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 Treppenhaus blaues Haus

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Kaze*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Fr 12 Jun - 20:17

Noch immer stehe ich alleine im Treppenhaus und frage mich was Keoni so lange macht. Er antworte mir auch nicht
auf mein verunsichertes "Keoni?" alles was ich höre sind Schritte, doch die kommen nicht aus seiner Wohnung, sondern
von gegenüber. Meine Nervosität wandelt sich langsam in eine leichte Panik. Ich kenne hier ja niemanden und weiß
nicht wie die Bewohner so drauf sind. Wie angewurzelt stehe ich auf der Stelle und blicke dorthin wo Keoni eigentlich
jetzt auftauchen müsste. Er scheint mir jedoch nicht den Gefallen zu tun, dabei klang es zunächst so als wäre er
gleich hinter mir. Eine gefühlte Ewigkeit warte ich nun schon.

Die Stimmen von unten, aus der Eingangshalle werden deutlicher und ich höre Schritte. Ich versuche meine Panik
herunter zu schlucken aber es gelingt mir nicht. Im Gegenteil im jedem Schritt auf den Stufen steigert sie sich
mehr und mehr. Das es dunkel ist und nur wenig Licht durch die Fenster im Treppenhaus fällt macht es mir nicht
wirklich leichter. Es ist der reinste Nervenkitzel, im negativen Sinn. Kurz darauf nehme ich die Frauenstimme war,
die ihren Begleiter Bray oder so nennt und sich bei ihm erkundigt wer da spricht. Verwirrt und panisch stehe ich
da, die Beiden sind die einzigen hier die nicht allein sind. Es wäre eine Beruhigung für mich, wäre Keoni bei mir
und würde mit mir reden. So würde er mir wenigsten zum Teil meine Panik lindern. Nur stehe ich schon Minuten
lang allein hier im halbdunklen.

Am liebsten würde ich sofort wieder in der Wohnung verschwinden. Doch ich stehe wie versteinert da und harre
dem was da auf mich zukommt. Meine Füße bewegen sich weder vor noch zurück, ähnlich wie bei Tieren die
sich tot stellen. Ich befürchte jedoch, dass es mir im Notfall nicht helfen wird.
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Bray*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 16 Jun - 22:37

cf: Eingangshalle Blaues Haus

Gemeinsam gehe ich mit Julez die Treppen zu meinem Stockwerk wieder nach oben. Ich fühle Julez' Blick auf mir und erwidere diesen. Sie schaut besorgt aus, ihre Augen sind sanft, hoffnungsvoll und verletztlich zugleich. Draußen auf der Straße wäre sie ein leichtes Opfer für jemanden gewesen, der ihre Situation erkannt und ausgenutzt hätte. Die junge Frau hakt nach, ob alles okay sei, da meine Gedanken sich wohl auf meinem Gesicht wiedergespiegelt haben. Die fremden Stimmen bringen Julez jedoch aus dem Konzept, so dass sie zunächst, weil ich nicht sofort antworte, an ihre Worte anfügt, ob sie mir vertrauen kann. Ich wünschte, ich könnte ihr ein klares Ja geben, doch es liegt nicht an mir, ihr zu helfen, nicht wo ich mit meinen eigenen Problemen rund um Amber und Lia so ausgelastet bin, dass ich Julez' nicht so gerecht werden könnte, wie es ein Mensch, der neu in der Stadt ist und wahrscheinlich auch einiges durchlebt hat, verdient hat. Darum hoffe ich, dass meine Nachbarn nette Leute sind, die sich ihrer annehmen, ihr einen Platz geben können, an dem sie ein Heim finden und sicher sein kann. Als wir jedoch den Absatz des ersten Geschosses erreichen, steht ein Junge vor uns, der uns ansieht, als kämen wir von einem anderen Planeten und wollten ihn jeden Moment in unser Raumschiff entführen. Er ist ziemlich blass im Gesicht, als hätte er sich ziemlich stark erschrocken, dabei muss er doch wissen, dass noch andere Leute mit im Haus wohnen, oder?
Julez tritt neben mich und wir beide gucken unser Gegenüber verwundert an.
"Oh, hallo. Geht's dir gut? Wir wollten dich nicht erschrecken. Ich bin Bray, ich wohne in der Wohnung gegenüber von deiner. Das ist meine Bekannte Julez. Und wie heißt du?", entscheide ich mich dafür, die Situation zu entschärfen und ihm zu vermitteln, dass er sich vor nichts fürchten muss. Dabei gibt es in diesem Haus nichts, das einen Anlass dafür geben würde. Wie Einbrecher oder ein feindlicher Tribe haben Julez und ich uns doch bestimmt nicht angehört, oder?
Im Augenwinkel sehe ich, wie die Tür meiner Wohnung immer noch offen steht, da ich sie in meiner Eile nicht geschlossen habe und außerdem in Rufweite sein wollte. Im Flur steht eine Person, es ist Amber. Ich drehe meinen Kopf in ihre Richtung und sehe, dass sie fragend zu uns schaut. Es ist allmählich immer heller geworden, sodass das Licht des neuen Tages durch die Fenster in das Treppenhaus scheint. Amber wird bald zurück in die Mall gehen, zusammen mit unserem Sohn...doch womöglich...kann sie Julez mitnehmen? Im Einkaufszentrum gibt es genug Läden, in denen die junge Frau unterkommen könnte und im Schutz der Mall Rats hätte sie eine Möglichkeit, besser in der Stadt anzukommen, ob sie sich dem Tribe nun anschließen wird oder nicht. Doch so wüsste ich sie sicher in guten Händen und sie hätte Ansprechpartner was wichtige Orte in Auckland angeht, womöglich sogar jemanden, der sie herumführen könnte und sich mit ihr anfreunden würde. Die Idee beginnt mich zu begeistern. Vielleicht bin ich auch zu euphorisch. Einen Versuch ist es wie immer allerdings wert. So wie der junge Mann vor uns aussieht, scheint er zumindest kein guter Kandidat dafür zu sein, um dabei zu helfen, eine Wohnung für Julez zu finden, sondern könnte wohl selbst gut eine Portion Mut gebrauchen. Ich warte geduldig auf das, was er sagen wird, da ich es trotz allem wichtig finde, gut mit den Menschen, mit denen ich unter einem Dach lebe, auszukommen und das nur passieren kann, wenn man aufeinander zugeht.
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Kaze*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Do 18 Jun - 11:00

Erstarrt vor Nervosität und steigender Panik stehe ich da. Die Schritte kommen näher und näher. Auf die Frage des
Mädchens reagiert der Junge, den sie Bray genannt hat, gar nicht. Jedenfalls höre ich nicht, dass er etwas gesagt hat.
Ich schlucke. *Was hat das nur zu bedeuten? Sicher nichts Gutes.* Wie verwurzelt harre ich dem, was da auf mich zu
kommt. Aber das ist nicht das Einzige was meine Anspannung wachsen lässt. Schräg hinter mir höre ich Schritte und
Stimmen, sie gehören einer Frau und einem Kind. Die Geräusche dringen aus der Wohnung, deren Tür nur leicht
angelehnt ist. *Eine Frau die ein Kind hat wird doch nett sein oder?* frage ich mich.

Langsam dämmert es und das Lichtverhältnis im Treppenhaus verbessert sich. Ich frage mich wo Keoni so lange
steckt. *Vielleicht ist er auch gestürzt oder sonst irgendwas. Aber eigentlich müsste ich das doch gehört haben.
Vielleicht ist er auch nur übermüdet weggenickt und hat mich deshalb nicht gehört.*
Kurz wende ich mich zur
Wohnungstür, noch immer keine Regung von ihm. Als ich wieder Richtung Treppe schaue, stehen die Beiden, die
ich zuvor nur gehört habe, mir gegenüber. Sie wirken irritiert, nur kann ich so gar nicht einschätzen warum. Eigentlich
rechne ich schon mit dem Schlimmsten, bis der junge Mann mich anspricht. Er meint sie wollten mich nicht erschrecken
und er fragt ob es mir gut geht. Anschließend stellt er sich vor und meint er lebt in der Wohnung schräg hinter mir.
*Vielleicht gehören die Frau und das Kind da drin zu ihm. Und vielleicht ist er ein freundlicher Familienvater.* schießt
es mir durch den Kopf. Die Frau neben ihm, die er als Julez vorstellt, hat er jedenfalls erst kennen gelernt, dass habe
ich ansatzweise mitbekommen. Auch sie scheint sich unsicher über die Situation zu sein.

Eine ganze Weile starre ich die Beiden nur an, unsicher was ich antworten soll. Mal ganz davon abgesehen, dass ich
mich frage ob sie mich überhaupt verstehen werden. Ganz langsam setze ich an "I... ich.... ja... d... denke... ich..."
Ich atme kurz durch bevor ich weiter versuche "Ich b... bin... nur... zu Be... Besuch..." dabei denke ich gerade daran,
dass Keoni mir angeboten hat hier zu bleiben, jedenfalls für eine Weile. Eigentlich habe ich ja bereits ein Zimmer, im
Krankenhaus. *Wobei ich mich frage wer da noch lebt, das Chaos hat vieles verändert und seit diesem einen Vorfall war ich
nicht mehr dort. Ich hatte seine Anwesenheit einfach nicht mehr ausgehalten. Warum hatte er mich auch einfach geküsst,
wenn er nicht so ist. Hat er sich einfach nur einen schlechten Scherz erlaubt?*
Für einen kurzen Moment versuche ich die
Gedanken von mir abzuschütteln, schließlich bringt es mir nichts weiter darüber nachzudenken, und beantworte Brays
letzte Frage "I... ich b... bin Ka... Kaze..." Mein Spitzname dürfte ihnen reichen. Nur wenige wissen meinen richtigen Namen.
Wahrscheinlich nur Nicolas und Rayenne sehen mich wie ich bin, obwohl sie ihn wissen. Ungern möchte ich in eine Schublade
gesteckt werden, nur wegen meiner Herkunft oder dem was ich fühle.

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Do 18 Jun - 20:40

Zusammen mit Bray laufe ich die Treppen nach oben. Ich versuche dicht hinter ihm zu bleiben um in den Schutz seines Rückens zu beanspruchen.
Schutz? Ob er mich beschützen würde? Wer weiß das schon.
denke ich kurz nach. Mein Gesicht ist blass und wirkt erschöpft.
Auf meine Frage ob ich ihm vertrauen kann antwortet Bray mir nichtmal.
Wieso antwortet er nicht? Ich bin mit ihm mitgegangen, könnte er mir nicht wenigstens etwas Sicherheit geben? Auch auf meine Frage was das für ein Geräusch ist gibt er mir keine Antwort. Ich bin verunsichert, ob er mit seinen Gedanken vieleicht ganz wo anders ist? Da wird mir wieder klar das es verdammt gefährlich ist auf dieser Welt jemanden Vertrauen zu schenken.

Langsam wird es hell draußen, ich blicke die Treppe hinab. Ich könnte auch einfach wieder gehen! Ich wäre zwar wieder allein doch vieleicht auch sicherer als hier! Wer weiß was hier noch alles passieren würde! Ich bin müde, so müde das ich nicht mal weiß wie lange ich schon wach bin. Das einzigste was mich wach hält ist diese Angst, diese verdammte Angst sich nirgends sicher fühlen zu können!

Als wir im ersten Obergeschoss ankommen und ich neben Bray trete steht vor uns ein junger Mann! Ich weiß nicht wie ich auf ihn reagieren soll, wie angewurzelt bleibe ich stehen. Mit großen Augen schaue ich ihn an. Ob Bray ihn wohl kennt?
Ich hoffe nur Bray sagt jetzt irgendwas, denn ich würde in dieser Situation niemals einen Ton rauskriegen.

Bray begrüßt den Jungen mann und erkundigt sich ob es ihm gut geht! Er sieht auch nicht besser aus als ich, hätte ich nun einen Spiegel dabei könnte ich wahrscheinlich besser feststellen wer von uns die blassere Gesichtsfarbe hat.
Bray stellt uns beide kurz vor und erklärt das er in der gegenüberliegenden Wohnung wohnt.
Er starrt uns an! Mir wird die Situation unangenehm. Ich wende meinen Blick von ihm und schaue auf den Boden... Mein Herz pocht vor Aufregung, ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Am liebsten würde ich verschwinden. Doch ich habe das Gefühl mich nicht bewegen zu können. Und selbst wenn könnten Sie mir auch hinterher laufen, ich hätte doch niemals eine Chance zu entkommen.
Plötzlich fängt der Fremde an zu sprechen, er klingt sehr nervös und hat Probleme die richtigen Worte zu finden, was ich irgendwie verstehen kann. Er erklärt das er hier nur zu Besuch ist. Kurz schaue ich vom Boden hoch und erhasche einen Blick auf den Fremden. Er sieht nachdenklich aus. Auf Brays Frage hin wie er heißt stellt er sich und stotternd als Kaze vor!
Ich schaue Bray an und bemerke das er zu der Wohnungstür schaut, die etwas geöffnet ist. Dies müsste ja seine Wohnung sein.
Ich kann erkennen das dort eine Frau steht, ob das Brays Freundin ist? Er hat sie nie erwähnt seit ich ihn hier getroffen habe!
Dann höhre ich Laute eines Kindes. Es ist verdammt merkwürdig, aber so bald ich Kinder oder Babys sehe, muss ich an mein kleines denken. Mein kleines das nun im Himmel lebt und das nur weil es jemand nicht haben wollte.
Schon das Baby in der Roadbar hatte mich an meins erinnert. Ob ich wohl eine gute Mutter geworden wäre? Tränen schießen in meine Augen, jetzt ist der Moment gekommen wo ich nicht mehr kann. Mir ist alles egal, selbst das ich müde bin. Diese ganzen Fremden Leute um mich herum, das ist mir einfach alles zu viel. Ich lasse mich auf den Boden sinken und kann nicht mehr aufhören zu weinen. Ich möchte am liebsten alles vergessen, alles was bis jetzt passiert ist! Ich möchte nach Hause, wenn ich denn ein zu Hause hätte.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Fr 19 Jun - 14:58

Der junge Unbekannte braucht eine kleine Zeit lang, um sich zu fangen, von was auch immer ihn belastet. Bis er dazu in der Lage ist, halbwegs zu antworten zumindest. Denn seine Worte, die er zusammenzukratzen scheint, als würde alles auf die Goldwaage gelegt werden müssen, um keinen Fehler zu machen, der ihn ins Verderben stürzen könnte, kommen nur gebrochen hervor. Es ist kein richtiges Stottern, dem eine Krankheit zugrunde liegen könnte, eher scheint der Junge so viel Panik vor allem zu haben, dass er, stößt er auf jemand Neues, von dieser regelrecht gefangen genommen wird. Ich frage mich, was dazu geführt hat, dass er so geworden ist. Ob er wohl auch ein Sklave eines Tribes gewesen ist, in dem er Geschehnisse mit ansehen musste, die ihn für sein restliches Leben verfolgen. In mir kommt auf, dass ich auch so hätte enden können eines Tages bei den Technos. Man kann so standhaft sein wie man möchte, aus ihren Maschinen entkommt man nicht und sie können machen, was sie wünschen. Aus dem gnadenlosen Hünen, der jeden hemmungslos niedergemetzelt hätte, wenn es sein muss, zu einem Schoßhündchen, einer Witzfigur, von der lediglich das Äußere am Schluss noch verraten könnte, was man in ihm gesteckt hat.
Darauf ansprechen werde ich den Fremden, der sagt, er sei zu Besuch hier, aber sicher nicht. Den Finger auf Wunden legen, deren Ausmaß man nicht kennt, ist mehr riskant als hilfreich. Und vielleicht steht derjenige, aus dessen Wohnung mein Gegenüber, das sich als Kaze vorstellt, herausgekommen ist, schon längst bei seinen Ängsten bei und hilft ihm, mit der Vergangenheit zurechtzukommen.
Kaze scheint einen Moment lang nachdenklich, ich blicke ihn dagegen weiterhin freundlich an. Schenke ihm ein Lächeln.
"Freut mich trotzdem, dich kennen zu lernen, auch wenn du nicht hier wohnst. Falls du öfter zu Besuch bist, laufen wir uns bestimmt noch mal öfter über den Weg", meine ich nett. Ein Geräusch aus meiner Wohnung lenkt dann meine Konzentration auf sich. Hier ist es laut und deutlich zu hören, das Weinen eines Kindes, bei dem es sich nur um meinen Sohn handeln kann. Alarmiert blicke ich auf meine halb geöffnete Tür, doch Amber reagiert bereits, verlässt den Flur und kurz darauf verstummt der Schrei unseres Jungen. Ich entspanne mich etwas.
"Entschuldigt. Mein Kind ist wohl gerade wach geworden, ich..."
Weiter komme ich nicht, denn Julez wird schlagartig schnell fast noch blasser als Kaze, als würde ihr übel sein. Schockiert und mit unedlich traurigen Augen schaut sie auf meine Wohnungstür, hinter der sich irgendwo Amber, Bray jr. und Lia befinden. Tränen bahnen sich ihren Weg über die Wangen der jungen Frau, dann beginnt sie zu wimmern, nur leise aber schwach und lässt sich auf den Boden fallen. Ich kann nicht ahnen, was die Gründe für ihren zweiten Zusammenbruch sind, darum komme ich mir hilflos vor, doch scheue nicht davor zurück, in die Hocke zu gehen, um wieder auf einer Augenhöhe mit Julez zu sein. Leider habe ich kein Taschentuch, nichts hier draußen, dass ich ihr anbieten könnte, außer meinen Trost.
Habe ich in der Eingangshalle unten noch davor zurückgeschreckt, ihr zu nahe zu treten, ziehe ich sie nun aus einem spontanen Impuls heraus, der sich als das einzig Richtige anfühlt, in meine Arme.
"Hey, was ist denn los? Alles wird gut, du bist nicht allein und ich verspreche dir, dass du...mir vertrauen kannst. Ich werde dafür sorgen, dass du keine Angst mehr haben brauchst und einen Sicheren Platz finden kannst, an dem dir niemand was zu leide tun kann", murmele ich beruhigend und umso mehr stärkt sich mein Entschluss, sie mit zu den Mall Rats zu schicken, sofern sie damit einverstanden ist. Mit einem Tribe konfrontiert zu sein, in dem einen nicht unbedingt jeder mit offenen Armen empfangen wird - immerhin kenne ich Lex und weiß, wie unter anderem er sein kann, wenn er schlechte Laune hat - ist eine Herausforderung, aber kommt Julez mit Amber, hat sie eine gute Chance, willkommen aufgenommen zu werden und jemanden zu finden, dem sie sich anvertrauen und in dem sie einen Freund finden kann. Eine Person, die sie stützt, so wie Kaze sie offensichtlich auch nötig hat, nur liegt es nicht an mir, das zu ergründen.
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Kaze*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Fr 19 Jun - 23:08

Während die Blonde mich und die gesamte Situation nur schweigend beäugt, geht der junge Mann auf mich ein.
Er wirkt nett. Doch der erste Eindruck könnte auch täuschen. Nur weil ich bisher Glück gehabt habe mit meinen
Bekanntschaften heißt es ja noch lange nicht das es immer so sein muss. Das was Bray zu mir sagt klingt zumindest
nett. Auch wenn ich nicht weiß ob es ernst meint, dass er sich freut mich kennen zu lernen. Es kann auch nur eine
allgemeine Floskel sein, so wie es auch früher üblich war. Unsicher lächle ich, bevor ich wieder kurz zur Wohnung von
Keoni schaue. Gern währe ich öfter hier, nicht nur weil er jemand ist bei dem ich mich wohl fühle, auch weil ich nun
weiß das Nicolas hier lebt. "Ja... vie... vielleicht." meine ich nur kurz.

Langsam mache ich mir so wirklich Sorgen um Keoni. So wie ich ihn kennengelernt habe, passt es nicht zu ihm
jemanden  allein zu lassen. Er ist der typische große Bruder, so wie es meiner einst vor dem Virus war. Er macht sich
immer Gedanken um seine Geschwister und würde sie gern vor allem Übel der Welt schützen. Jedenfalls schätze ich ihn
inzwischen nach unseren Gesprächen und seinen Sorgen so ein. Unentschlossen stehe ich vor den Beiden und überlege
wieder zurück in die Wohnung zu gehen, um zu sehen was mit Keoni los ist.

Bray meint, dass es sein Kind im Hintergrund war. Es ist also wie ich es vermutet habe, er ist Vater. Es passt zu ihm
denke ich. Julez hingegen scheint noch abwesend als zuvor. So als würde sie in etwas abdriften was vergangen oder
ihr fern ist. Ich kann nicht einschätzen was es ist, schließlich kenne ich sie noch überhaupt nicht. Sie wirkt auf mich
nicht wie ein schlechter Mensch, im Gegenteil viel mehr als hätte sie in den letzten Jahren viel durchgemacht. Aber das
haben im Vergleich zu mir sicher die meisten. Ich hingegen bin nur in meinem zu hause vereinsamt, was für meine
Schüchternheit und fehlende Selbstsicherheit  nicht sonderlich förderlich war, aber vielleicht ändert es sich irgendwann.
Ich gebe mir jedenfalls Mühe.

Da ich die Beiden nicht weiter aufhalten möchte und weil ich mir wirklich Sorgen mache entschließe ich mich wieder zurück
in die Wohnung zu gehen. Vielleicht ist ja wirklich etwas passiert und ich habe es nicht mitbekomme. Ich würde mir es nicht
verzeihen ihm nicht geholfen zu haben. "Bis... dann..." meine ich nur knapp mit einem schüchternen
Lächeln, bevor ich dabei bin die Tür zu öffnen. Plötzlich bewegt sich die Tür und mir bleibt vor Schreck fast das Herz stehen.

-

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Zuletzt von Kaze* am Do 25 Jun - 19:07 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Sa 20 Jun - 1:15

Weinend sitze ich auf dem Boden, am liebsten möchte ich hier weg. Mir kommt es so vor als würde sich grade ein Film vor meinem Auge abspielen.
Was habe ich hier nur getahn? Ich hätte gar nicht her kommen dürfen
Die tränen laufen über mein Gesicht, ich kann sie einfach nicht zurück halten. Minuten lang starre ich auf die Tür aus der die Kinderlaute kamen. Ich bekomme gar nich mehr mit was um mich herum passiert. Meine Augen sind weit aufgerissen. Ich fühle mich schlapp und leer, als ob das Leben keinen Sinn mehr macht.
Warum nur? Warum hat er es mir weg genommen
Ich fühle mich als würde ich niemals darüber hinweg kommen.
Plötzlich merke ich wie mich jemand in den Arm nimmt, doch ich kann gar nicht so richtig verstehen was hier grade passiert.
Verwirrt schaue ich nach oben während die Tränen noch lautlos aus meinen Augen kullern.
Wo ist der Fremde junge Mann hin? Er war doch grade noch da! Habe ich mir das nur eingebildet?
Ein paar von Brays Worten sickern zu mir durch. Er sagt etwas von einem sicheren Platz wo ich keine Angst haben muss! Hat er grade gesagt es wäre sein Sohn? Ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Würde er mich verstehen? Ihm alles zu erklären was ich in diesem Moment fühle kann ich nicht, dafür kenne ich ihn zu wenig.
Ich weiß nicht was ich sagen soll. Aufstehn kann ich jetzt nicht, ich habe grade keine Kraft dazu. Ich fühle mich kalt und leer. Entsetzt starre ich Bray an, wieso macht er das? Er kennt mich doch gar nicht. Ich versuche mich aus seiner Umarmung zu lösen, was mir auch gelingt. Kauere mich auf dem Boden zusammen und Winkel meine Beine an, wärend meine Hände meinen Bauch berühren. Noch einmal starre ich zur Wohnungstür. Dann schaue ich Bray mit tränenunterlaufenden Augen an: "Es ist weg, er hat es mir weggenommen! Warum nur?"
Warum hat das Kind aufgehört zu weinen? Und wo ist die Frau hin?
Langsam finde ich wieder in die Welt zurück! Aber es ändert nichts an der Situation. Irgendwas erinnert mich ständig daran, selbst wenn es nur ein kleiner Gedankengang ist. Bray hat also ein Kind! Würde er mich verstehen? Ich weiß es nicht. Vieleicht wollte er auch nie Vater werden wie mein Ex.
Ich versuche mir die Tränen abzuwischen, doch es nützt nichts, immer wieder neue laufen über meine Wangen. Hunger, Durst, Müdigkeit, ich fühle nichts von alldem. Wie kann ein Mensch das nur tun? Sein eigenes Fleisch und Blut umbringen, noch bevor er es überhaupt gekannt hat? Geschweige dem was er mir angetan hat.
Er hat mich damit kaputt gemacht, ob er das weiß? Wahrscheinlich ist es ihm egal. Es ist schon komisch das ich hier bei einem Fremden bin den ich kaum kenne, der sich mehr um mich sorgt, als ein Mensch der mich mal geliebt haben soll. Ob Bray es verstehen würde. Hat er denn echt gesagt das es sein Kind ist? Ich bin mir nicht sicher. Mit müden Augen blicke ich zu Bray hinauf, mir kommt es aber mehr so vor als würde ich durch ihn hindurch sehen. Ich versuche etwas zu sagen und habe Angst das ich etwas falsch verstanden habe: "Ist das dein Kind was da gewein hat?" sage ich zu Bray in einem Vorsichtigen Tonfall und hoffe das er ja sagt. Wenn die Frau in der Wohnung seine Freundin ist und selbst Mutter ist, würde sie mich vieleicht verstehen? Ich weiß nicht ob ich mit meiner Situation alleine klar komme, denn schließlich konnte ich mich nie von meinem Ungeborenen verabschieden.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Mo 22 Jun - 21:28

cf: Flur und Küchennische/ Wohnung rechts


Ich hebe Bray jr. zu mir in meine Arme und halte ihn fest. Ich weiß, dass er bereits alleine laufen kann, aber ich weiß nicht genau, was uns im Treppenhaus erwartet. Ich bin gefasst und skeptisch zugleich. Von meinen mich heimsuchenden Erinnerungen habe ich mich etwas befreit und tappe nun langsam im Treppenhaus zu jener Stelle, an welcher ich die Stimmen vernehme. Immer klarer werden die Worte je näher ich der kleinen Menschengruppe komme. Die Stimme des mir unbekannten Mädchens dringt an mein Ohr.

Bray jr. halte ich schützend fest umklammert während ich Schritt für Schritt näher komme. Gerade als ich Bray, das Mädchen und den fremden Jungen erblicke, löst sich Bray aus einer Umarmung von dem auf dem Boden sitzenden Mädchen. Sie sieht müde und traurig aus und doch fällt es mir schwer zu sehen, wie Bray sich aus dieser Umarmung löst. Ich weiß nicht einmal, warum es so schmerzlich ist dies mitanzusehen, aber es versetzt meinem Herz einen kurzen Stich.

Ich bleibe einige Meter hinter ihnen stehen, ich will nicht, dass Bray denkt, ich würde ihn belauschen oder irgendeinen Moment kaputt machen. Ich weiß nicht einmal genau was hier genau passiert, aber ich wahre Distanz ohne zu stören. Mir wird heiß und ich weiß nicht so recht, was hier gerade alles passiert ist. Bray jr. hält währenddessen seinen Bären in seinen Händen und sieht die drei Personen vor uns mit großen Augen an. Für den Moment ist er fast etwas schüchtern und schweigsam. Er beobachtet nur und versteckt sich etwas hinter Fergus, dem Teddy. Es ist die Situation gerade die ihn einfach still bei mir auf meiner Seite sitzen lässt auch wenn ich spüre, dass er Bray mehr im Blick behält als die anderen beiden. So viele fremde Gesichter machen ihm vermutlich Angst, auch wenn die beiden keine bisschen zum Fürchten aussehen.

"... Kann ich irgendwie behilflich sein?" flüstere ich dann ruhig und klar. Ich will möglichst wenig von meinen eigenen Gefühlen gerade zeigen. Meine Miene wirkt fast etwas streng, obwohl ich es nicht beabsichtige. Der Ausdruck, welcher gerade auf mir ruht ist fern von Gefühlen die mich verraten könnten. Ich weiß, dass ich eine Meisterin bin meine inneren und wirklichen Gefühle zu verbergen und doch kennt mich Bray zu gut, um sie unter Umständen nicht doch deuten zu können... Zumindest weiß ich, dass er es vor langer Zeit konnte... Ich hebe meinen Kopf ein bisschen und beachte die Drei vor mir.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 23 Jun - 1:17

Kaze lächelt zögerlich, schaut dann nervös zu der Wohnung, aus der er gekommen ist. Er scheint tatsächlich jemanden zu erwarten. Was ihn so sehr zu vereinnahmen scheint, dass er meine Geste sehr kurz angebunden kaum erwidert. Die Freude ist wohl nicht so auf seiner Seite. Und richtig überzeugt klingt das, dass wir uns eventuell wiedersehen auch nicht. Eine gute Basis für eine Bekanntschaft ist das so natürlich nicht, denn schüchtern zu sein ist keinesfalls verwerflich, aber ein bisschen Bereitschaft oder guter Wille müsste schon vorhanden sein. Doch nicht mal auf meine Entschuldigung wegen meines Sohns geht Kaze ein, dreht sich als ich mich um Julez kümmere, zu der er gar nichts sagt, einfach schlagartig weg und macht Anstalten dazu, zurück in die Wohnung der Person zu gehen, die er besucht. Bis die Tür von der anderen Seite aufgemacht wird und ein asiatisch aussehender Junge im Rahmen steht. Ich beachte die seltsame Szene nicht weiter, widme mich wieder der jungen Frau. Leute, die nicht hilfsbereit sind, sich nur um eigene Sorgen scheren, kann ich absolut nicht leiden. Dass von uns keine Gefahr ausgeht, muss der junge Mann immerhin gesehen haben und wäre nicht jeder glücklich darüber, Trost gespendet zu bekommen, statt behandelt zu werden, wie jemand Lästiges, vor dem man flüchten muss? Denn genau so wirkt es.
Julez fixiert fortlaufend meine Haustür, nur langsam finden ihre Augen zu meinen zurück. Wie viel von dem, was ich sage sie tatsächlich wahrnimmt, kann ich nicht deuten. Die Nähe scheint ihr zu viel zu sein, da sie sich von mir ein Stück entfernt, was ich ohne es verhindern zu wollen zulasse. Sie geht in eine Stellung, die typisch ist, wenn man Angst vor etwas hat oder verzweifelt ist. Julez' Hände umklammern ihren Bauch.
Sie blickt mich verzweifelt an, spricht anschließend wieder. Darüber, dass man ihr etwas entrissen habe. Sie zittert, scheint sie sich gerade sehr stark an dieses Erlebnis zu erinnern. Diesmal wahre ich aber wieder den Abstand.
"Shh, Julez, beruhige dich. Was auch immer passiert ist, nun ist es vorbei. Er wird dir nie mehr schaden können", rede ich ihr nochmals gut zu, ohne sie danach zu fragen, was eigentlich los ist. Falls sie darüber reden möchte, soll sie selbst die Wahl treffen, es zu tun und nicht dazu gedrängt werden. Nach ein paar Minuten der Abwesenheit, in denen meine neue Bekannte in die Leere gestarrt hat, schaut sie mich an und fragt leise nach, ob das Weinen von meinem eigenen Kind gekommen ist. Meine Entschuldigung scheint sie verdrängt zu haben. Ich lächle sanft und nicke. Sofort erscheint das Bild meines Sohnes in meinem Kopf. Wie euphorisch er gewesen ist, als es bereits sehr spät am Abend war und er noch kein Anzeichen von Müdigkeit gezeigt hat, sondern etwas spielen wollte. Das Leuchten seiner Augen erinnern mich sehr an meine eigenen und auch...an die meines kleinen Bruders als wir Kinder gewesen sind. Wie so oft fliegt ein Schatten über mein Gesicht, als ich an früher denke, an die unbeschwerte Zeit, die Martin und ich bei unseren Eltern verbracht haben und wie fröhlich wir da noch gewesen sind. Im Unklaren darüber, was uns in der Zukunft erwarten wird und dass es viel mehr sein wird, als es sonst so der Fall ist.
Der Schatten wird dadurch verstärkt, dass ich die Trauer über die verlorenen Jahre mit meinem Kleinen nie ganz überwinden können werde. Dafür will ich jetzt alles umso besser machen und freue mich darüber, dass er mich so rasch akzeptiert und Amber die Wahrheit gesagt hat.
"Ja. Das war mein kleiner Junge. Er ist wohl gerade wieder aufgewacht und hat mich noch nicht so oft besucht. Aber seine Mutter ist bei ihm. Magst du Kinder", entgegne ich, probiere durch den letzten Satz eine Brücke zu bauen, um das Gespräch vielleicht auf ein leichteres Terrain zu lenken.
Plötzlich sehe ich eine Bewegung im Augenwinkel. Amber kommt zögernd mit unserem Kind auf dem Arm auf uns zu, bedenkt Julez zuerst mit einem fragenden, dann mit dem für sie typischen sanften und ermutigenden Blick und hakt nach, ob sie etwas tun kann. Ich schaue zu ihr hoch und bin sehr glücklich darüber, dass sie da ist.
"Julez, das ist Amber, meine Freundin. Und unser kleiner Sohn. Und Amber...Julez hat unser Haus zufällig gefunden, sie ist erst seit ein paar Stunden hier in Auckland und kennt sich nicht aus. Ich hatte zunächst den Gedanken, dass wir hier eine Bleibe für sie finden können, aber so gut kenne ich das Haus noch nicht und...auch wenn es viel verlangt ist, könnte sie womöglich mit zu den Mall Rats kommen?", stelle ich die Frauen einander vor und wage es ohne große Umschweife, meine Idee direkt Amner zu offenbaren. Erst als alles bereits ausgesprochen ist, fällt mir auf, dass ich Amber als meine Freundin bezeichnet habe und...es sich anhören muss, als wären wir fest zusammen. Mein Herz pocht bei dem Gedanken etwas schneller, dabei ist es lediglich eine Illusion.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 23 Jun - 14:06

Immer noch starre ich die Wohnungstür an, aus der die Kinderlaute kamen, denn irgendwie kann ich meinen Blick nicht von ihr lassen. Die Erinnerung schmerzt sehr und ich schaffe es einfach nicht mich zu beruhigen. Es ist als wäre ich in ein tiefes schwarzes Loch gefallen und ich frage mich ob ich dort jemals wieder rauskommen werde, denn ich kann mir nicht vorstellen, das ich mein kleines je vergessen könnte.
Mein Exfreund hatte damals alles so hingestellt als wäre es meine Schuld gewesen und alle glaubten ihm, nur ich wüsste wie es wirklich passiert ist.
Bray versucht mich zu beruhigen doch seine Worte dringen nur teilweise zu mir durch. Es ist als wäre die ganze Welt dumpf. Bray meint es wäre vorbei, was auch immer passiert ist. Mit Tränen in den Augen schaue ich ihn an: "Ich glaube es wird nie vorbei sein!" sage ich mit zittriger Stimme zu ihm.
Ich hatte so viel Mut als ich hier in die Stadt kam, jedenfalls hatte ich es mir selbst eingeredet. Ich hatte die Hoffnung ein neues Leben zu beginnen und das alte hinter mir zu lassen, doch ich hatte es mir wirklich leichter vorgestellt. Stattdessen holte mich die Vergangenheit wieder zurück, schneller als ich jemals dachte.
Den Mut und die Kraft besitze ich grade nicht Bray irgendetwas darüber zu erzählen. Ich spiele zwar noch  mit dem Gedanken doch ich traue es mich einfach nicht.
Ich war immer ein Mädchen was auf ihr Äußeres geachtet hat und wie mag ich nun wohl aussehen? Schwach, Müde, verheult und es stört mich nicht mal, den Gedanken meines Babys bekomme ich einfach nicht aus meinen Kopf.
Als ich Bray fragte ob es sein Kind war was ich weinen gehört hatte lächelt er mir zu und nickt mit dem Kopf.
Es ist tatsächlich seins, ob er mich verstehen würde? Ob er mir glauben würde?
In seinen Augen sehe ich den Stolz, es sieht so aus als wäre er wirklich ein Vater der zu seinem Kind steht.
Bray erzählt mir das sein Sohn wohl geschlafen hatte und aufgewacht ist, weil er noch nicht so oft bei ihm war.
Noch nicht oft bei ihm war? Was?
Traurig schaue ich zu Bray hoch, ich weiß nicht was ich darauf sagen soll, seine Äußerung verstehe ich nicht ganz.
Seine Mutter wäre bei seinen Sohn sagt Bray und er fragt mich ob ich Kinder mag. Diese Frage bringt mich völlig aus dem Konzept. Ich habe nicht damit gerechnet das er mich das fragen würde. Wenn er nur wüsste... Ich hätte meinem Baby so unendlich gern die Liebe geschenkt, die es verdient hätte, selbst jetzt obwohl ich es nie in den Armen halten konnte liebte ich es.
Ich blicke Bray in die Augen, denn die Frage die er mir gestellt hatte ist so erschütternd für mich das sie mich ein wenig aus meinen Gedanken reisst: "Was? Ob ich was?" vorsichtig nicke ich ihm zu..."Ja tu ich!"... antworte ich ihm leise.
Ich schaue an mir herrunter und berühre meinen Bauch, denn das war die einzigste Verbindung die ich je zu meinem kleinen hatte... "Manchmal glaube ich es sei immer noch da!"
Entsetzt sehe ich Bray an!
Habe ich das grade wirklich laut gesagt? Was wird er denn nun von mir halten?
Erneut schießen mir die Tränen in die Augen.  Doch bevor ich darüber nachdenken kann taucht plötzlich eine Frau auf, es muss die Frau sein die vorhin im Flur von Brays Wohnung stand, also seine Freundin und sie hat ihren Sohn dabei!
Mit großen Augen schaut mich der kleine an!
Wahrscheinlich habe ich ihm Angst gemacht? Er muss doch die für ihn Fremde Stimme im Flur wahrgenommen haben. Vielleicht hat er mich auch weinen gehört! Es tut mir so leid für ihn, ich wollte ihm wirklich keine Angst machen, er hat mich zwar an mein Baby erinnert, aber das ist doch nicht seine Schuld!
Hastig versuche ich mir die Tränen aus dem Gesicht zu wischen, denn ich möchte nicht das das kleine Kind noch mehr Angst vor mir bekommt. Ich Presse die Lippen zusammen und versuche dem kleinen einen freundlichen Blick entgegen zu bringen.  
Die mir fremde Frau die seine Mutter zu sein scheint fragt Bray und mich mit ruhiger Stimme ob sie uns behilflich sein kann. Bray sieht glücklich aus das sie da ist. Er stellt sie mir vor, ich hatte mir ja schon gedacht das es seine Freundin und sein Sohn ist. Sie heißt also Amber! Ihr Blick scheint etwas streng zu wirken und ich weiß nicht wie ich sie einschätzen soll geschweige denn fehlen mir die Worte. Ob sie wohl verärgert ist weil ich ihren Sohn geweckt habe? Um mich von diesem Gedanken zu befreien schaue ich sie kurz an. "Es tut mir leid, ich wollte deinen Sohn keine Angst machen!" sage ich mit schüchterner Stimme zu Amber.
Bray erzählt Amber weshalb ich hier bin und ich bin froh darüber das er es tut und nicht ich ihr berichten muss was ich hier mache, denn dazu hätte ich mich nun nicht in der Lage Gefühlt.
Die jetzige Situation beruhigt mich etwas, auch wenn ich mich immer noch total durcheinander fühle, versuche ich dies zu unterdrücken, schließlich ist ein Kind mit im Raum. Ich versuche mir die letzten Tränen aus dem Gesicht zu wischen, jedoch merke ich wie geschwollen sich meine Augen anfühlen.
Als Bray weiter redet, dass er für mich eine Bleibe hier im Haus finden wollte, stellt er Amber eine Frage die ich nicht ganz verstehe!
Mit großen Fragenden Augen schaue ich ihn an: "Mallrats?"
Ich verstehe nicht was er damit meint, ist es ein Tribe. Kurz schaue ich auch fragend zu  Amber hinüber und mache mir meine Gedanken. Wenn es wirklich ein Tribe sein sollte, wie wird er sein? Der Gedanke an viele neue Leute macht mir Angst. Ob Bray dieses Tribe auch kennt? Mir kommt es so vor als würde er nicht mit dort hin gehen!
Mein Herz rast vor Nervosität! Mallrats? Wer weiß wer das ist, es könnten auch irgendwelche Sklavenhändler sein.
Ich versuche langsam ein und aus zu atmen um meine Angst zu überspielen und hoffe das sie keine Bösen Absichten haben.
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Amber*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Mi 24 Jun - 22:57

Noch immer weiß ich nicht so wirklich was hier gerade passiert. Der Junge wirkt etwas versteinert, ist fast starr vordem, was er zu erblicken meint. Nervös scheint er jemanden zu erwarten.. Ich schaffe es mich jedoch nicht länger auf ihn zu konzentrieren sondern blicke zu Bray und dem Mädchen. Bray jr. versteckt sich immer noch hinter Fergus und legt seinen Kopf auf meine Schulter. Ich spüre, dass er meine Unsicherheit über diese Situation gerade wahrnimmt.

Bray löst sich aus der Umarmung von dem fremden Mädchen und es dauert nicht lange, bis sich unsere Blicke treffen. Ich zucke etwas mit dem Kopf ohne es zu bemerken. Es ist ein Zeichen von mir, dass nur die von mir kennen, welche bereits Teil meines Lebens waren oder immer noch sind und folglich mein Verhalten zu deuten wissen. Aus meinem Gesicht kann man zwar nicht ablesen, was ich dabei empfinde und doch ist dieses Kopfzucken ein Hinweise meiner eigenen Unsicherheit und Unzufriedenheit darüber, was meine Augen sehen und in welcher Situation wir uns gerade befinden. Ansonsten stehe ich still während meine Augen seinem Blick kurz ausweichen und dann auf das Mädchen blicken. Noch immer sieht sie sehr traurig und müde aus. Mein Blick wird sanfter und ermutigender als Bray schließlich zu sprechen beginnt.

Seine Worte dringen an mein Ohr und sofort wende ich meinen Blick auf ihn, als die Worte "meine Freundin" fallen. Mein Herz fängt an schnell in meiner Brust zu pochen. Für einen Moment schaltet mein Kopf aus. Hat er gerade tatsächlich... Ich versuche mir nichts anmerken zu lassen und sehe nochmals zu Julez, als ich seine letzten Worte wieder bewusst wahrnehme.
"....könnte sie womöglich mit zu den Mall Rats kommen?" ist so ziemlich das einzige, was ich bewusst höre. Ich blicke kurz zwischen den beiden hin und her während ich versuche den Rest seines Satzes in meinem Kopf zu rekonstruieren. Verdammt, wie konnte mich so ein kleines Wort nur so sehr ablenken... Noch bevor ich Antworten kann mischt sich Julez in unsere Gespräche ein und bittet mich um Entschuldigung, da sie der Ansicht ist Bray jr. erschreckt und ihm Angst eingejagt zu haben.
Ich versuche den Faden wieder zu finden und schenke ihr ein zartes Lächeln. "Nein, schon in Ordnung... er... er ist nur ein bisschen schüchtern wenn so viele fremde Leute hier sind." Kurz blicke ich meinen kleinen Mann auf meiner Flanke an, welcher dann noch schüchterner Seinen Kopf nun auf seine Schulter legt und sich probiert zu verstecken. Ich kann es ihm nicht verübeln und streiche beruhigend über seinen Rücken.

"Er hat gestern Nacht erst spät geschlafen..." erkläre ich und versuche etwas beruhigend dabei zu wirken. Kurz und für den Augenblick einer Sekunde sehe ich zu Bray und erinnere mich an letzte Nacht in welcher wir unfreiwillig uns Nachts im Bad erschreckt hatten... Badewanne..
Doch mein Blick huscht weiter zu Julez.
Als Bray die Mallrats erwähnt wirkt auch Julez plötzlich ängstlich. Immer wieder blickt sie zwischen uns hin und her und wartet auf eine Antwort. Ihr Atem wird schneller, ich sehe es und ich schüttle kurz den Kopf. "Du brauchst keine Angst haben." beginne ich. "Die Mallrats sind unser zu Hause... und mein.. Tribe... unser Tribe..." erkläre ich und ich kann nicht anders, als Bray nun auch für ein paar Sekunden anzublicken. Auch wenn er hier erstmals am Markt im blauen Haus untergekommen war, so weiß ich und ich hoffe auch er selbst, dass er eigentlich zu uns gehört... auch wenn es schwer fällt die erste Zeit gemeinsam dort einen Platz zu finden. Ich schlucke und für einen Moment dringt Jay in meinen Kopf und ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass ich demnächst wieder zurück muss.
"Wir kämpfen für eine gemeinsame Zukunft..." erkläre ich dann als sich plötzlich Bray jr. in unser Gespräch einmischt. "....und es ist immer jemand zum Spielen da!" flüstert er kaum hörbar und für einen Moment zaubert er mir damit ein zartes, wenn aber nur kurzes Lächeln auf die Lippen. Ich weiß nicht, ob es nur irgendjemand gehört hat, aber es beruhigt mich, dass er darüber so denkt. Wieder blicke ich zu Bray und mein Blick sieht traurig aus, als ich erwähne, dass wir langsam dorthin zurück müssen.
"Julez, wir werden dort auch einen Platz für dich finden, sofern du das möchtest!Es ist nicht immer leicht, aber das kennst du bereits sicher von vielen anderen Erfahrungen"  Ich blicke sie nun wieder an und ich weiß, dass Bray mir dankbar dafür ist, dass ich ohne genau nachzufragen seiner Bitte nachkomme, auch wenn ich nicht weiß, warum ich ohne genau nachzufragen Julez mitnehmen würde und einfach vor mich hinspreche.

Doch schließlich wird es mir bewusst... Fast wie ein Groschen, welcher mit einem klingenden Ton auf einen harten Steinboden fällt und klirrend auf dem Mamor verstummt...
Ich kenne die Antwort.. ich kenne sie besser, als ich es für wahr halten möchte...  Es ist Bray... und ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann...  und das auch blind. Diese Vertrautheit über die Jahre hinweg macht mir angst nach allem was wir durchgemacht hatten.

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Do 25 Jun - 20:01

Noch immer halte ich inne, doch es passiert einfach nichts. Vielleicht war es nur ein Luftzug der die Tür, in dem
Moment wo ich die Klinke ergreifen wollte, zum schwanken brachte. Plötzlich höre ich das Mädchen. Sie klingt mehr
als nur verzweifelt und fragt warum er es ihr weggenommen hat. In meinem Augenwinkel sehe ich wie sie leicht
zusammengekauert am Boden hockt und von Bray umarmt wird. Ein seltsames Bild und ich frage mich was es zu
bedeuten hat. Vor allem was die Frage soll, denn sie scheint an niemanden von uns Anwesenden gerichtet zu sein.
Sie wirkt apart, so wie sie da hockt. Wirklich glücklich über die Umarmung des Fremden scheint sie auch nicht zu
sein. Verwirrt versucht sie sich von ihm zu lösen. Ich würde ihr ja gern helfen, nur sehe ich mich dazu nicht in der
Lage. *Was denkt der Kerl sich eigentlich? Sie einfach so zu berühren? Anscheinend möchte sie es doch gar nicht.
Und ich dachte er ist ein freundlicher und hilfsbereiter Familienvater. Wie man sich täuschen kann.*
Ich wünschte
Keoni wäre jetzt hier, er könnte Julez sicher helfen. Hilflos stehe ich da und schaue zu den Beiden. Als Bray meint,
dass sich beruhigen soll und das alles vorbei ist, verstehe ich die Welt nicht mehr. Zum Glück scheint sie sich langsam
zu beruhigen, jedenfalls sagt sie das.

Noch immer ist sie in seiner Umarmung und ihre Gegenwehr scheint nachgelassen zu haben. Sie fragt ihn ob das
sein Kind war. *Hat sie ihm denn nicht zugehört? Das hat er doch bereits gesagt.* Schließlich bestätigt er nur ihre
Frage, während ich innerlich den Kopf schüttle und noch immer nicht verstehe was hier los ist. Julez scheint selbst
ein Kind gehabt zu haben, vielleicht war es das was sie vorhin so zusammenhanglos ausgesprochen hat. In dem
Fall kann ich ihr Verhalten besser verstehen. Die Stimme des kleinen Jungen müssen eine Art Trauma ausgelöst haben.

Im nächsten Moment öffnet sich eine Tür, doch es ist nicht die vor der ich stehe. Nein, aus der Nachbarwohnung
kommt eine junge Frau mit ihrem Kind. Sie wirkt irritiert und der Kleine verschüchtert. Für einen Bruchteil eines
Augenblicks ist es fast so als könnte ich Schmerz sehen. In meinen Augen nur all zu verständlich. *Wie kann er so
etwas nur machen und dann noch vor der eigenen Wohnung. Eine Umarmung ist schließlich etwas sehr persönliches,
was man nicht mit jedem teilt. Mir tut seine Frau und sein Kind so leid.*
Der kleine Junge verbirgt sich hinter seinem
großen Teddy und schielt nur hervor. Eine Taktik, die ich ähnlich auch nutzen würde.

Als die junge Mutter fragt ob sie uns helfen kann bin ich perplex. Sie klingt gefasster als ich erwartet hätte.
Aber vielleicht kennt sie ihren Freund auch nicht anders und hat sich daran gewöhnt. Noch ehe Julez oder ich die
Chance haben ihr zu antworten ergreift Bray das Wort. Er stellt Julez und seine Freundin gegenseitig vor. Mich lässt
er außer acht, was bei mir für etwas Erleichterung sogt. Er erklärt Amber, dass Julez seit kurzem hier in Auckland ist
und niemanden kennt. Er fragt sie auch direkt ob sie nicht zu den Mall Rats könnte. *Seltsamer Kerl erst kommt er der
Einen zu nahe und dann hat er den Nerv seine Freundin zu bitten, Julez Unterschlupf bei ihrem Tribe zu gewähren.
Vielleicht ist er nur überschwänglich freundlich und hilfsbereit, dann habe ich mich getäuscht. Ich wüsste nicht was ich
tun würde, wenn man mir so begegnen würde. Mit Sicherheit würde es mich vollkommen überfordern.*
Julez scheint,
wie ich, verwirrt. Amber hingegen wirkt immer sicherer. Sie versucht sogar die Blonde zu beruhigen und erklärt kurz
wer die Mall Rats sind. Aufmerksam folge ich ihren Worten. Als der kleine sich einmischt und meint, dass es immer
jemanden zum spielen gibt kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Ich habe zwar schon von dem Tribe gehört aber
getroffen habe ich bisher keinen von ihnen, glaube ich. Ohne es zu bemerken spreche ich meinen nächsten Gedanken
laut aus "Klingt... interessant..." Erschrocken halte ich mir die Hand vor den Mund, als realisiere was passiert ist. Nun
hab ich doch wieder auf mich aufmerksam gemacht. Ich merke wie mein Gesicht zu glühen beginnt. Mit Sicherheit
werde ich gerade rot. Das wars mit den "nicht auffallen".

-

Nachrichten zu meinen Charas bitte nur an mich hin senden, danke.

Dimont: Kaze*, Nicolas*, Elyas*, Marvin*, Godric* und Harry*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Fr 26 Jun - 14:30

Julez glaubt mir nicht. Sie erinnert mich jetzt gerade stark an Trudy, als ich mir ihr unterwegs gewesen bin, nachdem wir die Chosen verlassen hatten, um einen neuen Ort zu finden, an dem wir bleiben können. Durch ihre Schwangerschaft, die allein bereits ausreichte, um einem das Leben schwer zu machen, da sie Stimmungsschwankungen auslöste, Panik verursachte, wenn man an die Komplikationen dachte, die alle damit verbunden sein konnten und vor allem nach dem Virus war es eine offensichtliche Schwachstelle, die jemanden leicht angreifbar machen konnte. In Trudys Fall spielte es keine ganz so irrelevante Rolle, dass mein Bruder der Vater ihres Ungeborenen war, bei dem es sich um Zoot handelte, dessen zweite Seite die Locos überhaupt nicht mehr kannten. Bloß Ebony wusste, wie er gewesen war, als wir alle noch zur Schule gingen und ein Leben mit all den Konflikten führten, die für unser Alter normal waren. Trudy hat mich oft zur Weißglut gebracht mit ihren Empfindungen mir gegenüber, auf die sie eine furchtbar einseitige Sichtweise hatte, bei der es ihr gleichgültig war, dass es mir wehtat, was sie mit Martin gemacht hatte. Sie war verliebt in mich, da sollte ich es gefälligst erwidern. Salene machte es mir da nicht leichter, denn sie opferte sich wirklich sehr für Brady und die anderen aus dem Tribe auf. Und ich mochte sie sehr, Liebe konnte ich das hingegen ebenfalls nicht nennen. Trudys Verzweiflung von früher hat sich so in meinen Kopf eingebrannt, dass ich die Worte, die sie damals so oft gesagt hat, noch deutlich in mir hören kann, wenn ich daran denke. Ihre Hoffnung war am Boden, ihr Lebenswille sogar so gering, dass sie...eines Abends zu dieser drastischen Tat gegriffen hat. Hätten wir sie nur etwas später gefunden, wäre sie mit Sicherheit gestorben, ihr Kind eine Waise geworden, als mein Bruder dann auch noch sein Leben verlor. Aber Trudy hat es geschafft, sich mit der Hilfe von Menschen, die sie lieb gewonnen hatten abseits von mir, alle Beine, die ihr das Leben gestellt hat, zu überwinden, um jetzt eine gute Mutter und wunderbare Frau zu sein, die jemanden an ihrer Seite verdient, der sie so schätzen und lieben kann, wie sie es wert ist. Und das ist einiges.
"Es gibt immer einen Ausweg Julez. Dort wo es bergab geht, muss es auch wieder einen Pfad geben, der nach oben zurück führt. Und diesen musst du nicht allein finden."
Wir haben alle unsere Bürden zu tragen und müssen mit unserer Vergangenheit zurechtkommen. Doch nichts kann dafür sorgen, dass es in der Zukunft ausschließlich schlimm dunkel aussehen kann, solang man dagegen ankämpft und an das Gegenteil glaubt. Freunde sind dafür da, um einen dabei an der Hand zu nehmen, ist man nicht mehr in der Lage dazu, nach vorn zu schauen und versinkt zu sehr im Gewesenen. Und weil Julez offensichtlich keinen hat, der ihr beistehen kann, möchte ich ihr ein Freund sein, auch wenn meine Bekanntschaft mit der jungen Frau erst wenige Minuten zählt. Im Augenwinkel nehme ich dann wahr, wie der schüchterne Typ, der zu Besuch hier ist, uns einen Blick zuwirft, den ich nicht deuten kann. Mehr als das hat er wohl nicht beizutragen, darum konzentriere ich mich wieder auf das, was wichtiger ist.
Dazu, dass ich offenbare, dass mein Kind meine Wohnung noch nicht ganz so gut kennt, erwidert Julez nichts, beantwortet mir allerdings meine Frage dazu, ob sie Kinder mögen würde etwas aus dem Konzept gebracht. Dann wird klar, was sie so sehr beschäftigt. Dabei war das Berühren ihres Bauches ein klares Indiz dafür, ich bin dagegen...durch mein eigenes Gefühlschaos nicht sensibel genug, um das bereits früher kombiniert zu haben.
Sie hat ein Kind verloren.
Lex' Gesicht blitzt vor mir auf. Die Szene, in der ich mit ihm im Inneren des explodierten Gebäudes auf dem Eagle Mountain stehe, er mir beichtet, dass Amber nicht überlebt hat. Und verblendet wie ich war, habe ich auch noch angefangen, es an ihm auszulassen, dabei hat er nicht nur wie ich die Frau an seiner Seite verloren, sondern mit ihr das ungeborene Kind in ihrem Bauch.
Dann wechselt das Bild zu Salene. Sie hat ihr Kind von Ryan ebenso nie in ihren Armen halten können.
Schließlich denke ich an meine eigene Geschichte. Die Beziehung eines Vaters zu seinem Kleinen ist sicherlich eine völlig andere als die der Mutter, die es neun Monate lang in sich trägt und von der das Kind ein größerer Teil ist. Ihre Bindung ist körperlich und emotional, die des Vaters...distanzierter. Doch bei meiner Entführung hab ich empfunden, als würde mir mein Herz rausgerissen werden. Ich wollte nicht daran denken, was die Technos mit Amber und unserem Kind machen würden, wenn sie sie fanden. Würden sie sie genauso verschleppen, das Baby als ihr eigenes annehmen und von seiner Mutter trennen oder es als wertlosen Virt ansehen wie jeden, der nicht zu ihnen gehörte und sein Leben kurz nachdem es richtig begonnen hatte, wieder beenden?
Habe bereits ich mich gefühlt, als würde ich von innen verbrennen, wie viel stärker muss es eine Mutter mitnehmen, wenn sie ihr Kind verliert?
Julez scheint die Wahrheit eher unbeabsichtigt ausgesprochen zu haben, in ihren Augen liegt purer Schock. Ich verstehe sie, immerhin hat sie sich damit nun noch verletzbarer und schwächer gemacht und etwas eröffnet, das bestimmt nicht für jedermanns Ohren gedacht ist. Falls sie es überhaupt jemandem sagen und nicht für die Ewigkeit in sich vergraben hat wollen, um neu anzufangen, so schwer es auch sein mag.
Eingehen können wir auf die Lage aber nicht direkt, da auch schon Amber zu uns stößt und mich damit ungemein erleichtert. Bray jr. wirkt hingegen sehr verwirrt und versteckt sich hinter einem Teddybären.
Julez bittet Amber um Verzeihung, woraufhin diese nur sanft lächelt und ihr Gegenüber zu beruhigen versucht. Dann ist auch sie es, die meine Bekannte über unseren Tribe aufklärt, nachdem Julez bei dessen Erwähnung wieder flüchtig panischer geworden ist. Untermauert werden Ambers Darlegungen mit der unseres Kindes, denn der kleine Junge hat genug Mut gefasst, um sich etwas hervorzuwagen und leise doch hörbar zu sagen, in der Mall sei zudem immer jemand zum Spielen da. Ich frage mich, was in Julez vorgehen mag, wenn sie Amber so vor sich stehen sieht, mit einem Kind, das womöglich sogar im Alter ihres eigenen sein könnte.
Das "Was wäre gewesen wenn" direkt vor Augen...
Dann schaut Amber zu mir. Wie sehr es sie berührt hat und auf welche Art, dass ich sie meine Freundin genannt habe, dringt nicht ganz nach außen. Stattdessen wirkt sie betrübt, weil sie bald gehen muss und was sie im Einkaufszentrum erwartet, wird nicht einfach zu händeln sein. Sie erklärt sich dagegen dazu bereit, Julez sollte sie es wollen, mit sich zu nehmen und sich um sie zu kümmern. Mein Blick, den ich ihr schenke, sagt vieles auf einmal aus. Dankbarkeit, Freude und dass wir gemeinsam alles bewältigen können.
Nachdem der junge Besucher die ganze Zeit über geschwiegen hat, äußert er sich jetzt ebenfalls und nennt die Beschreibung...interessant. Als wäre es ein schöner Plan, der ganz spannend anzusehen ist, dabei handelt es sich um meine...Familie. Ich lasse seine Worte jedoch unkommentiert.
"Die Mall Rats könnten dir das geben, was du brauchst. Dir dabei helfen...über deinen schrecklichen Verlust hinwegzukommen. Wir haben einiges erlebt in unserem Tribe, viele Krisen überstanden und immer das Beste für alle gewollt. Sofern du möchtest, wird sich also ein Weg finden lassen", bestärke ich Ambers Worte mit einem ehrlichen Lächeln. Ich halte ihr ermutigend meine Hand hin, die sie betrachtet und dann zögerlich ergreift, gemeinsam stehen wir auf und lassen uns los. Der erste Schritt zur Besserung ist dagegen getan.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Sa 27 Jun - 9:46

Am liebsten wäre ich grade nicht mehr da, es fühlt sich an als gäbe es keinen Ausweg. Ich habe meins Selbstbeherrschung verlohen und genau das war es was ich nie wollte. Ich wollte doch etwas Neues beginnen, einen neuen Lebensabschnitt, fern von all dem was ich erlebt hatte. Die Situation scheint aussichtslos, als wäre ich in mir selbst gefangen.
Meine Gedanken kreisen nur um das was ich erlebt habe und trotzdem fühlt sich alles so leer an.
Als Bray mir versucht zu vermitteln das es immer einen Ausweg gäbe und ich diesen nicht allein finden muss weiß ich nicht was ich davon halten soll. Ich kann mir nicht vorstellen das ich das erlebte je vergessen kann.
Ich muss es nicht alleine tun? Wie meint er das, will er mir dabei helfen? Er kennt mich doch gar nicht, warum sollte er das tun?
Ich weiß nicht was ich darauf antworten soll und starre auf den Boden.
Als Amber mit ihrem Sohn im Flur erscheint ist die Situation plötzlich verändert. Einerseits war es der kleine der mich durch sein weinen was aus der Wohnungstür Drang  aus allen Seilen gerissen hat und jetzt wo ich ihn vor Augen hab tut es mir leid das ich ihn vieleicht Angst gemacht habe. Kinderaugen sind einfach derart unschuldig und rein, das ich ihm nicht böse sein könnte. Im Gegenteil, der kleine ist es der es in diesem Moment geschafft hat mich aus meiner Starre zu befreien. Da ich ihm keine Angst machen wollte entschuldige ich mich dafür bei Amber, wärend ich bemerke das irgebdwie zwischen Amber und Bray eine Spannung herrscht. Jedoch habe ich leider weder Mut danach zu fragen, noch habe ich die Kraft dazu mich weiter mit diesem Gedanken zu beschäftigen. Es fällt mir schon so schwer genug alles um mich herum zu realisieren und meine Tränen zurück zu halten.
Amber antwortet auf meine Entschuldigung zum Glück nicht böswillig, sie meint ihr Sohn wäre bei so vielen Fremden schüchtern, was ich echt gut verstehen kann. Amber spricht mit einer ehr beruhigenden Stimme auf mich ein, jedoch ist es eher ihr Sohn der mich beruhigt. Zumindestens zwinge ich mich selbst durch die Anwesenheit des kleinen Mann meine Ruhe zu bewahren.
Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie ich mich in dieser Situation fühle. Immer wieder wandert mein Blick zwischen Bray, Amber und deren Kind welches behütet auf Ambers Arm getragen wird und sich hinter seinem Teddybären versteckt.
Es ist ein Gefühl von Traurigkeit wenn ich Amber dort stehen sehe, wie würde ich mich wohl in ihrer Lage Verhalten?... aufjedenfall würde ich alles geben mein kleines zu schützen.
Als Bray etwas von den Mallrats erzählt, bin ich verwirrt und bekomme es mit der Angst zu tun. Ich male mir aus was das zu bedeuten haben könnte, was das für ein Tribe ist und was sie wohl mit mir Vorhaben könnten?
Gedankenverlorend schaue ich auf den Boden, mein Körper zittert und mir fällt es schwe gegen die Tränen anzukämpfen.
Ob ich Ihnen vertrauen kann? Ich würde es so gerne aber es wäre vielleicht zu leichtsinnig. Ob sie es nun wissen, das ich mein Baby verloren habe? Die Situation ist ausser Kontrolle geraten, ich hätte mich nicht so mitreißen lassen sollen? Vieleicht halten sie mich nun für einen schlechten Menschen? Und was werden sie dann mit mir machen?
Tausend Gedanken schießen durch meinen Kopf. Als Amber anfängt zu sprechen und auf meine Frage hin, mir versucht zu erklären um was es sich bei den Mallrats handelt. Sie versucht mir meine Unsicherheit zu nehmen, indem sie mich beruhigen will das ich keine Angst haben muss und meint die Mallrats wären das zu Hause von Ihnen und sie würden für eine gemeinsame Zukunft kämpfen.
Zukunft? Welche Zukunft mag das sein?
Dann passiert etwas womit ich nicht gerechnet habe. Der kleine auf Ambers Arm mischt sich kurz in das Gespräch ein. Leise, jedoch hörbar meint er das immer jemand zum Spielen da wäre. Ich schaue den kleinen an und muss zum ersten mal seit langen wieder lächeln, es ist ein ehrliches warmes lächeln und keins was ich mir selbst Vorspiele um niemanden meine Gefühle zu zeigen. Ein Kind würde doch niemals Lügen und warum sollte der kleine das auch erfindenden. Ohne darüber nachzudenken glaube ich ihm seine Worte. Auch Amber muss lächeln, irgendwie bin ich froh das sie den kleinen mit gebracht hat, ohne ihn hätte ich mit Sicherheit anders auf die Geschichte mit den Mallrats reagiert. Ich kann mir nicht vorstellen das seine unschuldigen Kinderaugen mich belügen könnten.
Aufeinmal dringt eine Stimme aus dem Hintergrund. Jemand meint es würde intressant klingen was der kleine gesagt hat. Skeptisch wandert mein Blick dort hin von wo die Stimme kommt. Es ist der junge Mann den wir vorhin hier im Treppenhaus getroffen hatten.
Also hast du ihn dir doch nicht eingebildet! denke ich mir. Er sieht aus als hätte er sich selbst über das erschrocken was er gesagt hat. Irgendwie kann ich ihn verstehen, denn mir ging es mit der Aussage die ich über mein verlohrenes Baby vor ein paar Minuten unabsichtlich ausgesprochen hatte ähnlich. Ich kann nur nicht verstehen wo der junge Mann die ganze Zeit über gewesen ist. Ob er sich wohl hier versteckt hat um uns zu belauschen? Was hat er wohl alles mitbekommen? Warum macht er das? Bray lässt ihn vollkommen außer acht, ob er ihn vieleicht doch besser kennt? Vieleicht hat der Fremde keine gute Absichten, wäre Bray in dem Moment nicht da gewesen als ich zusammen gebrochen bin, würde ich wahrscheinlich immer noch hier sitzen und würde nichts um mich herum mitbekommen. Stattdessen hat vieleicht den Fremden die Situation überfordert, aber dann einfach in den Hintergrund zu treten und alles heimlich mitzuhören, ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Mit großen Augen schaue ich ihn an, traue mich aber nicht irgendetwas zu sagen.
Als Amber weiter spricht wandert mein Blick wieder auf sie! Sie bietet mir an dort einen Platz zu finden und fragt mich indirekt ob ich es wollen würde als Bray direkt nach ihrem Angebot weiter das Wort ergreift. Er meint die Mallrats könnten mir helfen über meinen Verlust hinweg zu kommen.
Meinen Verlust? Ok er weiß es!
Einerseits erleichtert es mich, anderer Seits bin ich mir unsicher was er nun über mich denkt. Amber wird es also wahrscheinlich nun auch wissen und der Fremde Mann, je nach dem was er alles mitbekommen hat auch.
Ich versuche meine Tränen zurück zu halten und schaue Amber und Bray an. Mein Blick ist unsicher aber ich beschließe mich den beiden anzunehmen. Ich hätte nur die Wahl mich Ihnen anzuvertrauen oder zurück auf die Straße zu gehen. Ich schaue ihr Kind an und kann mir nicht vorstellen das wenn sie böse Absichten hätten, das sie dies vor ihrem Kind tun würden. Ich lächel den kleinen nochmal kurz an.
Bray hält mir seine Hand hin, für einen kurzen Moment kriege ich Bedenken, doch er lächelt mich freundlich an.
Versuch Ihnen zu vertrauen, sie scheinen wirklich nett zu sein, sonst hätten sie sich nicht um dich gekümmert.
Vorsichtig Strecke ich ihm die Hand entgegen und stehe auf. Meine Beine fühlen sich sehr wackelig an und ich merke wie geschwächt mein Körper ist, lange hält er wahrscheinlich nicht mehr stand, aber ich versuche mich zusammen zu reißen.
Ich schaue Bray an, meine Augen fühlen sich schwer an und mit einer zaghaft leisen Stimme antworte ich ihm: "Danke!"
Ich laufe langsam auf Amber und den kleinen zu, vieleicht wird sie es verstehen, sie ist eine Frau und weiß genau wie es ist ein Baby in sich zu fühlen, die Verbindung zwischen Mutter und Kind, selbst wenn es noch in einem heran wächst.
Ich versuche ihr gegenüber ein Lächeln entgegen zu bringen, da ich ihren Sohn nicht verschrecken mag.
"Weißt du... Es ist...naja... Ich fühle mich leer, es ist gestorben, sein Vater wollte es nicht." Zaghaft versuche ich die richtigen Worte zu finden, leider entwischen mir dabei doch einige Tränen, obwohl ich es ja vermeiden wollte vor Ambers und Brays Sohn zu weinen. Einen Moment halte ich inne und muss schlucken. Eigentlich wollte ich gar nicht so viel preisgeben, aber da sie mir schon helfen wollen fühle ich mich verpflichtet ihnen auch etwas entgegen zu bringen. "Danke, ich verstehe gar nicht warum ihr das für mich macht." sage ich mit einer freundlichen Stimme und sehe zwischen Amber und Bray hin und her. Ich schaue zu ihrem Kind. Auch den kleinen bin ich dankbar, er hat mich zwar durch sein weinen an mein erlebtes erinnert, aber jetzt hier durch seine Anwesenheit hier im Raum, hat mir der kleine geholfen mich zusammen zu reißen, ich weiß nicht ob ich es geschafft hätte wäre er nicht hier gewesen. Ich lächel ihn an:
"Das ist ja toll das in der Mall immer jemand mit dir spielt. Hat dein Teddy eigentlich einen Namen?"
Ich hoffe ich verschrecke den kleinen nicht, aber ich will ihm zeigen das er keine Angst haben muss, denn ich könnte eigentlich schon immer gut mit Kindern. Außerdem möchte ich Bray und Amber mit meiner Geste zeigen das ich ihrem Sohn nicht die Schuld gebe für meinen Zusammenbruch. Ich beschließe den beiden zu vertrauen, denn im Moment hätte ich ehe nichts zu verliehen. Ich nicke ihnen zu, auch wenn man die Unsicherheit wahrscheinlich in meiner Stimme höhren kann: "Ich würde gerne bei euch bleiben, oder wie ihr sagt mit euch zu den Mallrats gehen!"
Ich blicke noch einmal kurz zu dem Fremden Mann der etwas weiter von uns im Treppenhaus steht, ob er nun hier bleibt? Irgendwie weiß ich nicht wie ich ihn einschätzen soll.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   So 28 Jun - 12:36

In meinem Kopf tummeln sich die Gedanken wie die fleißigen Bienen in einem Bienenstock. Mein Herz pocht immer noch schnell und auch wenn ich gerade Julez versprochen habe sie zu uns zu den Mallrats mitzunehmen, so drängt sich in meinem Kopf der Gedanke auf, warum diese Worte und dieses Versprechen gerade so aus mir herausgesprudelt kamen. Die einzige Antwort die ich dafür finden kann ist Bray. Man merkt mir nichts an. Ich bin ruhig und freundlich, auch wenn ich über mich selbst verwundert bin.

Normalerweise bin ich restriktiver. Vorsichtiger, vor allem, wenn es um unseren Tribe geht. Wir haben uns bereits in vielen Menschen getäuscht, auch wenn Julez ganz und gar nicht den Eindruck auf mich macht, als würde sie zu diesem Schlag Menschen gehören. Im Gegenteil, auch ich weiß nun, was ihre Traurigkeit ausmacht. Das Mädchen hält ihren Bauch fest und als Bray über ihren Verlust spricht, bin ich mir sicher, dass Julez ihr Kind verloren hat, welches sie in sich getragen hatte. Unweigerlich muss ich an meine eigene Schwangerschaft denken. Auch wenn ich immer mehr Angst hatte je näher die Geburt kam, weiß ich, dass ich niemals in der Welt unser Kind, wessen Vater mir die große Ehre gab sein Kind austragen zu dürfen, hätte verlieren wollen. Die Angst bei der Geburt zu versterben und auch ein Neugeborenes bei Komplikationen mit in den Tod zu ziehen, blieb.

Ich beobachte mich dabei, wie ich einen Blick auf Bray werfe. Beinahe wären ich und unser kleiner Schatz bei der Geburt doch verstorben.. Ein Gedanke, welcher mir die Kehle zu schnürt. Die Angst in mir, Bray'S verschwinden, das Gefühl, das etwas nicht stimmt und letztendlich die Kraft und Energie, welche mit jeder Wehe weniger wurde.... Ich atme tief durch, Bray jr. sitzt weiter still bei mir und beobachtet das ganze Szenario. Ob Bray ebenfalls daran denkt.
In Julez Gesicht glitzern ein paar Tränen, welche sie nicht verbergen kann und ich kann sie nur zu gut in diesem Moment verstehen. Ich weiß, dass in solch schweren Stunden es wichtig ist, jemanden um sich zu haben, um wieder den festen Boden unter den Füßen spüren zu können, zu wissen, das Leben wird weiter gehen auch wenn der Verlust groß ist. Mein anfänglicher Gedanke hat sich so gut wie in Luft aufgelöst, auch wenn ich weiß, dass es nicht ich alleine bin, die entscheiden wird, ob Julez bei den Mallrats bleiben darf oder auch nicht. Vielleicht will sie es auch gar nicht, nachdem sie uns kennengelernt hat. Ich möchte ihr auf jeden Fall die Chance geben sich wieder zu erholen, und einen Weg zu finden mit ihren Ängsten und dem Vergangenen abzuschließen. Ich glaube, dass es ihr gut tun wird, auch wenn das für uns bedeutet von unseren kleinen Portionen von den Mahlzeiten ein bisschen etwas abzugeben. Für mich ist dieser Gedanke nicht weiter schlimm, aber ich möchte gar nicht erst an Lex denken, welcher höchstwahrscheinlich nicht einer Meinung mit mir sein wird. Davon erzähle ich aber nichts.

Dann berichtet Julez uns, dass ihr Kind gestorben ist und sein Vater es nicht wollte. Ich schlucke. Wurde ihr Kind etwa umgebracht als es schon auf der Welt war? Gerade eben dachte ich noch, es hatte niemals das Licht der Welt erblickt, doch ich bin mir gerade nicht sicher. Keines der beiden will ich mir vorstellen müssen. Ich fühle, wie es mir die Kehle zuschnürt und bin froh, dass Bray jr. gerade nicht zuhört und den Kopf an mich schmiegt und an seinem Teddy zupft und mit den Gedanken wo anders zu seien scheint.
Ich lege Julez vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter und sehe ihr in die Augen.
"...Es wird einen Weg geben, und die Zeit wird kommen, wo du dich wieder als du selbst fühlen wirst. Vergessen wirst du es nie, aber es wird leichter damit umzugehen und damit zu leben!" ich schenke ihr ein aufmunterndes Lächeln, als eine Träne von ihr auf den Steinboden tropft. "Wichtig ist, dass auch du daran glaubst!" füge ich noch hinzu und ein zaghaftes Nicken von ihr vernehme. Dann spricht sie Bray jr. an, welcher sich ihr sofort zuwendet. Er sieht sie an und bemerkt ihre Tränen und gibt daraufhin ihr seinen Teddy. "Fergus... ich glaub, du kannst ihn gerade besser brauchen als ich." wispert er plötzlich bevor er noch im Flüsterton "Er macht, dass du nicht mehr weinen musst!" hinzuflüstert, so dass nur Julez und ich es wirklich gut verstehen können.

Ich bin fasziniert von seiner Auffassungsgabe und schon fast etwas irritiert wie viel er mitbekommt und wahrnimmt. Er hat ein ausgesprochenes Gespür für Gefühle. Dann sieht er zu Bray und lässt ihn nicht mehr aus den Augen. Ich habe das Gefühl, dass er zu ihm möchte es aber nicht sagt, sondern still darauf wartet, dass ich es ihm erlaube. Doch ich komme nicht dazu, denn es mischt sich plötzlich noch jemand in unser Gespräch ein. Es ist der Junge, welcher gerade eben noch sehr verschreckt vor uns stand und eigentlich wieder gehen wollte. Zumindest hatte ich den Eindruck. Ich beginne zu realisieren, dass er das ganze Gespräch wohl doch mitgehört haben muss, denn sein "Klingt interessant" versetzt mich in Unruhe. Ich weiß es nicht einzuschätzen. In seiner Stimme klingt etwas fasziniertes mit und ich fürchte zu viel verraten zu haben von uns und den Mallrats.
Ich nicke kurz in seine Richtung und versuche nicht besonders darauf einzugehen. Es steht völlig außer Frage, ihn ebenfalls dorthin mitzunehmen. Außerdem ist es eine absolute Ausnahme, dass ich Julez dorthin mitnehme. Sie ist eine Mama, genau wie ich es bin und es ist Bray, auf dessen Menschenkenntnis ich anfangs vertraut habe. Diesen Jungen hingegen kenn ich nur wenige Sekunden und auch Bray macht nicht den Anschein, als würde er ihn besser kennen.

Ich bin etwas besorgt darüber, dass der Fremde sich versucht doch mitkommen zu wollen und beschließe doch den Aufbruch vorzuschlagen. ".. Wir sollten nur langsam los... Es ist ein längerer Weg zurück.." füge ich vorsichtig hinzu und lasse Bray mit meinem Blick verstehen, dass ich auf Grund der Umstände es bevorzuge doch besser gleich zu gehen, nicht weil ich es möchte. Ich hoffe, dass Julez mein schneller Aufbruch nicht verunsichert, und vielleicht sogar versteht, warum ich plötzlich versuche doch zu gehen. Ich will weder uns noch unseren Tribe in Gefahr bringen noch anderen das Gefühl geben sie nicht mitnehmen zu können. Bei Julez ist das jedoch etwas ganz anders und vermutlich sind meine Muttergefühle mit schuld daran, dass ich dem Mädchen ohne es zu hinterfragen auf einmal vertraue. Bray jr. auf meiner Schulter sieht immer noch zu Bray und auf einmal wirkt er traurig.

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   So 28 Jun - 16:53

cf: Küche der Wohnung

Ich komme auch endlich heraus. Ich musste noch unser Chaos beseitigen, denn ich weiss ja nicht,
wie Akona, sollte sie in die Wohnung kommen auf das Chaos reagiert.
Ausserdem möchte ich dieses mal keinen   Zoff mit einem von den beiden haben, somit also        
Nicolas und ihr gefallen.
Ich komme heraus und sehe mir zwei bisher fremde Personen.
Dann gehe ich auf Kaze zu und meine:" Entschuldige, das es so lange gedauert hat. Aber ich wollte
             
das da drin alles ordentlich ist, ich will ja nicht, dass wir bald kein Dach mehr über dem Kopf haben.
Und ich würde mich freuen, wenn wir hier weiter zusammen wohnen könnten", meine ich und zwinkere ihm zu.
Dann gehe ich neben ihn und sehe noch eine dritte mir bisher unbekannte Person .
Ich sehe sie an und warte auf eine Reaktion.
Auch zu Kaze sehe ich dann noch einmal und meine:"§ Was meachen wir denn jetzt noch?"

Natürlich möchte ich ihm nicht wirklich sagen, worüber ich wirklich nachgedacht habe.
Nämlich über das GEfühl, dass ich mich irgendwie zu ihm hingezogen fühle.
Und das ich erst einmla alleine für mich darüber nachdenken musste.
aus dieser Tatsache heraus, bin ich auch solange nicht nachgekommen , sondern stand wie angewurzelt vor
der Tür fest.
Es wundert mich schon, dass er mich nicht gehört habe.
Ich meine, ich habe ja mit dem Aufräumen genug Krach gemacht.
Dies muss ich irgendwie immer tun. Wenn ich nicht wieter weiss. Dann muss ich mich mit irgendwas beschäftigen.

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   So 28 Jun - 19:20

Durch den versehentlichen Ausspruch meiner Gedanken liegen tatsächlich für einen kurzen Augenblick alle Augenpaare
auf mir. *Mist warum habe ich nur auf Aussage des Kindes so reagiert? Sie hatten mich beinahe vergessen.* Ich
fühle mich wie in die Ecke gedrängt, wie eine Beute die keinen Ausweg mehr findet. Mein Gesicht wird immer röter
und nervös sehe ich hin und her. Unsicher frage ich mich, was ich nun machen soll. Mein Herz rast und mein Brustkorb
hebt und senkt sich immer schneller. Die ersten Anzeichen einer richtigen Panikattacke. Wer weiß was die drei jetzt
mit mir machen. Vor allem der Kerl, er war zwar bisher freundlich aber wer weiß wie er jetzt drauf ist.

Zunächst fällt mir jedoch Julez auf. Erst jetzt hat sie realisiert das ich auch noch anwesend bin. Doch auch wenn sie
mich fragend ansieht wendet sie sich recht schnell von mir ab. Sie scheint sich schon wieder etwas beruhigt zu haben,
was sicher nicht der Verdienst von Bray ist, so wie ihr Blick auf dem Kind von der jungen Mutter ruht. Auch der Typ
sieht mich kurz an. Seinen Blick kann ich nicht wirklich deuten. Auf jeden Fall wirkt er nicht sehr freundlich aber zu
meinem Glück auch nicht sonderlich interessiert. Kurz atme ich durch. Noch immer spüre ich deutlich wie mein Herz
schlägt. Ohne mich weiter zu beachten erzählt er Julez das der Tribe ihr geben kann was sie braucht und das sie auch
viel durchgemacht haben. Ich habe zwar nichts negatives über die Mall Rats gehört, aber ich weiß nicht recht was ich
von dieser Aussage halten soll. *Was sollen sie denn haben was sie braucht? Klingt sehr verdächtig. Wie sollen sie ihr
denn ein verlorenes Kind wieder geben können? Oder meint er es nur metaphorisch?*
Unsicher sehe ich zu den Beiden
und habe beinahe Amber und ihr Kind vergessen. Erst als der kleine Junge Julez seinen Teddy Fergus anbieten wandern
meine Augen schüchtern weiter. Ich habe Angst auf eines der anderen Augenpaare zu treffen. Nur der kleine Macht mir
keine Angst. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass Kinder immer ehrlich sein sollen.

Ich bin überrascht, als Julez zu Amber und Bray meint, dass sie gern bei ihnen bleiben möchte. *Sie wirken ja auf
den ersten Anschein nett aber ob man jemandem gleich deshalb folgen sollte. Ich weiß nicht ob das so gut ist. Wer
weiß wo sie da rein gerät, auch wenn das Kind einen glücklichen Eindruck macht.*
Amber meint nach kurzem
Schweigen, das sie los sollten. Auch sieht hat nur kurz zu mir gesehen. Ihr Blick war hart und kritisch. Noch ehe ich
irgendwie reagieren konnte huscht Akona an uns vorbei nach oben, dort wo sie zusammen mit Marvin, Patricia und
Nicolas wohnt. Mich hat sie gar nicht beachtet. Vielleicht hätte sie mich ja auch meiner Situation retten können. Ich
seufze auf, als sie nach oben verschwindet. "Oh... t...ut... mir leid... ich... ich w... wollte nicht... es... es war n... nur
so s... süss was d... dein Sohn g... gesagt hat..."
meine ich verunsichert in die Runde und sehe dabei hauptsächlich
zu Amber und ihrem Kleinen, um die Situation aufzuklären. Vorsichtig zu Julez gewandt flüstere ich ihr zu "S... sei
vo... vorsichtig. Ich... wei...ß ni...nicht recht."


Plötzlich öffnet sich hinter mit tatsächlich noch die Tür und obwohl ich wissen müsste, wer oder was die Tür öffnet
fahre ich vor Schreck zusammen und werde kreidebleich. Von hinten kommt jemand auf mich zu, es ist Keoni. Er
entschuldigt sich bei mir für die lange Wartezeit. Ich bin irritiert als er mein, dass er aufräumen musste. So
unordentlich kam mir die Wohnung gar nicht vor. Aber wer weiß vielleicht hat er ja einen Ordnungs-Tick, so lang
kenne ich ihn ja noch nicht. Keoni scheint sich jedoch darum zu sorgen, dass wir hier zwei zusammen länger bleiben
können. Ich glaube jedoch nicht, dass Nicolas und seine Freunde es davon abhängig machen wie ordentlich es in
der Wohnung aussieht. So wie ich Nicolas einschätze, sofern er sich nicht geändert hat, ist er selbst nicht der
Ordentlichste. Vielleicht steckt aber auch etwas anderes hinter dem Tick von Keoni. Sein Atem bei seinen ersten
Worten streiften meinen Nacken und sorgten bei mir für einen positive Schauer auf der Haut. Das Lächeln das er
mir schenkt lässt mich beinahe die vorherige Situation vergessen. Meine Panik hat sich in Wohlgefallen aufgelöst.
"Macht nichts Keoni." antworte ich etwas verlegen zurück und ich bin wieder etwas rot, nur dieses Mal nicht aus
Nervosität und peinlicher Berührtheit. Als er mich fragt was wir jetzt machen sollen zucke ich zunächst mit den
Schultern. "Wir wollten eigentlich Wasser holen. Ich bin nur inzwischen ziemlich müde vom warten." meine doch
doch etwas anmahnend, dabei ruhen meine Augen nur auf ihm und blenden die anderen vollkommen aus. Ich weiß
nicht ob sie meinen Wandel bemerkt haben, selbst wenn ist es mir egal. In seiner Gegenwart fühle ich mich wohl,
fast schon geborgen auch wenn ich weiß, dass er nur der typische große Bruder ist und nicht mehr.

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 7 Jul - 0:25

Der Erste, der es schafft, vollends zu Julez durchzudringen, ist der kleine Bray mit seinen fröhlichen geflüsterten Worten. Sie erwacht aus ihrer inneren Benommenheit, aus was sie dort beschäftigt, aus den Erinnerungen an ihr verstorbenes Kind und womöglich auch an dessen Vater. An die schönen Zeiten mit ihm, falls es diese gegeben hat. Dann lächelt die junge Frau sogar, völlig ungezwungen, so als wäre unser Kind ihr erster Lichtblick, selbst nachdem sein Ruf nach Amber Julez zunächst überhaupt erst in die Situation gebracht hat, dass sie in ihr Loch an tragischen Erinnerungen zurückfällt. Endlich sieht sie so aus, als könnte es ihr besser gehen, als würde sie unsere Hilfe annehmen, bis der schüchterne komische Junge seine Meinung kundtut. Das Misstrauen kehrt in Julez' Ausdruck zurück, ob nun nur ihm gegenüber oder wieder insgesamt, weil die Situation zu verwirrend ist, kann ich nicht ausmachen. Glücklicherweise nimmt Amber die Chance wahr, die Unsicherheit von unserer neuen Bekannten weiter zu vertreiben. Sie ringt kurz mit sich, wirkt dann so, als würde sie eine Entscheidung treffen und als Julez meine Hand annimmt, hoffe ich, dass wir auf der sicheren Seite sind. Nach wie vor ist das Mädchen sehr empfindsam, was ich ihr völlig zugestehe, doch sie bedankt sich bei uns, nähert sich Amber und unserem Kind und fasst einen kleinen Funken Vertrauen. Ohne Aufforderung beginnt sie, über ihr Baby zu sprechen. Mein, sein zukünftiger Vater, hätte es nicht haben wollen und es so offensichtlich...kaltblütig aus dem Weg geräumt. In mir drin rase ich, balle meine Hände zu Fäusten. Nie werde ich verstehen, wie ein Kerl sich nur wagen kann, ein Mädchen anzurühren, nicht an Prävention zu denken und sich dann einfach aus der Affäre ziehen kann und möchte, als wäre es nicht seine Mitverantwortung, was geschehen ist. Dass mein kleiner Bruder damals nicht sonderlich begeistert gewesen ist, als Trudy von ihm schwanger war, und rauskam, dass sie ihm nur was vorgespielt hatte, um an mich heranzukommen, war das etwas anderes. Er hatte keinen Groll auf sei Kind, sondern auf die Mutter, auf Trudy, das Mädchen, in das er wirklich verliebt gewesen ist und auf mich, weil ich es war, den sie begehrte statt ihm. Trotz allem hat Martin aber nie ernsthaft gewollt, dass sein Baby nicht existieren würde. In schwachen Momenten hat er gerne darüber nachgedacht, wie es sein würde, Vater zu sein, noch bevor er Zoot geworden ist. Selbst als er es bereits war, die Stadt ihn fürchtete und ich ihn im Namen von Trudy in die Mall einlud, damit er die kleine Brady zum ersten Mal sehen könnte, war er seit langem wieder..warmherzig geworden. Zu dem, der er eigentlich einmal gewesen ist, ein freundlicher, sanftmütiger Mensch, der keinem etwas Böses wollte. Er hätte Verantwortung übernommen, wollte sein Mädchen bei sich haben und dessen Mutter ebenso...
Julez Exfreund ist dagegen von einem anderen Schlag. er hat nicht nur ihr wehgetan, sondern ihr das Recht dazu abgesprochen, über das zu entscheiden, was in ihr heranwächst. Sollte er sie verfolgen und mir auch nur einmal unter die Augen treten, bin ich sicher, dass ich mich vergessen könnte.
Julez bedankt sich nochmal, redet dann mit dem kleinen Bray und sagt, sie wollte mit Amber zur Mall gehen. Mir fällt ein Stein vom Herzen, weil ich so weiß, dass weder Amber allein zurückgehen muss, noch dass Julez weiter herumirren wird und einen Menschen bei sich hat, der sie dazu ermutigen können wird, weiterzumachen und neue schöne Dinge am Leben zu finden.
Ich beobachte Ambers Reaktionen auf alles ganz eingehend. Sie ist sehr davon ergriffen, stimmt anschließend meinen Worten zu, dass es besser werden wird eines Tages und auch Bray spricht wieder, nun wo er aufgetaut ist, stellt seinen Teddybären als Fergus vor und macht sogar Anstalten, ihn der niedergeschlagenen Frau zu überlassen. Er ist ein richtiges Goldkind, das ich nie mehr missen möchte...Und als ob er fühlen würde, wie sehr ich Freude darüber empfinde, dass er bereits jetzt so ein toller Mensch ist, wendet er sich mir zu, studiert mich ganz genau, so wie er das schon mal zu Beginn unseres Treffens in der Wohnung gemacht hat. Doch auch er uns Amber werden von dem verunsicherten jungen Mann aus der Fassung gebracht, sodass der besondere Augenblick verpufft und der Realität weicht, dass meine...Freundin - denn in Gedanken ist sie es weiterhin - in die Mall gehen muss.
"Es ist schön, dass du dich dafür entschieden hast, mitzugehen, Julez. Du wirst sehen, es wird dir gefallen und hoffentlich bald leichter fallen, mit allem umzugehen. Aber Amber hat Recht, ihr solltet bald los, ehe es wieder dunkel wird", meine ich zuversichtlich. Nach dem, was Amber und ich geklärt haben, ist die Angst darum, dass es dauern könnte, bis ich sie oder Bray jr. das nächste Mal wiedersehe, fast gegangen. Zudem kann ich nun auch ins Einkaufszentrum kommen, um Trudy sowie Julez zu besuchen und mich nach ihnen zu erkundigen. Darüber bin ich sehr erleichtert, denn es war grausam, die Situation so in der Schwebe zu haben. In meiner Wohnung wartet allerdings erst noch mal Lia auf mich, die noch mal ganz andere Schwierigkeiten zu meistern hat.
Plötzlich richtet sich die Aufmerksamkeit aller dann auf den Jungen Mann in der Tür hinter Kaze, der ein bisschen durch den Wind auftaucht und meint, er hätte in der Wohnung noch ein wenig aufgeräumt. Irgendwie benehmen sich beide Typen sehr seltsam, sowohl uns als auch sich gegenseitig gegenüber.
Und der junge zurückhaltend wirkende Mann hat nichts Besseres zu tun, als Julez Optimismus, der noch so frisch und verletzlich ist, wieder ins Wanken zu bringen. Er entschuldigt sich dafür, überhaupt etwas gesagt zu haben, macht dann jedoch weiter und mahnt Julez zur Vorsicht. Ich schaue ihn skeptisch an.
"Gibt es etwas, das du die ganze Zeit verbirgst und gerne sagen möchtest? Wenn ja, wäre nun der richtige Zeitpunkt, um es auszusprechen. Ich will nicht unfreundlich sein, doch wie es aussieht, hast du soeben erst von den Mall Rats erfahren. Und das ist keine besonders lange Zeit, um sich eine Meinung zu bilden, die du offensichtlich hast. Wir wollen nur helfen, nichts weiter. Und wieso wir das tun? Es sollte eher heißen, warum nicht? Aus welchem Anlass muss man alles, das man tut, tiefgründig begründen, wie schade ist es, dass Hilfe immer gleich als Falle angesehen wird oder erst gar nicht mehr angeboten? Ich kenne dich nicht und habe nur nett sein wollen zu dir, während du mich geradezu vor den Kopf gestoßen und die ganze Zeit über keinen einzigen Versuch gemacht hast, um Julez auch nur ansatzweise zu helfen. Und jetzt willst du ihr ausreden, dass sie Unterstützung annimmt? Ich verstehe, dass gesundes Misstrauen durchaus angebracht ist, doch dazu sollte man sich die Menschen, denen man es gegenüber bringt genau genug anschauen, um einschätzen zu können, was sie möchten. Anders als du und dein Freund haben wir einiges mehr offenbart und leben nicht mehr in unserer eigenen Welt, aus der wir nur dringen, um uns so skurril zu benehmen, nur um etwas Durcheinander zu stiften. Ich möchte keinem zu nahe treten, doch das musste nun einfach mal gesagt werden. Du kannst dich frei überall nach den Mall Rats umfragen. Anders als andere Menschen, die bloß ihr eigenes Wohl im Sinne haben, geht es dort um die Gemeinschaft."
In meiner kleinen Rede fliegen noch ein paar Funken der Wut auf Jules Exfreund mit. Generell geht es mir jedoch darum, dass ich aus dem Freund meines Nachbarn nicht schlau werde und nicht nachvollziehen kann, wieso er sich nicht erst mal eine Meinung von jemandem bildet, statt ihn gleich zu verurteilen. Und besonders bereit dazu ist er immerhin nicht gewesen, Schüchternheit hin oder her. Selbst seinen Freund kümmert es nicht, dass hier ein paar Fremde im Flur stehen und es einer der Personen nicht wirklich gut geht, sondern er fragt nur, was sie nun noch geplant haben, woraufhin Kaze meint, sie wollten doch Wasser holen gehen. Er stellt uns weder einander vor, noch erklärt er die Lage oder Sonstiges. Was ihn weiterhin unsympathisch werden lässt. Für nun zumindest.
Ich richte mich wieder an Julez.
"Du kannst wirklich guten Herzens und Gewissens mit Amber gehen, ohne dich fürchten zu müssen. Wenn das dein freier Wille ist weiterhin. Falls nicht, darfst du jederzeit gehen, aber die Türen stehen dir offen, solltest du Hilfe benötigen", betone ich abermals und lächle wieder freundlicher.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 7 Jul - 11:56

Vollkommen unerwartet beginnt der Fremde mich einfach anzufahren. Perplex sehe ich ihn und die anderen an.
Warum mischt er sich eigentlich ein, ich habe Julez vertraulich etwas zugeflüstert. Manche scheinen ihr
Benehmen mit dem Virus über Bord geworfen zu haben. Ich kann ja verstehen, dass er sich und seinen Tribe
verteidigt, wer würde das nicht. Es gibt ihm aber noch lange nicht das Recht so mit jemandem umzugehen. Mein
suchender Blick ruht zuletzt auf Keoni und ich versuche mich zu durch seine Anwesenheit zu beruhigen, denn ich
spüre wie durch die verbalen Attacken von Bray meine Nervosität versucht wieder die Oberhand zu gewinnen.
Ich atme kurz durch und wende mich dann dem jungen Vater zu. "Ich... weiß nicht... was du hast. In keinem
Mo... ment war ich unfreundlich o... der abweisend. Au...ßerdem ha...be ich nur mitbekommen... das du Julez
a... an dich ge... drückt... und sie festgehalten hast... obwohl sie das ni... nicht wollte und sie geweint hat...
als ich mich wieder zu euch gedreht habe... ich hatte... mich schließlich vorher vera...bschiedet... ich hat...te
mir nä...mlich Sorgen um ihn hier gemacht... u...nd wollte nach ihm sehen... erst durch Julez Worte... bin ich
wieder auf euch au...fmerksam geworden..."
meine ich mit zitternder dennoch freundlicher Stimme und deute
nebenbei auf Keoni, dann atme ich tief durch und spreche weiter "Was... sollte ich... denn davon ha...lten als ich
das gesehen habe? Zu...mal ich vorher er...fahren ha...be das nebenan deine Fa...milie ist... Nur weil i...ch
sch...üchtern und äng..stlich bin... ha...be ich m...ich nicht ge..traut mich ei..nzumischen u...nd ihr zu he..lfen...
dafür sch..äme ich mich auch... Ich ha...be sie je...doch nur ge...beten vorsichtig... zu sein, weil alles so selt...sam
war für mich, mehr nicht... Doch i...ch habe niemandem ab...sichtlich vor d...en Kopf gest...oßen. Au..ßerdem lag
dein I...nteresse ja nicht bei mir u...nd ich bin ni...cht der Men...sch der sich anderen aufdrängt... das ist ü...brigens
Keoni, er wo..hnt hier..."
Mein Brustkorb bebt, meine Hände zittern, meine Atmung ist unruhig und in meinem
Mund hat sich dieses kribbelnde taube Gefühl ausgebreitet. Zum einen fühle ich mich befreit meine Gedanken in
Worte gefasst zu haben, wenn auch sehr abgehackt und zum anderen bin ich unsicher und wacklig auf den Beinen.
Was ist wenn der Typ noch aggressiver wird. Ich hoffe jedoch er konnte meinen Worten folgen und versteht, dass
keine böse Absicht hinter meinem Verhalten steckt. Kurz wende ich mich dann zu Keoni, nicht nur damit ich mich
durch seine Anwesenheit wieder beruhige auch um kurz zu erläutert wer hier so alles ist "Da...s sind Jul...ez, Amber
u...nd ihr Sohn und Bray, d...er Vater. D...ie Bei...den u...nd ihr Kind sind Mall Rats... viel...leicht kennst du sie."

Ich bin immernoch so aufgewühlt, dass es mir aktuell nicht mal gelingt vor Keoni einen ordentlichen Satz raus zu
bringen. Unser Vorhaben habe inzwischen vollkommen vergessen.

Out: Ich hoffe es war ok, dass ich sofort reagiert habe, aber Bray hat ihn ja direkt angesprochen Very Happy Very Happy

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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Di 7 Jul - 14:26

Als ich mit Tränen in den Augen im Flur stehe und den anderen grade offenbart hatte was mit meinem kleinen passiert ist, bevor es das Licht der Welt erblickte sieht mich Amber mitfühlend an. Sie wird mich von allen hier wahrscheinlich am besten verstehen, schließlich trug sie ihren Sohn auch einmal in sich. Man machte sich so schon genug Gedanken ob alles gut gehen würde, schließlich gab es keine Ärzte mehr die einem im Falle von Komplikationen helfen könnten.
Amber versucht mir Mut zu machen, sie meint, das es einen Weg geben wird und es mit der Zeit leichter werden würde. In diesem Moment kann ich es mir einfach nicht vorstellen das es jemals leichter werden würde. Der Schmerz sitzt zu tief um ihn jemals bei Seite schieben zu können. Ich weiß nicht was ich ihr darauf antworten soll, ihre Worte klingen lieb gemeint doch prallen sie an mir herab. Ich schaue Amber einfach nur mit Tränen in den Augen an, mein Blick wirkt leer und abwesend.
Als ich mich ihren Sohn zuwende, versuche ich mich zusammen zu reißen und lächel ihn an. Auf meine Frage flüstert der Kleine mir zu das der Name des Teddys Fergus ist. Trotz das ich noch einige Tränen in den Augen habe, scheint er keine Angst zu haben, er ist zwar Vorsichtig aber scheint keine Scheu zu haben. Er hält mit seinen Teddy hin und meint ich sollte ihn nehme, er würde machen das man nicht mehr weinen muss. Als er dieses Satz ausgesprochen hat und mich dabei mit seinen unschuldigen Kinderaugen ansieht erwärmt sich mein Herz, seine Gehste ist so verdammt erwachsen, aus ihm wird bestimmt mal ein netter Junge. Seine Eltern haben ihn gut behütet erzogen haben müssen, denn grade kleine Kinder sind meisst egoistisch, vor allem in seinem Alter. Liebevoll schaue ich den kleinen an und streichel über sein Haar: "Das ist wirklich lieb von dir, weißt du das? ich nehme den Teddy kurz an mich und nehme ihn in den Arm, anschließend reiche ich ihn Ambers Sohn wieder zurück: "Aber wenn ich ihn behalten würde, würde Fergus dich bestimmt vermissen, also musst du ihn behalten."

Nachdem ich mich dafür entschieden hatte mit in die Mall zu gehen, scheint Amber es recht eilig zu haben. Wie auch  kann sie wohl den Fremden jungen Mann der etwas abseits von uns steht nicht einschätzen.
Aufeinmal kommt eine junge Frau in das Treppenhaus, der Fremde scheint sie zu kennen, jedenfalls sieht es danach aus, jedoch sprechen Sie nicht miteinander, denn sie scheint es ziemlich eilig zu haben. Ob sie auch hier im Haus wohnt? Noch bevor ich über sie nachdenken kann, beginnt der Fremde Mann zu sprechen, er entschuldigt sich, da er es einfach nur süss fand was Brays Sohn zuvor über die Mallrats gesagt hatte, dass er es süß fand kann ich absolut nachvollziehen, schließlich war ich dem kleinen auch sehr dankbar über seine Worte, er machte es mir leichter Bray und Amber zu vertrauen.
Als auch Bray versucht mir nocheinmal versucht gut zu zureden. Er bestätigt Ambers Vorhaben bald loszugehen, schließlich scheint es bald wieder dunkel zu werden.
Amber und Bray hatten wohl recht, denn die Dunkelheit machte mir schon immer Angst und trotz das sich mein Körper total erschöpft anfühlt bestätige ich ihren Vorschlag durch ein zaghaftes Nicken.
Hoffentlich ist der Weg nicht zu weit, bitte lass es mich schaffen! Aber Moment, wieso sagt Bray "Ihr"? Kommt er nicht mit? Irritiert schaue ich Bray an, war es von Anfang an geplant das er nicht mitkommt? Und was ist mit seinem Sohn? Er brauch doch beide Elternteile!
Auf einmal höre ich eine Stimme die mich aus meinen Gedanken reißt, es war die des Fremden jungen Mann, von dem ich erst dachte ihn mir eingebildet zu haben. Er warnt mich, ich solle Vorsichtig sein Amber und Bray zu vertrauen und mit Ihnen in die Mall zu gehen. Ich starre den Fremden an, es ist als würde mir etwas den Hals zu schnüren sodass ich ihm nicht antworten kann. Ich blicke in die Gesichter der Anwesenden, starr und ängstlich und laufe ein paar schritte rückwärts.
Warum sagt er so etwas zu mir? Ich hatte grade Vertrauen gefasst, zumindest konnte ich mich dazu durchringen. Weiß er etwas, was ich nicht weiß, was mach ich denn jetzt? ich fühle mich hilflos, und weiß nicht was ich sagen soll, geschweige denn ob ich hier irgendjemand noch vertrauen sollte. Dann kommt aufeinmal noch eine Person hinzu und wendet sich dem Fremden zu. Ich kann ihn kaum wahr nehmen, kriege nur etwas mit, wo es um Wasser holen geht.
Mit wird es hier eindeutig zu viel, ich versuche nicht wieder von der Welt abzudriften als Bray schließlich das Wort ergreift. Daraufhin beginnt eine heftige Diskussion der beiden und das nur wegen mir. Ich starre sie an, hin und her wandert mein Blick zwischen Ihnen. Sie machen sich gegenseitig Vorwürfe, ich ertrage es nicht. Bei den letzen Sätzen höre ich gar nicht mehr zu. Ich wollte kein Streitthema verursachen. In mich gekehrt warte ich ab Stille Eintritt. Mein Herz schlägt wie wild, als niemand mehr etwas sagt schaue ich sie mit tränen in den Augen an:
"Bitte hört auf damit ... Ich ertrage das nicht. " Mein Atem wird schneller. "Bitte lasst das, warum macht ihr alles kaputt?"
Verzweifelt schaue ich zu Amber und ihrem Sohn und hoffe sie versteht mich. Ich warte nur darauf das sie etwas sagt, was mich beruhigt.
Sie wird mich schließlich am besten Verstehen, sie als Mutter, ich kann mir einfach nicht vorstellen, das sie mich und ihren Sohn an einem Ort bringen würde, der gefährlich ist.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   So 12 Jul - 7:10

Die Situation im Treppenhaus nimmt langsam Züge an, die ich nicht ganz verstehe. Nachdem noch eine Person hier im Treppenhaus neben dem jungen, fast etwas kindlich wirkenden Jungen auftaucht. Immer noch halte ich Bray jr. im Arm, der Bray noch eine ganze Weile beobachtet, nachdem Julez ihm seinen Teddy doch überlassen hatte. Ich bin erstaunt über seine Großherzigkeit, wo ich doch weiß, dass sein Teddy doch eines seiner liebsten Spielsachen ist. Ich weiß, dass er mir und Bray manchmal sehr ähnlich ist, ohne ihn jemals dazu gezwungen zu haben. Dann zieht der Junge meine Aufmerksamkeit wieder auf sich, als er beginnt sein Misstrauen kund zu tun. Ich ärger mich über sein unbewachsenes Verhalten, auch wenn eine gesunde Brise Skepsis heutzutage nicht von der Hand zu weisen ist, jedoch sieht das alles hier gerade völlig anders aus. Die ganze Situation an sich ist so ruhig und frievoll abgelaufen, so dass Julez tatsächlich etwas vertrauen in uns gewinnen konnte und dann Kaze mit seinen Anschuldigungen. Sieht er denn nicht, dass es ihr nicht gut geht?! Ich ärgere mich, doch bevor ich noch etwas sagen kann schaltet sich Bray in das Gespräch ein und weißt den Jungen gehörig zurecht was wiederum zu weiteren Antworten von Kaze führt. Dieses Mal nicht anschuldigend, sich eher fast verteidigend wirkt sein Gestammel. Noch immer ruht mein Blick auf ihm und auch Bray jr. in meinem Arm wendet sich dieser kleinen, aber doch heftigen Diskussion zu bis plötzlich Julez Atem wieder schneller wird und ich verstehen kann, dass das alles gerade nur noch schlimmer für sie sein muss.
"Aus jetzt... alle beide!" rufe ich dazwischen und werfe Kaze und Bray einen kurzen Blick zu.

"Es reicht jetzt,... wirklich!" meine Stimme wird wieder ruhiger bei diesem Satz, denn ich merke, dass Julez immer mehr missmutiger wird und ihre Unsicherheit, die sie gerade eben überwunden hatte sie wieder vollkommend übermannt. Bray jr. auf meinem Arm fängt an etwas Unruhig zu werden und ich weiß, dass er mir damit zeigen will, auf seinen eigenen Beinen zu laufen. Ich stelle ihn vorsichtig neben mich hin, während ich immer noch konzentriert auf die angefachte Diskussion bin. Ich spreche trotzdem mit ruhiger Stimme weiter, um Julez nicht noch mehr zu beunruhigen. ".. Kaze, du hast es geschafft mit deinem verhalten noch mehr Angst zu verbreiten.. Das hilf weder Dir, noch mir oder irgendwen hier gerade weiter. Schon gar nicht einer Mama, die sichtlich viel durchgemacht hat und jede Unterstützung verdient, um nur annähernd wieder ins Leben zu finden nach einem schweren Verlust." ich wage es nicht direkt über Julez verlorenes Kind zu sprechen, denn ich will die junge Frau nicht noch mehr verschrecken. Während ich weiter spreche, tapst Bray jr. inzwischen zu Julez und geht zu ihr hinüber und greift vorsichtig und fast etwas zaghaft nach ihrer Hand, fast als wolle er ihr zeigen, dass sie keine Angst haben zu braucht ohne groß es mit Worten zu sagen. Seine Geste zeigt, dass er auch ihr vertraut, auch wenn ich mit meiner Konzentration auf Kaze und Bray gerichtet bin.

Erst jetzt sehe ich zu Julez, die mir einen verzweifelten Blick zuwirft. Ich begreife, dass sie auf beruhigende Worte von mir wartet. Ich bin eine Mama genau wie sie und ich fühle ihre Angst und Leere.. Ihren Missmut... Ihr Blick spricht Bände, die nur deutlich in ihr Gesicht geschrieben sind, wenn man selbst Mutter ist. Mein Blick gibt ihr zu verstehen, dass ich in diesem Moment auch das fühle, was sie fühlt. Eine Mutter spürt das. Kurz erinnere ich mich an Bray und Trudy, wie sie erstmals in die Mall kamen.. "Wir müssen zusammenhalten, denn ohne dem wären wir heute nicht das, was wir sind..." flüstere ich dann mehr zu Julez ohne mich mehr um den Rest der Anwesenden zu kümmern. Ich spreche nur zu ihr... Von Mama zu Mama.

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Keoni*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   So 12 Jul - 15:02

Ich höre weiterhin der Unterhaltung zu. Ich weiss nicht wirklich was ich sagen soll.
Zudem wollten wir auch eigentlich noch los.
Kaze meint jedoch dann, dass er ziemlich müde ist vom vielen warten.
Man kann es ihm allerdings auch nicht verübeln. Ich habe mir ja auch reichlich Zeit gelassen.
Allerdings habe ich diese Zeit auch gebraucht. Ich werde in nächster Zeit wahrscheinlich noch mehr
brauchen. Aber vorallem auch Zeit mit ihm. Ich muss herausfinden was das ist.
Ich meine, ich bin so lange an Allison gehangen und mache dies eigentlich immer noch. Daher muss
ich herausfinden ob es nur ein ich fühle mich wohl ist, dass endlich wieder jemand um mich herum ist,
der mich gern hat oder ob da noch mehr ist. Daz u bräuchte ich allerdings beide hier .
Kaze und Allison. Dann könnte ich das herausfinden.
Immer und immer wieder denke ich jetzt über sie nach, weniger über Kaze.
Wo sie wohl ist, wie es ihr wohl geht? Wo ich sie wohl wieder sehe und ob ich sie überhaupt wieder sehe.
Ich schaue zu boden und meine dann kurze Zeit darauf nur:" Dann lass uns morgen Wasser holen gehen und lass uns nun schlafen legen meinst du nicht?"
Dann sehe ich Kaze in die Augen und warte auf eine Antwort.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Mo 20 Jul - 0:42

Der Moment mit dem Teddy zwischen meinem Kind und Julez ist sehr besonders für mich. Sowohl sein Angebot als auch die lieb gemeinte Ablehnung des Bärens, zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen. Leider hält das nicht besonders lange an, denn obwohl ich mehr konsequent denn besonders laut oder aggressiv gesprochen habe, was ich allein schon wegen der Anwesenheit meines Sohnes vermieden habe, ist der Blick, mit dem mich Kaze bedenkt, sehr durch Verdutzung geprägt und er schaut ständig zu seinem Begleiter. Als er wieder redet, ist es, als würde er dabei über eine steinige Straße rennen. Seine Worte bringen die ganze Sache dann noch mal auf eine andere Ebene. Er kann mich also kein Stück verstehen? Teilt mein Urteil über sein Verhalten nicht, sondern redet sich stattdessen ein, er habe die Sachlage mit Julez nicht verstanden, ich hätte sie gegen ihren Willen festgehalten und was er über seinen Freund sagt, den er offensichtlich besucht, kann ich absolut nicht ganz zu einem sinnvollen Bild zusammensetzen. Besonders krank sieht der dunkelhaarige junge Mann nicht aus. Nur scheinen sowohl er als auch sein Kumpel es gut zu verstehen, gewisse Teile eines Geschehens auszublenden oder sich nicht darum zu kümmern, dass sie durch das, was sie dann doch mitbekommen und wie sie damit umgehen, mehr missinterpretieren als richtig und - so sehr Kaze es bestreitet - unhöflich wirken, desinteressiert, gleichgültig. Die Körpersprache, die tatsächlich an jemanden erinnert, der sich panisch vor etwas fürchtet, als würde er hier gerade einen Krieg oder eine Hinrichtung mit ansehen müssen, statt wie jemand versucht, eine aufgebrachte junge Frau zu trösten. Und am meisten Angst hat Kaze wohl vor mir, weil ich meine Stimme etwas erhoben habe. Ich betrachte ihn eingehend. In meiner Sklavenzeit habe ich einiges erlebt, ich habe Menschen gesehen, die gebrochen wurden, gequält, mainpuliert, an den Pranger gestellt oder getötet. Jeder hat das anders aufgenommen, unterschiedlich verarbeitet. Hat man so etwas hinter sich, weiß man eine Weile lang nicht, was man noch glauben, denken und fühlen kann und soll. Kaze wirkt allerdings kein bisschen wie jemand, der eine solche Zeit hätte überleben können, so wie er redet, scheint er nicht zu dem Menschen, der er ist geworden zu sein, weil ein anderer seine Persönlichkeit gebrochen oder ihm viele böse Dinge angetan hat. Oder doch? Wurde er von den Technos so programmiert? Ist er das Ergebnis eines anderen makrabren Projekts? Ich lasse mir jedes Wort noch mal durch den Kopf gehen. Nichts hat einen geringen Hinweis darauf gegeben, dass er jemals etwas mit einem anderen Tribe zu tun gehabt hat. Und warum sollten die Technos jemanden wie ihn so gehen lassen, wo er keinen Nutzen für sie hat? Das würde keinen Sinn ergeben.
Weiter nachgrübeln kann ich nicht, da Julez das Ganze verständlicherweise zu viel wird. Ich wollte sie nicht überfordern, doch ich konnte die Sache auch nicht einfach so stehen lassen. Amber weist sowohl mich als auch mein Gegenüber zurecht, unterstützt mich gegen Kaze allerdings damit, dass sie die Sache genauso sieht wie ich. Das ist keine Genugtuung, die ich empfinde, bloß Erleichterung, weil noch eine Person meine Gedanken ausgesprochen hat und sie so vielleicht klarer werden. Die Brücke zum Guten schlägt letztendlich wieder unser kleiner Mann, der nachdem er deutlich signalisiert hat, dass er auf eigenen Beinen stehen möchte, zu Julez herüberläuft, als würde er sie nicht erst seit wenigen Minuten kennen. Seine kleinen Hände umfassen ihre feingliedrigen Finger. Ich registriere, dass Amber Julez eine Mutter nennt, als wäre das Kind am Leben, denn das war es, wenn auch nicht auf dieser Welt, sondern nur in Julez Körper, doch das macht keinen Unterschied. Julez ist eine Mutter, die sie nicht sein kann, wie es richtig wäre. Sie hat eine Aufgabe bekommen, die sie nicht ausführen kann, obwohl sie sie so glücklich gemacht hätte. Weil ihr das Wichtigste vorher entrissen worden ist...Amber sagt nun etwas nur zu Julez allein. Als sie fertig ist, lasse ich ein paar Momente vergehen, denn ich habe noch was zu sagen, doch ich weiß, dass ich mich damit nicht mehr lange aufhalten darf und keine weitere Diskussion losstoßen möchte, noch will ich zwischen die Verbindung kommen, die Amber geschaffen hat. Reuevoll schaue ich zu den beiden Frauen, dann wieder skeptisch zu Kaze. Sein Freund, den er Keoni nennt, hat nichts Besseres zu tun, als alles Geschehene zu umgehen und lediglich über den Plan des Wasserholens zu reden. Dann schlägt er ernsthaft vor, schlafen zu gehen. Innerlich schüttele ich den Kopf. Wie kann man nur so ignorant sein. Keine Worte sind immer noch besser als so mitzuteilen, wie wenig einen das, was ich vor der eigenen Nase zuträgt, kümmert.
"Verzeiht, ich hatte nicht vor, alles noch schwerer zu machen. Doch Kaze, was du sagst, stimmt so einfach nicht. Ich habe dir keinerlei Grund dafür gegeben, um mich für jemanden zu halten, der dir oder gar Julez schaden möchte. Im Gegenteil, ich habe dich freundlich begrüßt, weil ich mich darüber gefreut habe, einem meiner Mitbewohner in diesem Haus zu begegnen, da ihr alle meistens unterwegs seid und du hast nicht viel Interesse daran gezeigt. Und was meinst du damit, ich habe etwas mit Juulez gegen ihren Wunsch getan, während meine Familie in der Nähe gewesen ist?! Es ist wohl ratsam, diesen Gedanken nicht auszusprechen, aber ich finde es sehr respektlos von dir, nicht nur einer jungen Frau, die das nicht gebrauchen kann, Zweifel in den Kopf zu setzen, die komplett unbegründet sind, als auch einem Menschen, den du gar nicht kennst, solche Übergriffe anhängen zu wollen. Für mich ist das nicht damit zu untermauern, dass du ängstlich und schüchtern bist, tut mir leid. Und mein Interesse lag nicht bei dir? Wie sollte es auch, du hast dich ja rasch aus der Affäre gezogen. Hier in eurem Haus sitzt eine aufgelöste junge Frau und ihr habt nichts Besseres zu tun, als die ganze Zeit über Nichtigkeiten zu reden oder sie weiter zu verunsichern. Entschuldigt, doch das kann ich einfach überhaupt nicht nachvollziehen oder gutheißen. Damit ist meine Ansicht raus und das Thema für mich beendet."
Draußen ist mittlerweile endgültig die Nacht hereingebrochen. Amber und Julez sollten losgehen. Und ich muss nach Lia sehen, ihr Schlaf dauert schon viel zu lange an und was ist, wenn die Verletzungen, die sie sich beim Sturz vom Pferd zugezogen hat und deren Nachwirkungen doch schlimmer sind als gedacht?
"Ihr solltet euch auf den Weg machen", sage ich zu Amber, sodass sie mich ansieht. Bray jr. sieht traurig aus, als er mich ansieht, sobald die drei aus der Tür sein werden, wird er sich aber um Julez kümmern, da bin ich mir sicher und allzu lange wird es nicht dauern, bis wir uns wiedersehen. Ich gehe wieder in die Hocke, damit ich mein Kind in eine Umarmung ziehen kann, die der kleine Junge ziemlich stark erwidert, als er kurz von Julez' Hand ablässt.
"Bitte komm uns bald besuchen, Papi, ja? Du hast mir doch versprochen, dass wir noch zusammen spielen!", murmelt er leise und ich flüstere ihm zurück, dass ich so schnell kommen werde, wie es mir möglich sein wird. Während ich mein Kind halte, durchfährt mich ein Glücksgefühl, so wie in der Mall, als es Trudy mir erlaubt hat und ich den Kleinen zum ersten Mal in den Armen gehalten habe. Als wir uns lösen, sodass ich mich auch von Amber verabschieden kann, grinst mein kleiner Sohn.
"Danke, dass du das für Julez tust. Und wegen uns...denk an das, über was wir geredet haben. Es kommt alles ins Lot und wegen Jay, mach dir keine Gedanken wegen mir. Sag ihm das auch, dass er keine...Angst haben braucht. Ich hab euch beide, dich und unseren Kleinen furchtbar lieb. Passt auf euch auf", meine ich leise und atme den vertrauten Amber-Duft ein, halte sie an mich gedrückt und bin zufrieden, dass mir das vergönnt ist.
Letzendlich richte ich mich an Julez.
"Ich wünsche dir alles Gute. Bis bald", verabschiede ich mich zaghaft lächelnd, ohne sie noch einmal zu berühren.
Plötzlich kommen noch zwei weitere Frauen in das Haus, die ohne uns eines richtigen Blickes zu würdigen, einfach weitergehen.
Unter welchen Menschen bin ich hier nur gelandet?!, fragt sich mein Kopf, denn meine Mitbewohner scheinen leider nicht so zu sein wie erhofft...
Als sich die drei anderen abwenden zum Gehen, tue ich es ihnen gleich, winke noch einmal, als der kleine Bray es tut und gehe anschließend in meine Wohnung zurück. Die beiden anderen jungen Männer erwähne ich bei meinem Abschied nicht, da sie ohnehin in ihrem eigenen Komsmos schweben.

tbc: Flur und Küchennische (Wohnung 1. Stock rechts.)


Zuletzt von Bray* am Di 28 Jul - 22:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kaze*
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Do 23 Jul - 22:20

Kurz nachdem ich Keoni angesprochen habe, fragt er mich ob es nicht besser ist erst ein mal schlafen zu gehen.
Irgendwie hat er Recht es wird immer dunkler und ich nicke. Noch ehe ich jedoch antworten kann werde ich
plötzlich von Bray angefahren. Obwohl ich vertraulich Julez angesprochen habe mischt er sich einfach ein.
Anscheinend hat er uns einfach belauscht. Als ich mich umsehe ist Keoni auch schon wieder verschunden und
ich bin alleine. Der kurze Blick den ich noch auf ihn, den ich noch erhaschen konnte, hilft mir auch nicht mich
zu erden. Allein stehe ich dann mit den anderen wieder im Treppenhaus.

Kaum bin ich mit dem Versuch fertig die Situation freundlich und sachlich ins rechte Licht zu rücken, meint Julez
plötzlich, dass wir aufhören sollen - sie erträgt das nicht. Mit großen Augen sehe ich sie an. Es ist doch gar nichts
passiert, Bray und ich unterhalten uns doch bloß. Auch wenn der junge Familienvater für meinen Geschmack etwas
zu harsch war. "Oh t...tut mir leid Jul..ez" mehr bringe ich nicht raus, da es mir wirklich leid tut, was sich hier gerade
abspielt. Noch ehe ich meine Aufmerksamkeit wieder vorsichtig auf Bray lenken kann spricht uns Amber von der Seite
an. Ein Fragezeichen prangt förmlich auf meinem Gesicht, warum fährt sie uns so an und dann noch in der Gegenwart
ihres Kindes. Es ist mir unbegreiflich, vielleicht ist sie auch nur erledigt schließlich ist es schon dunkel draußen. Aber
das ist noch lange kein Grund ein normales Gespräch so zu kommentieren. Als sie mich dann  direkt anspricht, glaube
ich mich im falschen Film. "Mag s...sein, dass ich sie v..verunsichert habe, da...für... hab ich mich ent...schu...ldigt...
da...dass hä...hätte ich auch so g...getan... bevor..."
dann bricht mein Satz ab und ich blicke zu ihm, Bray. Ich muss
schlucken, zum Einen tut es mir unendlich leid was Julez und der kleine Junge hier erleben und zum Anderen ist die
Situation auch für mich so erdrückend, dass es mir schwer fällt meine Emotionen zurück zu halten.

Noch ehe ich mich wieder finden kann fängt Bray wieder zu reden an. Er scheint sich von seiner Freundin bestärkt,
jedenfalls überrollt er mich mit einer Welle von Worten. Es ist fast so, als wolle er einen mit aller verbaler Gewalt
mundtot machen. Und sein letzter Satz bestätigt mir meine Vermutung nur. Er Gespräche vermeiden zu wollen bei
dem sein Gegenüber andere Ansichten hat, selbst wenn diese nur die Wahrnehmungen und Gefühle eines anderen
darstellen. Wie man wissen sollte sind diese niemals falsch, weil jeder Mensch andere Dinge wahrnimmt. Auch wenn
ich vielleicht schwer zu verstehen war, bin ich nur auf ihn eingegangen und habe geschildert was ich gesehen habe.
Ebenso habe ich mich entschuldigt. Aber all das scheint er auszublenden oder für nichtig anzusehen. Könnte ich mich
besser und flüssiger artikulieren, so wie in meinen Gedanken, so würde ich ihm antworten, auch wenn ich meine
Emotionen dann wahrscheinlich gar nicht mehr halten könnte. Aber vermutlich würde er sogar das als Zeichen der
Schwäche und Grund mich weiter klein reden. Dennoch bin ich unschlüssig ob ich nicht doch antworten sollte, sonst
würde er es wahrscheinlich wieder denken ich sei desinteressiert oder respektlos. Aber im Gegensatz zu ihm, der sich
nach der freundlichen Vorstellungsrunde nur Julez gewidmet und mich stehen lassen hat, tue ich so etwas nicht.
Ich antworte zögerlich aber direkt ihm zugewandt, freundlich und leise, so dass Julez, Amber und der kleine Junge
nicht weiter beteiligt sind  "Du hast m...mich be...grüßt richtig, so w...wie ich euch, w...wenn a...auch sch..schüchtern...
und wort...karg... D...doch... nach m...meiner Antwort... da...dass ich... nur zu B...besuch bin ha..hast du kein...
In...teresse mehr g...gezeigt... also... hatte ich m..mich verab...schiedet... Auch o...ohne Reaktion..."
Kurz atme
ich durch, um ihm dann leise seine Frage zu beantworten, was ich damit meine das er gegen ihren Wunsch gehandelt
hat  "Als i..ich Julez sch...schluchzend reden g..gehört habe, ha..habe ich mich s...sofot zu euch u...umgedreht und
ge...gesehen, dass sie w...weinend v...versucht hat sich aus d...deinen Armen zu l...lösen... d...dafür das bei mir
ei...ein f...falsches Bild ent...standen ist h...habe  ich m...mich entschuldigt..."


Nachdem ich meinen Satz zu Ende gebracht habe gehe ich wieder einen Schritt zurück. denn auf seine Anschuldigungen
einzugehen macht keinen wirklichen Sinn, also belasse ich es dabei. Außerdem möchte ich die aktuelle Situation nicht
unnötig in die Länge ziehen. Er reagiert nicht vielleicht ignoriert er meine Worte ja tatsächlich oder er lässt sich meinen
Wortsalat tatsächlich durch den Kopf gehen, ich würde es begrüßen. Bray meint die drei sollten sich auf den Weg machen.
Ich kommentiere es nur mit einem freundlichen Lächeln, während ich noch immer versuche mich durch tiefes ein- und
ausatmen emotional wieder zu beruhigen, weg von den Tränen der Ohnmacht und Verzweifelung , die drohten aus mir
heraus zu platzen. Als der kleine Bray anspricht wird mein Lächeln noch größer. Er ist einfach niedlich, so unschuldig und
ehrlich. Ein Grund warum ich den jüngeren mehr Vertrauen schenke, als so manchem abgedrehtem Teenager. Als Bray
sich endgültig von ihnen verabschiedet und Amber bittet vorsichtig zu sein bin ich positiv von ihm überrascht. Nun ist er
wieder so wie zu Beginn unseres Aufeinandertreffens. Ich ziehe es vor mich nicht unnötig aufzudrängen und schenke ihnen
weiter hin nur ein freundliches Lächeln.

Als die anderen gegangen sind, geht auch auch Bray. Doch statt sich von mir zu verabschieden lässt er mich einfach
stehen. Unfassbar unhöflich finde ich, aber auch Keoni war nicht besser als er. Der ist ja vorhin auch einfach wieder
verschwunden und hat mich allein gelassen. Vermutlich hat er nicht mal mitbekommen, was los war obwohl ich ihn
sicher flehend angesehen habe. Er wirkte abwesend auch seine Frage klang sehr beiläufig. Vielleicht dachte er an
seine Familie oder seine Freundin. Irgendwie macht es mich sehr traurig nun allein zu sein und niemanden zu haben.
Ich gehe ein paar Stufen hinunter und bleibe vor dem Fenster stehen. Ich richte meinen Kopf gen Nachthimmel und
lasse meinen Gefühlen, die ich nun eine ganze Weile zurück gehalten habe, ihren Lauf. Jetzt sind es jedoch Tränen der
Einsamkeit, die sich den  Weg über mein Gesicht bahnen. Nicht unbedingt weil die Anwesenden nun alle weg sind, weine
ich, viel mehr, weil ich Jahre lang allein war und nun scheinbar jeglichen sozialen Anschluss versäumt habe. Wie es
aussieht war es doch ein Fehler sich nicht nach draußen, in die Stadt, zu trauen.
Kurz nachdem die letzte Träne weggewischt ist, beschließe ich zurück in die Wohnung von Keoni zu gehen, aber auch
nur um meine Tasche zu holen. Leise gehe ich hinein nehme sie und schleiche mich wieder hinaus um dann das nach
unten zu gehen und über die Eingangshalle das Haus Richtung Markt zu verlassen. Ich habe ein Ziel vor Augen, auch
wenn es sicher nicht gut ist wieder allein zu sein. Aber ich nehme mir vor in Zukunft mehr auf andere zu zugehen.

gt: Märkte der Stadt

-

Nachrichten zu meinen Charas bitte nur an mich hin senden, danke.

Dimont: Kaze*, Nicolas*, Elyas*, Marvin*, Godric* und Harry*
 Very Happy


Zuletzt von Kaze* am Sa 25 Jul - 17:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Sa 25 Jul - 1:00

Mit tränen in den Augen schaue ich zu Amber, die Diskusion der Männer war mir eindeutig zu viel. Grade hatte ich mich wieder einigermaßen gefangen und ein wenig Vertrauen gefasst um mit zu den Mall Rats zu gehn. Doch die jetztige Situation überfordert mich einfach nur. Amber sieht mich ebenfalls an und in ihren Augen sehe ich ihr Mitgefühl, als würde sie mich verstehen, ich weiss nicht was sie bis jetzt alles erlebt hatte, aber ich kann mir vorstellen das es auch für sie nicht immer einfach war. Schließlich hatte sie ein Kind, eine Verantwortung und sie musste es zur Welt bringen, in Umständen die es früher nicht gab, als es noch Krankenhäuser und medizinische Versorgung gab. Auch für mich wäre es vieleicht nicht einfach gewesen mein Kind auf die Welt zu bringen, doch hätte ich es gerne in kauf genommen.

Schließlich tat Amber das wonach ich innerlich gerufen hatte und selbst keinen Mut dafür fand. Sie versucht die Unterhaltung zwischen Kaze und Bray zu stoppen. Weiterhin richte ich meinen Blick auf sie, schützend hält sie immer noch ihren Sohn auf dem Arm, der jedoch aufeinmal sehr unruhig wird. Amber nimmt den kleinen behutsam vom Arm und stellt ihn auf den Boden während sie kaze erklärt das sein Verhalten absolut unangebracht ist. Ich hatte eigendlich nichts gegen Kaze, wie sollte ich auch, denn ich kenne ihn ja kaum bzw. gar nicht, aber dennoch waren es Bray und Amber die mir in meiner Not geholfen hatten und mich versuchten zu beruhigen. Grade hatte ich irgendwie ein wenig vertrauen zu den beiden und dann meinte Kaze ich muss vorsichtig sein. Doch Amber gibt mir grad durch ihr Verständniss und ihrer Aussage ein bisschen das Vertrauen wieder zurück. Ihre Worte klingen in meinem Ohr so mitfühlend, als wüsste sie genau wie es mir in diesem Moment geht und sie recht, meine Baby zu verliehren war unbeschreiblich schmerzhaft. In meinen Ohren nehme ich noch wahr wie Kaze zu mir meit das es ihm leid tut und es sieht aus als würde er es ernst meinen. Ich nicke ihm zaghaft zu um ihm zu zeigen das es okay ist. Was hätte ich sonst tun sollen? Ihm Vorwürfe machen? Das wäre nicht meine Art, vorallem nicht in dieser Situation, in der ich grade am liebsten gar nicht wäre.

Weiterhin habe ich noch leichte Tränen in den Augen mein Blick ist starr und ich fühle mich nicht in der Lage irgendetwas zu sagen. Plötzlich spüre ich etwas an meiner Hand und sehe vorsichtig hinab. Bray jr. kleine Kinderaugen blicken zu mir hinauf. Schnell versuche ich meinen traurigen Blick in ein freundliches lächeln zu verändern. Der kleine wirkt, als wolle er mir meine Angst nehmen, mir zeigen das ich seiner Mama und seinen Papa vertrauen kann, das ich mit in die Mall gehen soll. Ich bücke mich zu dem kleinen hinunter und wische mir die Tränen aus den Augen. "Weisst du das du ein ganz toller kleiner Mann bist!" sage ich mit leiser Stimme zu Bray jr. Diese kleinen Kinderaugen können einfach nicht lügen, ich kann mir nicht vorstellen das er so etwas machen würde, wenn seine Eltern irgendetwas böses im Schilde führen! Ab diesem Punkt stand für mich fest, das ich mit in die Mall gehen werde. Mein Blick fällt zurück auf Amber, die mich und ihren Sohn beobachtet hatte. Sie kann wirklich unheimlich stolz auf ihren Sohn sein. denke ich mir. Amber sieht mir direkt in die Augen, anhand ihres Ausdrucks habe ich das Gefühl das sie mich versteht, meinen Schmerz mitfühlen kann, den ich wahrscheinlich ein Leben lang in mir spüren werde. Durch ihre Worte das wir zusammenhalten müssen bestätigt sie mein Gefühl.

Ich erhebe mich wieder und nehme den kleinen Bray jr. an die Hand und gehe zusammen mit dem kleinen auf Amber zu. "Du hast recht...!" sage ich mit zaghafter Stimme zu Amber. "Ich werde mit euch gehen!". Obwohl eine kleine Unsichheit bestehen bleibt, denn ich weiss nicht was mich erwartet, schließlich kenne ich die Leute in der Mall nicht.

Für einen kurzen Moment herrscht stille im Treppenhaus und Bray sieht zu uns. Jedoch wandert sein Blick wieder skeptisch zu Kaze. Doch dort war noch eine fremde Person, die ich vorhin gar nicht wahr genommen hatte. Wahrscheinlich lag es daran das ich wieder in einer Art Schockzustand war, als die Diskusion zwischen Kaze und Bray entstand. Der Fremde spricht mit Kaze über einen ein Vorhaben, anscheind wollten sie wohl Wasser holen gehen, doch er wollte das ganze wohl nun auf morgen verschieben, was ich nachvollziehen kann, denn im dunkeln würde ich auch kein Wasser mehr holen gehen wollen. Grade allein zu sein, in der Dunkelheit ist für mich einfach nur schrecklich. Auf meinem Weg hierher, als ich mein altes Zuhause verlassen hatte, gab es viele Nächte in der Dunkelheit, sie raubten mir den Schlaf, niemals hätte ich mich einfach irgendwo hinlegen können um zu schlafen. Was auch meinen jetztigen Zustand erklärt. Mein Körper fühlt sich an wie betäubt, müde und ausgelaugt, geschweige denn von meinen Gedanken die mich einfach nicht loslassen wollen. Ich hoffe einfach das der Weg bis in die Mall nicht zu weit ist, oder gar gefährlich. In diesem Moment schaue ich fragen zu Amber, "Ist es weit bis zur Mall?" frage ich mit leiser unsicherer Stimme, nur so das sie mich verstehen kann.

Schließlich ergeift Bray erneut das Wort. Mit leeren Augen schaue ich ihn an wärend er erklärt wie er die Situation empfunden hat. Natürlich ging es mal wieder um mich, was mir äusserst unangenehm ist, ich wollte hier wirklich keinen Wirbel oder gar einen Streit verursachen. Aber Bray hatte irgendwie recht, Kaze hatte mich ganz schön verunsichert. Jedoch hatte sich das Thema nun für ihn erledigt meint er. Kaze beschreibt wie er die Situation empfunden hat und das er sich bei mir entschuldigt hat, das er mich mit seiner Wahnung irritiert hat.
Anscheind haben die beiden sich irgendwie missverstanden und ich habe das Gefühl das es meine Schuld ist. Ich schaue auf den Boden, "Das wollte ich nicht, es tut mir leid!" sage ich leise vor mich her. Ich bin mir nicht sicher ob es jemand gehört hat.  Jedoch glaube ich das die beiden einfach keine Freunde werden können. Vieleicht sind sie einfach zu verschieden. Wahrscheinlich ist es jetzt Sinnvoller das Thema auch für mich zu beenden. Denn ich hatte ja Amber zugesagt das ich mit in die Mall wollte.

Als ich Brays Stimme höre wie er zu Amber sagt, das wir uns auf den Weg machen sollten bin ich etwas irritiert. Kommt er nicht mit in die Mall? Ich hatte das immer so verstanden das er mit Amber und seinem Sohn gehen will!. Bray umarmt den kleinen auf eine Art und Weise wie es nur ein Vater tun kann, der sein Kind wirklich liebt. Da wird es mir noch unbegreiflicher wie mein Ex sein eigendes Kind töten konnte. Zugerne hätte ich diese körperliche Nähe auch meinem Baby geschenkt, doch ich werde es niemals tun können. Es versetzt mir einen Stich ins Herz, doch ich versuche stark zu bleiben. Schließlich war ich grade bei Menschen denen ich anscheind mehr wert war, als meinem Ex, obwohl sie mich erst so kurz kannten.
Der kleine scheint sichtlich traurig über den Abschied seines Vaters zu sein, aber anscheind hatte Bray ihm versprochen das er ihn bald besuchen kommt und trotz allem lächelt er Bray an, als er sich von Amber verabschiedet. Der kleine ist wirklich tapfer! denke ich mir. Wer weiss was er schon alles miterlebt hat, in seinem Leben.

Schließlich wendet sich auch Bray an Amber und verabschiedet sie. Er bedankt sich bei ihr, dass sie das für mich tut und sie soll sich keine Sorgen machen, wegen einem Jay. Da ich mich nicht einmischen möchte höre ich dem Gespräch einfach nur zu. Er erwähnt aber noch das er die beiden sehr lieb hat und wir auf uns aufpassen sollen. Anschließend lächelt Bray mich zaghaft an und wünscht mir alles gute. Ich versuche ihm ein zuversichtliches lächeln entgegen zu bringen und sage mit höflicher Stimme: "Ich danke dir für alles, was du für mich getahn hat, ich weiss ich bin nicht einfach...." kurz atme ich tief durch um nicht die Fassung zu verliehren und an des erlebte zu denken, "und es ist keine Selbstverständlichkeit was du und Amber hier für mich tut....obwohl wir uns erst so kurz kennen!...Aber auch ich wünsche dir alles Gute!"

Bray wendet sich schließlich von uns ab und winkt noch einmal seinem Sohn zu. Kaze hatte unsere Verabschiedung mitbekommen und sieht ziemlich bedrückt aus. Doch ich versuche mich nun auf Amber einzulassen, denn sie ist die jenige die nun weiss wie es weiter geht. Denn ich kenne den Weg zur Mall nicht. Ich blicke sie fragend an "Ist es weit von hier bis zur Mall?"
Noch im selben Atemzug sehe ich wie auch Kaze das Treppenhaus verlässt. Ich hätte mir wirklich gewünscht das die Situation anders zwischen ihm und Bray gelaufen wäre, doch nun ist es dafür wohl zu spät.
Kurz schaue ich noch einmal zu Bray jr. Irgendwie gibt mir der kleine die zuversicht, das die Mall vieleicht ein Ort sein könnte wo man freundlich miteinander umgeht.
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BeitragThema: Re: Treppenhaus blaues Haus   Do 20 Aug - 20:35

ooc: entschuldige Julez, dass ich dich so lange auf eine Antwort hab warten lassen und den erst natürlich auch. bei mir ist gerade sehr viel los mit den Diensten Sad

ic:

Der Aufbruch kommt nun doch schneller als gedacht und ich weiß, dass es auch dringend nötig ist endlich loszukommen. Es wird schon wieder fast dunkel und Julez, Bray jr. und ich sollten noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück sein, bevor es draußen einfach zu gefährlich wird. Bevor ich noch irgendetwas anderes tun kann greift Bray jr. nach Julez Hand und ich beobachte die beiden. Ich erkenne in ihrem Blick, dass sie seinen Kinderaugen mehr traut als nur einen anderen hier von uns. Ich bin erleichtert, als Julez sich zu ihm bückt und seine höhe einnimmt. Ich kann nicht verstehen was sie genau sagt, aber Bray jr. hat sie offensichtlich schon ins Herz geschlossen. Meine Augen auf meinen Sohn gerichtet beobachte ich auch wie Bray sich von ihm verabschiedet.. Ganz und gar nicht schüchtern bittet er darum, dass sein Vater ihn besuchen kommen soll... Ich beiße mir auf die Zähne und für einen Moment schmerzt es mich zu wissen, dass Bray nicht mit in die Mall gehen wird. Zumindest vorerst nicht. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit... Aber es fällt mir deutlich schwerer ihn nun hier zurück zulassen. Ich würde es zwar nicht zugeben, aber ich kämpfe mit mir ihn nicht doch zu bitten mit uns zu gehen. Bray versucht mir sogar Hoffnung zu machen, dass alles wieder ins Lost geraten wird, auch wenn ich nicht weiß, was wirklich auf mich und uns alle wartet. Ich traue mich gerade nicht etwas gegenteiliges zu behaupten, aber nicke freundlich und versuche ihm zuzustimmen. "Danke!" wispere ich, während sein Geruch mir in die Nase steigt. "Ich... ich weiß es sehr zu schätzen!" erkläre ich mit einem zarten Lächeln und blicke wieder zu Julez und Bray jr, als auch sie mich anblickt und unsere Blicke sich für einen Moment treffen. "... Du hast recht... wir sollten los. Die Mall ist nicht besonders weit, aber der Weg ist etwas uneben. Wir müssen auf den Straßen der Stadt ein Stück südöstlich von hier!" erkläre ich und schenke Bray nochmals ein aufmunterndes Lächeln, auch wenn mein Herz gerade schwer ist. Langsam gehe ich auf Julez und Bray jr. zu. "Seit ihr bereit?" will ich von den beiden wissen und schenke den anderen keine große Beachtung mehr. Immerhin wurde es wirklich zeit, dass wir hier weg kommen um nicht in die tiefe Nacht zu geraten.
Nochmals blicke zu Julez und erkenne, dass sie immer noch etwas unsicher ist. "Du musst keine Angst haben. Wir schaffen das schon und du wirst sehen, dort kommst du erstmals auf andere Gedanken!" erkläre ich ihr, während ich Bray jr. auf meine Arme hebe. "... der kleine Mann hier freut sich ebenso!" ich kitzle ihn vorsichtig und sehe nochmals zu Bray, welcher dann in Richtung der Wohnung verschwindet, in welcher auch ich die Nacht verbracht hatte. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder Bray! wispert mein Kopf ohne dass ich es ausspreche.

"Na dann... " erkläre ich und gehe langsam die ersten Treppen hinter... "dann lasst uns los!" flüstere ich, während wir uns auf den Weg zurück machen

tbc: Straßen der Stadt.

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Treppenhaus blaues Haus
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