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 Flur und Küchennische

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Bray*
Mall Rat


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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 3 Feb - 9:04

Eine verunsicherte Amber vor mir zu sehen, ist immer noch völlig ungewohnt, so auch jetzt, wo sie wieder ein paar Minuten braucht, um zu antworten und dabei dem kleinen Jungen auf ihrem Schoß über den Rücken streicht, als würde damit die Zeit schneller vergehen. Womöglich strahle ich auch mehr aus, als ich möchte und sie reagiert lediglich darauf.
Dann berichtet sie schließlich, es wäre unklar, wer die Schuld für den Schlamassel trägt, in mir keimt jedoch schon seit Tagen, dass es nur die Technos oder jemand, der mit ihnen irgendwie in Verbindung gestanden hat gewesen sein können. Sie wären dazu fähig gewesen, eine Bombe zu bauen und auch wenn ihr Hauptquartier und ihre Stromversorgung ebenfalls zusammengebrochen ist, könnte das nur ein Trick sein, um sich als harte Arbeiter darzustellen, die an der Reparatur arbeiten und wenn sie es dann geschafft haben, strahlende Helden sind, die noch mehr bewundert werden. Ich wage hingegen nicht, diesen Gedanken laut auszusprechen, denn dann würde Amber das garantiert auch wieder als Angriff auf Jay verstehen, was automatisch eine Meinungsverschiedenheut mit sich zöge und zudem soll Ambers neuer Freund - so weh es tut, den Gedanken zu denken, aber er entspricht nun einmal den aktuellen Tatsachen, oder hat es zumindest bis vor Kurzem - nicht vor dem Kleinen als Monster dastehen, wo Bray jr. in seinem Alter bereits genug durchmachen muss, so wie Brady es auch getan hat und zudem weiß ich nichts sicher, darum schweige ich dazu, sage stattdessen etwas anderes.
"Habt ihr denn mal wieder etwas von Jack gehört? Er kannte sich doch immer sehr gut mit solchen Dingen aus und...Jay doch bestimmt auch. Das größte Problem wird sein, die Materialien dafür zu beschaffen, aber es sind zudem erst wenige Tage vergangen. Wenn die Lage sich beruhigt hat, wird sich sicher eine Lösung finden lassen. Das haben wir damals doch genauso geschafft", sage ich und hoffe, es klingt aufmunternd genug.
Dann wechseln wir jedoch das Thema. Mein kleiner Junge traut sich nicht so recht, mir zu antworten, was bloß natürlich ist, denn ich bin für ihn noch nicht sein Vater, so wie ich es bereits bei unserem Streit auf dem Dach eingesehen habe. Zunächst wirkt es, als wolle er doch etwas sagen, dann drückt er sich aber an seine Mutter, die ihn mit Worten ein bisschen versucht zu erklären. Als sie ihn aber schließlich von ihrem Schoß herunternimmt und gemeinsam mit ihrer seine Hand mir entgegenstreckt, nähere ich mich zögerlich den beiden, um sicher zu gehen, dass Bray jr. nicht zurückzuckt und etwas gegen seinen Willen geschieht, dann stehe ich direkt vor ihnen, gehe in die Hocke und ergreife sanft seine Hand.
"Es freut mich sehr, dich kennen zu lernen. Und soll ich dir etwas Lustiges verraten? Ich heiße genauso wie du", entgegne ich mit einem Lächeln, obwohl ich nicht weiß, ob mein Kind bereits meinen Namen von Amber kennt. Vielleicht reicht es dennoch, um eine Brücke zu schlagen.
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Amber*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 3 Feb - 22:28

Noch bevor ich Bray jr. Bray vorstelle stellt Bray mir die Frage, ob wir schon etwas von Jack gehört haben. Ich weiß, dass er eine große Hilfe für uns in der Mall wäre und auch Jay hat eine wichtige Rolle eingenommen. Doch ich schüttle nur den Kopf. "Nein, noch nicht... Gerade sind wir dabei den ganzen Schutt aus der Mall zu schaffen... Sicherheit zu gewährleisten indem wir wieder Wachdienste aufstellen, da das elektrische Tor ausgefallen ist.. Es ist schwierig. Auch wenn wir viele kluge Köpfe sind, so ist es wie vor Jahren auch. Fast wie nach dem Ausbruch des Virus.." erkläre ich und lass es aus dabei näher auf Jay einzugehen. Ich weiß, dass ich ihm nicht gesagt habe, dass ich mit Bray jr. hier bei Bray war und ich will auch nicht darüber nachdenken, wie er reagiert hätte, wenn ich es gestanden hätte. Ich vermute, dass es ihm nicht recht gewesen wäre, aber ich bin mir sicher, dass er mich und Bray jr. hätte gehen lassen.. wenn auch mit Widerwillen.
Meine Erinnerung schweift ab und ich denke an die Mall und an unsere ersten Tage dort, damals... damals als Dal noch lebte und wir genauso unsicher waren, wie wir es jetzt gerade auch sind. Nur, dass damals relativ schnell jemand zu uns kam, der für einen Moment alles für mich leichter machte.... Bray.
Ich blicke in seine Augen und erkenne, dass auch er an die ersten Tage und das Chaos in Wellington denkt. Für einen Moment verspüre ich den Drang Bray danach zu bitten wieder in die Mall zu kommen, doch ich lasse es bleiben und nicke nur, wenn auch verunsichert.
"... Ja,.. wir werden einen Weg finden!" stimme ich dann leise hinzu bevor ich mich auf Bray jr. konzentriere, den ich nun langsam von meinem Schoß hebe.
Nachdem ich vorsichtig beginne Bray jr. Bray vorzustellen, hilft mir Bray indem er auf seinen Sohn zu geht und in die hocke geht. Er ist ganz vorsichtig und beobachte die beiden genau. Es ist der Moment von dem ich so unendlich lange geträumt und ihn mir etliche Male vorgestellt hatte. Und jetzt war es so weit und war doch so anders als in meiner Fantasie. Mein Herz klopf schnell und unruhig und ich habe eine Gänsehaut. So unglaublich nervös war ich schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht, wie Bray jr. auf Bray reagieren würde, obwohl ich ihn versucht habe darauf vorzubereiten. Ich bin mir mit einem Mal nicht mehr sicher, ob Bray jr. überhaupt irgendetwas verstanden hat von all dem, was ich seit Bray's auftauchen hier, versucht hatte zu erklären. Doch er bleibt stehen und er wirkt zwar immer noch schüchtern, lässt aber zu, dass ich vorsichtig seine Hand führe. Bray nimmt diese entgegen und mein kleiner Mann tastet wie von selbst und ganz vorsichtig nach Bray's Finger. Die beiden berühren einander und ich nehme vorsichtig meine Hand etwas zurück und berühre Bray jr. nur mehr an der Schulter, so dass er spürt, dass ich da bin. Bray ist wahnsinnig vorsichtig und sieht ihn ganz liebevoll und freundlich an. Ich erkenne, wie wichtig dieser Moment für Bray gerade ist und ich merke, wie ich selbst immer emotionaler werde. es fällt mir schwer meine Emotionen zu verbergen. Meine Augen werden glasig und ich kämpfe fast mit den Tränen. Mein Kopf macht fast unruhige Kopfbewegungen. Fast wie ein nervöses Zucken. Darüber habe ich keinen Kontrolle und es ist meist ein Zeichen für das, dass ich mit meiner Beherrschung kämpfe und mir ein besondere Moment gerade näher geht, als ich es zeigen möchte. Bray kennt dieses Verhalten von mir sehr gut und ich weiß, dass er, wenn er mich ansieht es bemerken wird. Zulange kennen wir uns schon und vor allem waren wir einander niemals fremd gewesen, auch wenn unsere gemeinsamen Wege immer wieder durch das Schicksal getrennt wurden. Bray. jr. lauscht den Worten seines Vaters. Seine freie Hand, versteckt etwas seinen Mund, da er aus Unsicherheit auf seinen Zeigefinger knabbert. Doch dann schenkt er Bray ein ganz verschmitztes Grinsen, als sein Vater erwähnt, dass er den selben Namen trage wie er selbst. Automatisch nimmt er die Hand von seinem Gesicht mit ihn strahlt ihn mit großen Augen an. Er nickt und lacht. Er sieht ihm genau in die Augen und Bray's freundliches Auftreten und seine Begrüßung lockt ihn selbst tatsächlich etwas aus sich heraus
"Mama hat gesagt, dass ich so mutig und tapfer wie du bin!" verrät er stolz und schenkt Bray ein wundervolles lächelt. Er wächst mit jedem seiner Worte mehr aus sich heraus und ich bin erleichtert seine Antwort zu hören, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass es das erste sei, was er zu seinem Vater sagen würde. Fast schon werde ich ein bisschen rot und blinzle unruhig mit den Augen, um Bray nicht ganz zu zeigen, wie nahe mir dieser Moment gerade geht.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 14 Feb - 14:55

Amber erklärt mir indirekt, dass Jack wohl auch verschwunden ist, genau wie Ellie dann bestimmt ebenso. Dass man momentan aber auch eher damit beschäftigt ist, alles soweit wie möglich aufzuräumen, in Ordnung zu bringen und sich vor Plünderern zu schützen, von denen es grade nun, wo sich viele Gelegenheiten bieten, da Gebäude durch Angriffe unsicher geworden sind, wieder einige gibt. In unser Haus hat sich aber noch keiner verirrt, was ruhig so bleiben kann. Zu Jay sagt sie nichts Bestimmtes, ihr ist es also noch immer so unangenehm wie mir, über ihn zu reden, auch wenn sich mein Gemüt in Bezug auf ihn wieder etwas beruhigt hat. Amber schaut mich nachdenklich an und ich frage mich, wie oft sie an die alte Mall und unser altes Leben dort denkt. Das hier ist eine andere Stadt, mit einer neuen Mall als Zuhause, in der trotzdem ein Neuanfang in vielerlei Hinsicht stattgefunden haben mag und eben auch mit einem neuen Menschen an der Seite meiner Freundin.
"Falls ihr Hilfe brauchen solltet...sagt bescheid", biete ich aus heiterem Himmel an, aber ich möchte wenigstens das Angebot machen. Mit Strom und technischen Dingen kenne ich mich womöglich nicht so gut aus wie Jay, aber da die Versorgung auf dieser Basis nun beschädigt und defekt ist, zählen diese Stärken erst einmal auch weniger als ich es noch vor ein paar Tagen gedacht hatte. Meine eigenen sind dagegen, dass ich Nahrung besorgen, mit Leuten verhandeln und den anderen im Kampf gegen Angreifer verteidigen kann. Ich weiß nicht, inwiefern Jay in der ganzen Stadt angesehen ist, aber das Zeichen auf seiner Stirn wird ihn - es sei denn, er sollte eines Tages einmal damit beginnen, es zu überdecken oder ein anderes Zeichen aus dem Jetzigen zu machen - stets mit den Technos in Verbindung bringen und weil keiner weiß, wer hinter den Angriffen steckt, ist ihr Ruf auch nun wieder nicht der beste.
Um von diesem Thema abzukommen und mich auf das zu konzentrieren, was sich hier gerade abspielt und um einiges bedeutsamer ist, lasse ich die Gedanken ziehen und wende mich wieder vollends kognitiv meinem Sohn zu. Dabei merke ich, wie genau Amber die Szene zwischen uns beobachtet, die Mine in ihrem Gesicht verrät, wie viele Gefühle in ihr in Aufruhr sein müssen. Ich will unser Kind aber nicht damit beunruhigen, dass es seine Mutter ansieht und denkt, es stimme etwas nicht, darum versuche ich, Amber ein beruhigendes Lächeln zu schenken, während ich gleichzeitig sehe, was meine Worte in meinem Sohn auslösen. Zunächst wirkt er weiterhin etwas unsicher, dann verwandelt sich sein Mund in ein Grinsen. Seine Worte rühren mich und womöglich habe ich Amber auf der Dachterrasse tatsächlich mehr Unrecht getan als ich gedacht habe, als ich ihr vorwarf, unser Kind würde nicht ganz begreifen können, wer ich bin und von wem sie spricht, wenn es keinen Bezug zu mir hat und ich nur irgendein Mensch da draußen in der Welt für Bray jr. bin.
"Wer weiß, vielleicht bist du sogar ein ganzes Stück mutiger. Und traust dich Sachen, vor denen selbst ich Angst habe",, antworte ich vorsichtig und im Grunde entspricht es sogar der Wahrheit, denn Kinder sind oft noch so frei, dass sie einfach handeln, ohne viele Gedanken an Wenns und Abers zu verschwenden und sich gedanklich so manchen Weg zu verbauen.
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Amber*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 16 Feb - 23:58

Wir beide wissen genau, dass das, was hier in der Stadt passiert war weitläufig wieder ein Chaos in unser aller Leben brachte. Es ist wie damals in Wellington kurz nach dem Ausbruch des Virus nur das ich das Gefühl habe, es ist alles noch viel schlimmer. Nicht nur, dass wir wieder Freunde verloren haben und Menschen aus unergründliche Weise aus der Stadt verschwunden waren, so ist das, was wir uns aufgebaut haben wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Der kleine Unterschied zu damals ist, dass ich nun zwei kleine wunderbare Söhne an meiner Seite habe, die es verdient hatten in einer Welt aufzuwachsen, die zumindest halbwegs etwas Ordnung hatte. Eine Welt in der Menschenrechte groß geschrieben waren und Kinder noch träumen durften. Bis vor wenigen Tagen habe ich zumindest geglaubt meinen beiden Kindern so etwas annähernd bieten zu können auch wenn es immer noch gefährlich war auf die Straße zugehen… Doch nun quälen uns Grundbedürfnisse wie Hunger und Hygiene und die Angst, dass Nachts jemand in unsere Mall eindringt und jemand unergründlich verschwindet ist wieder größer denn je. Ich weiß, dass Bray eine Hilfe für uns alle sein würde und sein Geschick und seine ruhige Ausstrahlung auf viele von uns ein großer Gewinn wäre. Ich hüte mich jedoch es auszusprechen und ihn um Hilfe zu bitten. Nicht nur, weil ich nicht wüsste, wie ich mit der Situation umgehen würde, wenn Bray, Jay und unsere Kinder aufeinander treffen, sondern auch deswegen, weil ich ihn nicht verpflichten will uns bei etwas zu helfen, das für ihn nicht nur annähernd profitierend wäre. Ich will ihn nicht darum bitten, weil ich weiß wie schwer es für ihn sein muss und ich ihn gut genug kenne um zu wissen, dass er seine eigenen Bedürfnisse wegen den unseren in den Hintergrund stellen würde. Fast schon selbstlos ohne auf sich selbst zu achten würde er uns blind helfen. Meine Gedanken verbieten es mir ihn um Hilfe zu bitten. Bray scheint jedoch meine Sorge zu erkennen, obwohl wir nicht darüber sprechen. Als sich unsere Augen treffen bittet er auf einmal von selbst seine Hilfe. „Das ist wirklich sehr aufopfernd und sehr hilfsbereit von dir, Bray! Ich weiß, dass wir es alle momentan nicht gerade einfach haben, aber ich denke, wir… schaffen das!“ versuche ich überzeugend zu sagen.
Auch wenn meine Worte gegenteiliges aussprechen verrät mein Blick für wenige Sekunden meine wahre Antwort, die manchmal nichts mehr wünscht als Bray in der Nähe seines Kindes zu haben. und auch in meiner Nähe.
Ich breche unseren Augenkontakt wieder ab und sehe zu Bray Jr. der mit strahlenden Augen in die von Bray sieht und ihm sofort antwortet.
Meine Gefühle in mir sind mit einem mal in Aufruhe und man sieht mein unruhiges Kopfwackeln, dass man von mir kennt, wenn ich unsicher bin oder sich meine Emotionen in mir aufbäumen. Ich versuche den Moment zwischen Bray und unserem Sohn nicht durch mein kleines Gefühlschaos in mir drinnen zu zerstören und bleibe beruhigend mit meiner Hand auf der Schulter von Bray jr. Bray jr. erstaunt mich mit seinen Worten und bin gerührt, wie offen er nun auf einmal auf Bray zu geht. Ich habe diesen Moment nie abzuschätzen gewusst. Auch wenn ich mir diese wenigen Sekunden so oft ausgemalt hatte, wusste ich nicht, wie es werden wird und ob Bray jr. auch wirklich verstanden hatte, was ich in den letzten Jahren versucht hatte ihm zu erklären.
Auch Bray scheint von den Worten unseres Kindes gerührt zu sein. Seine Augen strahlen so viel Warmherzigkeit und Offenheit aus, dass ich mich mit einem Moment in seiner Erscheinung und seinem Auftreten verliere, auch wenn er mich gerade nicht ansieht. Er ist immer noch in Hockposition vor unserem kleinen Liebling und verrät ihm dann sogar, dass er denkt, dass er vielleicht manchmal sogar mutiger ist, als er selbst. Bray jr. reißt die Augen groß auf und ist sichtlich angetan von den Worten, die sein Papa gerade ausspricht. Er macht sich groß und ich weiß, dass ihn Bray’s Worte stark machen lassen. „Wirklich??“ wispert er erstaunt und schenkt ihm ein vorsichtiges Lächeln.
Ich streiche ihm über seinen Rücken und fühle mich schwächer denn je. Bray und unseren Sohn gemeinsam zu sehen lässt mein Herz schwerer werden und auch wenn ich versuche unsere gemeinsame Zeit als vergangen anzusehen fühle ich das, was ich auch immer schon für Bray gefühlt habe.
Bray jr. hingegen wirkt nun deutlich mutiger und Bray’s Worte haben deutlich einen bleibenden Eindruck auf ihn hinterlassen, so dass er Bray dann einen zugleich skeptischen und neugierigen Blick schenkt.
„Bist du wirklich mein Papa?“ fragt er dann mutig, als wolle er auch die Worte, welche ich schon so oft gesprochen hatte nochmals aus seinem Mund hören. Ich bin überrascht, dass er ihm tatsächlich diese Frage stellt, obwohl ich zugleich verstehen kann, dass ihn diese Frage wirklich beschäftigt. Ich glaube, dass die Existenz von Caleb nicht ganz unwesentlich daran schuld ist.
Ich will den Moment zwischen den beiden nicht unterbrechen, obwohl ich mich ebenfalls gerade sehr nach Bray sehne, ohne wirklich zu wissen, was in mir vorgeht. Ich kann nicht unterscheiden, ob es der Moment ist, welchen ich mir solange ausgemalt hatte oder meine unbewusste Sehnsucht nach dem Mann, der mir meinen ersten Sohn schenkte.
Auch wenn ich immer noch weiß, das Jay an meiner Seite ist, gerade zuhause in der Mall die Fäden zieht, um etwas Ordnung herzustellen und auf Caleb aufpasst, fühle ich diese tiefe Vertrautheit, die zwischen Bray und mir immer vorhanden war und vermutlich auch immer in mir wohnen wird. Ich beobachte Bray und Bray jr. genau. Bray trägt die Haare offen, während ihm eine Haarsträhne vorne ins Gesicht hängt und sein Blick wirkt fast beruhigend auf mich, auch wenn er mich nicht ansieht. Unweigerlich denke ich an unseren Streit auf der Dachterrasse und die vielen Anschuldigungen formen sich in meinem Kopf zusammen. Wie unüberlegt wir mitsammen gesprochen haben, wo unser erstes Gespräch doch ganz anders verlaufen hätte sollen….
Niemand von uns lässt sich diesen Abend anmerken. Nur an Bray’s Hand erkenne ich die Reste von dem besagten Morgen der uns beiden schlaflose Nächte beschafft hatte..

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 17 Feb - 22:21

Amber schweigt. Sie ist sehr in Gedanken versunken und ich würde zu gern in ihren Kopf und in ihr Herz schauen können. Würde gerne wissen, ob sie über mein Angebot nachdenkt, sich an die Nacht der Explosionen erinnert, an früher oder ob sie bloß im Jetzt ist und philosophiert, wie das mit uns, meinem Sohn und mir und überhaupt weitergehen soll. Denn ich kann es mir nicht ausmalen. In der Gegenwart, nun in dieser Minute sind die beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben vor mir, in greifbarer Nähe, während eine geradezu Fremde, die in den letzten Tagen zu einer guten Freundin geworden ist, in meinem Schlafzimmer liegt. Doch schon im nächsten Moment könnte etwas passieren und die Welt stünde wieder Kopf. Als Amber wieder spricht, bedankt sie sich höflich, macht mir aber gleichzeitig klar, dass meine Hilfe nicht nötig ist. Dass ich nicht gebraucht werde. Ich weiß nicht, ob sie es ernst meint oder ob mehr dahintersteckt, doch es versetzt mir einen Stich. Tapfer lächele ich weiter, lasse mir das nicht anmerken und nicke.
"In Ordnung. Aber falls doch etwas gebraucht werden sollte, lass es mich bitte wissen." Abgelenkt werde ich von meinem Sohn, dem meine Offenbarung über meine Schwächen und dafür seine Stärken besser gefallen hat als gedacht, denn er strahlt bis über beide Ohren, stolz liegt in seinen glänzenden Augen, als wäre Weihnachten und er hätte gerade ein besonders tolles Geschenk ausgepackt. Im registriere, wie auch Amber emotional wird, sich hingegen schnell wieder fängt.
Ich nicke abermals breit grinsend.
"Na klar. Du wirst garantiert mal ein sehr bekannter mutiger Held, der anderen Menschen viel Glück bereitet und Gutes tut", sage ich zu dem kleinen Jungen, was seine Augen nochmal größer werden lässt. Die nächste Frage meines Kindes wirft mich völlig aus der Bahn. Ob ich wirklich sein Papa bin? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich nicht so trotz dem, was sich in den letzten Minuten abgespielt hat. Es ist der erste Tag, es sind die ersten wenigen Momente, in denen ich tatsächlich meinem Sohn nahekomme. Ich spüre nicht, dass mir der Titel eines Vaters, geschweigedenn den des Papas, was eine intime Beziehungsbezeichnung ist, die man sich erst einmal verdienen sollte, zusteht. Nicht nach so kurzer Zeit. Das kann ich dem kleinen Mann ja aber kaum sagen, anlügen möchte ich ihn hingegen auch nicht. Vielleicht ist mein innerer Konflikt schwachsinnig, wo Amber ihm doch wirklich erzählt zu haben scheint, ich sei sein Papa. Aber es würde sich falsch anfühlen, das zu sagen.
Ich lächle.
"Ich bin dein Vater, ja. Und ich hoffe, dass wir in Zukunft, jetzt wo ich endlich da sein kann, viel Zeit miteinander verbringen können, damit ich auch ein richtiger Papa sein kann. Als ich weg war...konnte ich das leider nicht, weil ich auf einer wichtigen Reise gewesen bin", erkläre ich und es ist schmerzhaft, meine Gefangenschaft als etwas Sinnvolles darzustellen. Aber nun ist es raus und wer weiß, vielleicht hat sie sogar ihren Grund in unserem Leben gehabt, obwohl sie nichts als Leid bedeutete.
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Amber*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 18 Feb - 0:11

Als Bray auf meine Feststellung antwortet nicke ich kurz. Es ist besser so Bray nicht in die aufräumarbeiten in der Mall zu verwickeln. Ich weiß, dass er es tut, weil ich und Bray jr. dort leben. Ich will ihn nicht mit unseren Sorgen strapazieren, auch wenn ich mir wünschen würde ihn ihm Auge behalten zu können. Wenn er in der Mall wäre, würde ich wissen, dass es ihm gut geht... auch wenn ich nicht wüsste, wie ich mit der Situation umgehen sollte, dass Jay und Bray in nächster Nähe leben...
Ich versuche den Gedanken zu verdrängen, ihn doch lieber in unsere Nähe zu haben.. Seinen Sicherheit und mein beruhigtes Gewissen durch seine Anwesenheit in der Mall, sicher zu stellen...
Bevor ich noch irgendetwas sage, nickt auch Bray.Er bittet mich nochmals es ihn wissen zu lassen und unsere Blicke treffen sich für einen Moment. "Natürlich!" erkläre ich dann und streiche meinem kleinen Sohn erneut über den Rücken, bevor sich Bray erneut seinem Sohn zuwendet. Er erklärt ihm, dass er ein bekannter, mutiger Held wird und ich muss unweigerlich wieder an Bray selbst denken, der es ebenfalls geschafft hat ein Held zu werden... Jemand, der in der Stadt geschätzt wurde und als Bruder von Zoot, großen Namen erlangt hatte. Ich denke an Wellington und an alles das, was für das wir gemeinsam gekämpft hatten. Die Nachricht über seinen Tod damals hat große Trauer ausgelöst.. Nicht nur bei mir und so sehr ich diesen Moment versuchte aus meinem Kopf zu verbannen, so fühle ich immer noch den Schmerz, welchen ich auch damals gefühlt habe.Auch wenn Bray vor mir steht. Dieses unfassbare Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren, die innere Leere die einen fast auffrisst... Mein Kind, das mich jeden Tag an unsere Liebe erinnert mit jedem winzigen Moment... Ich schlucke und konzentriere mich erneut auf meinen großen Jungen.
Seine Augen sind groß und Leuchten. Bray stärkt mit seinen Worten seinen Rücken und er reißt automatisch die Hände in die Höhe, um zu verdeutlichen wie groß er vielleicht werden könnte.
"Meinst du soo groß?" fragt er mit in die Höhe gestreckten Armen und sieht ihn abwartend mit großen Augen an. Bray jr. reckt und steckt sich und nimmt dann die Hände wieder nach unten. Bevor Bray noch darauf antworten kann sieht Bray jr. mich an.
"Schau Mama,... so groß!" staunt er und lächelt mich an.
Ich kann nicht anders als ebenfalls zu Lächeln, obwohl ich mir schwer gerade eine Träne verdrücken. "Genau... so groß, mein Spatz!" flüstere ich und streiche ihm über sein Gesicht bevor sich Bray jr. wieder Bray zuwendet. Mein Junge bemerkt Gottseidank nicht, dass mir das alles sehr nahe geht. Er ist viel zu aufgeregt gerade, um meine Gefühle zu entdecken und ich bin auch froh, denn auch wenn Bray jr. meine Emotionen nicht bemerkt, so weiß ich, dass sie vor Bray nicht versteckt bleiben, egal wie sehr ich mich bemühe.
Dann bekommt Bray jr. eine Antwort auf seine Frage, die auch mich verwirrt hat. Ich erkenne, dass es Bray gleich geht. Auch er ist von der Frage erstaunt und gleichzeitig irritiert, lässt sich aber nichts anmerken. Er stimmt ihm zu. Ich lausche gespannt seiner Antwort und merke wie mein Herz erneut schwer wird, als Bray erwähnt, dass er auf einer langen Reise gewesen ist. Die Qualen die er durchlebt haben musste kommen in mir hoch und für einen Moment blickt er zu mir, als er die "wichtige Reise" erwähnt. Mein Blick wird ernst und wir beide scheinen an das zu denken, was wirklich passiert ist.
Bray jr. hingegen bemerkt unsere Blicke nicht und lauscht ebenfalls seinen Worten. Als Bray seinen Satz beendet nickt Bray jr. nur und lächelt schüchtern bevor er dann vorsichtig auf Bray zu geht, der sich immer noch so groß gemacht hat, das Bray jr. etwa in Augenhöhe ist. Er steht dann vor ihm und betrachtet ihn genau bevor er ihm dann näher kommt, seine Hände um sein Ohr legt und etwas flüstert, das ich nicht verstehen kann. "Wenn du mit Mama und mir mitkommst, dann können wir was gemeinsam spielen!!" flüstert er dann ganz leise und geht dann wieder auf Abstand und sieht ihn aber abwartend an. Mein Blick verrät, dass ich wissen möchte was Bray jr. Bray verraten hat.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 19 Feb - 15:53

Zu meinem wiederholten Angebot sagt Amber nicht mehr viel, nur bin ich mir nicht sicher oder im Gegenteil sogar ziemlich, dass sie nachdem sie unserer Begegnung so lange aus dem Weg gegangen ist, mich nicht um Unterstützung bitten würde. Egal wie sehr sie diese benötigen würde. Vor allem nicht in der Mall, wo mir der Gedanke kommt, dass auch Jay sich hilflos und nutzlos fühlen könnte, wenn ich dort wieder Aufgaben übernehmen und eine so große Rolle haben würde wie früher. Und dass meine Gefühle an jemand anderen weitergegeben werden, möchte ich nicht. Selbst wenn dieser Jemand mir immer auf eine gewisse Weise im Weg stehen wird, so wie ich es genauso bei ihm tue. Amber und ich hatten uns schon vorher kennen gelernt, aber ich war weg und das kann ich ihm nicht anlasten, auch wenn mein Herz etwas anderes sagt.
Bray jr. reckt sich auf meine Worte hin so weit hoch, wie es nur geht und ist völlig aus dem Häuschen. Als seine Demonstration beendet ist, versichert er seine Vermutung noch mal seiner Mutter und ist dabei furchtbar stolz. Ich lächle, während Amber für uns beide antwortet.
"Deine Mama hat recht. Genau so", pflichte ich ihr dennoch bei un bemerke, wie ihre Augen ziemlich wässrig werden. Ich wüschte, ich wüsste, was genau der Grund dafür ist oder womöglich ist es sogar alles zusammen. Mir selbst geht es in diesem Moment zu gut, als dass ich mich zu sehr von Gefühlen leiten lassen würde oder von Gedanken, die einiges zerstören könnten. Es wird das Beste sein, alles so lange es geht einfach zu genießen. Ich schenke Amber aber trotzdem ein tröstendes Lächeln, damit sie sieht, dass ich sehe wie es ihr geht und es mir nicht gleichgültig ist.
Sie wird noch ernster, als ich meine Gefangenschaft als Reise bezeichne. Das komische Gefühl zwischen uns wird jedoch schnell von unserem Kind durchkreuzt, das gerade bloß fröhlich und glücklich ist, mir schnell näher kommt und im nächsten Moment etwas in mein Ohr flüstert. Amber hört es nicht, die Neugier ist ihr aber anzusehen. Ich weiß wiederum nicht genau, was ich sagen soll. Es war klar genug, dass ich mich von der Mall erst mal ferthalten soll und das auch möchte, irgendwie. Aber ich will mein Kind auch nicht vor den Kopf stoßen und seine Freude damit kaputt machen.
"Es ist schon dunkel draußen", fange ich an und bin einerseits sehr froh, dass es Abend geworden ist, was einerseits bedeutet, dass die beiden nicht mehr allein nach Hause gehen sollten. Andererseits gibt es da das Problem, dass mein Bett belegt ist und..das könnte heiter werden. Denn wenn ich Amber nicht mein Schlafzimmer anbiete, würde sie das vielleicht nicht als Abweisung sehen, doch wenn sie den Grund dafür erfährt...Wahrscheinlich ist es Zeit, Lia gleich zu erwähnen.
"Heute wird aus dem Spielen dann wohl bei euch zu Hause leider nichts mehr. Aber wir nehmen und das auf jeden Fall vor und hier kannst du auch so viel spielen, wie du möchtest", fahre ich anschließend fort und schaue zu Amber.
"Ihr solltet über Nacht hier bleiben. Draußen ist es jetzt zu gefährlich. Ich kann euch das Sofa hier im Wohnzimmer anbieten und wir könnten noch etwas mit den Sachen, die ich vor ein paar Tagen auf dem Markt ertauscht habe kochen. Dann kann ich euch auch meinen anderen Gast vorstellen, wenn er wach ist", sage ich ganz ruhig und selbstverständlich. Mein Herz klopft mir bis zum Hals, weil ich nicht weiß, wie Amber nun reagieren wird, aber nun, wo ich es angesprochen habe als sei es keine große Sache, wird sie hoffentlich keine falschen Schlüsse ziehen. Und ich will nicht, dass Lia sich als ein Geheimnis fühlt, das gehütet werden muss, weil sie wirklich nur eine Freundin ist, die bei mir zu Gast ist, nachdem ich ihr geholfen habe, ihren verletzten Arm zu versorgen. Ob da mehr ist oder eines Tages sein könnte, darüber habe ich mir noch keinerlei Gedanken gemacht, denn meine Gefühlswelt ist aktuell kompliziert genug, um jemand Weiteres mit reinzuziehen.
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 20 Feb - 23:54

Das Angebot von Bray uns in der Mall zu helfen, verdränge ich erfolgreich aus meinem Kopf. Ich will nicht darüber nachdenken, obwohl mein inneres Ich schon längst geantwortet hätte ohne über die möglichen Konsequenzen nachzudenken.
Doch weder Bray noch ich denken länger darüber nach, denn unser Kind zieht mit seiner Handlung unsere Aufmerksamkeit auf sich. Für einen Moment muss ich jedoch auch an Caleb denken, welchen ich bei Jay gelassen hatte. Ich fühle, dass Bray jr. sich wohl fühlt und die Aufmerksamkeit von uns beide genießt, die manchmal in der Mall zu kurz kommt, weil Caleb weint und wimmert oder weil meine Aufmerksamkeit von jemanden anderen verlangt wird. Manchmal sind es Entscheidungen die wir treffen müssen, während es manchmal kleine Streitereien oder unsere Nahrungsmittelknappheit ist, die mich von meiner Mutterrolle aufhalten ohne es zu beabsichtigen.
Demzufolge genießt Bray jr. das, was sich hier gerade abspielt. Wir lauschen ihm beide und er genießt in vollen Zügen die Aufmerksamkeit die ihm gebührt. Bray schenkt mir zugleich ein aufmunterndes, tröstendes Lächeln und bemerke, dass er meine Gefühle erkennt, sie aber nicht zu deuten weiß.
Bray stimmt seinem Sohn zu und erklärt, dass es schon zu spät ist, um heute mit in die Mall zu kommen um zu spielen.
Erst als Bray uns darauf hinweist, dass es schon dunkel draußen ist, schrecke ich hoch und werfe automatisch einen Blick aus dem Küchenfenster. Tatsache... Von einen auf den anderen Moment beginnt mein Herz schnell zu schlagen. Wieviel Zeit war vergangen? Wie lange waren wir hier gewesen??
"Wie spät ist es?" frage ich etwas unruhig. Ich hatte völlig vergessen auf die Zeit zu achten und mir kommt der Gedanke auf, dass ich Jay gesagt hatte, ich würde Abends wieder hier sein. Er weiß nicht einmal, dass ich mit Bray jr. hier bin und male mir aus, dass er sich Sorgen macht, da wir bis jetzt noch nicht wieder zurück waren.
Ich greife mir auf die Stirn und registriere erstmals nicht, dass Bray uns noch jemanden vorstellen möchte. Ich höre nur, dass er uns anbietet über Nacht zu bleiben und das es draußen um diese Zeit schon zu gefährlich ist, um den weiten Weg zurück in die Mall zu gehen. Ich denke erneut an Caleb, den ich ebenfalls alleine zurück lassen muss. Ich erkenne, dass ich viel zu spät Nachmittags mit Bray jr. von der Mall hierher gekommen war und nun selbst schuld bin, dass wir gerade nicht nach Hause können. Die Unvernunft in mir packt mich und am liebsten wäre ich aufgestanden, hätte Bray jr. seine Jacke angezogen und wäre nach draußen gegangen, zurück in die Mall, natürlich mit dem Versprechen morgen nochmals zurück zu kommen.
"Oh ja... lass uns hier schlafen, dann können wir noch etwas spielen!" ruft Bray jr. dazwischen, gähnt danach und reißt mich aus meinem gedanklichen Heimweg. Ich sehe ihn an und beiße die Zähne zusammen. Ich weiß, dass es draußen gefährlich ist und wir nun nicht mehr zurück konnten. Ich alleine würde es schaffen, aber mit Bray jr. an meiner Seite ist auch mir der Heimweg so kurz nach dem Chaos in der Stadt zu unsicher und alleine hier lassen will ich ihn nicht. Ich weiß auch, dass Bray jr. noch nicht alleine bei Bray bleiben würde, auch wenn ich erkenne, dass er Bray schon jetzt in sein Herz geschlossen hat.
Ich fühle mich gerade nicht besonders gut, da ich außerdem noch ein Versprechen zwischen Jay und mir breche, sofern ich hier über Nacht bleibe.Ich weiß jedoch, dass es nicht anders geht und es bleibt mir nichts über als auf Bray's Angebot einzugehen, auch wenn ich mit mir kämpfe.
Gerade noch hatten wir kaum Kontakt und dann sollten wir schon über Nacht bleiben. Ich weiß nicht, wie Bray sich gerade fühlt, aber in mir kommt ein Gefühl hoch, das wir zu schnell unsere zart gebaute Vergangenheit wieder versuchen aufzubauen und ich damit fürchte Bray doch mehr zu verlieren, sofern wir in diesem Tempo weiter machten.
Bray jr. hingegen bekommt von dem allen nichts mit. Er krabbelt schließlich zu mir auf den Schoß und schmiegt sich an mich. Ich merke sofort, dass mein kleiner Mann müde ist, auch wenn er am liebsten noch weiter spielen würde und aufgeregt ist von den ganzen neuen Ereignissen. An mich gekuschelt lässt er Bray jedoch nicht aus den Augen. "... was spielen wir?" will er an mich angeschmiegt wissen und ich streichel ihm über den Rücken.
"Ich glaube, wir spielen heute nicht mehr viel kleiner, großer Mann!" erkläre ich dann so ruhig es geht. "Für dich wird es langsam Zeit ins Bett zu gehen.." füge ich hinzu und streichle ihn weiter.
Meine Miene gerät immer noch, dass ich über die Tatsache, dass es zu spät zum Heimgehen ist nicht sonderlich erfreut bin, ohne jedoch dagegen zu sprechen.
"... Vermutlich hast du recht." stimme ich Bray dann doch zu, nachdem mein Kopf keine andere Lösung findet für die Tatsache, dass ich vergessen hatte die Zeit im Auge zu behalten. Immer noch nicht habe ich kapiert, dass Bray noch einen Gast bei sich in der Wohnung hat. Zuseher bin ich in meinen Gedanken noch hin und her gerissen, auch wenn meine Verantwortung gegenüber meines Kindes es mir verbietet nach Hause zu gehen.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 23 Feb - 11:27

Amber ist wieder ein paar Sekunden in Gedanken versunken, bevor sie antwortet, doch leider fällt ihre Reaktion anders aus als ich erwartet hatte. Dass sie Freudensprünge machen würde, hätte nich nicht gedacht, aber auch nicht, Panik und Sorge in ihren Augen aufleuchten zu sehen. Ein Schatten legt sich flüchtig über ihr Gesicht und hektisch hakt sie nach, wie spät es sei. Da in dieser Wohnung keine Uhr mehr funktioniert, kann ich es ihr nicht genau sagen, aber es müsste ungefähr Mitternacht sein. Ein ungutes Gefühl macht sich in mir breit. Ob Amber so nervös ist, weil keiner weiß, dass sie hier ist? Hat Jay also gar keinem Treffen zugestimmt und sitzt nun besorgt in der Mall, im Glauben, seiner Freundin und ihrem Kind wäre etwas zugestoßen? Ich möchte die Idee verdrängen, jedoch ist es nicht auszuschließen, dass es den Tatsachen entspricht.
Amber legt eine Hand an die Stirn, als hätte sie plötzlich starke Kopfschmerzen.
"Wir müssten etwas um zwölf Uhr nachts herum haben. Ist alles in Ordnung, geht es dir nicht gut? Möchtest du etwas zu trinken und du auch?", wende ich mich verwirrt an meine Freundin und mein Kind. Bray jr. scheint die seltsam angespannte Stimmung gar nicht so wahrzunehmen, denn er freut sich darüber, hier außerhalb der Mall übernachten zu dürfen und etwas spielen zu können. Ich weiß nicht, was ich fühlen und denken soll. Mein glücklich und unbeschwert wirkendes Kind auf der einen und Amber, die sich offensichtlich etwas Schöneres vorstellen kann, als hier zu bleiben, versetzt mir beides einen Stich und holt mich in die härtere Wirklichkeit zurück, in der wir beide getrennt sind, Amber einen neuen Partner hat, den sie liebt und mit dem sie ein Kind hat und ich bloß ein Wiederkehrer aus einem früheren Leben bin. Die paar Tage haben nicht ausgereicht, um mich immer stark fühlen und die Veränderungen zu jeder Sekunde vollends akzeptieren zu können.
Bray jr. kuschelt sich als wäre es ein Zeichen an seine Mutter, obwohl er immer noch darauf beharrt, etwas spielen zu wollen. Amber meint jedoch zu ihm, für Spiele wäre es bereits zu spät.
Auf mein Angebot, etwas zu essen zu machen und ihnen Lia vorzustellen, geht sie gar nicht ein und auch meinem Kind scheint es in seiner Aufregung entgangen zu sein, dass ich etwas dergleichen gesagt habe. Meine Laune ändert sich schlagartig, ich bin nicht mehr im Moment, um ihn zu genießen, sondern fühle mich wieder wie ein Eindringling, der nun auch noch dafür sorgt, dass jemand nicht rechtzeitig nach Hause kommt und andere sich um ihn Sorgen machen. Immerhin habe auch ich nicht auf die fortschreitende Tageszeit geachtet und Amber darauf aufmerksam gemacht oder danach gefragt, ob sie bleiben möchte oder in der Mall erwartet wird.
Ich erhebe mich aus meiner Position und nicke auf die Kissen und die Decke, die wieder ordentlich auf dem Sofa liegen, seit Trudy hier übernachtet hat.
"Ihr könnt euch fühlen, wie zu Hause. Ich schau mal, ob mein anderer Gast wach ist und falls nicht, lernt ihr euch morgen früh kennen. Wäre vermutlich auch besser, weil wir vermutlich alle ziemlich müde sind und uns ausruhen sollten", sage ich nüchtern, mein Lächeln ist bloß zaghaft. Dann lasse ich die beiden im Wohnzimmer zurück und gehe in Richtung Schlafzimmer, um nach Lia zu sehen.

tbc: Schlafzimmer
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Amber*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 23 Feb - 22:56

Auch wenn Bray jr. meine Unruhe nicht vernimmt, so bemerke ich erst nicht, dass Bray sie deutlich spürt. Erst als ich mich mit der Tatsache  abgefunden habe, dass wir beide heute Nacht hier bleiben mussten blicke ich hoch. Direkt in die blauen Augen von Bray, dessen Enttäuschung über mein Verhalten deutlich ins Gesicht geschrieben steht. Bray's Worte waren bis eben an mir vorbei gegangen. Seine Mimik lässt mich schlecht fühlen und mir wird bewusst, dass mein Verhalten ihn möglicherweise traurig stimmt. Ich muss nicht mal viel sagen um zu wissen, dass Bray mit einem Schlag klar geworden ist, dass ich und unser Kind die einzigen sind, die von diesem Treffen hier wissen. Jay hatte ich davon nichts verraten. Ich dachte, wir würden früher zurück sein. Jetzt fürchte ich, dass er sich Sorgen macht und vermutlich kein Auge zu macht, da wir bis jetzt nicht in die Mall zurück gekommen waren, wo ich doch versprochen hatte den Abend mit ihm zu verbringen.
Während ich Bray jr. in meinem Arm halte lasse ich Bray nicht aus den Augen. Sein Blick trifft mich. Auch ich fühle die Distanz zwischen uns, die wie eine schmerzhaft, klaffende Wunde unsere Gefühle aufreißt und trennt. Bray bittet uns etwas zu trinken an und ich nicke zart. Bray jr. ist sicher durstig. Meine Gefühle stehen Kopf und auch wenn ich begriffen habe, dass meine Reaktion Bray gerade gegenteiliges spiegelt, so fühle ich mich dennoch nicht ganz falsch hier. Meine Sorge ist eher, dass niemand in der Mall bescheid weiß und ich die Nacht irgendwo verbringen könnte. Keiner ahnt, dass ich hier bin.. und nach den Vorkommnissen könnte auch theoretisch etwas passiert sein und die Wahrscheinlichkeit war groß nach dem großen Chaos.
Liebevoll streichle ich meinen Sohn weiter, während ich Bray zusehe, wie er uns etwas zu trinken macht. "Danke!" flüstere ich.
"Ich will aber noch nicht schlafen..." wispert Bray jr. auf meiner Schulter, obwohl er ruhig und entspannt sich an mich kuschelt und ich weiß, dass er tatsächlich müde ist.
Ganz plötzlich verändert sich Bray's Blick und aus der eben erkannten Enttäuschung wird eine Mimik, die ich schwer zu deuten weiß. Bray's Worte werden knapper und er lässt mich fühlen, dass er sich in dieser Situation falsch fühlt, auch wenn ich nicht weiß woher dieser Sinneswandel gerade kommt. Er erklärt nur kurz, dass wir das Sofa haben können und er nach seinem Gast sehe, welchen er uns morgen vorstellen wolle... Ich bin irritiert über diese Äußerung, nicht nur, weil er das Zimmer schlagartig verlässt und uns hier zurück lässt, sondern auch weil es offensichtlich in der Wohnung noch jemanden gibt, von dem ich bis eben noch nicht mitbekommen hatte. Ich will gerade noch antworten, doch da verlässt er auch schon blitzartig das Zimmer. Mit einem leisen, karrenden Geräusch schließt er die Holztüre und lässt uns beide alleine. "Bray,..." wispere ich gerade noch, doch er hört mich nicht. Ich kenne dieses Verhalten von ihm seit dem ersten Tag an welchen er den Fuß in die Mall gesetzt hatte und fühle mich schlagartig wieder zurückversetzt in eine Zeit, die längst der Vergangenheit angehörte. Ich habe das Gefühl als würde mir ein dicker Kloß im Hals stecken. Ich fühle mich schuldig, dass Bray sich in seinen eiger Wohnung fremd fühlt und uns beiden das Zimmer überlässt. In mir kommt ein Gefühl hoch, dass ich schon lange nicht mehr gefühlt hatte... Das Gefühl alleine gelassen zu werden.. Alleine zu sein. Ganz alleine. Ich weiß, dass mein Kopf mir gerade Gefühle vortäuscht, die nicht der Tatsache entsprechen, obwohl es einfach nicht verschwinden will. Für einen kurzen Moment überlege ich nicht doch nach Hause zu gehen und zu hoffen, niemanden über den Weg zu laufen, der mir und meinem Kind etwas böses will. Auch ich fühle mich hier gerade falsch, entscheide aber doch über Nacht zu bleiben, um Bray jr. nicht zu gefährden.
"...wieso kann ich nicht noch spielen...?" fragt Bray jr. während ihm die Augen zufallen und ich lege ihn sanft auf ein Kissen auf das Sofa, während ich ihn mit der Vliesdecke, die ebenfalls auf dem Sofa liegt zudecke. "Weil die Sterne schon darauf warten, dass wir ins Bett gehen!" flüstere ich dann bevor Bray jr. tatsächlich einschläft.
Ich atme tief durch und für die nächsten Minuten ist es vollkommend ruhig im Raum. Ich zünde mit dem Feuerzeug das neben dem einem alten Blumentopf auf der Fensterbank liegt die kleine Kerze an, die auf dem Tisch steht und schalte die batteriebetriebene Lampe aus, damit Bray jr. besser schlafen kann. Eben dachte ich noch, ich selbst sei müde... doch die Vorkommnisse des Abends lassen mich nicht schlafen... IM Gegenteil: in meinem Kopf läuft ein Film unserer Vergangenheit ab, der unwiderruflich auf Dauerschleife gestellt ist und mich höhen und tiefen erleben lässt. Ich kann nicht schlafen. Fast starr sitze ich auf dem kleinen Sofa neben meinem Sohn, während dieser ins Land der Träume verschwindet.

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Zuletzt von Amber* am Mo 2 März - 23:08 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 27 Feb - 13:10

cf: Schlafzimmer (nur Küche)

In der Küche schaue ich, was wir an Lebensmitteln noch übrig haben und entscheide mich dafür, ein paar Äpfel, Beeren, Birnen und Pflaumen, die anders als Südfrüchte auf den Bäumen in der Umgebung wachsen, zu einem Obstsalat zuzubereiten. Das erinnert mich an den Besuch von Trudy, nur dass wir genau dasselbe aus den Dosen gegessen hatten, die sich hier noch überraschenderweise in einem der Schränke befunden hatten. Trudy. Sie hat viele schwere Zeiten in ihrem Leben durchmachen müssen, hat viel gelernt und sich sehr verändert. Vielleicht hat sie aber auch endlich sich selbst gefunden. Aber es scheint niemanden zu geben, der an ihrer Seite steht, der ihr wirklich das schenkt, was sie verdient. Ich erinnere mich an die Szene im Badezimmer, an ihren Zusammenbruch und wie sie über meinen kleinen Bruder gesprochen hat. Sie hat stets danach gestrebt, geliebt zu werden, aber keiner hat es bisher geschafft, denn entweder sie erwiederte die ihr gebotenen Gefühle nicht oder sie wollte sie selbst entwickelte sie bei Menschen, die ihr gegenüber einfach nicht das Gleiche empfinden konnten. So wie bei mir. Ich frage mich, wie alles aussehen würde, wäre Amber immer noch alleine und Jay an der Seite von Trudy. Dann wäre vieles leichter. Der junge Mann und ich würden uns nicht wie Konkurrenten gegenüberstehen und in der Situation gefangen sein, ein und dieselbe Frau zu lieben und jeweils ein Kind mit ihr zu haben, obwohl bloß einer den Platz an ihrer Seite einnehmen kann. Nein. Stattdessen hätte Trudy jemanden, der ein wirklich guter Mensch zu sein scheint bei sich und Amber und ich wären ebenfalls wieder vereint. In meiner Utopieversion. Denn zwischen mir und Trudy könnte niemals mehr entstehen als Freundschaft, schon darum nicht, weil ich stets Schuldgefühle wegen meinem kleinen Bruder hätte und sie ihm schließlich doch wegnehmen würde. Und zudem...damals, nachdem wir Amber angeblich beerdigt hatten und ich zurück in der Mall irgendwann Gefühle für Danni entwickelte, hatte es zuvor zwischen uns eine innige Beziehung gegeben, die ich nie so mit jemandem vorher gehabt hatte. Doch gegen den Tod konnte ich nichts tun. Nach meinem hingegen gab es etwas, das mein Leben weiterhin in sich trug, das bei Amber war: unser Kind. Und genau dieses ist der Grund dafür, dass ich mir nicht vorstellen könnte, jemals eine andere Frau zu lieben. Denn sie ist nicht nur der wundervollste Mensch, den ich in meinem ganzen Leben getroffen habe, sondern sie ist ebenso die Mutter meines Kindes...
Abwesend schneide ich die Fruchstücke und kippe sie vom Brettchen in eine große Schale. Ich wünschte wirklich, es wäre anders und dieser Wunsch wiederholte sich in jeder Millisekunde...Aber es war nun einmal nicht anders. Ich wusste nur nicht, wie man aus diesem Kreis herausfinden und was danach kommen sollte...
Als ich fertig war, stellte ich die Schale mit drei kleinen Schälchen und einer weiteren Flasche mit Wasser auf ein altes Tablett, legte Besteck dazu und kehrte ins Wohnzimmer zurück.

tbc: Wohnzimmer
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 9 März - 17:56

cf: Wohnzimmer

Mit einem Seufzen halte ich das Tablett mit dem fast leeren Geschirr in der einen Hand, wohingegen ich mit der anderen leise dir Tür zum Wohnzimmer hinter mir schließe. Mir ist klar, dass ich eine Gelegenheit verstreichen lassen habe, in der ein gutes Gespräch hätte entstehen können, andererseits ist es besser so wie es nun ist und wir sollten genug Kraft dafür haben. Aus Müdigkeit und Verzweiflung kann schnell wieder Gereiztheit oder etwas zu rasch falsch verstanden werden und das will ich nicht. Mit einem kaum hörbaren Klirren stelle ich die schmutzigen Sachen auf die Ablage der Spüle, dann lehne ich mich an die Anrichte und überlege, wie und ob ich überhaupt schlafen soll. Dann habe ich eine Idee, die mich wieder an meine Kindheit erinnert und ich habe das seit Jahren nicht gemacht, obgleich die Auswahl an Schlafplätzen nach dem Virus manchmal gar nicht so groß gewesen ist. Ein trauriges Lächeln legt sich auf meine Lippen, doch es ist keiner hier, der es sehen könnte. Um nicht mehr so viel Zeit verstreichen zu lassen und trotz meiner eigenen Aufgewühltheit noch ein bisschen Ruhe finden zu können, stoße ich mich von der Anrichte ab, durchquere den schmalen Flur und gehe abermals in mein Schlafzimmer, wo Lia nach wie vor im Tiefschlaf liegt. Von der anderen freien Seite des Doppelbettes klaube ich mir die zusammengefaltete Decke und ein Kissen, dann nehme ich beides mit zurück in den Flür und setze meinen Weg fort ins Badezimmer.

tbc: Kleines Badezimmer
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Fr 5 Jun - 22:14

cf: Schlafzimmer

Ich betrete den Flur, und höre draußen auf dem Gang Stimmen. Mir fällt ein, dass ich außer Jordan, Marvin, Nicolas und seiner Freundin noch keinen meiner anderen Nachbarn kennen gelernt habe, obwohl im Gang immer mal wieder Schritte zu hören gewesen sind, die von keinen wütenden Tribemitgliedern gekommen sind. Diese wären sonst wohl auch in meine Wohnung eingedrungen, denn einen Schlüssel für die Räume besitze ich nicht. Ich denke zurück an meine Ankunft hier. Damals ist Danni bei mir gewesen und ich frage mich, wo sie nun stecken mag. Ob es ihr gut geht und sie die Überfälle unverletzt überstanden hat. Beim Wasserholen und allem, ist mir in der ganzen Stadt kein einziges Mitglied der Chosen mehr begegnet. Womöglich sind sie alle gegangen, um sich einen neuen Ort zu suchen, an dem sie ihre Spinnereien verbreiten und Leute für sich gewinnen oder sie foltern können. Doch Danni weiß, dass auch für sie meine Tür jederzeit offen gestanden hätte und sie hier Schutz gefunden hätte, falls er notwendig gewesen wäre. So wie ich die Leute des Tribes kannte, hätten sie sie im Chaos aber nicht mal gehen lassen, schließlich ist es eine Prüfung von Zoot, die man nun gemeinsam überstehen muss oder so ein Schwachsinn. So abgedreht mein kleiner Bruder am Ende teilweise gewesen ist, über die Chosen hätte er lediglich gelacht, sie noch lieber als alle anderen durch die Stadt gejagt und sich daran geweidet, dass sie ihm auch wenn er grausam war, noch die Füße küssten und ihn verehren würden.
Die Stimme im Flur klingt suchend, sie formt nur ein einziges Wort. Hallo. Es ist eindeutig eine Frau, die das sagt, und der Gedanke spinnt sich weiter. Ist es Danni, vielleicht aber auch Trudy, die nach Amber sucht? Wobei Trudy meine Wohnung aber bisher am besten kennt und gleich hoch gekommen wäre, oder? Vielleicht braucht die rufende Person auch einfach Hilfe und hat es am nächstbesten Haus versucht.
"In der Eingangshalle ist jemand. Ich gehe kurz nachsehen, ob alles in Ordnung ist, ja?", sage ich zu Amber ins Bad hinein, um sie nicht im Ungewissen zu lassen, dann gehe ich an meine Haustür, öffne sie und trete nach draußen, die Treppen herunter, bis ich in der Eingangshalle lande. Alles vorsichtig, um nicht am Ende noch in eine Falle zu laufen oder in einen Hinterhalt zu geraten. Nun wo es dämmert, wäre schließlich der perfekte Zeitpunkt für einen Überfall.

tbc: Eingangshalle
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 9 Jun - 20:59

cf: kleines Badezimmer


Ich höre noch wie Bray ruft, dass er unten in die Eingangshalle geht. Ich stehe noch eine Weile vor dem Spiegel und sehe meine fast zerbrechliche Persönlichkeit an. Ich konnte weinen. In mir tobt die Unruhe und die Angst, doch ich muss mich zusammenreißen.. Bray jr. zu liebe und auch Bray.. die Personen die mir sehr viel bedeuten. Nachdem ich mich etwas gefangen habe gehe ich in die Küche zu unserem kleinen Sohn. Friedlich schläft er in die Decke gewickelt, welche Bray für ihn extra gebracht hatte. Er hatte von unseren Gesprächen und unserem kleinen Missgeschick im Bad nichts mitbekommen. Friedlich schlafend, seinen kindlichen Träumen nachgehend. Ich bin unglaublich froh, dass er bei diesem Tumult in den letzten Tagen so gut schläft... Nicht einmal war er in dieser Nacht wach gewesen und ich frage mich, wie ich das zu deuten habe... Schläft er hier irgendwie besser als in der Mall??
Ich lasse ihn weiter schlafen... setze mich kurz zu ihm und streichle ihm über sein kleines Köpfchen. Nicht einmal das scheint er zu bemerken.

Die Küchentür und die Tür zum Hausflur sind immer noch auf. Ich höre Bray's Stimme. Er scheint mit einer weiblichen Stimme zu sprechen die ich nicht zuordnen kann. Ich stehe kurz auf und stelle mich an die Tür zur kleinen Küchennische im Hausflur... Ich frage mich, wer das Mädchen ist, mit dem er sprich. Gerade scheine ich weder die Stimme noch den Inhalt des Gespräches zu verstehen. Nur ein paar leise Worte von unten.. Ich warte... fast etwas ungeduldig bin ich als ich warte, dass Bray wieder zu uns kommt...

Ich frage mich, ob ich nach ihm rufen soll... entscheide mich aber dagegen, um ihn nicht in Bedrängnis zu bringen, auch wenn ich mir gerade wünschen würde, er wäre wieder hier oben...

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 17 Jun - 22:06

Bray jr, 4 Jahre alt

Mama.... Mama?? mit meinen noch müden Augen sehe ich mich in der kleinen Küche um, in welcher ich und Mama heute nacht geschlafen hatten. Ich weiß, dass ich hier nicht wohne und auf einmal kommt mir das alles fremd vor, obwohl ich weiß, dass hier mein Papa Bray wohnt. Fast beginne ich zu weinen. Bin unsicher und setze mich auf. Obwohl ich mich fürchte mache ich keinen Mucks und presse meine Lippen zusammen, während auf meiner Stirn kleine Angstfalten entstehen. Mama?? Mein Herz schlägt immer schneller, doch ich weiß, dass ich leise sein muss. Ich bin tapfer., ich bin schon groß.. doch ich habe immer noch angst und kann Mama noch Bray irgendwo entdecken. Wo sind die beiden? Ein kurzes Wimmern entkommt mir und ich greife nach meinem Teddy, der neben mir liegt. Ich zieh ihn ganz fest an mich ran bevor ich ganz alleine in der Mitte der kleinen Küchennische stehe. Immer noch habe ich so alleine in diesem Raum angst. ich höre Stimmen, die von der Tür in das winzige Zimmer dringen, doch ich kann Mama's Stimme nicht erkennen. "Mama...?" wimmere ich dann doch, bevor ich anfange fürchterlich zu weinen. Ich kann nicht verhindern, dass man mein Weinen sogar bis in den Flur hinaus hört, denn ich will hier nicht alleine sein. Meine Angst hat mich längst übermannt und so stehe ich nun weinend in der kleinen Küche, obwohl Amber nur wenige Meter entfernt im Flur steht.
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 17 Jun - 22:33

Immer noch stehe ich ganz in der Nähe der Tür. Sie ist angelehnt. Leicht geöffnet und ich erkenne Bray und ein fremdes Mädchen, wessen Stimme ich auch schon vorher vernommen hatte. Ich linse kurz zwischen der Tür hindurch und sehe Bray, welcher sich im selben Moment auch zu mir sieht. Ich verstehe nicht ganz und werfe ihm einen Unsicheren fragenden Blick zu. Neben ihm steht das blonde Mädchen und ein Junge, der etwas starr vor ihnen steht.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll und bin verwirrt, so dass ich erstmals wieder hinter der Tür verschwinde, als ich im selben Moment das Wimmern von Bray jr. höre. Mein Herz bleibt für eine Sekunde stehen. In meiner eigenen Unsicherheit über die Vorkommnisse in der letzten Nacht und nun auch dem unerwarteten Besuch, welchen Bray bestimmt mit in die Wohnung bringen würde, hat mich ganz auf Bray jr. vergessen lassen. Mit der winzigen Pause die mein Herz in jenem Moment gemacht hat, kommen sofort auch die Schuldgefühle, wie ich nur auf Bray jr.s Anwesenheit vergessen konnte. Ich kann nicht verhindern, dass sein Weinen, welches allmählich lauter wird bis in das Treppenhaus schallt. Ich laufe die wenigen Meter zu ihm und hebe ihn instinktiv und schützend in meine Arme. "... Schhhhh..... mein Schatz, ich bin da!" flüstere ich, während ich meinem kleinen Mann immer wieder über den Rücken streife. Gott... wie hatte ich auf ihn für einen Moment lang vergessen können... Du bist eine schlechte Mutter.. schimpft mich mein Gewissen, während ich versuche Bray jr. zu trösten.
"Alles gut mein Spatz!" flüstere ich und drücke ihn ganz fest an mich. Sein Weinen wird mit einem Mal deutlich leiser bis langsam nur ein zartes Wimmern von ihm zu hören ist. "Ist es wieder gut?" flüstere ich und hauche ihm, nachdem er sich etwas beruhigt hat ein vorsichtiges Küsschen auf seine kleinen Lippen. Bray jr. nickt kurz drückt sich wieder an meinen Hals. "Ich dachte, du und Bray seit weg und ihr habt mich ganz alleine gelassen!"
Ich bin schockiert über seine Worte und fühle mich nun noch schlechter. "Nein,... ich würde niemals ohne Dich irgendwohin gehen! Niemals, hörst du!" verspreche ich und streichle weiter seinen Rücken. Mein Gewissen schimpft immer noch und ich hoffe, dass Bray gleich wieder in die Wohnung kommt. Lange können wir beide nicht mehr bleiben und zur Zeit bin ich mir nicht sicher, ob Bray es überhaupt recht ist, dass wir noch hier sind, denn immerhin ist wohl noch ein anderes Mädchen in dieser Wohnung hier; wenn ich Bray letzte Nacht richtig verstanden hatte, schläft jemand in seinem Schlafzimmer und nun steht auch noch eine fremde Frau neben ihm im Flur... Ich fühle mich etwas gekränkt und kann nicht erkennen, ob es die Anwesenheit der vielen jungen Damen oder Bray jr.'s Worte sind, die mich gerade so schmerzen. Ihr müsst zurück in die Mall... Heute noch... befielt mir mein Gewissen weiter.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 20 Jun - 9:30

Ich halte meinen kleinen Mann immer noch in meinen Armen. Er beruhigt sich schnell uns während ich ihm die Nähe schenke, die er gerade braucht, lasse ich mich von den Ereignissen im Treppenhaus verunsichern. Bray, ein Mann und eine mir unbekannte Frau stehen dort und da die Wohnung nicht besonders groß ist und die Küchennische sich auch quasi im selben Raum mit dem Hausflur befindet, kann ich Vorkommnisse im Treppenhaus zwar mit anhören, auch wenn ich sie nicht sehe. Ich habe schwitzige Hände und bin unsicher. Manche Worte von draußen klingen klar ein mein Ohr, andere sind durch den Wiederhall des Treppenhauses kaum ordentlich zu verstehen.

Plötzlich vernehme ich das Weinen von einer Frau, ohne Zweifel, dass es das Mädchen neben Bray sein muss. Für eine Weile ist nur ihr Schluchzen zu hören. Mein Herz schlägt schneller. Was ist dort draußen los? "Mama,...was ist denn los??" Bray jr. kindliche, leise Stimme reißt mich aus meinen Gedanken. Er hat mein sorgenvolles Gesicht bemerkt während er mich selbst etwas beängstigt ansieht. Ich kann nicht anders und blicke sofort in seine blau-grauen Augen, die dem Ebenbild von Bray entsprechen. Gerade wieder habe ich das Gefühl in Bray's Augen zu sehen ich presse die Zähne auf einander und lächle tapfer, als ich plötzlich Bray's Stimme aus dem Flur vernehme. Jedes Wort diesmal klar und verständlich.

"Hey, was ist denn los? Alles wird gut, du bist nicht allein und ich verspreche dir, dass du...mir vertrauen kannst. Ich werde dafür sorgen, dass du keine Angst mehr haben brauchst und einen Sicheren Platz finden kannst, an dem dir niemand was zu leide tun kann"

Ich schenke meinem Kind ein zartes, wenn auch etwas gequältes Lächeln, da Bray's Worte mich an viele Vergangene Zeiten erinnern. Er war immer schon ein Held gewesen. Für die einen mehr,... und für die anderen weniger, bloß haben sie es alle nicht erkannt... Ein Gutmensch, ein Mann der an die Hoffnung auf den Frieden in einer neuen Welt glaubt und nicht scheut dort zu helfen, wo jemand Hilfe benötigt. Ich erinnere mich, wie er mit Trudy das erste Mall in der Mall vor uns stand. Seine Worte klingen immer noch an mein Ohr und ich erinnere mich an jenes Gefühl in mir, das ich damals hatte.. Unbewusst schließe ich für einen Moment meine Augen. "Mama?"
Plötzlich überflutet mich eine Erinnerung nach der Nächsten. Eagle Mountain. Unser langersehnter Kuss... Mein Grab... die Ecos... unser Wiedersehen nach langer Zeit... Die Nacht, in welcher Bray jr. erstanden ist.. die Geburt... Sein besorgter Blick und seine Hand, wie diese noch einmal meine verschwitzten Wangen, streichelt bevor er hilfesuchend aufsteht und aus der Scheune verschwindet und ich alleine um das Überleben von mir und unserem Kind kämpfen muss.... Das Gefühl der Angst, das wir beide die Geburt nicht überleben werden.. Die Kraftlosigkeit, die völlige Erschöpfung von den bisher erlebten Strapazen... Wäre Trudy nicht aufgetaucht bin ich nicht sicher, ob wir beide heute wohl auf wären... danach folgt ein tiefes Loch von Traurigkeit, Bray's Tod durch die Technos... und dann das Wiedersehen.

Plötzlich berührt mich Bray jr. mit seiner Hand auf meiner Wange und drückt sich an mich. Ich werde aus meinen Gedanken gerissen und merke, wie sich eine Träne aus meinem Auge presst. "Schon gut mein Sonnenschein!" flüstere ich und streichle ihm über seine Haare. Mein Herz rast und ich bin selbst verwundert, was Bray's Worte im Treppenhaus in mir anrichten können. Ich atme tief durch und setze mich auf einen der alten, Holzstühle und fühle, wie schwitzig meine Hände immer noch sind. "Du kannst schon einmal  Fergus holen,.. wir müssen langsam wieder zurück zu Caleb und den Anderen..." wispere ich und sehe auf das winzige Sofa, auf welchen der Teddybär meines Sohnes unter den Decken vergraben liegt. Folgsam will er von mir runter und ich stelle ihn neben mich woraufhin er zu dem Sofa läuft und unter den Decken nach seinem Teddybären sucht.

Ich atme tief durch und beruhige mich langsam von meinem Flashback der Gefühle, während ich hoffe, dass Bray zurück kommt... An das unbekannte Mädchen im Schlafzimmer denke ich nicht, nur dass er die Fremde gleich hier in die Wohnung bringen wird, ist in meinen Gedanken. Hoffentlich geht es ihr den Umständen entsprechend gut, denke ich besorgt.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 22 Jun - 21:01

Ich bin nervös und stehe von meine Sitzplatz auf. Ich weiß nicht was ich tun soll. Eigentlich hatte ich gehofft, dass Bray gleich wieder hier oben ist, aber das Gespräch im Treppenhaus dauert und ich bin nervös. Bray jr. hat endlich seinen Teddy gefunden und ich sehe unruhig aus dem Fenster und frage mich, ob ich nachsehen soll, wo er bleibt.. Ob er Hilfe benötigt? Ist irgendwas passiert

Es wird immer später und mit jeder Minute die vergeht werde ich unruhiger, dass ich letztendlich Bray jr. schnappe und beschließe mit ihm zu Bray und den Fremden zu gehen. Kurz überlege ich, ihn hier in der Wohnung zu lassen, aber ich weiß, dass wir zurück in die Mall müssen... und außerdem will ich endlich wissen, was dort unten los ist..

tbc:treppenhaus

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 26 Jul - 22:00

cf: Schlafzimmer


Etwas irritiert von den vielen Stimmen im Treppenhaus tapse ich barfuß und nur mit einem Shirt von Bray bekleidet vom Schlafzimmer in die Küche. Kurz halte ich an der Haustüre an und versuche zu erkennen, wieviele Menschen im Flur sich unterhalten. Ich höre zwei Frauen und die Stimme von Bray. Alles andere hallt zu sehr. Worte kann ich keine verstehen. Auch wenn ich neugierig bin, was unten vor sich geht gehe ich nun weiter in die Küche. Ich bin durstig und muss unbedingt einen Schluck trinken um das Gefühl der trockenen Wüste in meinem Hals loszuwerden. Gerade als ich ein Glas mit Wasser aus der Leitung fülle, entdecke ich einen kleinen Schnuller, neben einer kleinen Schmusedecke.. Mein Blick bleibt auf den beiden Dingen haften, die mitten auf dem Tisch liegen. Ein Kind? Eine Frau? Das war doch gestern Nacht noch nicht hier... Auch die Decke, welche auf dem kleinen Sofa liegt, sieht aus, als hätte heute Nacht jemand versucht hier zu schlafen.... Bray?? Er selbst... nein,.. er lag doch hier... neben mir... oder hatte er wirklich Besuch??? Etwas irritiert und verwundert darüber, wird mein Gedankenstrom erst unterbrochen, nachdem das Wasser bereits aus dem Glas über meine Hand läuft. Vor Schreck lasse ich das Glas fallen und es landet schließlich in der Spüle, wo es mit einem lauten berstenden Geräusch in viele, kleine und etwas größere Scherben zerrbricht. Fuck Mein Herz rast und ich schäme mich dafür etwas kaputt gemacht zu haben und mich von solch Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen zu lassen. Hatte er nachts Besuch von einer Frau mit einem Kind oder war nur ein Kind über Nacht hier? Unvorsichtig und gedankenlos fasse ich vor Aufregung in die Spühle, um die größeren Scherben aus Bray's Küche zu entfernen. Nicht schon, dass ich mit meinem Arm sowieso schon genug bedient bin, schaffe ich es dann auch noch mich an einer Scherbe zu schneiden und obwohl der Schnitt nicht sonderlich tief ist, beginnt es mit einem mal stark zu bluten und ich greife nach einem Geschirrtuch, um den Schnitt abzutupfen und hinterlasse dabei dummerweise ein paar Blutstropfen. Bitte lass mich das alles wieder sauber gemacht haben bevor Bray es sieht.. Meine Gedanken überschlagen sich ich versuche mich zu beruhigen, da ich wissen sollte, dass es keinen Grund zur Aufregung überhaupt gibt... Doch manchmal ist das leichter Gesagt als getan.

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Gandhi said that whatever you do in life will be insignificant, but it's very important that you do it because nobody else will. Like when someone comes into your life and half of you says: "You're nowhere near ready". And the other half says: "Make him yours forever"
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 29 Jul - 0:50

cf: Treppenhaus

Ich bin froh und etwas traurig gestimmt zugleich, als ich meine Haustür hinter mir schließe und mich dagegenlehne. Nun ist Amber wieder weg, richtig verabschieden können, haben wir uns nicht, auch wenn es nicht für immer ist. Natürlich nicht. Nur wie lange es dauert, bis wir wieder die Chance bekommen, um über alles so reden zu können wie in meiner Wohnung, lässt sich schwer sagen. Zudem wird es beim nächsten Mal nicht mehr dasselbe sein, die Sache wird sich nachdem Amber zurück in die Mall gegangen ist, mit den Menschen und vor allem mit Jay gesprochen hat, wieder verändert haben, so dass unser Standpunkt wieder ganz anders aussehen kann. Ich habe meine Wahl allerdings nicht bereut und ihr Glück stelle ich vor meins. Sie soll ihre Familie haben können, mit der ich durch Bray jr. verbunden bin und selbst wenn es für mich in naher Zukunft nicht vorstellbar ist, jemals mein Herz so an jemand anderen verlieren zu können, wie ich es vor Jahren bis zum heutigen Tag, der jetzigen Minute an Amber getan habe, so führt aus jeder Misere ein Weg heraus und den Lauf der Dinge ändern kann keiner mehr. Ich seufze. Die Begegnung mit Julez hat mich wirklich mitgenommen, besonders ihre Geschichte mit dem verlorenen Kind. Jeder hat eine Last auf seinen Schultern, die so enorm schwer sein kann, ohne dass man in einem Gefangenenlager gewesen sein muss. Skrupellosigkeit findet sich traurigerweise an jeder Ecke. Plötzlich muss ich dabei an Ebony denken. Es ist seltsam, gerade sie vor mein inneres Auge zu bekommen, wo Amber in meinen Gedanken ist, doch was Ebony seit sie damals auf unsere Schule gekommen ist vor dem Virus getan hat und ebenso die Jahre danach, ist für mich ein Inbegriff von Egoismus und Gnadenlosigkeit. Nicht zuletzt die Sache mit unserer Verbannung aus der Stadt, was die letzte Begegnung mit ihr gewesen ist. Oft habe ich mich gefragt, wie sie das hat zustande bringen können, nach allen gemeinsamen Erlebnissen. Ihr Posten als Anführerin der Stadt hat das keineswegs gerechtfertigt, im Gegenteil. Sie hätte sich für uns einsetzen können. Doch das wäre dann wohl nicht Ebony gewesen. Sie ist ein Mensch, der sich selbst vor allen anderen sieht, was sie unberechenbar macht, da man nie weiß, wann sie zu dir hält, weil sie sich einen Vorteil daraus verspricht und wann es soweit ist, dass sie dich von der Kante ihres Lebens schubst, dir in den Rücken fällt. Was wohl aus ihr geworden ist? In der Mall bei den anderen scheint sie jedenfalls nicht mehr zu sein, was so vielleicht auch ganz gut ist. Dass sie noch lebt, zweifle ich nicht an, da es zwar irgendwann wohl so kommen muss, dass ihre Masche sie ins Verderben stürzt, nur weiß sie auch, wie sie sie einsetzen muss, um zu überleben. Deshalb wird sie sich in jedem Umfeld etwas aufbauen können, die Frage ist bloß, wie lange. Ich will mir hingegen nicht länger den Kopf darüber zerbrechen. Ebony ist ein Teil meiner Vergangenheit, kein schöner, weil sie in gewisser Weise ähnlich wie Trudy meinen Bruder ausgenutzt hat, nachdem sie mein Herz nicht gewinnen konnte, denn so verbunden sie ihm als Zoot bei den Locos gewesen ist, nie habe ich geglaubt, dass sie Martin geliebt hat, sondern vielmehr war es seine Macht, die sie gereizt hat. Und hätte sie Amber und mich nicht vertrieben, wäre ich von ihr und meinem Sohn möglicherweise niemals getrennt worden. Die Stadt wurde wie ich von anderen Sklaven erfahren hatte, selbstverständlich genauso angegriffen. Nur hätten die Aussichten darauf, nicht so hilflos gegenüber diesen Technikfreaks zu gewesen zu sein, eventuell besser gestaltet.
Wieder ist das etwas, das sich nie zeigen wird. Es ist nicht wie bei den Filmen oder Spielen, wo man verschiedene Enden ausprobieren kann, je nachdem wie man seine Handlungen anders macht. Das hier ist die Wirklichkeit mit nur einer Möglichkeit in jedem Konflikt.
Das Zerspringen von Glas und ein metallischer Laut ziehen eine Kozentration auf sich. Das Geräusch kommt aus der Küche und alarmiert mich. Ist Lia etwa wach geworden? Mit wenigen Schritten stehe ich im Rahmen, erhalte einen Blick auf das, was geschehen ist. Neben der Spüle steht ein Wasserkanister, den ich ein paar Tage zuvor erst auffüllen gewesen bin. Lia hat sich scheinbar etwas zu Trinken holen wollen, was mit einem gebrochenen Arm nicht ganz so einfach ist und ich vermute, dass sie dabei abgerutscht und das Glas in das Becken gefallen ist. Vorsichtig komme ich näher, auf dem Boden und der Anrichte sind Blutstropfen, die aus Lias eigentlich unverletzter Hand des lädierten Arms strömen, meinen Blick kurz sofort auf meine eigene ziehen, die ich weiterhin verbunden habe, bis alles verheilt sein wird. Mit einem alten Küchenhandtuch versucht sie, den Fluss zu stoppen. Sie wirkt sehr gehetzt und nervös.
"Hey, Lia", meine ich zu ihr, ohne sie zu berühren, da ich sie nicht noch mehr erschrecken möchte.
"Ganz ruhig, alles in Ordnung bei dir? Was ist passiert?"
Es ist vielleicht etwas komisch, so rhetorisch zu fragen, ganz genau wissen, was dazu geführt hat, tue ich dagegen nicht, trotz meiner Vermutung.
Im Augenwinkel erkenne ich, dass Amber nicht alles, was ihr gehört, wieder mitgenommen hat. Ob sie es vergessen hat, nachdem sie eigentlich nur in den Flur gekommen ist, um nachzuschauen, was dort los ist? Alles ist wirklich überstürzt gelaufen, aber die Gegenstände, die zurückgeblieben sind, geben mir ein heimeliges Gefühl...
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Lia*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 3 Aug - 22:17

Mein Herz schlägt schnell, fast unkontrolliert und als auch noch Bray die Küche betritt und mich anspricht, stehe ich mit einem Mal wie versteinert da. Wie ein kleines Kind, dass man gerade dabei entdeckt hat, aus der Küche etwas von einem Kuchen zu stehlen, der gar nicht da war. "Tut mir leid... ich bin so ungeschickt..." gebe ich peinlich berührt zu und lasse mir von Bray das Tuch auf die blutende Wunde drücken. "Ich wollte nichts kaputt machen... " erkläre ich und greife mir mit der gesunden Hand peinlich berührt auf die Stirn. Ich versuche mein Worte wieder zu finden und mich zu sortieren... Richtig benennen kann ich gerade nicht, was mich so aus dem Konzept gebracht hat, aber ich ahne, dass es die Sachen waren, die auf dem Tisch in der Küche lagen. Dachte ich eben noch alleine die Nacht bei Bray verbracht zu haben, lagen hier nun Dinge für kleine Kinder und ein Mantel.
Mein Mund fühlt sich fast etwas trocken an... Noch mehr als gerade eben. "Ich... ich wollte mir ein Glas Wasser nehmen... aber nicht mal das bekomme ich ordentlich hin..." stottere ich etwas und sehe ihn dann wieder ruhiger an. Ich will ihm nicht sagen, dass der Grund meiner Unsicherheit vermutlich gerade ganz ein anderer gewesen war.
"... und... und bei dir.. alles in Ordnung? Ich habe dich sprechen hören im Treppenhaus." Ich versuche wieder gefasster zu wirken und es gelingt mir auch. Ich sehe Bray vorsichtig an. Seine langen Haare trägt er dieses Mal offen und seine Persönlichkeit und sein Aussehen lassen mich fast auch wieder verstummen. Ich will es nicht wirklich zugeben, aber es fällt mir schwer gerade Sätze zu formen, wenn er so vor mir steht. Mein Herz pocht unruhig und ich kann dieses Gefühl gerade nicht zuordnen, was seine Anwesenheit mit mir macht. Ich versuche es zu ignorieren und sehe ihn wieder an.
"Danke für die 2. Rettung... "stammle ich dann.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 5 Aug - 13:39

Ich wünsche, ich könnte etwas tun, um Lia die Sache zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht so unwohl fühlt. Und vom Glück scheint sie diese Tage auch nicht unbedingt begleitet zu sein. Es wäre toll gewesen, hätte sie bereits Amber und meinem Sohn begegnen können. Amber hätte ihr bestimmt etwas Mut zusprechen können, einen weiblichen Ansprechpartner in dieser Stadt zu haben, wäre wohl nicht so falsch. Denn außer mir kennt Lia noch keinen und damit eröffnet sich mir ein nächstes Problem. Ich habe nun bereits Julez mit Amber in die Mall geschickt, in dem Wissen, dass sie dort bei den Mall Rats sicher sein wird, allerdings ist mir auch bewusst, dass es einige Probleme gibt, die einer Lösung bedürfen. Ewig allein in der Wohnung lassen kann und will ich Lia jedoch natürlich nicht, sie ist ein freier Mensch und ich würde mich freuen, wenn sie ein paar Freunde fände. Bloß fühle ich mich selbst seit dem Konflikt mit Jay und dem Chaos, das meine Rückkehr verursacht hat, nicht mehr ganz so willkommen in der Mall, so dass es mir unangenehm wäre, sollte ich mit Lia dort auftauchen und würde sie den Unmut von Lex oder jemand anderem zu spüren bekommen. Andererseits habe ich Trudy versprochen, sie zu besuchen, sobald es geht. Unsere Aussprache hat viele Missverständnisse aus der Welt geschaffen und unser in Mitleidenschaft gezogenes Verhältnis wurde durch die Aussprache besser. Dass es wieder beginnt zu bröckeln, möchte ich nicht noch einmal riskieren...
Wie es nun weitergehen wird, werde ich allerdings entscheiden, wenn ich mich um Lia gekümmert habe. Da sie mit dem Tuch nicht besonders erfolgreich ist, trete ich doch an ihre Seite und probiere, den Fluss selbst zu stoppen. Sie lässt es sich tapfer gefallen, statt ihren Schmerzen Ausdruck zu verleihen, entschuldigt sie sich noch mal, fasst sich an die Stirn.
"Mach dir keine Sorgen, das ist keine große Sache. Viel schlimmer ist, dass du dich dabei verletzt hast. Ich hoffe, die Schnittwunden sind nicht allzu tief. Richtig versorgen kann ich sie nur leider nicht mehr, da ich die letzte Mullbinde selbst aufgebraucht habe. Wir sind wohl beide ein wenig talentiert darin, uns körperlich irgendwie wehzutun, was? Womöglich könnten wir im Krankenhaus nachsehen gehen, ob wir dort Nachschub finden, um bei der nächsten Wunde besser gewappnet zu sein", antworte ich ruhig. Mir ist klar, dass ich viel auf einmal rede, aber es lenkt Lia möglichweise etwas ab und bringt sie auf andere Gedanken. Dass es im Hospital noch Verbandsmaterialien gibt, ist zudem nicht ganz so abwegig, denn Medikamente waren nach dem Virus und generell am gefragtesten. Damals zumindest.
Bei den Technos im Lager sah es anders aus. Sie hatten viel Arznei, womit die Wachen gerne prahlten, falls eine von ihnen krank war und es so schnell bekämpfen konnte. Wie gefangenen Virts kamen dagegen nie in den Genuss, dass sich wer von den Technos sorgte, wenn jemand krank war. Im Gegenteil, es war ein schnelles Todesurteil, je nachdem wie stark die Infektion war. Nicht nur der Anführer Ram reagierte empfindlich auf Keime und Viren. Alle Technos hatten die Angst, dass eine Erkältung ihr System angreifen könnte wie richtige Würmer, war das auch totaler Quatsch. Falls jemande jedenfalls nicht mehr stark genug war, um in den Fabriken und Kraftwerken zu arbeiten oder dort sogar zusammenbrach, wurde er entweder in Qurantäne gebracht oder mit einem Zapper ins Jenseits katapultiert, vor den Augen aller, als würde man eine Fliege mit einer Klatsche töten. Denn so stellte ich es mir manchmal aus der Sicht von einem dieser Technikfreaks vor, standen sie ein weiteres Mal kerzengrade vor einem gefallenen Menschen, den sie versklavt hatten, schauten auf ihn herab, wie auf einen minderwertigen Käfer, sprachen ihn an und wenn er nicht reagierte, zückten sie ohne weiteres ihren Zapper und beendeten das Leid. Und jede Person, die es wagte, den Mund darüber zu öffnen oder einen Angriff zu starten, wurde ebenso behandelt oder einer Spezialbehandlung unterzogen, die ihr ihre Persönlichkeit nahm und sie zu einem Zombie machte...
Ich darf mich nicht zu sehr ablenken lassen. Also konzentriere ich mich wieder auf Lias Hand. Als ich das Blut soweit weggewischt habe, um erkennen zu können, ob noch Glas in ihrer Hand steckt, was glücklicherweise nicht der Fall ist, soweit ich das sehen kann, wickele ich da Tuch so zu einem Knoten und befestige es an der Hand, dass eine dickere Stelle auf den Schnitt drückt und das Restblut aufsaugt.
"So, fertig. Es wird nicht lange halten, aber besser geht es nun leider nicht", meine ich mit einem schiefen Grinsen. Lia möchte dann wissen, was im Treppenhaus los gewesen ist, sie und Amber haben sich also lediglich um ein paar Minuten verpasst.
Ich nicke auf ihre Frage hin.
"Es ist einiges passiert, während du geschlafen hast, aber nichts, wegen dem man sich Gedanken machen müsste. Ich habe überraschend Besuch von einer...meiner ehemaligen Freundin bekommen und unserem gemeinsamen Sohn. Die Sache ist ein bisschen kompliziert, wir haben uns erst vor Kurzem wieder gesehen, weil ich...von den Technos festgehalten worden bin und erst vor ein paar Wochen entkommen konnte. Wir haben uns unterhalten, darüber, wie es nun weitergeht, als ich im Gang draußen ein Rufen gehört habe. Darum bin ich nachsehen gegangen und habe eine junge Frau auf der Suche nach einer Bleibe vorgefunden, der es nicht so gut ging. Sie ist nun mit meiner Freundin zu unserem Tribe gegangen. Ist alles ein wenig plötzlich geschehen und ein Besucher einer meiner Nachbarn...ist ein bisschen seltsam, darum hat es einen kleinen Disput gegeben. Er hat das Mädchen vor uns gewarnt, als wären wir Verbrecher. Ich meine, Misstrauen ist völlig angebracht in unserer Welt, man sollte niemals leichtsinnig jemandem vertrauen, gleichzeitig sollte man hingegen auch niemanden zu schnell in eine Schublade stecken, geschweigedenn überhaupt und damit noch jemandem, der sowieso schon am Boden ist noch mehr Hoffnung nehmen. Tut mir leid, dass ich so viel rede. Du kannst aber beruhigt sein. Und beim nächsten Mal komme ich bestimmt dazu, dich mit Amber bekannt zu machen. Ihr würdet euch sicher gut verstehen", erkläre ich, was vorgefallen ist und hole dann zwei neue Gläser aus dem Schrank, um sie mit Wasser aus dem Kanister zu füllen. Um die Beseitigung des Blutes auf der Anrichte und dem Boden werde ich mich später kümmern.
"Und du musst dich nicht bedanken. Als ich dir auf dem Feldweg meine Unterstützung zugesagt habe, habe ich das ehrlich gemeint", entgegne ich noch und lächle.
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