The Tribe Forum | Über die TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
StartseiteFAQSuchenMitgliederFacebook-CommunityAnmeldenLogin
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 
Rechercher Fortgeschrittene Suche
Schlüsselwörter
virus warum Amiria ebony Abwesenheit
Die neuesten Themen
Dezember 2017
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
KalenderKalender
Partner
Teilen | 
 

 Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2
AutorNachricht
Bray*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge : 255
Anmeldedatum : 27.05.14

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Mi 4 März - 12:48

cf: Flür -und Küchennische - Küche

Im Wohnzimmer hat Amber sich nicht von der Stelle bewegt, unser Kind hat seine Energie für heute wohl aber doch aufgebraucht und ist seinem seiner Mutter eingeschlafen. Er sieht friedlich aus, ganz anders als in der Mall, als er krank war und das hohe Fieber hatte. Seine Gesichtsfarbe ist wieder gesund, sein Atem geht gleichmäßig. Das Tablett stelle ich leise auf den Couchtisch vor dem Sofa und bleibe selbst stehen. Amber sieht erschöpft aus, so als müsste sie es ihrem Sohn gleichtun und sich etwas Ruhe gönnen. Vor allem, wo sie wohl sof früh sie kann am nächsten Morgen zurück in die Mall gehen wird, um ihren Freund von seinen Sorgen zu erlösen und ihm dann wohl alles zu erklären. Über ihre Beine hat sie eine Decke gelegt und ich muss zugeben, es ist nicht unbedingt kühl in der Wohnung, aber man merkt deutlich, dass es keine Heizung gibt oder einen Ofen, die Wärme spenden könnten.
"Hallo. Ich habe euch etwas zu Essen gemacht. Es ist nicht viel, aber es ist frisch und schmeckt gut",, sage ich, auch wenn es offensichtlich ist, genauso wie dass die beiden hier wohl kaum noch viel zu sich nehmen und eher gleich einschlafen werden.
Jetzt, wo Bray jr. nicht mehr unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind wir lediglich mit einander konfrontiert. Allein. Denn auch Lia wird so schnell nicht erwachen. Die Stimmung spannt sich an, ich habe keine Ahnung, wie ich ein Gespräch beginnen soll oder mit welchem Thema, denn ich bin mir nicht sicher, was dabei ans Licht kommen würde und ob ich das hören möchte. Amber ist hier ja, aber ihr Verhalten vorhin hat gezeigt, dass sie sich damit dennoch nicht ganz wohl fühlt, ja fast ertappt, weil sie es heimlich gemacht zu haben scheint. Wer weiß, vielleicht ist sie nur hergekommen, um mir mitzuteilen, dass sie sich für Jay entschieden hat und wollte mit dem Besuch bloß ihr Gewissen bereinigen, damit sie mir gleichzeitig zeigen kann, dass ich trotzdem Kontakt zu meinem Kind haben könnte...Ich will es erfahren und auch nicht. Denn dann wäre das hier zu schnell vorüber und es war..schön gewesen.
"Ist der Kleine wohl doch der Macht des Schlafes zum Opfer gefallen", murmele ich lächelnd, als ich meinen Sohn betrachte. Wenn er so dalag war kaum zu glauben, wie viel Energie in ihm steckte.
"Du kannst dich ruhig auch hinlegen für ein paar Stunden. Morgen wird sicher ein anstrengender Tag",, biete ich dann Amber an.


Zuletzt von Bray* am Do 5 März - 22:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Amber*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 738
Anmeldedatum : 03.09.13
Alter : 22
Ort : Sylvia Park Auckland

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Mi 4 März - 23:25

Ich blicke auf die große Schale in seinen Händen. Er hat uns etwas zu essen gemacht? Mein Herz wird schwer. Bray bemüht sich sehr uns den nächtlichen Aufenthalt so gut als möglich zu gestalten und ich schäme mich fast dafür, dass ich mir anmerken habe lassen, dass ich Jay von alle dem hier nicht informiert und selbst nicht geplant hatte, die Nacht hier zu verbringen. "Danke!" flüstere ich und beobachte, wie er die Schale abstellt. Er bewegt sich ganz vorsichtig im Raum, um Bray jr, nicht zu wecken. Ich erkenne jedoch, dass Bray seine Augen nicht von seinem Sohn nimmt und ihn eindringlich beobachtet.Ich ahne, dass er die Zeit nur zu gern aufholen möchte und ihm vermutlich stundenlang auch nur beim Schlafen zusehen könnte... Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Auch ich beobachte unsere Sohn gerne... vor allem, wenn ich nicht schlafen kann.
Mittlerweile bin ich ruhiger geworden. Die Decke liegt immer noch über meinen Beinen und ich friere etwas, denn ich habe schon lange nicht mehr geschlafen. Übermüdung lässt mich frieren,... auch dann, wenn es eigentlich gar nicht kalt ist.
Mein Blick konzentriert sich dann wieder auf Bray jr und wird durch Bray's Worte wieder auf sich gezogen.

"Du hast Recht..Es war ein sehr anstrengender Tag für ihn heute... ich meine... für uns alle.." korrigiere ich mich dann und schaue etwas beschämt zu Boden. Vor Bray bleibt jedoch nichts verborgen und meine Müdigkeit steht mir wohl mit großen Buchstaben mitten ins Gesicht geschrieben, so dass er mir anbietet etwas zu schlafen. Ich schmunzle kurz und schüttle dann den Kopf. "... Ich glaube, dass ich gerade nicht schlafen kann." gestehe ich und weiß genau, dass es ihm ähnlich ergeht und vermutlich nur deswegen auch noch auf war und nächtens herumgeistert. Wir kennen uns zu gut und es macht mir fast schon ein bisschen angst, dass trotz der vergangenen Zeit noch so eine Vertrautheit zwischen uns existierte, die uns unsere Gedanken erkennen lässt. Ich bin nicht müde, nur mein Körper ist es. Genau so wenig bin ich hungrig, auch wenn mein Magen knurrt.

Sanft schiebe ich Bray Jr. etwas zur Seite und lege seinen Kopf auf meinen Schoß, so dass noch etwas Platz auf der Couch frei wird und Bray sich zu uns setzen kann. Immer wieder streichle ich über sein Köpfchen. Er scheint jedoch davon nichts mitzubekommen. Ganz tief ist er in seine Traumwelt versunken. Mein Herz klopft bist zum Hals, weil wir nun wirklich ganz für uns sind und die Zeit hätten über uns zu sprechen. Ich bin unweigerlich nervös und meine Hände sind sogar etwas schwitzig. Ich merke, dass eine gewisse Anspannung zwischen uns herrscht, die vermutlich gar nicht hätte sein dürfen und doch nicht zu verhindern ist. Ich weiß nicht, wie wir unser Gespräch beginnen sollen und wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch nicht, was ich zu Bray sagen soll. Ich weiß, dass mein Herz gewässerweise immer für ihn schlagen wird, auch wenn ich seit einiger Zeit jemanden an meiner Seite habe.. Ich fühle mich zerrissen zwischen zwei Männern, welche ich beide liebe.. jeden auf seine besondere Art und Weise. Ich blicke zu Bray und biete ihm nur mit meinen Augen ein, neben mir Platz zu nehmen, während mein Herz bis zum Hals klopft.

-
Nach oben Nach unten
Bray*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 255
Anmeldedatum : 27.05.14

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Do 5 März - 23:22

Amber verfolgt jeden meiner Schritte. Sie ist überrascht davon, dass ich nicht mit leeren Händen zurückkomme, nach meinem Besuch erkundigt sie sich allerdings nicht, ich habe es aber auch vorgezogen, Lia erst mal nicht mehr zu erwähnen. Dass wir nicht völlig allein in der Wohnung sind, weiß Amber nun wenigstens. Sie bedankt sich für den Obstsalat, lässt die Schalen auf dem Tisch jedoch zunächst unberüht und beschreibt ihr Aussehen und garantiert auch mein eigenes mit den nächsten Worten am besten. Keiner von uns hat vielleicht schwer gearbeitet, die physische Anstrengung ist trotzdem zu spüren und liegt und allen in den Gliedern, wahrscheinlich sogar noch aus den verangenen Tagen.
Die Unsicherheit in Ambers Stimme erhöht auch wieder meine eigene, vor allem als sie zugibt, trotz allem nicht einschlafen zu können. Ein erneutes Gespräch würde die Gefahr bergen, noch mal mehr den Bach herunter zu gehen und das will ich nicht. Dazu habe ich nicht mehr die Kraft, nicht in dieser Nacht. Und Amber traut sich ja nicht einmal, das Essen anzurühren, obwohl ihr Magen ihren Hunger verrät, was die Distanzs zwischen und nicht gerade verringert.
Dann tut sie etwas Verwunderliches, legt unser Kind ein wenig zur Seite, sodass sie rutschen kann und Platz für mich da ist. Ziemlich nah bei ihr. Ich wünsche mir einmal mehr die alten Zeiten zurück, in denen man über so viele Dinge reden konnte, ohne ernsthaft werden zu müssen. Einfach banales Alltagszeug, das einen amüsiert hat, aber keinen in Gefahr bringen konnte. Selten zumindest. Aus einem sponatenen Impuls heraus setze ich mich jedoch einfach vorsichtig, nehme eine der Schalen und lege sie mit einem Löffel in Ambers Hände. Dann hole ich mir eine eigene und beginne zu essen.
"Du solltest etwas zu dir nehmen. Es wird dir gut tun und deinem Körper auch. Sonst wirst du krank...und das wäre..sehr schlimm", rede ich vor mich hin und komme mir dabei vor wie ein unbeholfener kleiner Junge, wie ein Idiot. Nicht mal wegen dem Sinn der Worte, die wirklich ernst gemein sind, sondern wegen der Art wie ich sie sage.
"Zumindest mein Besuch hat ebenfalls in den Schlaf gefunden", schneide ich doch das Thema Lia an. "Es ist eine junge Frau. Sie heißt Lia und ich bin ihr in der Nacht begegnet als...nachdem wir uns..ausgesprochen haben. Sie war von ihrem Pferd gestürzt und hat sich dabei den Arm gebrochen. Weil es schon so spät gewesen ist und die Technos und alle möglichen anderen Leute draußen ihr Unwesen treiben, habe ich sie mit hier her gebracht und verarztet. Wegen den Zwischenfällen draußen hat sie sich jedoch in den letzten Tagen kaum an die Öffentlichkeit getraut und wenn ich Wasser holen gegangen bin, meistens in der Wohnung gewartet. Sie schläft mittlerweile aber endlich. Ihre Verletzung hat ihr ganz schön zu schaffen gemacht" , spreche ich weiter und streife dabei über den immer noch vorhandenen Verband meiner eigenen Wunde, der nach den paar Tagen, in denen ich keine frischen Mullbinden mehr gefunden habe, etwas gräulich geworden ist.
"Sie ist nett", füge ich dann noch hinzu, "Ihr würdet euch bestimmt gut verstehen."
Nach oben Nach unten
Amber*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 738
Anmeldedatum : 03.09.13
Alter : 22
Ort : Sylvia Park Auckland

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Fr 6 März - 23:31

Obwohl mir kalt ist, sind meine Hände schwitzig als Bray mir die kleine Schale mit etwas Obstsalat in die Hand drückt und sich neben mich setzt. Sein Geruch dringt in meine Nase und ich schließe kaum merklich und wirklich nur einen kleinen Augenblick meine Augen und erinnere mich an unsere gemeinsame Vergangenheit. An jene Situation, in welcher mir sein Duft erstmals in die Nase gestiegen ist. Gleich fühle ich mich zurück versetzt in eine Zeit, die längst nicht mehr wahr... Schwermut steigt in mir hoch.

Ich bin überrascht, aber eigentlich weiß ich, dass er damit recht hat. Ich sollte etwas essen auch wenn mein Magen bereits beginnt zu streiken. Ich beginne vorsichtig zu essen, obwohl in meinem Magen gefühlte tausend Schmetterlinge sitzen die das klein geschnittene Obst umher wirbeln. Niemals hätte ich gedacht, dass mir seine Anwesenheit in solch ein Gefühl versetzen könnten... Doch nachdem was alles passiert war, schlagen die Flügel der kleinen Tiere nur noch unruhiger. "Schmeckt lecker... danke für deine Mühe,..." wispere ich und schiebe erneut einen Löffel in den Mund, obwohl mein Bauch immer noch anderer Meinung ist, und es definitiv nicht am Geschmack liegt. Brav esse ich weiter, während Bray weiter zuhöre. Ich sehe ihn abwartend an und lege den Löffel zur Seite. Unsere Blicke treffen sich erneut und mein Herz klopft mir bis zum Hals. Ich warte darauf, dass er mit mir über "uns" spricht und erwarte unangenehme Fragen, die ich selbst nicht zu beantworten weiß. Vielleicht Vorwürfe, etwas zu der Situation auf der Dachterrasse,... Wünsche, Anschuldigungen, über mein Auftauchen heute hier mit unserem Kind, Anschuldigungen Jay nicht informiert zu haben, einfach die Mall auf eigene Faust verlassen zu haben.. ALLES erwarte ich gerade, nur nicht das, was Bray mir dann zu berichten beginnt.. Ich schlucke das bisschen Obst hinunter, welches ich gerade noch in meinem Mund habe und sehe dann zu Bray jr. Ich bin fast etwas darüber enttäuscht, dass Bray über seinen Besuch zu sprechen beginnt, wobei wir wirklich wichtigere Dinge zu besprechen hatten. Mein Herz, welches mir eben noch bis zum Hals geklopft hat beruhigt sich etwas und ich streichle Bray jr. sanft über den Kopf.... sein "Besuch" dröhnt eine Stimme in meinem Kopf mit etwas Unglauben, ob nicht doch mehr hinter der ganzen Geschichte ist, die er gerade eben nicht erwähnt. Unweigerlich steigt ein bisschen Eifersucht in mir auf und ich nicke nur. Vermutlich ist sie mehr als nur "nett" Mein Kopf drängt mir Gedanken auf, die ich gar nicht zulassen möchte und innerlich habe ich mir für diese Gedanken gerade selbst eine Ohrfeige verpasst. Es geht mich schließlich nichts an und wenn er noch so viele hübsche, verletzte und freundliche Mädchen bei sich aufnehmen wolle, konnte es mir letztendlich egal sein.

"... Schön,.. sieht so aus, als wärst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen" kommentiere ich seine Rede knapp und ärgere mich, dass mein Kopf so etwas wie Eifersucht verspürt.
Ich versuche meine Gedanken nicht zu sehr aufbrausen zu lassen und blicke letztendlich wieder zu Bray. "... wenigstens jemand der etwas Ruhe findet.. Genau wie Bray jr." flüstere ich dann mit ruhiger Stimme und mein Gemüt wird wieder ruhiger. Die eben für wenige Sekunden aus mir gesprochene Eifersucht ist nun wie verflogen und auch wenn ich mit meiner Reaktion mich fast verraten hätte, so schiebe ich diese Gedanken die mir nicht einmal zustehen zur Seite. Ich beginne jedoch nicht über Jay zu sprechen, denn ich weiß, dass es Bray verletzen würde und ich lasse auch Caleb aus meinen Worten. Ich vermisse ihn, denn auch ich hatte ihn heute alleine gelassen, obwohl ich abends immer versuche beide Kinder ins Bett zu bringen. Nur heute nicht.

Bray erwähnt, dass sein Besuch sich bestimmt gut mit mir verstehen würde und innerlich bin ich mir dabei nicht ganz so sicher, doch ich gehe darauf nicht ein... lausche nur weiter seinen Worten, die mehr erklärend wirken. Ich frage mich, warum er mir das alles so genau und detailreich erzählt. Entweder war mehr zwischen ihr und ihm, so dass sein schlechtes Gewissen aus ihm sprach oder er wollte damit die Lage klar stellen, dass zwischen den beiden eben genau gar nichts passiert war. Gerade weiß ich seine Rede nicht zu deuten, während mein Kopf schon Ersteres als mögliche Antwort gewählt hatte ohne mich bewusst entscheiden zu lassen.

".. vielleicht sollten wir wirklich ins Bett gehen!" kündige ich ganz ruhig und flüsternd an und stelle die fast leere Schüssel leise auf den kleinen Tisch, da meine Enttäuschung über das Gespräch über die Unbekannte, vom Pferd Gestürzte, doch mehr meine Gefühle belastet als ich es zugeben möchte. Ich streichle Bray jr. nochmals sanft, während ich darauf hoffe, dass Bray meiner Bitte nach kommt, um meine Enttäuschung über das von ihm gewählte Gesprächsthema nicht noch wachsen zu lassen.

-
Nach oben Nach unten
Bray*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 255
Anmeldedatum : 27.05.14

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Sa 7 März - 13:36

Ich rechne schon fast damit, dass Amber protestiert, die Schale ablehnt oder nur einen Bissen nimmt und dann meint, wirklich keinen Hunger zu haben oder nichts runterzubekommen. Zu meiner Freude beginnt sie allerdings normal zu essen, mehr oder minder. Denn obwohl sie meint, es würde ihr gut bekommen, spricht ihre Mine eine andere Sprache. Sie sieht aus, als würden ihr die Fruchtstückchen wie Steine in den Magen fallen. Weil ich mir denken kann, dass es ihr unangenehm ist, falls ich sie darauf anspreche und ich überhaupt froh bin, dass sie etwas ruhiger wird und die Spannung ein wenig aus dem Raum schwindet, während wir essen und ich von Lia erzähle, spreche ich Amber nicht darauf an. Sie hört mir aufmerksam zu, wie genau sie es aufnimmt, dass ich eine fremde Frau in der Wohnung habe, kann ich jedoch nicht ganz deuten. Als sie meint, ich wäre zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, was sich in verknüpfung mit dem, was zuvor geschehen ist, zunächst völlig absurd anhört, aber dann doch Sinn ergibt, weil ich einerseits durch den Streit mit Amber etwas zerstört und durch die Begegnung mit Lia für diese etwas gerettet haben könnte, nicke ich.
"Ja, scheint so. Vor allem, weil die Überfälle auf die Stadt nur kurz danach stattgefunden haben. Wenn die da jemandem in die falschen Hände gefallen wäre oder sich noch mehr verletzt hätte, hätte das schlimm ausgehen können. Und ja. Es hat lange gedauert, bis sie schlafen konnte. Meistens hat sie Albträume oder starke Schmerzen gehabt und dann kam natürlich noch die Panik hinzu und dass sie dadurch, dass ihr Pferd abgehauen ist, all ihre Sachen verloren hat. Vielleicht finden wir das Tier noch mal wieder, sollte es keiner eingefangen haben. Aber das ist wohl eher unwahrscheinlich, genauso wie dass die Taschen nicht geplündert worden sind, wo viele die Zerstörungen zu ihrem Vorteil genutzt haben oder wieder durchgedreht sind..." Es ist schlimm, jemandem dabei zusehen zu müssen, wie er leidet und nicht wil daran ändern zu können. Genauso war es bei meinem Kind gewesen, als er dieses schlimme Fieber gehabt hat. Wieder denke ich daran, dass Amber es mir vorenthalten wollte, wie schlecht es meinem Sohn wirklich ging. Als wüsste ich nicht, wie grausam die Welt ist und was Krankheiten anrichten können. Jeder auf der Welt weiß es, spätestens seit dem Virus.
Amber wirkt nachdenklich und streicht unserem Kind wieder sanft über den Kopf. Sie hat den Großteil des Essens verzehrt, aber aufgehört. Trotzdem sie meinte, nicht schlafen zu können, schlägt sie doch vor, ins Bett zu gehen, woraus ich schließe, dass ihr das Thema vielleicht doch unangenehmer ist als sie nach außen dringen lässt oder ihre Erschöpfung sie doch langsam zu übermannen droht oder alles zusammen.
"Natürlich", erwidere ich.
"Wir haben aber hoffentlich Zeit dafür, morgen noch mal zu reden. Bevor du..ihr...zurück zur Mall geht."
Ich erhebe mich vom Sofa, stelle meine Schale zu der von Amber auf den Tisch und lächele sie beruhigend an.
"Dann wünsche ich dir eine gute Nacht. Wenn du mal ins Bad müssen solltest, das ist direkt wenn du aus dem Wohnzimmer kommst hinter der ersten Tür rechts."
Ich würde sie gerne umarmen oder sonstwie vertrauter behandeln, aber das scheint mir unpassend zu sein. Also bleibt nur mein Lächeln. Anschließend nehme ich das Tablett und gehe in Richtung Flur.
"Falls etwas sein sollte, ich bin in der Nähe", sage ich noch schnell, dann trete ich aus dem Zimmer heraus und lasse das zurück, was hätte sein können.

tbc: Flur und Küchennische
Nach oben Nach unten
Amber*
Mall Rat
avatar

Anzahl der Beiträge : 738
Anmeldedatum : 03.09.13
Alter : 22
Ort : Sylvia Park Auckland

Charakter der Figur
Inventar:

BeitragThema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)   Mo 9 März - 23:04

Mein Herz schlägt mir selbst bis zum Hals, als ich auf die Antwort von Bray warte. Ich streichle unseren Sohn ganz sanft immer wieder, während mein Blick auf seinem schlafenden Körper ruht. Bray erzählt mir weiter von den Überfällen und von seiner Bekanntschaft, deren Existenz weder bis jetzt bezeugen konnte, noch wollte ich von dem allen genau hören. Es gab andere Dinge die in meinem Kopf waren. Wichtigere Dinge. Mit einem Mal fühlt sich mein Herz schwer an. Ich schäme mich fast für meine Gedanken etwas eifersüchtig zu sein auf ein Mädchen, dass ich noch nicht einmal gesehen hatte und doch so eine große Präsenz bei Bray zeigte, dass er mir darüber ausführlich berichtet. Gottseidank wirft der Schein der Kerze nur ein wenig Licht in den Raum, so dass man nicht gut erkennen kann, dass mich seine Worte mehr treffen als ich es zugeben möchte. Ichweiß, dass ich nun Jay an meiner Seite habe und ich akzeptieren muss, dass auch Bray seinen Weg weiter geht... Trotz alledem fühle ich eine gewisse Traurigkeit und leere, mit jedem Wort das er spricht.

Bray gehört zu meinem Leben, er ist der Vater meines ersten Kindes und trotzdem fühle ich mich durch seine Worte noch weiter weg... Noch weiter weg, als ich noch im Glauben war, er sei tod. Versuch es endlich zu akzeptieren! brüllt mein Gewissen, während meine Herz nach der Vertrautheit sehnt, die sich noch tief in meinem inneren versteckt und nicht hervor kommen will. Ich hatte Hoffnung in dieses Gespräch gesetzt, wobei wir nur an der Oberfläche kratzten und das was uns WIRKLICH beschäftigte kein bisschen ansprachen. Ich schlucke und warte noch immer auf Bray's Worte, doch er erkennt nicht, dass ich eigentlich gar nicht schlafen will. Respektiert meine Entscheidung den Abend zu beenden, auch wenn ich mir anderes gewünscht hätte und steht letztendlich auf und zieht meinen Blick somit auf sich. Er wünscht mir eine gute Nacht und unsere Blicke treffen sich erneut im Schatten der Nacht. Wie gerne würde ich ihn umarmen und ihm zeigen, dass er mir mehr bedeutet, als ich gerade zugestehen möchte, aber da war das fremde Mädchen, welches offensichtlich dabei war meinen einmaligen Platz in seinem Herz zu verdrängen und ich versuche an Jay zu denken, um die Eifersucht in mir noch weiter hochzutreiben.

".. D..as wünsch ich dir auch Bray,.. und danke, dass du uns dein Wohnzimmer lässt!" flüstert ich und muss letztendlich mit ansehen, wie er den Raum verlässt.Er lässt zurück, was hätte sein können und ich atme geräuschvoll aus. Ärger mich, eine wichtige Chance verpasst zu haben und auch selbst dran schuld zu sein. Letztendlich hatte ich ihn auch weggeschickt.
An Schlaf vermag ich trotzdem nicht zu denken... schweigend lege ich mich dann zu Bray jr.  Doch kein Schlaf will über mich kommen. Ich höre noch, wie ind er Küche das Geschirr abgestellt wird, erahne ein paar Tritte, bis es in der Wohnung still wird und ich nur mehr das leise und ruhige atmen von Bray jr. vernehme. Ich versuche es ihm gleich zu tun, schlafe aber nicht ein. Es vergehen ein paar Minuten... vielleicht auch eine Stunde oder zwei... Ich weiß es nicht einzuschätzen, ob ich vielleicht doch geschlafen hatte, oder nur wach vor mich hingestarrt hatte. Ich war mit den Gedanken bei Bray,.. bei Jay.. bei unseren Kindern, wieder bei Bray, wieder in meiner unserer Vergangenheit, bei unserem Streit, bei unserem Wiedersehen, bei seinem Grab, bei meinem Grab.. Gedanken über Gedanken hetzen durch mein Gedächtnis, so dass ich mich zwinge letztendlich aufzustehen und ins Badezimmer zu gehen. Etwas Wasser in meinen Gesicht würde meinen Kopf vielleicht abkühlen.. Ich kann nicht anders und nehme die kleine Kerze und tappe damit ins Bad nachdem ich mich versichert hatte, dass Bray jr. noch schlief.

tbc: Badezimmer

-
Nach oben Nach unten
 
Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG)
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 2Gehe zu Seite : Zurück  1, 2
 Ähnliche Themen
-
» Wohnzimmer
» Wohnzimmer

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
The Tribe Forum, Community, Serie | thetribecommunity.com :: ~ ♥ ~ THEMENRÜCKBLICK 2012, 2013, 2014, 2015 ~ ♥ ~ :: Blaues Haus am Markt :: 1. Obergeschoss :: Wohnung rechts-
Gehe zu: