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 Gemeinschaftsraum

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Emily*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 1 Nov - 23:17

Ich zucke kurz zusammen als er so unvermittelt nach meiner Hand greift,
doch es ist ein seltsam tröstliches Gefühl, daher lasse ich es zu.
Als er mir erzählt, dass er selbst eine zweite Persönlichkeit hat und sogar
mit ihr kommunizieren kann, sollte ich wohl das Weite suchen, schließlich
klingt er ziemlich gefährlich. Aber er ist auch der einzige Mensch, der meine
momentane Situation etwas nachvollziehen kann, daher kann ich einfach
nicht umhin ihm wenigstens ein bisschen zu vertrauen.
"Ich hatte keine Ahnung...", krächze ich leise und kann immer
noch nicht fassen, dass da noch jemand anders sein soll, der meinen Körper
benutzt als wäre es sein eigener.
"Ich habe nur diese Gedächtnislücken. Sonst ist da nichts.
Keinerlei Erinnerung. Du sagst also ich war diese Emily Harris die auf diesem
Formular vermerkt ist? Was hat sie dir erzählt? "
, frage ich neugierig
und ein wenig ängstlich. Ich weiß einfach nicht mehr wer ich wirklich bin.
Natürlich ist meine Erinnerung klar wie ein Gebirgsbach, doch was beweist das
schon?
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Thackery*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 1 Nov - 23:39

Emily sieht mich erschrocken an, als ich ihr vom Hatter erzähle.
Doch immer noch läuft sie nicht weg, sondern bleibt hier. Aber ich
sehe auch kurz so etwas wie Angst in ihrem Blick aufflackern.
Aber sie entzieht mir ihr Hand nicht und rückt nicht einmal von mir ab.
Erleichterung macht sich in mir breit, denn einen Moment hatte ich
wirklich befürchtet sie verschreckt zu haben. "Ich weiß, dass es für dich
ziemlich seltsam und schlimm erscheinen mag. Das war es für mich am
Anfang auch und auch jetzt ist es wirklich seltsam, wenn Er die Kontrolle
übernimmt. Auch wenn ich hoffe, dass es nicht mehr passiert."
spreche ich
laut das aus, was ich denke. "Ja, zumindest habe ich mit ihr gesprochen.
Sie war ziemlich entsetzt über ihren Zustand."
, sage ich und deute auf
den Rand von Emilys Shirt. "Sie wusste nicht, was passiert war und hatte
schreckliche Angst, weil sie sich nicht erinnern konnte. Sie hat mir erzählt,
dass sie hier im Krankenhaus gelebt hat und dann zu den Mall Rats gestoßen
ist und dass sie erst hier im Krankenhaus wieder aufgewacht ist, mit all den
blauen Flecken."
Emily Davis scheint ja zu wissen, wie es dazu gekommen ist,
aber ich möchte, dass sie Emilys Angst nachvollziehen kann. "Sie hat mir von
ihren Erinnerungslücken erzählt und dass sie sich an mich aus der Zeit vor dem
Virus erinnert. Dann haben wir uns auf die Suche nach ihrer Krankenakte gemacht;
um herauszufinden, was passiert sein könnte."
schließe ich die Erzählung. Während
meiner Erzählung habe ich meine Hand wieder von Emilys genommen und knete
nun beide Hände nervös in meinem Schoß. Ich weiß nicht, was Emily nun, da sie von meinem
Problem weiß, von mir hält und es macht mir auch etwas Angst, dass sie vielleicht jetzt
in mir nur den verrückten Jungen sieht.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 1 Nov - 23:57

"Keine Sorge, ich denke nicht, dass du irre bist. Naja vielleicht doch,
aber ich bin ja wohl mindestens genauso irre."
, meine ich mit einem
leisen Seufzen. Er scheint sich wirklich unwohl zu fühlen und das tut mir
irgendwie leid, da ich ja nachvollziehen kann, wie es ist wenn man nicht
Herr seiner selbst ist. Was er mir von dieser Emily 2.0 erzählt scheint sie
wohl ziemlich anders als ich zu sein, wenn sie wegen der paar blauen Flecken
schon in Panik gerät. Wobei wenn man nicht weiß woher sie stammen ist
es wohl wirklich etwas unheimlich. Allerdings frage ich mich ja auch wohin
meine verdammten Narben verschwunden sind.
"Wie ist das nur möglich, dass ich nie etwas bemerkt habe, von den
Erinnerungslücken mal abgesehen?"
, überlege ich laut. Dann fällt mir die
Notiz wieder ein. Mr. Harris. Bestimmt ist das ihr Vater. Oder mein Vater?
Ich weiß es nicht. Natürlich bin ich überzeugt, dass ich real bin, doch woher
soll ich das wissen?
"Wer bin ich?", flüstere ich leise und weiß nicht wohin mit mir.
"Ich erinnere mich an den Schuss der mich durchbohrt hat und doch ist
da keine Narbe. Bin ich nicht ich?"
, völlig verzweifelt lege ich den Kopf auf
meine Arme, doch ich weine nicht. Da sind einfach keine Tränen.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 0:09

Emily versichert mir, dass sie mich nicht für verrückter hält,
als sich selbst. Es sind die Worte, die ich vorhin noch zu ihr
gesagt habe, um sie zu beruhigen. Ich muss bei ihren Worten
Lächeln. Sie fragt, wie es sein kann, dass sie nie etwas bemerkt
hat. "Ich weiß es nicht. Vielleicht war es ja nicht immer so?"
immerhin war ich auch nicht von Klein auf dazu in der Lage mit
dem Hatter zu sprechen. Es hat erst kurz vor der Pubertät angefangen.
Natürlich war ich schon immer etwas anders als andere, hatte eine
blühende Fantasie... Doch mit dem Hatter zu kommunizieren? Das
konnte ich erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Emily ist ihre
wachsende Verunsicherung anzumerken und sie stellt sich die Frage,
die ich mir auch schon tausende Male gestellt habe. "Ich weiß auch
nicht, wer ich bin."
sage ich zu Emily und sehe sie schief an. "Aber
du bist du, du existierst und sprichst gerade mit mir. Also musst du
ja real sein oder? Es sei denn du bist meiner Fantasie entsprungen,
doch dann würdest du dir sicher diese Frage nicht stellen."
sinniere ich.
Emily vergräbt ihren Kopf in ihren Armen und ich befürchte, dass sie
anfängt zu weinen. Also rücke ich ein Stückchen näher an Emily heran und
lege ihr vorsichtig einen Arm um die Schultern. Mit der anderen Hand
streiche ich ihr über ihr weiches, blondes Haar. "Emily, selbst wenn du
nur ein Produkt von Emilys Fantasie sein solltest, bist du doch real. Ich kann dich
spüren, du steckst in diesem Körper, genau wie die andere Emily. Zwei Seelen
in einem Körper."
ich versuche ihr Mut zu machen, ihr zu zeigen, dass das nichts
schlimmes ist. "Ich habe euch beide kennen gelernt, ihr seid beide real." fahre ich
fort. Ich versuche ihr die Angst zu nehmen, doch ich weiß, dass es mir wohl kaum
gelingen wird. Ich schaffe es ja nicht einmal bei mir selbst. "Vielleicht kannst du
ja herausfinden, wer ich bin und ich versuche herauszufinden, wer du bist?"

der Vorschlag ist durchaus ernst gemeint, wenn er auch in erster Linie dazu dient
Emily neue Hoffnung zu geben.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 10:49

Sowohl seine Worte als auch seine vorsichtige Berührung sind
seltsamerweise wirklich tröstlich, auch wenn sie die Panik in mir
nicht zu lindern vermögen. Ich habe das Gefühl gar nicht zu
existieren, dass all meine Erinnerungen nicht echt sind, nur ein
Produkt eines kranken Geistes. Natürlich könnte auch die andere
Emily diejenige sein, die nicht echt ist, doch die fehlenden Narben
an meinem Körper sprechen eher nicht dafür.
"Was wenn ich all die Dinge an die ich mich erinnere gar
nie wirklich erlebt habe? Wenn ich mir meine ganze Vergangenheit
bloß eingebildet habe und da eigentlich nichts ist?"
, flüstere ich leise.
Wenn es IHN nie gegeben hat und ich IHN auch nicht getötet habe...
Naja eigentlich wäre das irgendwie gut, denn es würde mich nicht zu
einer psychopathischen Mörderin machen. Trotzdem wird mir bei dem
Gedanken das Herz schwer, weil es eben meine Geschichte ist, so brutal
sie auch sein mag, sie gehört zu mir.
"Glaubst du sie haben mich deswegen hier eingeliefert?
Weil ich verrückt bin?"
Doch irgendwie kann ich das einfach nicht glauben.
Warum stehen so viele Namen auf der Liste, die alle einen weiteren Namen
tragen. So viele Leute mit dem gleichen Problem auf einem Haufen, daran
mag ich nicht glauben. Zumal dieses Krankenhaus keine komplette Psychatrie
ist.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 14:16

"Selbst wenn du dir deine Vergangenheit nur eingebildet
hast und sie dir ausgedacht hast, hat sie dich doch geprägt.
Sie ist also Realität geworden, in dem sie dich zu dem gemacht
hat, wer du nun bist."
Meine Worte mögen vielleicht verwirrend
klingen, aber auch Ereignisse, die nicht real sind können einen
Menschen prägen, wenn er denkt, dass sie real sind. "Deine
Vergangenheit lebt durch dich. Jeder von uns würde sich an
das gleiche Ereignis in der Vergangenheit anders erinnern. Also
was spielt es für eine Rolle, ob dieses Ereignis wirklich stattgefunden
hat? Wer sagt uns was real ist und was nicht?"
jetzt nach dem Virus
müssen wir nicht mehr unter dem Zwang der Gesellschaft leben, wie
früher, müssen uns nicht mehr so stark anpassen. Auch wenn das für
eine labile Persönlichkeit wie meine eigene vielleicht nicht gerade
förderlich ist. Doch nicht einmal die Zwänge der Erwachsenenwelt
konnten damals den Hatter am hervorbrechen hindern. "Das kann uns
wohl nur die Krankenakte verraten, aber du bist nicht verrückt. Anders,
aber nicht verrückt. Anders, aber deswegen noch lange kein schlechter
Mensch."
ich überlege eine Weile. "Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dein
Zimmer überhaupt in der psychiatrischen Abteilung des Hauses war."
gebe
ich nun zu. Oft bin ich Emily nicht begegnet. Ob es daran lag, dass ich oft ruhig
gestellt gewesen bin oder  daran, dass sie vielleicht ganz woanders
untergebracht war, vermag ich nicht zu sagen. Meine Hand streicht immer noch
über Emilys Haar und ihren Rücken. "Weißt du? Wenn ich Fleur, dem Mädchen, das
ich velretzt habe, nie begegnet wäre, dann wäre ich hier nicht geladen. Dann wäre
ich vielleicht geworden wie jeder andere Junge auch und ER wäre nie in meinem Kopf
aufgetaucht. Wir haben keinen Einfluss darauf, was manche Ereignisse aus uns machen."

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 20:54

Ich hebe langsam den Kopf und meine Augen finden die Seinen.
"Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du süß bist?", meine ich
zu ihm, doch dieses Mal liegt keinerlei spöttischer Unterton in meiner
Stimme, wie es sonst meist der Fall war. Ich meine es wirklich
ernst. Seine Bemühungen mir zu helfen, dass er so für mich da ist
obwohl er mich ja kaum kennt, berühren mich, weil ich noch nie
zuvor solche Art der Zuwendung und des Trostes erfahren habe.
Immer war da ein versteckter Gedanke, jedes Wort nur ein Mittel
zum Zweck. Aber Thackery meint es ernst. Als er jedoch meint,
dass ich kein schlechter Mensch wäre, versteifen sich meine Muskeln
unter seiner Hand.
Oh doch Thackery... ich bin ein schlechter Mensch., denke ich
seufzend, denn meine Erinnerungen sind voller Dinge die mich dazu
machen. Ich war immer das Mädchen, von dem man sich fernhalten
sollte, weil es als schlechter Einfluss galt. Genauso haben mich die
Leute auch gesehen. Doch jetzt sitzt da dieser Junge, der mich ganz
anders betrachtet und allein der Gedanke ihm diese Zuversicht zu
nehmen, raubt mir für einen Moment den Atem. Ich meine es nicht
ertragen zu können, dass er mich auch so ansieht wie alle anderen.
Gleichzeitig komme ich mir aber falsch vor, wenn ich ihm verschweige
wer ich bin, oder war, oder es zumindest glaube.
"Ich weiß nicht ob das an was ich mich erinnere Wirklichkeit
ist. Ich weiß ja nicht einmal ob ICH existiere. Aber ich war kein guter
Mensch. Ich... habe mir geschadet... und anderen."
, erkläre ich ihm dann
leise.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 21:19

Als Emily sagt, dass sie mich süß findet, werde ich schon wieder
rot wie eine Tomate. Kann man das nicht irgendwie abstellen?
"Ne-ein." sage ich etwas verlegen, bringe aber so etwas wie ein
schüchternes Lächeln zu Stande. "Die meisten fanden mich bisher
seltsam, aber nie süß."
, gebe ich ganz offen zu. Bei Emilys Worten hat
mein Herz einen kleinen Sprung gemacht. Es fühlt sich schön an, dass
jemand sich die Mühe macht nicht nur den seltsamen Kauz in mir zu sehen.
Als ich jedoch sage, dass sie kein schlechter Mensch ist, spüre ich wie sich
ihr ganzer Körper versteift. Scheinbar haben meine Worte eine Erinnerung
oder etwas anderes in Emily ausgelöst. Sie scheint einen Moment mit sich
selbst zu kämpfen, doch dann brechen die Worte nur so aus ihr hervor.
Sie sagt, dass sie andere verletzt hat und damit anderen geschadet hat,
dass sie auch sich selbst geschadet hat. "Emily, du existierst!" davon bin
ich fest überzeugt und auch wenn eine der beiden Emilys ein reines Fantasie-
Produkt der anderen ist, dann existiert sie trotzdem. Denn sie ist dann ein
Teil ihrer Persönlichkeit. Genau das hatte ich versucht vorhin zu sagen.
Doch meine Worte scheinen sie nur noch mehr verunsichert zu haben.
Das wollte ich wirklich nicht. "Ich bin der letzte Mensch, der dich dafür
verurteilen würde. Ich selbst hab schreckliche Sachen gemacht... zumindest,
wenn ich die Kontrolle verloren habe und ER sie übernommen hat."

Nicht umsonst war ich hier Patient. Ich ziehe Emily noch ein Stückchen näher.
Ihre Rippen berühren nun meine und ich kann ihre Körperwärme an den Stellen
spüren, die nicht durch einen Verband verdeckt sind.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 21:43

"Manchmal muss man sich die Mühe machen und hinter die
Fassade schauen, wenn man etwas Besonderes entdecken will."
,
antworte ich leise, als er bemerkt, dass ihm noch nie jemand gesagt
hat, dass er süß sei. Vielleicht ist es weil ich gleich gespürt habe, dass
er anders ist, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich ihn als
seltsam betrachten könnte. Ich sehe nur diesen fürsorglichen, ehrlichen
Jungen und auch wenn ich weiß, dass er gefährlich sein kann, habe ich
keine Angst vor ihm. Plötzlich zieht er mich näher an sich und ich kann
gerade noch den leisen Laut der Überraschung unterdrücken, der mir auf
der Zunge liegt. Diese Nähe zwischen uns ist so anders als das was ich
bisher kenne. So viel intimer und intensiver als mit all den Anderen, was
mich selbst total erstaunt, da ich bisher angenommen hatte, mit jemand
anderem zu schlafen wäre etwas wirklich Persönliches. Aber das hier ist
so als ob ich ihm mein Inneres offenbare und mich damit wirklich verletzlich
mache, weil ich weiß, dass er mir nicht wehtun wird.
"Ich habe sie in vollem Bewusstsein getan, Thackery.", erkläre
ich ihm immer noch zweifelnd. Ich kann Niemand anderem die Schuld geben,
ich wusste immer was ich tat, auch wenn mir manches hinterher nicht mehr
so begreiflich erschien.
"Manche Dinge bereue ich... die meisten jedoch nicht. Der Schulpsychologe
hat mich einmal als eiskalt bezeichnet."
Damals haben mich seine Worte
eher stolz gemacht, weil ich genauso sein wollte. Nichts sollte je an mich heran-
kommen können. Jetzt sehe ich das ein wenig anders. Es macht mich traurig,
dass nicht einmal er, dessen Aufgabe es doch eigentlich war, sich die Mühe
gemacht hat, wirklich mich zu sehen. Doch Thackery scheint mich auf
eine ganz besondere Weise zu verstehen, dass auch gute Menschen, manchmal
böse Dinge tun können und das es dafür oft Gründe gibt, die man selbst gar nicht
richtig verstehen kann. Ich drücke mich ein wenig an ihn, spüre schwach seinen
Herzschlag unter der dünnen Kleidungsschicht, die von seiner Wärme durchdrungen
wird.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 21:59

Emilys Worte lasse mich nur noch unsicherer werden.
Das Gespräch ist inzwischen zu mehr als nur Smalltalk
geworden und Emilys Körperwärme macht die Sache nicht
gerade einfacher. Es fällt mir schwer mich auf ihre Worte zu
konzentrieren, weil mein Gehirn mit sensorischen Informationen.
Mein Herz pocht ziemlich schnell und ich kann den Herzschlag in meinen Ohren
hören. Doch ich will Emily auch nicht das Gefühl geben, dass mich ihre Beichte
nicht interessiert. Also versuche ich mich nicht allzu sehr von ihrem Geruch
einlullen zu lassen und wende meine Aufmerksamkeit wieder ihren Worten zu.
Emily sagt, dass sie die Dinge in vollem Bewusstsein getan hat. "In gewisser
Weise habe ich das auch. Der Hatter ist ein Teil von mir. Ob ich ihn los werden
kann, weiß ich nicht."
es bereitet mir Sorgen, denn wenn ich wieder die Kontrolle
verliere, weiß ich nicht, was passiert. Bisher hat er alles zerstört, was ich in mein
Herz geschlossen habe. "Ich glaube dein Schulpsychologe hat nicht genau hingeguggt.
Im Moment bist du alles andere als eiskalt."
und damit meine ich nicht ihre Körpertemperatur.
Ich kann Emilys Körper spüren, der sich noch ein bisschen näher an mich drückt.
Eigentlich ist mir so viel Nähe mehr als unangenehm, weil ich es einfach nicht
gewohnt bin, doch es fühlt sich einfach gut an. Vorsichtig, fast ehrfürchtig stecke ich
Emily eine Strähne, die ihr ins Gesicht fällt, hinters Ohr.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 2 Nov - 22:22

Ich kann seine Unsicherheit spüren, auch für ihn scheint das was
hier passiert neu zu sein. Selbst wenn ich wollte, könnte ich es
nicht genau benennen. Ich weiß nur, dass es vollkommen anders
ist als das was ich bisher jemals empfunden habe. Vielleicht liegt
es an der Ruhe und Sicherheit die er von tief drinnen ausstrahlt
und die ihn so viel älter und weiser erscheinen lassen.
"Dieser Hatter, er macht dir Angst, nicht wahr? Dass du
ihn nicht kontrollieren kannst."
, bemerke ich und versuche
nachzuempfinden wie es ist wenn du merkst, dass jemand deinen
Körper übernimmt und du trotzdem nichts dagegen tun kannst,
während er dich zwingt die schlimmen Dinge mitanzusehen.
In gewisser Weise habe ich es da besser, denn ich habe keine
Ahnung von dem was passiert während ich weg bin und diese andere
Emily das Ruder übernimmt. Trotzdem ist es beängstigend, weil
ich nicht einmal ahnen kann, was ich in dieser Zeit vielleicht
angestellt habe. Als Thackery bemerkt, dass ich für ihn nicht
gefühllos erscheine, werde ich zum ersten Mal rot, kann praktisch
fühlen wie meine Wangen warm werden. Das hat noch nie jemand
zu mir gesagt, nicht einmal unehrlich gemeint, weil sich sonst nie
einer für mein Gefühlsleben interessiert hat.
Eine Zeit lang dachte ich ER täte es, doch das war alles nur Lüge,
um mich ruhig zu halten, willig zu machen. Und für IHN hätte ich
alles getan.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo 3 Nov - 18:21

Emily spricht mich nach auf den Hatter an.
Sie fragt, ob er mir Angst macht. "Ja, das
macht er wirklich. Ich spüre es, wenn er die
Kontrolle an sich reißt und kann doch nur dabei
zusehen. Es macht mir Angst, dass ich nie weiß.
wann und ob es passiert und was dann passiert -
aber meistens passiert etwas schlimmes. Am
schlimmsten ist es, wenn er mich aussperrt und
mich nicht zusehen lässt. Denn dann weiß ich nicht,
was mich erwartet, wenn ich wieder zu mir komme.
Auch wenn es vielleicht seltsam klingt, finde ich es
weniger beunruhigend, wenn ich weiß, was er tut.
Auch wenn ich darauf keinen Einfluss habe."

Ich sehe Emily an und versuche in ihrem Gesicht zu lesen,
was sie von der ganzen Sache hält - was sie von mir hält.
"Es macht mir Angst, wenn ich ihn nicht hören kann, weil
ich dann befürchten muss, dass er aus dem Hinterhalt
unvermittelt die Kontrolle an sich reißt. Andererseits macht
es mir Hoffnung, dass er vielleicht ganz verschwindet."

Es wäre wohl das größte Wunder, wenn das passiert.
Immerhin lebe ich nun schon mehrere Jahre in der Angst,
dass der Hatter die Kontrolle übernimmt und wenn ich
besonders schwach bin, dann behält er die Kontrolle für
eine sehr lange Zeit. "Ich bin einfach zu schwach um ihn
ganz auszusperren."
, sage ich traurig. Genau das sagt
der Hatter auch immer zu mir, dass ich schwach bin und
er ist so viel stärker. Ich habe Angst, dass er wieder
zurück kommt, wenn die Schmerzen der Stichwunde
verschwinden. Ich glaube sie sind es, die ihn im Moment
in Schach halten. Die meinen Geist soweit beschäftigen,
dass er es nicht schafft die Kontrolle an sich zu reißen.
Als ich zu Emily sage, dass ich sie für alles, nur nicht eiskalt
halte, wird auch sie rot. Das Rot auf den Wangen steht ihr,
finde ich zumindest.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi 5 Nov - 18:38

Ich höre ihm aufmerksam zu während er erzählt was in ihm
vorgeht und beobachte dabei seine feinen Gesichtszüge.
Es ist faszinierend zu sehen was die Bewegungen seiner Muskeln
und der Ausdruck in den dunklen Augen, alles über seine Gefühle
verraten. Ich weiß, dass er es bemerkt und mich seinerseits
beobachtet um meine Gedanken zu ergründen.
"Du glaubst ich würde dich jetzt für irre halten oder
für gefährlich und dass ich Angst vor dir habe, stimmts?"
, frage ich ihn
geraderaus und sehe wie zur Bestätigung kurz Angst in seinem
Blick aufflackern. Die Angst wieder abgelehnt zu werden, wie schon
so viele Male zuvor. Ich kenne diese Angst nur zu gut.
"Aber das tue ich nicht... kein bisschen.", erkläre ich dann
sanft und kuschle mich wieder an ihn, auch wenn es sich immer noch
seltsam und zu persönlich anfühlt, weil wir uns um Grunde gerade erst
getroffen haben. Ich mag seine Nähe und ich fühle mich zum ersten
Mal seit langem wirklich wohl in der Gegenwart eines anderen Menschen,
habe das Gefühl ich selbst sein zu können.
Außerdem seit wann hast DU ausgerechnet ein Problem mit Körperkontakt?
Vorallem wenn man bedenkt was mit Charlie und Nick war...
, flüstert eine
boshafte Stimme in meinem Kopf.
"Du bist nicht schwach Thackery. Ganz und gar nicht. Sonst wärst
du längst abgehauen und hättest das kaputte Mädchen zurückgelassen,
wie alle..."
, ich breche ab, zu sehr dringt mein eigener Schmerz aus
meinen Worten.
Der Tod löscht eben doch nicht alle Spuren aus...
"Aber du hast dich nicht davon erschrecken lassen.", füge ich dann
hinzu und ein Lächeln huscht über mein Gesicht.


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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 6 Nov - 9:56

Während ich Emily von meinen Ängsten bezüglich
des Hatter berichte, mustert sie mich ganz genau.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jetzt noch etwas
mit mir zu tun haben will, immerhin bin ich quasi eine
tickende Zeitbombe. Und Emily bestätigt meine Vermutung
auch noch. Ich warte schon darauf, dass sie nun aufsteht und
mich hier alleine lässt. Immerhin kann man es mit jemandem wie
mir nicht aushalten. Die letzten Tage waren wirklich, trotz der Strapazen
und Schmerzen, die schönsten seit langem, zumindest seit Phoebe
verschwunden ist. Es ist okay, wenn ich nun wieder einsam bin.
Ich will gerade aufstehen und Emily in Ruhe lassen, als sie weiterredet.
Sie zerstreut meine Ängste und sagt, dass sie mich nicht fürchtet und sie
sucht sogar noch meine Nähe. Ich bin überwältigt und weiß nicht, was ich
sagen oder tun soll. Also lege ich einfach meine Arme um Emilys Rücken und
ziehe sie an mich, soweit das meine Verletzung zulässt.
Emily sagt, dass sie mich nicht für schwach hält. Sie sagt, dass ein schwacher
Mensch sie einfach hier im Krankenhaus zurückgelassen hätte und bezeichnet
sich selbst als kaputt und dass sie das schon oft erlebt hat, alleine gelassen zu
werden. "Du bist nicht kaputt, nur anders. Warum sollte ich mich davon abschrecken
lassen?"
ich merke, dass es Emily sehr Nahe geht, dass sie nie wirklich verstanden wurde
und ich kenne das Gefühl und die Blicke, an die sie nun denkt, nur allzu gut. Ich selbst
habe sie mein halbes Leben lang ertragen müssen und erst als ich auf Jareths Leute
traf hat sich das geändert und dann auch nicht für lange. Bei den Mall Rats wurde ich
von diesem Lex ganz offen so angesehen und ich kann mir vorstellen, dass andere
diesen Blick im Verborgenen auf mich gerichtet haben und was sie dabei über mich
gedacht haben. "Du bist was besonderes, Emily. Du bist nicht kaputt! Ich weiß nicht,
warum du anders bist als andere, aber das ist doch auch überhaupt nicht wichtig..."

ich breche ab und hole einmal tief Luft. "Ich.. ich... ich... mag... dich genau so, wie du
bist."

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 6 Nov - 21:19

Mein Herz setzt tatsächlich einen winzigen Moment aus.
Hat er tatsächlich gesagt, dass er mich mag?
Ich kann es fast nicht glauben. Natürlich habe ich schon
vorher zu hören bekommen, dass mich jemand liebt.
Allerdings war das jedes Mal nur leeres Gerede um mich
ins Bett zu bekommen. Geglaubt habe ich es sowieso nie
außer das eine Mal, als ER es zu mir gesagt hat.
Noch nie wurde ich mehr enttäuscht.
Aber bei Thackery klingt es anders. Es ist kein überschwänglicher
Liebesschwur, sondern einfach nur eine ehrliche Beschreibung
dessen was er für mich fühlt. Trotzdem drückt es so viel mehr
aus und das wichtigste ist, zu wissen, dass er mich so akzeptiert
wie ich bin. Das ist so viel bedeutender als man denkt.
"Ich bin kaputt, aber du... du akzeptierst mich so wie ich
bin und noch mehr, du siehst mich als Ganzes, nicht nur die einzelnen,
verstreuten Scherben."
, flüstere ich leise und vergrabe mein
Gesicht in seinem T-Shirt, atme seinen Duft ein.
"Ich mag dich auch. Gerade weil du anders bist.",
füge ich dann fast unhörbar hinzu.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do 6 Nov - 21:52

Emily vergräbt ihr Gesicht in meinem Shirt.
Jetzt kann sie bestimmt meinen schnellen
Herzschlag hören, denke ich. Es erleichtert
mich, dass sie sagt, dass sie mich auch mag
und das obwohl wir uns eigentlich erst seit
ein paar Stunden kennen. Ob sie sich vielleicht
doch unterbewusst an das erinnert, was wir beide
hier im Krankenhaus schon erlebt haben? Möglich
wäre es durchaus, was auch das vertraute Gefühl
erklären könnte, das sie ja empfinden muss, um jemanden
zu mögen. Immerhin passiert so etwas ja nicht von gleich
auf jetzt. Es ist schön zu wissen, dass man mit seinen
Gefühlen nicht ganz alleine ist und endlich fühle ich mich
sogar verstanden. Ich fühle mich mehr verstanden als
durch Phoebe, auch wenn sie so intelligent ist und bestimmt
vieles versteht, so konnte sie nie wissen, wie es ist, wenn einen
die Leute für verrückt halten. Doch Emily hat dafür ein ganz
anderes Verständnis. Sie weiß selbst, wie das ist. Ich halte Emily
ganz fest in meinen Armen und atme gleichmäßig aus und ein.
Ich genieße einfach den Moment und bin ausnahmsweise dankbar
über die Funkstille die gerade in meinem Kopf herrscht.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 7 Nov - 19:31

Es ist ein überwältigendes Gefühl so im Arm gehalten zu werden.
Als wäre ich ein kleines Kätzchen, das man beschützen will.
So hat mich noch nie jemand gesehen und auch wenn es stimmt,
dass ich gut alleine klar komme, war es meist weil ich es musste,
weil Niemand da war der mich beschützen wollte oder konnte.
Manche waren so sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt,
dass sie mich kaum wahrgenommen haben, den anderen war ich
dagegen einfach nur gleichgültig. Aber ihm bedeute ich etwas,
und was noch viel schöner ist, er bedeutet mir ebenso viel.
Im Raum ist es nun ganz still, nur unsere regelmäßigen Atemzüge
sind zu hören und der schnelle Schlag unserer Herzen.
Normalerweise hasse ich die Stille und kann es kaum ertragen,
aber mit Thackery ist es eine ganz andere Art von Stille.
Sie bedeutet Sicherheit und Vertrauen.
Irgendwann werde ich ihm alles erzählen müssen. All die Dinge die
in meinem Leben falsch gelaufen sind. Aber nicht jetzt. In diesem
Moment ist nur Platz für uns Beide und die beruhigende Wärme
unserer beider Körper.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr 7 Nov - 21:39

Emily schweigt und auch ich will das Gefühl, das meinen
Körper gerade durchströmt nicht durch Worte zerstören.
Also lehne ich einfach meine Wange gegen Emilys Haare
und genieße schweigend. Sie mag mich auch! so langsam
realisiere ich das Ausmaß der Worte, die bisher noch nicht
einmal Fleur zu mir gesagt hatte. Wir waren Freunde, doch
dass sie mich wirklich mag, das hat sie mir nie gesagt. Emily
ist der erste Mensch überhaupt, der mir das so direkt gesagt
hat. Ich halte Emily automatisch noch ein Stückchen fester.
Der Gedanke, dass ich sie irgendwann wieder loslassen muss
hat in diesem Moment etwas grausames an sich, fast schon
schmerzhafte Züge. Ich ziehe meine Beine mit aufs Sofa und
winkle sie an. Emily lasse ich dabei nicht los. Aber so ist das ganze
angenehmer für meine Seite. Ich bin einfach sprachlos und weiß
nicht ob man in so einem Moment überhaupt etwas sagt. Ob es
überhaupt die richtigen Worte für so einen Moment gibt.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 21:28

Während ich diesen Moment voll auskoste, schleicht sich ein
anderer, beunruhigender Gedanke in meinen Kopf.
Was ist mit der anderen? Mag er sie genauso? Aber wenn
das so ist, wie soll das funktionieren?
Denn immer mehr
fühle ich mich so als ob ich meinen Körper mit IHR teilen muss.
Sie ist nicht ich. Wir haben nichts miteinander zu tun.
Es ist eher wie bei Kindern die sich ein Spielzeug teilen müssen.
Montag, Dienstag und Mittwoch bekomm ich meinen Körper...,
denke ich sarkastisch und bin gleichzeitig verzweifelt, weil ich
nicht will, dass sie ihn mir wegnimmt. Womöglich ist sie auch
noch ein viel besserer Mensch als ich. Früher hatte ich eher
selten Konkurrenz, weil mit mir die meisten nicht mithalten konnten.
Und wenn doch, dann war es mir egal, nur ein kleiner Fisch, der
dieses Mal eben im Netz einer anderen gelandet ist.
Bei Thackery ist der Gedanke ihn an ein anderes Mädchen zu
verlieren, das blöderweise auch noch meinen eigenen Körper
infiltriert, einfach nur unterträglich für mich. Doch was soll ich nur
tun? Ich weiß nichts über sie und auch nicht wie ich sie loswerde.
Oder sie mich...
Die Antwort ist vermutlich nur an einem Ort zu finden.
"Wir müssen meine Patientenakte finden...", murmele ich
leise, immer noch fest an Thackery gedrückt.
"Ich muss wissen wer ich bin."

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 22:06

Ich kann Emilys Herzschlag an meiner Brust spüren und
mit Erstaunen stelle ich fest, dass unsere beiden Herzen
in Einklang schlagen. Es ist ein unglaublich schönes und
gleichzeitig auch befreiendes Gefühl. Das wirst du mir nicht
kaputt machen können! Dieses Mal nicht! Ich gebe nicht auf,
niemals lasse ich zu, dass du das z1erstörst!
es ist eine
Kampfansage an mein eigenes Ich, an einen Seelensplitter meiner
selbst, doch es fühlt sich richtig an. Dieses Mal darf ich nicht versagen,
nicht auch nur für eine Sekunde schwach sein. Ich muss meinen inneren
Dämonen bekämpfen und darf nicht zulassen, dass er dieses Mal gewinnt.
"Was?", frage ich etwas verwirrt, als ich wahrnehme, dass Emily mit mir
gesprochen hat. "Ja... deine Krankenakte... ähm sie befindet sich glaube
ich im Büro einer gewissen Dr. Amelie Jake. Wir... ähm Emily Harris und ich,
wir haben eine Notiz am Empfang gefunden."
erkläre ich Emily, was ich mit
ihrem anderen Ich herausgefunden habe. "Wir waren am Büro, aber da ist
ein Zahlenschloss... den Code kenne ich nicht. Emily kannte ihn auch nicht."

für mich ist es nicht seltsam so über Emilys zweite Seite zu sprechen, doch für
sie dürfte es sich ziemlich schräg anhören, vermute ich.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 22:18

Es ist seltsam meinen Namen zu hören und doch zu wissen,
dass er zu jemand anderem gehört. Ich versuche es mir nicht
anmerken zu lassen. Er kann ja nichts dafür.
"Hmm... da ich mich nicht erinnern kann je hier gewesen
zu sein, kann ich mich auch an keinen Code erinnern.
Ich frage mich aber schon warum sie es nicht einfach nur mit
einem normalen Schloss versehen haben."
, sage ich.
Die ganze Sache kommt mir irgendwie seltsam vor.
Erinnert fast an einen Hochsicherheitstrakt. Das Problem ist,
dass ich technisch nicht gerade bewandert bin und ich daher
keinen Kniff kenne um das Schloss außer Gefecht zu setzen.
Warscheinlich wird uns nichts anderes übrig bleiben als auszuprobieren.
Ich seufze leise.
"Wenn nicht doch einem von uns Vieren ein Geistesblitz
kommt, dann müssen wir wohl einfach auf Gut Glück raten,
bis wir den Code finden."
, erkläre ich Thackery und streiche
ihm eine Haarsträhne aus der Stirn.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 22:32

"Ich bin auch nicht gerade gut darin irgendein Schloss
zu knacken.",
gebe ich zu. Da spielt es für mich keine Rolle
ob es elektronisch oder mechanisch funktioniert. Ich muss
leise lachen, als Emily von uns Vieren spricht. "Naja genau
genommen sind es sogar fünf von uns."
sage ich mit einem
mehr als schiefen Grinsen, als sie mir eine Haarsträhne aus
dem Gesicht streicht. "Sam, Thackery und der Hatter...
alle drei sitzen in gewisser Weise vor dir."
sage ich leise.
Auch wenn Emily bisher alles mehr als gut aufgenommen hat,
was ich gesagt habe, bin ich mir doch nicht sicher, wie sie das
ganze nun aufnehmen wird, auch wenn ich mir jetzt nicht so
große Sorgen mache, wie vor einigen Minuten noch.
"Keine Sorge... eigentlich stellt nur der Hatter ein Problem dar."
füge ich noch hinzu. Ich genieße das kribbelige Gefühl, dass Emilys
Hand auf meinem Gesicht zurück lässt und meine Stirn drückt
sich fast wie automatisch in ihre Handfläche, um sie daran zu hindern,
damit aufzuhören.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 22:53

"Na das sind ja schon fast genug für eine richtige Party."
antworte ich lachend. Mir lag eine eher unanständige Bemerkung auf
der Zunge, doch die schlucke ich lieber wieder hinunter, weil ich ihn
nicht verunsichern will. Außerdem hat er mit sich und den anderen
die in ihm drin stecken, schon genug Probleme, das spüre ich.
Und im Grunde geht es mir ja genauso, nur mit dem Unterschied,
dass ich dieses andere Ich nicht kenne.
Als ich ihm die Strähne aus dem Gesicht streiche, drückt er sich mir
geradezu entgegen, wie ein verschmuster Kater. Ich muss lächeln bei
dem Vergleich, aber es macht mich ziemlich stolz. Dass ich es bin,
die das bei ihm auslöst, diese Sehnsucht. Zum ersten Mal stelle ich
fest wie sehr sich das von der Gier unterscheidet, die ich sonst
selber empfunden habe und die in den Augen der Jungs stand mit
denen ich mich einließ.
Langsam beuge ich mich zu ihm und berühre seine Lippen sanft mit
den meinen. Ganz vorsichtig. Als sie sich wieder lösen, fühle ich immer
noch ein leises Knistern, das zwischen uns schwebt.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 23:09

Emilys Bemerkung über meine kleine Korrektur räumt auch
meine letzten Bedenken vollständig aus. Ich fühle mich einfach
von ihr verstanden und das Gefühl macht mich irgendwie
wunderbar leicht. Emilys Hand bleibt tatsächlich dort wo sie
gerade noch die Haarsträhne gewesen war. Ich sehe in Emilys
große, grüne Augen und stelle zum ersten Mal fest, dass sie wirklich
schön sind. Ihr Gesicht kommt langsam näher und plötzlich spüre ich
ihre weichen Lippen auf meinen. Es ist nur eine kurze, vorsichtige
Berührung und trotzdem scheint sie meinen ganzen Körper zu elektrisieren.
Meine Lippen kribbeln als würden tausend Ameisen darüber spazieren
Mit zittrigen Händen ziehe ich Emily wieder ein Stück näher, um sie noch
einmal zu küssen, mich zu vergewissern, dass das gerade wirklich passiert
und nicht einfach nur Teil meiner lebhaften Fantasie ist.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa 8 Nov - 23:24

Einen Moment lang sehen wir uns nur an und versuchen die
Gedanken des anderen zu ergründen.
War ich zu schnell? Ist es ihm vielleicht einfach zu viel?
Wir kennen uns ja gar nicht... doch eigentlich kennen wir
uns, besser als ich andere nach Jahren gekannt habe.

Während ich mich noch in seinen dunklen Augen verliere,
umfassen seine schlanken Hände mein Gesicht und ziehen
es wieder zu sich, damit sich unsere Lippen erneut begegnen
können. Meine Zweifel ob es richtig gewesen ist, sind nun
wie fortgewischt und ich überlasse mich ihm vollkommen.
Die Hitze seines Körpers überträgt sich auf mich und mein
Herz schlägt mir bis zum Hals, da jede Berührung von ihm
einen Stromstoß durch mich schickt. Ich schlinge die Arme
um seinen Hals und grabe meine Finger in sein Haar.
Alles was ich jetzt möchte, ist ihm so nah wie möglich zu sein
und das ist weniger ein körperliches als ein seelisches Bedürfnis.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So 9 Nov - 9:55

Der zweite Kuss löst ein nicht weniger berauschendes
Gefühl in mir aus. Meine Gedanken sind wie leergefegt
und ich bin nur noch Gefühl. Mein Herz schlägt so schnell
wie die Flügel eines Kolibris. Emilys Hände vergraben sich in
mein Haar und sie zieht mich näher an sich. Ich schlinge ihr meine
Arme um den Rücken und ziehe sie auf meinen Schoß.
Erst als meine Lungen brennen und ich feststelle, dass ich wohl
beim Küssen vergessen habe, zu atmen, löse ich den Kuss und
lächle Emily schüchtern, aber glücklich an. Ich streiche ihr ebenfalls
eine Haarsträhne aus dem Gesicht und bewundere es im Licht
der Nachmittagssonne, die durch die große Fensterfront herein scheint.
Betrachte es nur ganz genau... präge es dir ein, das was ich dir
wegnehmen werde...
es ist nur ein Flüstern in meinem Kopf, doch
es lässt mir alle Haare zu Berge stehen. Natürlich habe ich mit einer
gehässigen Bemerkung Seitens des Hatters gerechnet, doch ich hatte gehofft
einfach noch eine Weile genießen zu können. ...Stück für Stück werde ich
sie zerstören, bis nichts mehr übrig ist, was du lieben kannst! Sie ist nicht
Alice!
Ich versuche ihn mit aller Kraft zum Schweigen zu bringen und
er verstummt tatsächlich wieder. Trotzdem bleibt das Gefühl der Angst,
das sich bei seinen Worten mit seinen kalten Fingern um mein aufgeregtes
Herz geschlossen hat. Ich bin hin und her gerissen zwischen dem was ich
will und der Gefahr die ich selbst für Emily darstelle. Die Drohung des
Hatters war unmissverständlich und ich weiß nicht, ob ich ihn daran
hindern kann. "Emily... Es tut mir leid... ich kann das nicht." flüstere
ich leise und weiß, dass meine Worte sie verletzen werden.

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