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 Flur und Küchennische

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Bray*
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BeitragThema: Flur und Küchennische   Mo 8 Sep - 23:01

Der Flur des Hauses ist weiß und mit kleinen Mustern verziert. An der Decke befindet sich so wie im ganzen Haus ebenfalls aufwendiger Stuck. Da der Flur nur sehr kurz ist und in ihm lediglich eine kleine Kommode mit einem kaputten Telefon und zerstreuten Blättern und Notizen Platz findet, von denen einige auf dem Boden verstreut sind, grenzt er direkt an die Küche an.
Diese ist ein kleiner heller Raum, der noch voll ausgestattet ist. In den Schränken sind noch ein paar nicht zerbrochene Töpfe, Teller und in einer Schublade befindet sich Besteck. In einer anderen gibt es verschiedene normale Utensilien wie Schere und Kleber, aber auch Platzdeckchen. In der hintersten Ecke einer der Schränke gibt es noch eine Hand voll kleine Konservendosen mit Mandarinen und anderem Obst, die irgendwie die Plünderung überstanden haben. Vor einem kleinen Fenster nach draußen steht ein schmaler weißer Holztisch mit zwei hellbraunen schlichten Holzstühlen.
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Trudy*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 12 Sep - 18:15

Bray öffnet mir die Tür, sodass ich eintreten kann.
Danke sage ich lächelnd und fange gleich an mich umzuschauen.
Sofort fällt mir die kleine Küchennische auf, dort könnte man wunderbar kochen.
Denke ich und werde etwas wehmütig, denn ich kam leider schon lange nicht mehr dazu etwas zu kochen. Dabei hat es mir immer sehr viel Spaß gemacht und ich wollte später einmal Köchin werden.
Doch schnell werde ich aus meinen Gedanken gerissen, denn Brady fängt an mir von den Armen zu rutschen.
Ich gehe schnell Richtung Wohnzimmer.

tbc: Wohnzimmer

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 12 Sep - 20:53

cf: Treppenhaus blaues Haus

Trudy betritt den Flur, ich folge ihr und schließe die Tür wieder hinter mir. Es fühlt sich an, wie in eine normale Wohnung zu kommen. Als wären die Bewohner nur mal bloß schnell einkaufen gegangen und würden gleich zurückkehren. Und zwar in unserer damaligen Zeit. Aber so ist es nicht.
Die Wände sind schlicht weiß gehalten, haben aber als Abrundung kleine Ornamente zur Zierde. Was den Schein trügt, ist das Blätterchaos auf dem Boden. Ob es nun Wind zuzuschreiben ist, der durch offene Fenster seinen Weg in die Räume gefunden hat oder Menschen, die auf er Suche nach einem Zuhause, Nahrung oder Tauschgegenständen waren, weiß ich nicht, aber geblieben ist offensichtlich niemand.
Der Flur selbst nimmt nur einen kleinen Teil der Wohnung ein, denn er ist sehr kurz und geht nahtlos in eine Küchennische über. Sie besteht aus hellem Holz, ein paar Schubladen stehen offen und ebenfalls Schranktüren. Sonst ist auch hier die Zeit stehen geblieben und hat sich bloß in einer dicken Staubschicht bemerkbar gemacht.
Da Brady Trudy wohl langsam absetzen möchte, was ziemlich verständlich ist, geht sie in den nächsten Raum weiter, der sich als Wohnzimmer entpuppt.

tbc: Wohnzimmer

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 21 Sep - 19:02

cf: Wohnzimmer

Da es bloß zwei weitere Türen in der Wohnung gibt, habe ich meine Ruhestätte nach einem Fehlauf, bei dem ich zuerst im Rahmen zum Bad gestanden habe, schnell gefunden. Die Schälchen und die leeren Dosen von dem Fruchtsalat werde ich wegräumen, wenn ich wieder etwas fitter bin. Denn dann kann ich gleich damit weitermachen, die Wohnung genauer unter die Lupe zu nehmen. Für den Moment hat das aber noch Zeit.
Ich betrete das Schlafzimmer und dnan wird mir etwas klar, dass die ganze Zeit zwar offensichtlich aber dennoch nicht ganz so stark in mein Bewusstsein gedrungen ist. Denn wenn ich schon die Ehre dazu habe, wieder normal schlafen zu können, dann will ich mein Bett nicht gleich mit schmutzigen verschwitzten Klamotten verunreinigen. Also werde ich, da ich zurzeit keine eigenen Klamotten außer jenen, die ich trage, besitze, schauen müssen, ob es hier in den Schränken noch irgendwo etwas gibt, das mir passen könnte.

tbc: Schlafzimmer
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Trudy*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 30 Sep - 17:57

cf: Wohnzimmer

Durch den kleinen Flur kommen wir in die Küchennische.
Sie ist wirklich klein, aber gefällt mir gerade deswegen, sie strahlt so etwas gemütliches aus.
In so einer Küche war ich schon lange nicht mehr, die in den Malls waren bisher immer riesig, aber sowas Kleines gefällt mir eindeutig besser. Denn es ist übersichtlicher.
Brady bringt die Puppe mit und wir schauen uns gleich mal in den Schränken um.
Viel ist nicht mehr über, daher beschließen wir verschiedene Konservendosen mit Früchten zu öffnen um daraus einen Obstsalat zu machen.
Während ich mich mit dem Dosenöffner abmasse, hat Brady schon mal eine große Schüssel und drei Kleine aus dem Schrank geholt, dazu auch noch drei Löffel und einen Salatlöffel.
Nachdem ich das Wasser in den Konserven abgelassen habe fülle ich es in die Schüssel, verrühre es mit dem Salatlöffel und fülle es dann gleichmäßig in die kleinen Schalen.
Erwartungsvoll schaut Brady mich an und fragt Bray bringen?
Ja, lass uns ihn mal vorsichtig wecken sage ich schmunzelnd.

tbc: Schlafzimmer

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Trudy*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 6 Okt - 18:46

cf: Schlafzimmer

Mit einem recht mumigen Gefühl komme ich bei der kleinen Küchenzeile an und stelle erstmal das Tablett ab.
Es ist lange her, seit ich das letzte Mal an Martin gedacht habe und es bricht mir immer wieder das Herz, zu wissen das Brady ihren Papa nie kennenlernen wird, nie Zeit mit ihm verbringen kann und niemanden wirklich von ihm erzählen kann. Denn alle sehen dann nur die Tochter von Zoot und das auserwählte Kind in ihr, dank diesem Spinner von Guardian.
Auch wenn ich mich damals nur mit Martin getröstet habe, um Bray zu vergessen, ist Brady daraus entstanden und darüber bin ich mehr als nur glücklich.
Ich hätte ihr gerne ihren Papa gegeben und wer weiß, vielleicht wären wir doch glücklich mit einander geworden.
Doch er musste sich ja unbedingt diese 2. Identität "Zoot" erschaffen, die "Herrschaft an sich reißen" und dadruch sind so viele schlimme Dinge passiert.
Hoffentlich wird Brady damit nie konfrontiert! denke ich traurig und einige Tränen rollen mir die Wange hinunter.
Während ich abwasche und dann alles wieder an seinen Platz stelle, sind viele Gedanken und Gefühle in mir hoch und mehr als nur eine Träne hat den Weg hinaus gefunden.
So kann ich nicht wieder zurück zu den beiden gehen stelle ich fest und gehe zum Badezimmer, um mich frisch zu machen.

tbc: Badezimmer

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 8 Okt - 14:18

cf: Schlafzimmer

Im Flur habe ich einen guten Blick auf das Wohnzimmer, doch das ist genauso leer wie die Küche. Das Tablett mit unserem Geschirr ist allerdings verschwunden. Hat sich Trudy etwa beim Abspülen an etwas geschnitten und ist sich verarzten gegangen, ohne bescheid zu geben, damit Brady sich nicht erschrecken kann? Aber dann müsste hier irgendwo eine Blutspur sein, doch es ist alles sauber. Sowohl er Boden als auch die Anrichte. Da ich nicht glaube, dass Trudy ohne ihr Kind die Wohnung verlassen würde, auch wenn sie mir wieder zu vertrauen scheint, bleibt nur ein Raum übrig. Das Badezimmer, in dem ich selbst noch nicht gewesen bin.
Ich wende mich der geschlossenen Tür zu und klopfe an. Als statt einer Antwort bloß ein Schluchzen nach außen dringt, öffne ich die Tür und trete ein in den kleinen Raum.

tbc: kleines Badezimmer
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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 23 Okt - 0:00

cf. Schlafzimmer

So wie ich ihr vorher folgt nun Trudy mir mit Brady wieder auf den Flur hinaus. Ich ziehe meine Schuhe an, die ich immerhin nicht mit ins Bett genommen hatte, binde sie zu und dieses Ritual erinnert mich an den normalen Alltag von früher. Selbst wenn ich es fast täglich durchführe, diesmal war es anders. Durch ein Fenster im Wohnzimmer scheint bereits wieder vage Licht in den Flur, kündigt den nächsten Morgen an. Die Stunden zerrannen tatsächlich wie im Flug, ohne dass man großartig etwas tat. Die Zeit bleibt einfach nicht stehen. Ehe wir in den Flur des Hauses gehen und meine Wohnung vorerst wieder verlassen würden, werfe ich einen letzten Blick auf mein neues Zuhause, lasse meiner guten Freundin und meiner Nichte dann den Vortritt, laufe nach ihnen ins Treppenhaus und schließe die Tür hinter mir. Ich wünschte, ich hätte einen Schlüssel, um sichergehen zu können, dass mein Heim mir nun auch wirklich gehörte und nicht wenn wir wiederkehrten von jemand anderem besetzt sein würde. Wundern tat mich in dieser Welt schon lange nichts mehr.

tbc: Eingangshalle blaues Haus
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Trudy*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 23 Okt - 18:27

cf: Schlafzimmer

Hinter Bray kommen wir in den Flur und schauen ihm zu, wie er sich die Schuhe bindet.
Das fühlt sich an wie früher, auch wenn diese Wohnung nicht mein Zuhause ist oder war, hat es etwas Heimisches.
Dann lässt Bray uns hinaus und ich nehme durch den Hausflur wahr, dass es langsam wieder hell wird.
Ich sehe ihm dann noch zu wie er nochmal ein Blick in die Wohnung wirft und dann die Tür hinter sich zu zieht.

tbc: Eingangshalle Blaues Haus

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 24 Dez - 1:11

cf: Eingangshalle Blaues Haus

Vor der Tür der Wohnung angekommen, die ich mir erwählt hatte, nachdem Nicolas es mir freigestellt hatte, jede außer jener zu nehmen, die er selbst bewohnte, atme ich kurz durch, dann lege ich meine Hand auf die Türklinke und drücke sie auf. Ich hätte fast nach einem Schlüssel gesucht, um aufzuschließen, doch diesen Luxus kann ich leider nicht genießen. Vielleicht gibt es in der Mall aber irgendwo Schlösser, von denen ich welche an der Tür installieren könnte, damit ich nicht eines Tages wirklich ungebetene Gäste im Raum stehen habe. Diesmal gehe ich vor, der fremde und alte Duft einer fremden Umgebung schlägt mir entgegen. Doch es scheint seit meinem Weggang niemand hier gewesen zu sein, was mich sehr beruhigt. Nachdem Lia hinter mir in den kleinen Flur getreten ist, schließe ich die Tür hinter uns.
"Willkommen in meiner kleinen Wohnung. Wie du siehst, findest du geradeaus das Wohnzimmer, rechts liegt die Küche und links vom Flur gehen mein Schlafzimmer und das Badezimmer ab. Viel zum Verlaufen gibt es also nicht", beschreibe ich Lia flüchtig, wo welcher Raum liegt, ohne mit ihr dafür eine separate Tour zu machen. Trotz dieser Fremden in der Wohnung möchte ich nun einfach nur noch schlafen. Das Adrenalin ist endgültig aufgebraucht.
"Wenn du möchtest, kannst du dich im Bad frisch machen gehen. Da die Wasserversorgung wieder funktioniert, sollte das kein Problem sein. Und dann kannst du entscheiden, ob du lieber in einem Bett oder auf dem Sofa schlafen willst. Da ich nicht unhöflich sein möchte, würde ich anbieten, auf dem Sofa zu bleiben, damit du einen Raum für dich selbst hast für eine Weile", spreche ich nach wenigen Sekunden weiter. Ich müsste meine pochende Hand zwar dringend langsam mal auswaschen und wahrscheinlich auch desinfizieren, falls sich in dieser Wohnung ein Mittel dazu finden lässt, mein Gast hat allerdings Vorrang.
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Lia*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 25 Dez - 13:11


cf: Eingangshalle Blaues Haus

Ich gehe hinter Bray die Treppen hoch und sehe den Flur, der sich einmal nach rechts und einmal nach links teilt. Bray biegt rechts ab ich sehe mich in der mir unbekannten Umgebung um. Die Gänge wirken düster, da fast kein Licht durch die wenigen Fenster dringt und es noch unglaublich dunkel draußen war. Wir bleiben vor einer Tür stehen und Bray hält für einen Moment inne, bevor er letztendlich die Tür öffnet, ohne sie vorher aufschließen zu müssen. Ich frage mich, ob die Tür bewusst offen stand, oder ob es einfach keinen Schlüssel dafür gab, der in das Schloss passte.
Wir betreten beide die kleine Wohnung, welche ihm offensichtlich gehört und er mich willkommen heißt. Es riecht nach Holz und die Luft stand etwas in den wenigen Räumen. Ich schenke ihm ein schwaches und etwas müdes Lächeln. Mein Arm schmerzt mittlerweile so sehr, dass ich es kaum wage ihn noch ordentlich zu bewegen. In mir kommt das Bedürfnis hoch endlich meine Jacke auszuziehen und danach zu sehen. Auch mein Adrenealinpegel war bereits unter den Cut-Off-Wert gesunken und obwohl ich mich langsam versuchen sollte zu entspannen, lässt mein verletzter Arm bei jeder Bewegung den Puls in die Höhe schnellen. Ich will Bray nicht noch weiter mit meinen Probleme belästigen, schon gar nicht, will ich ihm irgendwelche Umstände bereiten, obwohl ich das bereits schon tue. Bray erklärt mir kurz die Aufteilung seiner Wohnung und ich nicke, um ihm damit zu verstehen zu geben alles verstanden zu haben. „Das ist sehr freundlich von dir,.. vielleicht sollte ich…..“ beginne ich meinen Satz bis mein Blick nun doch auf seine blutverschmierten Finger fällt und ich stocke. Ich kann nicht anders; mein Blick wird fast davon magisch angezogen. hellrote und etwas dunklere Blutkrusten und Blutspuren bedecken seine zarte Haut. Die Hand eindeutig geschwollen. Es sieht sehr schmerzhaft aus und ich frage mich in diesem Moment, ob meine Arm unter meiner Kleidung vielleicht ähnlich von dem Sturz aussah. Noch ein weiterer Gedanke kommt mir in den Sinn und drängt sich so sehr auf, dass ich fast meinen eigenen Schmerz vergesse: Wo zum Teufel hatte Bray draufgeschlagen, dass seine Finger und seine Hand so verletzt wurde? Hatte er sich geprügelt? Hatte er jemanden zu Boden geschlagen??
In meinem Kopf tummeln sich auf einmal alle möglichen Gedanken und ich schlucke kurz. Konnte dieser Mann, welcher mich so freundlich bei sich aufnahm tatsächlich Bösartig sein und andere Menschen verletzen? Vor meinem Inneren Auge spielt sich die letzte Stunde in welcher ich auf Bray getroffen war nochmals von vorne ab. Mein Kopf verbietet mir den Gedanken, dass Bray möglicherweise einen Menschen damit verletzt hatte und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er es nun hier auf mich abgesehen hatte.. Ich blicke nun in seine Augen. Erst jetzt hier in der Wohnung erkenne ich ihn besser. Er sieht müde aus und ihm schmerzt seine Verletzung.
„Du.. Du solltest das auswaschen gehen, bevor es sich entzündet!“ flüstere ich und mache mir zugleich etwas Sorgen.
„… und ich kann wirklich auch auf dem Sofa schlafen…“ füge ich dann hinzu und will nicht so dreist sein und dem Müden Jungen mir gegenüber auch noch sein Bett wegnehmen, wo er doch schon so viel für mich getan hatte.

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Gandhi said that whatever you do in life will be insignificant, but it's very important that you do it because nobody else will. Like when someone comes into your life and half of you says: "You're nowhere near ready". And the other half says: "Make him yours forever"
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 26 Dez - 14:01

Wie jeder, der in eine neue Umgebung kommt, schaut Lia sich die Zimmer, die ich ihr zeige, flüchtig aber aufmerksam an. Später hat sie dafür allerdings noch mehr Zeit, wenn wir beide ausgeruht sind oder sie beschließt, von sich aus eine kleine Tour zu machen, während ich noch schlafe. Zu befürchten, dass sie mir etwas stehlen könnte, habe ich immerhin nichts, da mir bis auf die Sachen, die ich an mir trage, noch nichts in dieser Wohnung wirklich gehört, als dass ich dazu eine Verbindung aufgebaut hätte oder ähnliches. Wahrscheinlich würde ich bis auf bei den auffälligen Dingen gar nicht mal merken, falls der ein oder andere Gegenständ nicht mehr an seinem Platz wäre.
Lia möchte gerade etwas auf mein Angebot entgegnen, als sie sich mit einem Blick auf meine verletzte Hand unterbricht. Ich frage mich, was sie wohl denkt, wo ich mir diese Verletzung zugezogen habe. Da ich ihr die Auseinandersetzung mit Amber angedeutet habe, liegt es nicht weit, dass sie denkt, ich hätte mich dort verletzt, was schließlich auch der Wahrheit entspricht. Die Sache ist nur, dass ich Amber nicht physisch verletzt habe, sondern mich selbst an diesem verdammten Zaun. Ich habe keinen Schimmer, ob Lia nun denkt ich wäre ein Schläger oder dergleichen, aber ich habe dafür nun auch keinerlei Nerven mehr, um das aufzuklären. Sollte ich mich hinlegen, in der Hoffnung, dass auch sie mir nichts tun wird und beim Aufwachen feststellen, dass Lia nicht mehr hier ist, dann wäre das eben so. Immerhin sind wir keine Freunde, bloß flüchtige Bekannte und ich biete ihr mit meiner Wohnung ein Lager, in dem sie Kräfte sammeln kann, um später dann ihr Pferd suchen gehen zu können. An körperliche Absichten würde ich nach dem, was mit Amber geschehen ist, nicht einmal denken. Anderen Typen würde es vielleicht helfen, sich mit einer anderen zu vergnügen, um ihr Ego damit wieder etwas zu pushen, dieser Sorte habe ich dagegen nie angehört.
"Mein Angebot steht, in dem Zimmer hast du wirklich mehr Ruhe. Falls du befürchtest, ich könnte dich einschließen und gefangen halten oder etwas dergleichen, kannst du aber auch im Wohnzimmer bleiben. Mir persönlich ist es nicht wichtig, ob ich mein Bett oder mein Sofa benutze."
Was absolut der Wahrheit entspricht. Zudem scheinen die Bewohner hier damals nicht arm gewesen zu sein, da die Möbel eine gute Qualität haben und nicht abgenutzt, sondern warm und gemütlich sind. Dann schaue ich ebenfalls zu meiner Hand, von der sich allmählich ein stechender Schmerz meinen Arm heraufzieht.
"Ich sollte nun aber wohl wirklich erst einmal nach etwas zum Desinfizieren und Verbinden suchen. Wenn ich im Bad nachgesehen habe, kannst du dann rein und dich auch sonst frei in der Wohnung bewegen", verkünde ich und laufe anschließend ins Badezimmer, in der Hoffnung im Medizinschränkchen zu finden, was ich suche.

tbc. Badezimmer
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Lia*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 26 Dez - 23:54

Bray scheint zu merken, dass auch mir seine Verletzung nicht verborgen bleiben. Auch er blickt auf seine Hand bevor er weiter spricht. Ich frage mich, was er denkt....
Er spricht weiter und ich höre mir an, was er mir zu sagen hat. er bietet mir immer noch sein Zimmer an und ich will auch nicht unhöflich sein. Er meint, wenn ich ihm nicht traue, dürfe ich auch im Wohnzimmer bleiben, aber im Gegenteil... ich vertraue ihm... Mein Kopf will einfach nicht zulassen, dass er gefährlich sein könnte... Im Gegenteil... er machte gerade einen sehr verletzlichen Eindruck auf mich.
"Ach quatsch... nein... das ist es nicht. Ich will nur nicht.... so schmarotzerisch wirken" erkläre ich dann bevor er weiter spricht.
Ich nicke nochmals und stimme im zu, als er meint, er würde seine Wunde auswaschen gehen. "Okay.. also... dann... dann geh ich mal... in... in dein Zimmer" erkläre ich und sehe ihm nochmals nach. Auch mein Arm schmerzt und ich war wirklich ziemlich ko... etwas ruhe würde auch mir gut tun..
"wenn du mich suchst... du weißt, wo du mich findest.." erkläre ich dann und sehe ihm nochmals nach...

tbc: Schlafzimmer

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 28 Dez - 0:41

cf. Kleines Badezimmer

Meine Hand fühlt sich nun, wo sie gereinigt und verbunden ist nach den Schmerzen um einiges besser an. Als ich in den Flur komme, ist Lia nicht mehr da, aus dem Schlafzimmer dringen allerdings leise Geräusche. Vielleicht hat sie einen Albtraum oder macht sich Sorgen um ihr Pferd. Ich weiß es nicht, möchte sie nun aber auch nicht wecken und überraschen. Zudem übermannt mich meine eigene Erschöpfung fast gnadenlos, es fällt mir nun schwer, meine Augen noch richtig aufzuhalten. Da mein Mund abrupt ziemlich trocken ist, gehe ich noch mal in die Küche und trinke etwas Leitungswasser aus dem Hahn, danach begebe ich mich direkt ins Wohnzimmer. Meine klaren Gedanken haben sich bereits verabschiedet, ich bin einfach bloß noch müde.

tbc: Wohnzimmer
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 6 Jan - 21:45

cf: Schlafzimmer

Mitgenommen von dem, was ich soeben echt getan habe, gehe ich in meine Küche und taumele doch etwas, denn durch den Schlaf fühle ich mich zwar erholt, trotzdem ist die Last noch lange nicht weg. Die Sache mit Lia hat mich abgelenkt, dass ihr Arm gebrochen war, hat meinen Gedanken einen anderen Fokus beschert, auf den ich mich konzentrieren habe können. Nun wo ich nur kurz alleine bin, schwappen allerdings schon wieder Bilder von Amber in meine Gefühlswelt. Ich habe sie mit Jay allein dort auf der Dachterrasse zurückgelassen und keine Ahnung, wie er weiterhin reagiert hat. Oder sie. Ob er seine Tour des scheinenden Helden weiter gespielt hat, den Tröster, nachdem ich mich nicht wirklich als solcher bezeichnen haben können. Es ist alles so wie damals als Sasha aufgetaucht ist und Amber für sich gewonnen hat. Ich habe ihn gehasst, seine besonnene Art, seine Lockerheit und dass er vieles leichter sehen konnte als ich selbst. Dass er einfach ehrlich sein konnte, wohingegen ich fast zu lange gewartet habe. Ich frage mich, wie sich alles entwickelt hätte, wäre Amber wirklich mit Sasha gegangen und nicht zurückgekehrt...
In Gedanken gehe ich auf den Kühlschrank in der Küche zu, den ich noch gar nicht wirklich unter die Lupe genommen habe. An ihm heften sogar noch ein paar Magnete, ein von Kinderhand gemaltes Bild und eine Einkaufsliste. Das alles scheint so furchtbar normal. Ich öffne die quietschende Tür, dann gleich das Eisfach. In beidem befindet sich mehr als ich je erwartet hätte. Ein Glas Marmelade, Joghurt, Eiswürfel in einer dieser Formen und eine Flasche Cola. Wie konnte das bloß so lange unentdeckt hier drin bleiben? Selbst wenn zumindest der Joghurt auch wenn ungeöffnet bestimmt nicht mehr genießbar ist? Ich schließe die Türen erst einmal wieder, um in den Schränken nach weiteren Gefäßen zu suchen, die man mit Wasser füllen und einfrieren kann. In einer der großen Schubladen werde ich fündig, lasse alles soweit es geht vollaufen und tausche es gegen das Eis, das sich bereits in der Kühlung befindet aus. Es ist zwar nur eine kleine Form, aber fürs Erste wird sie reichen. In einem anderen Schrank sitzen zudem noch ordentlich zusammengelegte Handtücher und es gibt eine Rolle Müllsäcke. Das so zu sehen macht mein Herz bloß schwerer, weil die Zeit in diesen Wänden tatsächlich stehen geblieben zu sein scheint. Wie als käme man in ein Museum, in dem man sehen kann, wie eine Wohnung vor dem Virus überall ausgesehen hat. Um nicht in Schwelgerei zu verfallen, lege ich alles bereit, klopfe die Eiswürfel in einen der Säcke und lege ein Handtuch darum. Dann bringe ich es zu Lia. Ich habe ihr meine Hilfe angeboten, darum sollte ich das nun erst mal durchziehen, bis ich wieder für mich bin.

tbc: Schlafzimmer
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 25 Jan - 23:53

cf: Eingangshalle -blaues Haus-

Ich folge der Beschreibung die ich in den letzten Tagen von Trudy bekommen hatte.
Erster Obergeschoss, Wohnung rechts... Bray jr. geht an meiner Hand und mit jedem
Schritt den wir beide auf die Eingangstür zugehen wird mein Herz schneller.
Ich bin angespannt und nervös. Am liebsten hätte ich bereits schon vor der Mall
umgedreht, aber ich weiß, dass ich mich meiner Angst stellen muss.
Langsam gehen wir auf die große Holztür zu. Ich fühle wie sich mir fast die Kehle
zu schnürt und mein Herz unruhig in meiner Brust hämmert. Ich mag dieses Gefühl
nicht. Ich sehe zu Bray jr. der brav an meiner Seite bleibt und meine Hand umklammert.
Er ist ruhig und ich weiß, dass er vermutlich genauso nervös ist wie ich. Immerhin denke
ich zu wissen, dass er zumindest ein bisschen begreift wen wir besuchen.
Dann stehen wir plötzlich vor der Tür und ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und klopfe an
die Tür. Vermutlich ist er gar nicht da.... Ich hätte nicht kommen sollen... Das, das war eine ganz
blöde Idee... Vielleicht will er uns nicht einmal sehen...

Automatisch trete ich einen Schritt zurück und halte Bray's Hand ganz fest.
Ich weiß nicht, wer hier gerade wem Halt spendet. Ich ihm, oder er mir.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 26 Jan - 16:07

cf: Zeitsprung

Es ist fast eine Woche vergangen. An dem Tag, als Lia und ich abends noch mal zum Markt heruntergegangen sind, um Brot und ein paar andere Lebensmittel zu ertauschen, ist wenig später nachdem wir wieder hier im Haus waren und die Treppen zu meiner Wohnung nach oben stiegen, draußen die Hölle losgebrochen. Es war, als würde ein Krieg beginnen, dabei hatte es keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff oder Ähnliches gegeben. Lia und ich hatten dafür gesorgt, dass wir so schnell wie möglich hochkamen und in meinem Appartment die Tür mit der Kommode aus dem Hausflur verbarrikadiert. Die frischen Sachen hatten wir nur schnell in der Küche abgelegt, um dann vom Wohnzimmer aus zu beobachten, was geschehen war. Über dem Industriegebiet schwebte eine riesige schwarze Rauchwolke, die sich über der ganzen Stadt verbreitete. Durch den Nebel war vereinzelt Feuer zu sehen, aber ich konnte es nicht genau zuordnen, weil ich mich dafür in der Stadt noch nicht gut genug auskannte. Meine Gedanken drehten sich um die Mall, um Amber und meinen Sohn, um Trudy und die anderen, darum, ob ihnen etwas passiert ist und der Tag unseres Streits am Ende der letzte gewesen war, an dem ich Amber wirklich gesehen hätte. Diese grausame Vorstellung schob ich so weit wie möglich zur Seite. Ich war jedoch so sehr mit meinen eigenen Sorgen beschäftigt, dass ich Lias Zustand erst bemerkte, als ich wieder etwas klarer denken konnte. Ihr machte das da draußen unheimlich viel Angst und als ich sie fragte, ob ich für ein paar Stunden weggehen könnte, um nach Freunden zu sehen, schaute sie mich so panisch an, dass ich hier geblieben bin. Seitdem haben wir die Wohnung nicht mehr verlassen, von dem gelebt, was wir auf dem Markt geholt hatten, als es ihn noch gab. Auch heute stehen draußen zwar ein paar Stände, sie sind jedoch bloß der kümmerliche Rest umringt von Zerstörung. Durch die Explosionen muss die Stromversorgungsstation beschädigt worden sein, sowie auch das fließende Wasser ist nicht mehr da. Es ist wie nach dem Virus.
Jeden Morgen öffne ich nun die Augen und frage mich, wie lange ich mich hier einschließen will. Ich könnte nachts weggehen, aber um ehrlich zu sein will ich nicht riskieren, noch mal entführt zu werden, wenn der Angriff keine einmalige Sache gewesen ist, sondern bloß ein Vorbote von etwas noch Schlimmerem. Andererseits muss ich dringend nach den anderen sehen...Nach einem spartanischen Frühstück hat sich Lia wieder hingelegt, um sich weiter auszukurieren. Die Schiene hat bis jetzt gehalten und ich hoffe, sie wird es weiterhin tun. Ich dagegen habe nach unserem Essen bloß weiter wie in den letzten Tagen auch die Wohnung so gründlich und leise wie möglich weiter durchsucht und bin dabei auf einige interessante Sachen gestoßen. Gerade als ich vor einem Schrank mit Büchern knie, bringt ein Klopfen an der Haustür mich aus dem Konzept. Mittlerweile ist diese nicht mehr verbarrikadiert. Ich frage mich, wer da sein kann und vermute, dass es vielleicht Trudy oder Nicolas sind. Womöglich ist es hingegen auch ein ziemlich ungebetener Gast. Langsam gehe ich zur Tür, auf alles was kommen mag vorbereitet und öffne sie einen Spalt. Die Personen davor lassen meinen Atem stoppen, denn bei ihnen handelt es sich um keine geringeren als Amber und meinen Sohn.
"Amber...", ist das einzige, was ich sagen kann. Ich bin nicht auf diese Situation vorbereitet und im Schlafzimmer liegt eine fremde Frau, die wenn sie aufwacht und sich wie selbstverständlich in der Wohnung bewegt, was sie in den letzten Tagen auch gemacht hat, ziemlich falsche Vorstellungen hervorrufen kann. Womöglich denkt Amber am Ende sogar, ich hätte etwas mit Lia gehabt oder es wäre noch aktuell und ich hätte sie wegen Jay und allem so schnell schon aufgegeben...Das Schicksal mag mich wohl auch weiterhin nicht. Dennoch bin ich froh, Amber und meinen kleinen Jungen hier zu sehen, denn das bedeutet, es geht ihnen gut. Hoffe ich.
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Amber*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 26 Jan - 18:43

Gerade als ich denke, dass niemand in der Wohnung ist, höre ich von drinnen Schritte, die auf die Tür zu gehen. Fast hatte ich gedacht,dass auch das blaue Haus leer stehen würde, doch scheinbar irre ich. Ich zweifle an meiner Entscheidung hier her gekommen zu sein. Weiß, dass es wichtigere Dinge zu erledigen gibt, als meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen vor allem da wir alle Hunger leiden und noch nicht mal fließendes Wasser haben. Trotzdem weiß ich, dass die Mall für ein paar Stunden auch ohne mich auskommt und ich sicher gehen muss, dass Bray, so fern er es geschafft hatte dem großen Aufstand zu entkommen, sicher war und er noch Interesse an seinem eigenen Kind hatte. Diese Angst, er würde uns erneut den Rücke zukehren und nochmals aus dem Leben von seinem Sohn und natürlich in gewässerweise auch aus Meinem verschwinden, frisst mich jede Nacht fast auf und lässt mich, wenn überhaupt schwer einschlafen.

Die Schritte werden lauter und ich halte für einen Moment die Luft an, als die Tür für einen Spalt geöffnet wird. Bevor ich noch Bray's Augen erblicke, sehe ich bereits seine langen braunen Haare, ehe er den Kopf hebt und mich und Bray jr. betrachtet. Seine Augen wirken erstaunt und gleichzeitig so verletzlich, so unvorbereitet auf das, das wir uns tatsächlich gegenüber stehen, so dass ich nicht mal in der Lage bin nur einen Ton von mir zu geben. Doch Bray scheint es ähnlich zu ergehen, auch wenn er meinen Namen hervorbringt. Bray jr. steht neben mir und lehnt sich ein bisschen an mein Bein und meine Hüfte an, wie wenn er sich schüchtern dahinter verstecken wollte. Ich blicke ihn jedoch nicht an, spüre nur, dass er sich an mich lehnt und ich lege meine Hand, die eben noch seine kleine Patschhand gehalten hat über seinen Kopf auf seine Schulter und drücke ihn ein bisschen an mich. Ich weiß, dass das nicht nur für mich schwer ist, sondern auch für meinen starken, großen Jungen, auch wenn er normalerweise alles andere als schüchtern war.

"H..Hey!" bringe ich dann hervor, während mein Herz bis zum Hals schlägt. Ein flüchtiges Lächeln huscht über meine Lippen verschwindet jedoch sofort wieder da ich nicht weiß, wie ich die Situation einschätzen soll. Ich bin unfähig in seinem Gesicht zu erkennen, was in Bray gerade vor geht. Ob er sich über den Besuch freut oder ob er mich und Bray jr. am liebsten wieder fortschicken wollte...

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 29 Jan - 22:21

Die Distanz, die nach unserer letzten Begegnung zurückgeblieben ist, ist noch deutlich spürbar. Amber fällt es schwer, mir in die Augen zu sehen und selbst wenn Lia nicht bei mir wäre, so fiele es mir ebenfalls nicht leicht, Amber ins Gesicht zu schauen, da ich darin etwas entdecken könnte, für das ich noch nicht bereit bin. Also konzenriere ich mich erst einmal auf den kleinen Jungen, der sich eng an seine Mutter kuschelt. Innerlich vollführt mein Herz erleichterte Freudensprünge darüber, dass mein Sohn wieder gesund geworden ist, die Medizin ihm geholfen hat und...das Mal als ich ihn im Arm halten durfte nicht die letzte Gelegenheit gewesen ist, in der ich ihn habe sehen können. Ich schenke ihm ein kleines Lächeln, das hoffentlich ermutigend wirkt statt beängstigend, dann wandert mein Blick zu Amber zurück. Wenn wir noch lange so hier stehen, wird das die Situation vermutlich noch um einiges am Grad des unangenehmen Gefühls her gemessen steigern, sodass ich schließlich zur Seite trete, ohne groß Fragen zu stellen. Was würde das auch bringen? Zudem ist in den letzten Tagen so viel passiert, nach unserem emotionalen Krach, dass der wohl nicht an Wichtigkeit verloren hat, aber auch nicht mehr an erster Stelle stehen sollte, wenn es um große Probleme geht, die gelöst werden müssen. Und schon gar nicht soll er erneut ausbrechen oder fortgeführt werden. Meine Wut ist verraucht, ich bin aufgeregt, aber äußerlich ruhig. Daran, dass es Lia gibt kann und will ich nun nichts ändern. Sie hat mir in den letzten Tagen mit ihrer bloßen Anwesenheit mehr geholfen als gedacht, weil sie mir eine Aufgabe gegeben hat und ich mich endlich nicht jemand anderem gegenüberstehen sah, der mir etwas genommen hatte, der mich auf irgendeine Art ersetzte oder die Rolle ausfüllte, die ich gerne niemals verloren hätte.
"Kommt herein. Schön, dass ihr da seid", sage ich freundlich, als wäre das Treffen geplant gewesen und warte dann ab.


Zuletzt von Bray* am Fr 30 Jan - 19:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 29 Jan - 23:28

Ich traue mich tatsächlich nicht Bray direkt anzublicken. Jedes Mal, wenn sich unsere Blicke treffen, schaffe ich es nur kurz den Blickkontakt mit ihm zu halten. Es gibt wenige Dinge, die mich so verunsichern, dass ich kaum ordentlich schaffe jemanden in die Augen zu blicken. Doch die unausgesprochenen Worte und Gedanken zwischen Bray und mir lassen mich seinem Blick ausweichen, wobei ich merke, dass es ihm ähnlich ergeht.

Bray jr. hält sich an meinem Bein fest und sieht Bray immer wieder an. Bray schenkt ihm ein vorsichtiges Lächeln und mein Blick ruht auf meinen kleinen Mann und ich streiche ihm dann durch seine feinen und zarten Haare als Bray uns anbietet einzutreten.
Das Bray noch einen Gast hier hat weiß ich nicht und glaube, dass er alleine hier wohnt und lebt. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren würde wenn er hier mit jemanden leben würde, aber der Gedanke, dass er uns herein bittet, lässt mich nicht im geringsten daran denken.
Bray's Worte klingen freundlich und ich lächle ebenfalls vorsichtig und sehe nochmals zu Bray jr. der mich im selben Moment nochmals ansieht. Ich versuche in seinen Augen zu erkennen, ob es auch für meinen kleinen Mann in Ordnung ist einzutreten. Seine Augen fragen mich, was wir tun werden und ich sehe dann zu Bray auf und nicke.

"Sehr gerne würden wir rein kommen" wispere ich und gehe dann seitlich mit Bray jr an der Hand an Bray vorbei. Sein mir zu gut bekannter Geruch dringt in meine Nase und lässt mein Herz schwer werden, während wir an ihm vorbeigehen. Ich lasse es mir nicht anmerken und folge dem kleinen und kurzen Gang einfach weiter bis wir in einer kleinen Küchennische stehen. Ich blicke mich um und erkenne wie spartanisch die kleine Küche eingerichtet ist. Ein kleines Sofa befindet sich ebenfalls hier, so dass ich mich dann setze und Bray jr. sofort auf meinen Schoß klettert.
Ich weiß, dass er noch etwas unsicher ist, aber ich bin mir gerade sicher, dass er voll und ganz begriffen hat, was wir hier machen und wer uns der noch für ihn relativ "fremde Mann" gegenüber ist. Ich hebe ihn hoch zu mir und halte ihn ein bisschen fest, da ich merke, dass er meine Nähe und das Gefühl der Sicherheit braucht. Trotzdem lässt er Bray nicht aus den Augen und beobachtet ihn genau.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 31 Jan - 17:36

Amber bedankt sich indirekt dafür, eintreten zu dürfen, dann ist sie zusammen mit unserem Sohn auch schon in meiner Wohnung drin und es gibt kein Zurück. Ich schließe die Tür hinter den beiden, nachdem ich kurz in den Flur gesehen habe, damit ich weiß oder wenigstens hören kann, ob ich mit einem weiteren Gast zu rechnen habe. Jay würde ich alles zutrauen, wobei der wahrscheinlich wirklich den perfekten verständnisvollen tröstenden Freund abgegeben hat, nachdem ich die Dachterrasse verlassen hatte und wer weiß, was danach noch geschehen ist. Amber geht währenddessen mit Bray jr. durch den kurzen Flur direkt in mein Wohnzimmer, wo ich soeben noch die Schränke durchforstet habe und nimmt auf dem Sofa Platz, unser Kind klettert auf ihren Schoß und drückt sich fest an sie. Davon, dass ich ihn vor ein paar Tagen noch auf dem Arm hatte, hat er wohl nichts mitbekommen, in seinem Fieberdelirium wäre es allerdings nicht ungewöhnlich, wenn er es auch einfach vergessen oder verdrängt hätte. Noch immer bin ich ein fremder Mensch. Ich folge den beiden in den größten Raum der Wohnung, weiß aber nicht genau, wo ich mich platzieren soll, also gehe ich zu einem der Fenster, die zum Markt herausführen und das nicht allzu weil vom Sofa entfernt liegt, weil es sich direkt neben dem Fernseher befindet und lehne mich mit dem Rücken an der Fensterbank an.
"Ich bin unglaublich erleichtert darüber, dass euch nichts passiert ist. Ist die Mall von den Angriffen schwer getroffen worden? Es tut mir leid, dass ich noch nicht vorbeikommen konnte, jedoch...gab es auch hier ein paar Komplikationen", beginne ich das Gespräch, weil Schweigen auch jetzt nichts besser machen würde.
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 31 Jan - 18:59

Ich spüre wie der kalte Stoff des Sofas sich auf meinem Rücken ausbreitet. Bray jr. beobachtet bray ganz genau und auch wenn er auf mir sitzt lässt er ihn nicht aus den Augen. Ich frage mich, was in seinem kleinen Kopf vorgeht. Mir ist ein bisschen kalt und ich bin so nervös, dass ich aufpassen muss, dass Bray das zittern meiner Hände sieht, wenn ich sie bewege. Doch jetzt sitze ich einfach nur still da und versuche entspannt zu wirken. Bray betritt nach uns die kleine Küchennische und sucht nach einem ordentlichen Platz, um mit uns zu sprechen. Er traut sich nicht neben uns Platz zu nehmen und ich bin kurz dankbar dafür, dass er mir und Bray jr. etwas Freiraum lässt, auch wenn ich mich in gewissermaßen nach der Vertrautheit zwischen uns sehne. Es ist das erste Mal, dass wir zu dritt und alleine in einem Raum stehen, kaum weiter als einen Meter von einander entfernt. Bray lehnt sich an die Fensterbank und verschränkt die Arme vor seiner Brust. Sein Blick lässt uns jedoch nicht los und auch ich lasse ihn nicht aus den Augen, auch wenn ich es nicht immer schaffe in seine verletzlichen Augen zu blicken.
Gerade als sich unsere Blicke erneut treffen fängt Bray an zu reden. Seine Worte dringen an mein Ohr und ich bin erleichtert zu hören, dass bereits vorgehabt hat uns zu besuchen, während ich gleichzeitig nicht ganz verstehe welche Gefühle in mir und meinem Kopf aufsteigen. Ich erinnere mich an den Streit zwischen uns auf der Dachterrasse und mein Herz wird schwer mit jedem Wort das in meinen Kopf dringt. Dazu seine fast bösen und zugleich verletzten Augen lassen mich schwer Atmen.
Bray will wissen, was mit der Mall passiert war und auch wenn ich es gerade nicht zugeben will bin ich ebenfalls erleichtert zu sehen, dass Bray wohl auf ist und ihm bei dem Chaos nichts passiert war.
"Ja... die Mall... wir haben kein fließendes Wasser mehr... Der Strom ist weg... Einige Läden wurden angezündet und genau wie du vermutest...es wurde einiges zerstört, aber es sind alle wohl auf von uns." erkläre ich dann und streichle Bray jr. über den Rücken
Komplikationen?? Sofort schreit meine innere Stimme auf und will wissen, warum Bray verhindert war zu uns in die Mall zu kommen aber ich versuche meine Neugierde in Zaum zu halten und verbiete es mir nachzufragen. Ich hatte meine eigene Erklärung dafür, warum ich Bray bis jetzt nicht wieder in der Mall gesehen hatte. Unser Streit spielte dabei eine wesentliche Rolle und ich vermute, dass Bray nach unserem Zusammentreffen ähnlich gekränkt war, wie ich. Ich mustere ihn und mein Blick fällt nun auf seine verletzte Hand, die er noch immer eingebunden hatte. Vor meinem inneren Auge sehe ich Bray wie er auf die Absperrung der Dachterrasse schlägt und kurz darauf dicke, rote Blutstropfen auf den kühlen Stein tropfen. Ich schüttle kaum merklich den Kopf und verdränge die bösen Gedanken in meinem Kopf. Ich versuche an die letzten Tage zu denken. Ich erinnere mich an meinen Alleingang nach draußen... an Nick und den Zapper.. an das große Chaos und das Feuer in der Mall,... die Ängste, die mich in den letzten Tagen und Wochen verfolgt und gequält hatten. Mein Blick ist für ein paar Sekunden wie versteinert, doch dann blicke ich hoch.
"Nachdem sich nun alles ein bisschen beruhigt hat, dachten wir,... wir kommen dich mal besuchen. Oder Bray?" füge ich hinzu und werfe meinem kleinen Mann einen vorsichtigen Blick zu während ich spüre, dass mein Herz bis zum Hals schlägt. Ich spreche leise und man merkt, dass ich angespannt bin. Bray jr. reagiert sofort auf meine Ansprache und grinst verunsichert zu Bray und zieht den Kopf schüchtern ein, bevor ich ihm damit ein zartes Nicken entlocken kann.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 1 Feb - 23:32

Erfreut betrachte ich meinen kleinen Sohn, der es mir gleichtut. Amber fällt es immer noch schwer, klar auf mich zu sehen und ich möchte zu gerne wissen, was sie denkt. Wissen, was sie fühlt. Wie alle sind auch die Mall Rats im Einkaufszentrum davon betroffen, dass es nötige Versorgungsenergien nicht mehr gibt. Darum müssen wir alle Wasser wieder vom Fluss holen, wobei Lia und ich glücklicherweise am Abend vor den Angriffen noch genug zu Trinken auf dem Markt haben ertauschen können, sodass wir noch nicht losgehen mussten. Lange werden die Vorräter aber auch nicht mehr reichen.
Als Amber von Feuer in der Mall erzählt, bin ich erschrocken, da besonders einige Läden nicht leicht zu löschen gewesen sein werden, schon gar nicht ohne Wasser. Offensichtlich ist es meinem Tribe trotzdem gelungen und das erleichtert mich sehr, wobei sich das schlechte Gewissen natürlich auch wieder breitmachen muss.
Besonders als ich merke, wie Amber auf meine Hand schaut, die durch den Verband geziert wird, so wie Lia das auch öfters mal tut. Das Pochen ist in den letzten Tagen abgeklungen, aber rein emotional wird es nun wieder stärker. Die restlichen Worte, die sie sagt, stimmen mich verwirrt. Sie redet mit unserem Kind, als wäre es normal, mich besuchen zu kommen, als wären wir keine Fremden und als wären Amber und ich nicht im Streit auseinander gegangen. Natürlich soll hier kein weiterer entflammen, es fühlt sich nur so befremdlich an. Vor meinem Sohn kann ich nun aber wohl kaum zeigen, wie ich wirklich fühle, oder eher gesagt nicht vollkommen, darum lächle ich einfach weiter, meine Arme bleiben aber verschränkt.
"Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mich freut zu hören, dass es euch den Umständen entsprechend gut geht. Die Angriffe haben uns alle schwer getroffen. Weiß man denn etwas darüber, wer sie verübt hat und wieso?", gehe ich kurz auf die Zerstörungen ein und wende mich dann meinem Sohn zu.
"Und es ist super, dass ihr gekommen seid. War der Weg hier her denn aufregend?", hoffe ich nicht in ein Fettnäpfchen zu treten und mein Kind zum Erzählen zu animieren, um die Stimmung ein wenig zu lockern und das Eis zu brechen.
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 2 Feb - 20:26

Ich sitze immer noch ruhig auf dem Sofa. Ich bin so nervös, dass ich nicht weiß wie ich ordentlich mit Bray sprechen soll. Der letzte Streit und unser letztes Treffen sitzt tief in mir und immer wenn ich versuche ihn anzusehen wird mein Herz schwer. Ich sehe seine verletze Hand und erinnere mich an seinen ganzen Ärger, der in jenen Moment in ihm hoch kam, als wir uns auf der Dachterrasse gegenüber standen. Nervös streiche ich meinem jungen über den Rücken. Ich weiß, dass mit ihm reden muss. Immerhin war es meine Entscheidung hierher zu kommen, Bray zu besuchen. Ihm unseren Sohn vorzustellen den ich in den letzten Tagen versucht habe darauf vorzubereiten. Bray jr. sieht Bray inzwischen weiter an und Bray spricht mit uns, wie wenn es den Streit zwischen uns niemals gegeben hätte. Ich bin dankbar dafür, dass er sich vor unserem Sohn so zusammen nimmt, und seine Gefühle und seinen Ärger über mich in Zaum hält, auch wenn ich an seinen Augen erkenne, dass es ihm deutlich schwer fällt. Etwas Traurigkeit schwingt in seinem Blick mit, auch wenn seine Worte erleichtert klingen.
".. Wir wissen noch nicht genau, wer für dieses Chaos zuständig ist.. wichtig ist erstmals, dass wir wieder Strom und Wasser bekommen... " erkläre ich. Man merkt mir an, dass ich nicht unbedingt darüber reden will. Das, was in der Stadt passiert war hatte zwar ebenfalls Priorität, aber gerade war mir wichtiger Bray zu sehen... Zu erkennen, dass es ihm gut ging, dass ihm nichts passiert war bei den ganzen Attacken und dass mein Kind endlich seinen Vater kennenlernen durfte. Ich senke meinen Blick wieder auf Bray jr. Als Bray wissen will, ob der Weg hier her sehr aufregend gewesen sei. Er sieht unseren Sohn an und ich vermute, dass er ihn dabei ermutigen möchte zu sprechen. Er spricht ihn direkt an und Bray jr. öffnet den Mund, um zu antworten doch verstummt dann wieder und kuschelt sich schüchtern an mich. ich nehme ihn automatisch schützend in den Arm und streichle ihm liebevoll über den Kopf bevor ich zu Bray blicke. "Er ist ein bisschen schüchtern..." erkläre ich ruhig und sehe wieder zu Bray jr. Normalerweise war er nicht so schüchtern, aber er kam in seinen jungen Jahren seinem Vater schon sehr ähnlich. Er war zwar ein aufgeweckter kleiner Mann, jedoch auch skeptisch und oft ein bisschen nachdenklich. Ich erinnere mich unweigerlich an die ersten Tage in der Mall, an denen ich Bray kennengelernt habe. Niemand von uns wusste wirklich was in ihm vorging. Ob er gerne bei uns war oder nur bei den Mall Rats blieb, wegen Trudy und seiner Verantwortung Brady gegenüber. Manchmal, wenn mein kleiner, großer Mann so da saß und seinen Gedanken nachging, kam es mir vor als würde Bray vor mir sitzen.
Für einen Moment ist es ganz still im Raum und Bray schweigt genauso. Ich blicke ihn an, und habe das Gefühl Bray jr und auch Bray helfen zu müssen.
"Bray mein kleiner Schatz,... ich...ich möchte Dir jemanden vorstellen!" wispere ich streiche ihm nochmals über den Rücken, bevor ich ihn von mir herunter hebe und ihn vor mich stelle. Er hält sich an meinem Knie fest und sieht zuerst Bray und dann mich an. Ich halte seine kleine Hand und sehe dann zu Bray. "Darf ich dir Bray jr, vorstellen?" wispere ich dann zu Bray. Mein Herz pocht unruhig und schnell in meiner Brust und ich hoffe, dass mir jetzt hilft und auf seinen Sohn nochmals zugeht..

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 3 Feb - 9:04

Eine verunsicherte Amber vor mir zu sehen, ist immer noch völlig ungewohnt, so auch jetzt, wo sie wieder ein paar Minuten braucht, um zu antworten und dabei dem kleinen Jungen auf ihrem Schoß über den Rücken streicht, als würde damit die Zeit schneller vergehen. Womöglich strahle ich auch mehr aus, als ich möchte und sie reagiert lediglich darauf.
Dann berichtet sie schließlich, es wäre unklar, wer die Schuld für den Schlamassel trägt, in mir keimt jedoch schon seit Tagen, dass es nur die Technos oder jemand, der mit ihnen irgendwie in Verbindung gestanden hat gewesen sein können. Sie wären dazu fähig gewesen, eine Bombe zu bauen und auch wenn ihr Hauptquartier und ihre Stromversorgung ebenfalls zusammengebrochen ist, könnte das nur ein Trick sein, um sich als harte Arbeiter darzustellen, die an der Reparatur arbeiten und wenn sie es dann geschafft haben, strahlende Helden sind, die noch mehr bewundert werden. Ich wage hingegen nicht, diesen Gedanken laut auszusprechen, denn dann würde Amber das garantiert auch wieder als Angriff auf Jay verstehen, was automatisch eine Meinungsverschiedenheut mit sich zöge und zudem soll Ambers neuer Freund - so weh es tut, den Gedanken zu denken, aber er entspricht nun einmal den aktuellen Tatsachen, oder hat es zumindest bis vor Kurzem - nicht vor dem Kleinen als Monster dastehen, wo Bray jr. in seinem Alter bereits genug durchmachen muss, so wie Brady es auch getan hat und zudem weiß ich nichts sicher, darum schweige ich dazu, sage stattdessen etwas anderes.
"Habt ihr denn mal wieder etwas von Jack gehört? Er kannte sich doch immer sehr gut mit solchen Dingen aus und...Jay doch bestimmt auch. Das größte Problem wird sein, die Materialien dafür zu beschaffen, aber es sind zudem erst wenige Tage vergangen. Wenn die Lage sich beruhigt hat, wird sich sicher eine Lösung finden lassen. Das haben wir damals doch genauso geschafft", sage ich und hoffe, es klingt aufmunternd genug.
Dann wechseln wir jedoch das Thema. Mein kleiner Junge traut sich nicht so recht, mir zu antworten, was bloß natürlich ist, denn ich bin für ihn noch nicht sein Vater, so wie ich es bereits bei unserem Streit auf dem Dach eingesehen habe. Zunächst wirkt es, als wolle er doch etwas sagen, dann drückt er sich aber an seine Mutter, die ihn mit Worten ein bisschen versucht zu erklären. Als sie ihn aber schließlich von ihrem Schoß herunternimmt und gemeinsam mit ihrer seine Hand mir entgegenstreckt, nähere ich mich zögerlich den beiden, um sicher zu gehen, dass Bray jr. nicht zurückzuckt und etwas gegen seinen Willen geschieht, dann stehe ich direkt vor ihnen, gehe in die Hocke und ergreife sanft seine Hand.
"Es freut mich sehr, dich kennen zu lernen. Und soll ich dir etwas Lustiges verraten? Ich heiße genauso wie du", entgegne ich mit einem Lächeln, obwohl ich nicht weiß, ob mein Kind bereits meinen Namen von Amber kennt. Vielleicht reicht es dennoch, um eine Brücke zu schlagen.
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