiheit, die ich damals verspürt habe
lächeln. Es war wirklich eine tolle Zeit, auch wenn sie nicht immer einfach
war. Ich war auf mich allein gestellt, doch ich habe mich nicht einsam
gefühlt. Eher so als würde mich die Nähe der anderen nicht mehr erdrücken.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 5 Sep - 21:49

Thackery spricht weiter und ich unterbreche ihn nicht,
weil ich das Gefühl habe, dass es ihm gut tut, darüber
zu reden. Als er erzählt wie er abgehauen ist und auf
der Straße gelebt hat, stiehlt sich ein Lächeln auf sein
Gesicht und verändert dabei seinen ganzen Gesichtsausdruck,
was auch mir ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert.
Es ist als ob jede seiner Emotionen mich mitträgt wie
eine Welle im Meer. Ich wickele einen Schokoriegel aus
dem knisternden Papier und beiße ein Stück ab.
Er schmeckt ein wenig muffig, aber ich habe wirklich
Hunger und daher lasse ich mich davon nicht stören.
"Freiheit ist sicher ein schönes Gefühl.", sage ich
immer noch lächelnd, aber sogleich darauf erstirbt es.
"Ich weiß leider nicht wie es sich anfühlt... ich habe
immer genau das getan was andere von mir wollten und
das Schlimmste ist, mir war nie bewusst, dass es nicht
das ist was ich wollte."
, erzähle ich ihm und bin erstaunt
über meine eigenen Gedanken, die so neu für mich sind.
Tatsächlich habe ich nie darüber nachgedacht, dass ich
das was meine Eltern oder meine Lehrer wollten, vielleicht
nicht das ist was ich gewollt habe. Oder vielmehr ich wollte
es damals und plötzlich wird mir klar, dass es gar nicht so
war. Ein höchst verwirrendes Gefühl.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 5 Sep - 22:00

Emily lächelt ebenfalls. Ein Lächeln steht ihr wirklich gut.
Besser jedenfalls als der ängstliche Ausdruck von vorhin.
Auch ich beiße in meinen Schokoriegel. Warte, dass Emily
etwas sagt. Immerhin breite ich hier gerade meine halbe
Kindheit vor ihr aus. Natürlich nicht ins kleinste Detail, aber
es ist mehr, als die meisten davon wissen. Abgesehen von
Phoebe und Fleur habe ich bisher noch keinem wirklich
freiwillig davon erzählt. Klar gab es den ein oder anderen
Psycho-Doc, der den Grund für mein Verhalten in meiner
Vergangenheit gesucht hat. Eine Entschuldigung dafür in
der Tatsache, dass ich ohne wirkliche Erziehung aufwuchs.
Keine Grenzen gezeigt bekam oder Anleitung... Wobei doch
wohl das Leben selbst der beste Lehrer ist! Doch Emilys Lachen
verschwindet auch so schnell wieder, wie es aufgetaucht ist.
Dann erzählt sie etwas aus ihrer Kindheit, was auch mich traurig
stimmt. Sie scheint keine Freiheit erfahren zu haben. Andererseits
habe ich keine Ahnung, wie "frei" man wirklich ist, wenn man in
einer richtigen Familie aufwächst. Doch in Emilys Gesichtsausdruck
liegt noch etwas anderes. Ist es Angst? "Emily? Alles in Ordnung?
Ich wollte keine schlechten Erinnerungen mit meinen Erzählungen
bei dir aufwirbeln.", entschuldige ich mich vorsichtshalber.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 5 Sep - 22:33

"Nein... keine Sorge. Das hast du nicht.", beeile ich
mich ihn zu beruhigen und versuche ein kleines Lächeln.
"Es ist keine Erinnerung, mehr ein Gefühl das sich verändert
hat."
, versuche ich zu erkären, erkenne aber sein
Unverständnis, was mich nicht wundert, denn ich verstehe
es selbst nicht so recht. Ich setze mich ein bisschen bequemer
hin, indem ich meine Beine unter mich schiebe.
"Ich hatte früher alles was man sich nur wünschen
kann und ich war ein braves, gutes Mädchen. Ich habe alles
getan was meine Eltern wollten und auch die Lehrer im Internat.
Doch ich war glücklich dabei. Mir kam nie in den Sinn, dass
ich etwas anderes tun wollte, als man von mir verlangt hat.
Doch jetzt... habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht so glücklich
gewesen bin, verstehst du?"
, versuche ich meine Gefühle in
Worte zu fassen. Wie kommt es nur, dass ich plötzlich alles in
Frage stelle, obwohl ich früher zufrieden war?
Ob es an Thackery liegt?

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 5 Sep - 22:38

Ich bin froh, dass es keine schlechter Erinnerung ist, die
Emily nun traurig wirken lässt. Scheinbar habe ich damit
überhaupt nichts zu tun, zumindest nicht direkt. Ich kann
zwar nicht nachfühlen, was genau Emily meint, aber am
ehesten kann ich es vielleicht mit dem Gefühl vergleichen,
das mich beschleicht, wenn ich versuche herauszufinden,
was ich Fleur schlimmes angetan habe und es nicht greifen
kann. Denn dann breitet sich in mir unterschwellig ein Gefühl
aus, das mir selbst unheimlich ist und das ich nicht genau
benennen kann. "Ich weiß zwar nicht genau, was du fühlst,
aber ich kann mir zumindest denken, was du meinst." Emily
sieht mich immernoch fragend an. Als warte sie auf eine Antwort
auf eine unausgesprochene Frage. Doch ich kann keine Gedanken
lesen. "Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass wir heute ziemlich
seltsame und verstörende Dinge erlebt haben... Naja oder eher heute
Nacht.", denn inzwischen scheint schon die Morgensonne durch die
großen Fenster.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 5 Sep - 22:52

"Macht nichts. Ich verstehe es ja selbst nicht.",
meine ich lächelnd und wende meinen Blick zum Fenster.
Tatsächlich geht dort gerade die Sonne auf und lässt
Thackerys Haarspitzen leuchten. Wir waren tatsächlich
die ganze Nacht auf und so langsam bemerke ich die
Müdigkeit die in meine Glieder kriecht. Er hat Recht wir
haben ziemlich seltsame Entdeckungen gemacht und
vielleicht ist es nur das was mich belastet, auch wenn
ich das Gefühl habe, plötzlich ein anderer Mensch zu
sein. Energisch weise ich diese Gedanken von mir,
während ich versuche ein Gähnen zu unterdrücken.
"Thackery? Hast du... etwas dagegen wenn
ich ein bisschen schlafe? Ich bin so müde."
, sage ich
und bemerke wie er Anstalten macht, sich zurück in den
Rollstuhl zu hieven um mir die Privatssphäre zu lassen.
Ich halte ihn am Arm zurück.
"Kannst... du nicht... hier bleiben? Ich möchte nicht
alleine sein."
, bitte ich ihn und hoffe, dass ich ihm nicht
zu nahe trete mit meiner Bitte. Doch ich habe Angst so
allein, nach den ganzen Sachen die ich heute gesehen habe.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 6 Sep - 10:42

Emily sagt, dass sie müde ist und auch für mich wäre es sicher von
Vorteil, wenn ich meinem Körper ein wenig Ruhe gönne. Immerhin
soll das ja angeblich irgendwelche Heilungskräfte aktivieren...
Ich will gerade in den Rollstuhl zurück steigen, als Emily mich
zurück hält. Sie scheint hier im Gemeinschaftsraum schlafen
zu wollen und bittet mich hier zu bleiben. Sie möchte jetzt nicht
alleine sein. Sie scheint die ganze Sache wirklich mehr mitgenommen
zu haben, als mich selbst. Ich habe schon einiges seltsames erlebt,
vor allem in Jareths Labyrinth, daher werd ich davon sicher keine
Albträume bekommen. "Kein Problem.", sage ich zu Emily. Der
Gemeinschaftsraum hat zum Glück nicht nur ein Sofa, denn im
Sitzen zu schlafen ist mir im Moment nicht möglich. Ich lasse mich
gegen die Lehne des Sofas zurück sinken. "Ich bleibe hier, wenn du
das möchtest."
für mich ist es lange nicht mehr so ungewohnt, wie
früher meinen Schlafplatz mit jemand anderem zu teilen. Immerhin
habe ich eine ganze Zeit lang bei Alice von den Mall Rats auf dem
Sofa geschlafen.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 6 Sep - 12:20

"Danke.", flüstere ich erleichtert und rolle mich
wie ein Kätzchen auf dem Sofa zusammen. Zum Glück ist
das Sofa wirklich riesig so, dass man bequem darauf schlafen
kann. Aber auch so würde ich nicht zurück in mein Zimmer
wollen, denn es kommt mir lange nicht mehr so sicher vor,
wie damals. Vielleicht weil ich vermute, dass ich nicht alleine
dort gewesen bin. Mein ganzer Körper brennt und schmerzt
wieder, jetzt wo das Adrenalin nachlässt.
Was habe ich nur getan? WER hat das mit mir getan?
Neben dem mulmigen Gefühl, dass etwas innerhalb dieser
Mauern nicht stimmt, treibt mich auch die Angst vor demjenigen
um, der mich so zugerichtet hat und auch wenn Thackery
nicht wirklich in der Lage ist mich zu beschützen, fühle
ich mich trotzdem sicherer wenn er bei mir ist.
Im Moment ist er der Einzige dem ich zumindest ein
bisschen vertrauen kann.
"Schlaf gut...", murmele ich noch und im nächsten
Moment hat mich die Erschöpfung übermannt.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 6 Sep - 13:05

Emily bedankt sich bei mir, was mich ein
wenig in Verlegenheit bringt. Immerhin
sollte ich ihr danken, dafür, dass sie mich
nicht auch als verrückt abgestempelt hat,
obwohl ich das ja wirklich bin. Sie rollt
sich an einem Ende des Sofas zusammen und
ich strecke mich am anderen Ende des Sofas aus,
soweit das eben möglich ist. Der Schmerz ist
dumpf zurück gekehrt und ich sollte dringend
meine Antibiotika einnehmen, doch ich bin zu müde,
um jetzt noch einmal aufzustehen. Wahrscheinlich
würde ich den weiten Weg bis zu meinem Zimmer
nicht mehr schaffen. Doch der Schmerz ist auf ein
erträgliches Maß geschrumpft und ich habe neue
Hoffnung, dass noch nicht alles zu spät ist und die Hilfe
von Ben und Anna wirklich ihr Werk tut. "Schlaf du
auch gut.", sage ich zu Emily, bin aber nicht sicher, ob
sie es überhaupt noch mitbekommen hat. Es ist ein schönes
Gefühl nicht alleine zu sein und seit langem schließe ich
die Augen und fühle so etwas wie inneren Frieden.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 11 Sep - 13:37

Ich wache auf, weil mir die Sonne ins Gesicht schient. Meine ganzen
Muskeln sind von der seltsamen Lage auf dem Sofa total verspannt.
Die Schmerzmittel haben ihre Wirkung verloren und die Wunde brennt.
Doch es ist nur noch halb so schlimm, wie bei meiner Ankunft.
Vielleicht kann ich Emily ja bitten, den Verband zu wechseln, denn
ich glaube das ist notwendig, wenn ich weitere Entzündungen verhindern
will und den Heilungsprozess unterstützen möchte. Ich setze mich vorsichtig
auf. Emily schläft noch. Ich strecke mich, um meine Muskeln zu lockern, aber nur
so weit es meine Wunde eben zulässt.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 13 Sep - 12:36

Ich träume, dass ich brenne. Mir ist unglaublich heiß.
Voller Panik zwinge ich mich dazu die Augen aufzuschlagen
um die Bilder loszuwerden. Seit jeher weiß ich, dass ich
träume, wenn ich träume. Beeinflussen kann ich sie leider
trotzdem nicht. Doch zumindest ist es nicht mehr so gruselig,
wenn man weiß, dass es nur ein Traum ist.
Als ich die Augen öffne, bemerke ich, dass es nur die Sonne
war, die auf mein Gesicht scheint und es gewärmt hat.
Sofort sehe ich mich nach Thackery um und bin erleichtert,
dass er noch da ist. Auch er ist wach und streckt sich sehr
vorsichtig.
"Hey.", sage ich schüchtern, aber mit einem kleinen
Lächeln zu ihm und setze mich dann auf. Es fühlt sich ein wenig
seltsam an, mit ihm zu reden. Die Vertrautheit, unterbrochen
durch den Schlaf, hat sich noch nicht wieder ganz eingestellt.
Mittlerweile ist es wohl Mittag, denn die Sonne steht hoch am
Himmel. Auch ich strecke mich und bemerke dabei aus dem
Augenwinkel, dass Thackery ganz leicht seinen Mundwinkel
verzieht.
"Geht es dir gut? Hast du Schmerzen?", frage ich sofort
besorgt und halte inne.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 13 Sep - 15:26

Emily ist auch aufgewacht. Sie sieht noch
total verschlafen aus. Sie schenkt mir ein
Lächeln. Doch ihr entgeht auch nicht,
dass meine Verletzung schmerzt.
"Die Schmerzmittel haben im Schlaf
nachgelassen. Dort wo Ben mich behandelt hat
habe ich aber noch ein paar Schmerztabletten." 
Ich denke sie werden ausreichen. Das Morphin
werde ich nicht brauchen, so schlimm ist es nicht
mehr. "Außerdem sollte ich dringend das Antibiotikum
einnehmen." ich seufze, ich hasse es nicht fit zu sein.
Aber der Schmerz erinnert mich an mein Ziel: Die Kontrolle
zu behalten und den Hatter ein für alle Mal aus meinem Kopf
zu verbannen. "Meinst du, dass du mir beim Wechseln des
Verbandes helfen kannst? Ich glaube nicht, dass ich das

alleine schaffe.", gebe ich zu. Es fällt mir schwer meinen
Oberkörper zu drehen, da die Wunde sonst sehr spannt.
"In einem der Behandlungsräume müsste eigentlich
noch das Verbandsmaterial zu finden sein."

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 14 Sep - 14:35

Es tut mir leid, dass er Schmerzen hat, doch natürlich werde
ich ihm helfen. Ich habe schon immer gerne anderen geholfen
und außerdem mag ich Thackery, er ist nett und höflich und
süß...
Was denk ich denn da?, frage ich mich erschrocken und
bin verwirrt. Noch nie habe ich so über einen Jungen gedacht.
Jungs sind schlechte Einflüsse, die dich zu Drogen und anderen
Dingen verführen wollen, die Gott verbietet. Oder?
Ich habe das Gefühl nicht mehr zu wissen, ob das alles so richtig
ist wie es mir beigebracht wurde. Die Nonnen haben Männer immer
verteufelt und sie als auf Erden wandelnde Dämonen bezeichnet,
ich habe es ihnen geglaubt. Natürlich nicht, dass alle so sind, denn
mein Papa war auch nicht so. Trotzdem habe ich nie einen Jungen
auch nur angesehen und immer auf den Boden geblickt, jedenfalls
meistens. Außer bei Thackery. Er war der erste Junge dem ich in
die Augen gesehen habe, wenn auch nur für eine Milisekunde und
quer über den Raum. Ich versuche diese Gedanken von mir zu schieben,
denn ich spüre, dass er mich ansieht und sich fragt warum ich nicht
antworte.
"Natürlich helfe ich dir, keine Sorge. Ich hab früher schon
mal bei solchen Sachen geholfen. Weißt du noch in welchem Zimmer
die Sachen sind? Dann bringe ich dich hin."
, meine ich freundlich
und stehe auf. Dieses Mal werde ich nicht zulassen, dass er sich selbst
in den Rollstuhl hievt und sich womöglich wehtut. Deshalb beuge ich
mich zu ihm, lege seinen Arm vorsichtig um meine Schultern und meinen
eigenen schlinge ich behutsam um ihn, darauf achtend, die Wunde nicht
zu berühren oder zu belasten.
"Meinst du es geht so? Du kannst dich ruhig auf mich
stützen, das halte ich schon aus."
, versichere ich ihm mit einem
kleinen Lächeln.

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