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Lia*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo 5 Jan - 22:43

Ich atme immer noch schnell, als Bray mich versucht beruhigend anzusehen. Ich habe schmerzen und der Arm fühlt sich mittlerweile taub an. Ich war normalerweise ziemlich raff, aber gerade wirke ich ziemlich eingeschüchtert und ängstlich über das, was Bray mit mir vor hatte. Ich presse meine Augen nochmals zusammen und spüre wie sehr der Arm pocht. Ich sitze hier in seinem Bett, und das einzige was ich jetzt tun konnte war Bray einfach vertrauen zu schenken, sofern ich meinen Arm irgendwie funktionierend behalten wollte. Ich habe keine Ahnung von Medizin und Wissen darüber, wie man Brüche behandelt, doch es leuchtet mir ein, dass der Arm nicht so stehen bleiben kann. Meine Hände sind klatschnass geschwitzt. Ich fürchte mich und ich zittere, da ich nicht weiß, wie Bray es anstellen wird. Auch wenn er sagt, dass er vorsichtig ist, weiß ich, dass Vorsicht so gut wie nicht möglich war. Er würde mich nicht leiden lassen, sondern kräftig daran ziehen. Mich nicht durch den qualvollen schmerz hindurch schicken wollen in dem er die robusten Knochen langsam versuchte zu strecken. Bray nimmt meine verletzte Hand in die Seine. Unsere Handflächen berühren sich und er muss merken, wie kalt und nass sich meine Hände anfühlen. Bevor er noch irgendetwas tun kann, greife ich mit meiner gesunden Hand auf seinen Oberarm und halte mich fast ein bisschen fest an ihm. Ich bin nervös und nicke nur, als er mir erklärt, dass wir es versuchen mussten, um den Arm und seine Funktion zu retten.
Ich fixiere ihn mit meinen Augen und mein ganzer Körper ist angespannt, auch jeder Muskel meiner Hände und ich schaffe es nicht mich locker hinzusetzen. Ich weiß, wenn das funktionieren sollte, dann musste ich für wenige Sekunden es schaffen mich nicht anzuspannen und nicht gegen Bray's Versuch den Arm zu bewegen zu wehren. Gerade fällt es mir aber fürchterlich schwer, so dass ich dann doch ein
"Halt... ich... ich schaff das nicht..." jammere und heftig den Kopf schüttle, während eine Träne vor Schmerz über meine Wange kullert.
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Bray*
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 6 Jan - 21:06

Ich habe keine Ahnung davon, wie stark die Schmerzen in Lias Arm sind, ihrem Atemrhythmus nach zu urteilen versucht sie jedoch, es lockerer wirken zu lassen als es ist, wird aber verraten. Für ein paar Momente schließt sie ihre Augen, vielleicht weil sie eine Welle erreicht hat oder sie versucht abzuwägen, was das Beste wäre in dieser Situation. Womöglich sollte ich sie nicht vorwarnen, sondern einfach überraschen, sodass der Spuk schneller vorbei ist als sonst, ohne weitere Ausflüchter und Diskussionen. Vorsichtig nehme ich Lias Hand in meine, bemerke wie sie zittert. Ob es wegen des Arms oder vor Panik ist, lässt sich nicht genau sagen, eine wirklich prägnante Rolle spielt es allerdings auch nicht. Ich schlucke schwer, mache mich für meine Tat bereit doch grade als ich ansetzen und den Arm wieder richtigziehen möchte, rührt sich Lia heftig, schüttelt den Kopf und verweigert die Hilfe erneut. So sehr, dass sie sogar beginnt zu weinen. Da ich es nicht länger aushalte zu warten und sich in der nächsten Zeit durch ewiges Zögern nichts verbessern wird, nutze ich diesen Ausbruch und ziehe den Arm so stark, dass es im ersten Moment aussichtslos erscheint, dass sich etwas bewegt, doch dann tut sich doch was und die Verformung verändert sich.
Lia entfährt ein Schrei, der bis aufs Knochenmark heruntergeht, aber ich habe es geschafft.
"Es ist vorbei. Vorerst. Du hast es geschafft", sage ich zu ihr, während ich sanft ihre unverletzte Schulter tätschele. Dann stehe ich auf.
"Ich werde nach dem Eis sehen gehen und schauen, ob wir es solange ich später dann eine Schiene zusammenflicke mit etwas fixieren können, damit dein Arm dauerhaft bis dahin gekühlt wird. Ich beeile mich."
Ich gehe aus dem Raum und hoffe, fündig zu werden.

tbc: Flur und Küchennische
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Lia*
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 6 Jan - 21:32

Ich will mich gerade aus Bray's Griff befreien. Ich habe Angst. Die Angst vor dem großen Schmerz, der mich erschüttern wird ist größer als die Sorge, dass ich die Hand vielleicht nicht mehr richtig benutzen konnte. Der Arm schmerzte jetzt schon unglaublich stark, so dass ich mir eine Steigerung dessen nicht mehr vorstellen konnte und wollte. Immer noch halte ich Bray mit der gesunden Hand am Oberarm fest, während ich versuche meine andere Hand aus seiner zu lösen.
"Bray... bitte...." ich schüttle den Kopf und auch wenn er meine Hand und meine Finger bereits hier schon festhält, hoffe ich immer noch ihn davon abbringen zu können. Doch ich erkenne schon in seinen Augen, dass er nicht vor hatte mich loszulassen. Das zögern in seinen Augen, lässt auf sich Hoffen, während ich meine erkennen zu können wie schwer ihm das gleich fallen wird. Sein Blick entschuldigt sich fast, obwohl er im selben Moment fest und entschlossen an meinem gebrochenen Arm zieht. Ich schreie auf, der Schmerz zieht mir tief ins Mark und meine Atmung sowie mein Puls schnellen noch weiter in die Höhe. Man hört es vermutlich im ganzen Haus. Dieses Mal ist es nicht nur eine Träne die aus meinen Augen kommt, sondern mein Aufschrei geht in richtiges Weinen und Wimmern über. Auch wenn er meine Hand nur mehr hielt ohne daran zu ziehen, hallt der Schmerz nach und sitzt immer noch tief in mir. Ich lasse mich auf das Bett fallen. Erschöpft und schweißgebadet von den schrecklichen Schmerzen liege ich einfach nur still da, während man nur an meinem Atem merkt, wie schlecht es mir gerade ging.
Meine blonden Haare und die Feder darin hingen in mein Gesicht, während mein Gesicht einfach auf der Matratze lag. Den Arm regungslos neben mir liegend. Was Bray sagt bekomme ich nicht einmal mit. So sehr kämpfe ich gerade damit. Ich bewege mich nicht,... versuche nur den Schmerz loszuwerden. Bray verlässt kurz den Raum, doch nicht mal das bekomme ich richtig mit. Immer noch liege ich einfach nur da, während ich gegen all das versuche anzukämpfen, was meinen Körper innerlich aufbäumen lässt. Ich presse die Augen zusammen und liege letztendlich unverändert und noch in selber Postion vor ihm, als Bray erneut das Zimmer betritt..

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 6 Jan - 22:20

cf: Flur und Küchennische

Ich komme mit meinem Päckchen zurück und Lia liegt wie eine Schaufensterpuppe auf dem Bett, hat ihre Position kein bisschen verändert. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich schnell. Ich weiß, obwohl ich es nicht wollte, war es unvermeidlich ihr wehzutun, wenn es nicht noch schlimmer werden sollte. Langsam setze ich mich wieder neben sie auf das Bett.
"Hey", murmele ich, während ich sie wieder an ihrem unverletzten Arm tätschele, über ihn streiche und hoffe, dass es ein wenig trostspendent wirkt.
"Ich habe Eis gefunden! Wenn du dich bereit dazu fühlst, können wir dich aufsetzen und eine Art Binde machen. Vielleicht gehen die Schmerzen dann schneller weg", schlage ich vor, obwohl ich nicht einmal weiß, wie viel von dem sie in ihrem Dilirium aktuell wahrnimmt. Manchmal ist alles was man in so einer Lage noch fühlt das Rauschen in den Ohren und das Pochen der Verletzung, so wie bei meiner Hand. Nur dass sich etwas brechen noch mal ein anderes Kaliber ist.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 6 Jan - 22:52

Meine Hand fühlte sich an, als würde darin ein separates Herz schlagen. Jeder Pulsschlag war bis in jede Fingerkuppe spürbar. Ich bewege mich nicht, nur das dumpfe Pochen und die Schmerzen nehmen die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Erst als Bray meine andere Hand berührt, bemerke ich ihn wieder. Er ist vorsichtig und behutsam mir nicht noch mehr wehzutun. Seine Augen strahlen Besorgnis aus, obwohl ich nicht in der Lage bin richtig darüber Nachzug denken.
Bray hilft mir mich aufzusetzen auch wenn ich ohne seine Hilfe gerade nicht dazu in der Lage bin. ich bin fast käsebleich im Gesicht, während er das Eis um meinen Arm legt und mit den Handtüchern einen provisorischen Verband anlegt. Das Eis brennt auf den Stellen, wo es meine Haut berührt und auch wenn die Schmerzen bereits schlimm genug waren, so war die dazu kommende Kälte mindestens genauso unangenehm. Ich kann nicht mehr und ich lasse meinen Kopf nach Vorne auf Bray's Schulter fallen. Mein Stirn liegt zwischen seiner Schulter und so halb auf seiner Brust. Gerade ist es mir völlig egal was mit mir passiert oder an wen ich mich anlehne. Die Übelkeit hervorgerufen durch die Reposition der Hand kam noch hinzu und auch wenn der Schmerz immer noch in jedem Zentimeter meiner Hand spürbar ist, so beruhigt sich zumindest meine Atmung ein wenig. Ich lehne an Bray, versuche mich zu beruhige, auch wenn es mir kaum gelingt.

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mi 7 Jan - 0:21

Was als nächstes geschieht, läuft alles ohne Worte ab. Ich helfe Lia, sich aufzusetzen, nachdem sie mit einem Nicken zugestimmt hatte, dass es in Ordnung wäre. Um sie zu stützen, schaffen wir beide es, dass sie in Richtung Kopfende rutsch, damit sie sich an die Wand und die Kissen anlehnen kann. Dann betrachte ich nun, wo ich wieder klarer denken kann und der Großteil der Arbeit erst einmal gemacht ist, mein Werk, das besser aussieht als ich es erwartet hätte. Die Verfärbung macht dennoch Sorgen. Ich hoffe, durch die Kühlung wird sie etwas zurückgehen, was natürlich eine Weile in Anspruch nehmen wird, also heißt es geduldig sein. Dabei gibt es noch das Problem, dass Lias Pferd draußen ebenfalls noch durch die Gegend läuft. Und da sie kein Gepäck dabei hatte, wird sie das wohl bei dem Tier haben, weshalb es wichtig ist, es zu finden. Auch, damit meine Bekannte falls sie denn irgendwann möchte, weiterreisen kann und nicht auf ihr Tier verzichten muss, das ihr wahrscheinlich wenn es nicht mehr viele andere Menschen in der Stadt, aus der sie kommt gab, sehr ans Herz gewachsen ist. Ob es eine Möglichkeit gibt, das Pferd wiederzufinden, nachdem es in jede erdenkliche Richtung gelaufen sein und bereits einige Stunden unterwegs sein kann, weiß ich nicht. So wie manche Tribes drauf sind, werden sie etwas wertvolles Herrenloses wie so ein bepacktes Lasttier, das in Tasche womöglich noch Nahrungsmittel und andere Waren, die man gut tauschen kann mit sich trägt, nicht einfach weiterlaufen lassen. Zu Lia sage ich darüber aber kein Wort.
Stattdessen konzentriere ich mich darauf, aus der Tüte mit dem Eis und den Handtüchern eine Art Verband mit Schlinge zu machen, die ich um ihren Hals verknote, sodass ihr Arm etwas entlastet ist. Der Temperaturwechsel und alles insgesamt scheint der jungen Frau verständlicherweise sehr zu schaffen zu machen, denn plötzlich klappt sie wieder ein wenig zusammen, ihr Kopf liegt an meiner Brust. Weil ich nicht weiß, wie ich sonst reagieren soll, lege ich vorsichtig einen Arm um Lia, um ihr Halt zu geben. Dabei verdränge ich den Gedanken, wie seltsam es ist, dass man jemand Fremdes eher in den Arm nehmen kann als die Person, mit der man sich im ganzen Leben am meisten verbunden gefühlt hat...
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mi 7 Jan - 23:38

Ich hatte gerade ganz andere Sorgen, um mich um mein Pferd zu Sorgen. Zu sehr war ich mit dem Beschäftigt, was hier passierte. Bray hilft mir letztendlich hoch und mein Arm pulsiert, als er diesen Verbindet. Jede noch so kleine Bewegung schmerzte, obwohl ich vom Gefühl nur mehr ein starkes Pochen und ein Brennen vernahm. Mehr fühle ich nicht mehr als das stumme, schmerzhafte Pochen, was mich an meine Grenzen bringt.
Als Bray damit fertig ist, falle ich etwas nach vorne. Ich bin schwach und gerädert von seiner Prozedur, auch wenn mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst ist, dass ich dank Bray meinen Arm später wieder voll benutzen kann.
Ich atme seinen Geruch ein. Er riecht gut und ich fühle wie seine Hand langsam um meine Schultern wandert. Meine Atmung wird ruhiger, auch wenn man immer wieder ein schmerzhaftes Wimmern von mir hören kann. ich bin erschöpft und ich bin froh, dass Bray mich stützt. Gerade brauche ich nur etwas halt, denn mein Empfinden war durch meinen Arm verzerrt. Ich bewege mich nicht, liege einfach nur nach vorne gelehnt bei ihm, während ich immer noch meine Augen zusammen gepresst halte. Ich weiß, dass die Schmerzen noch einige Zeit anhalten werden.Jegliches Zeitgefühl habe ich verloren. Gerade war ich nur müde und erschöpft von der Behandlung der ich unterzogen wurde. Auch wenn ich immer noch schwitze, weil mir der Arm solche schmerzen bereitet bin ich ein bisschen dankbar, dass er versucht mir zu helfen und sogar ein bisschen nähe zuließ, die ich gerade dringend nötig hatte.

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Do 8 Jan - 19:58

Die Minuten vergehen. Womöglich handelt es sich auch bloß um Sekunden, vielleicht um Stunden. Ich hab die Fähigkeit, die Zeit einzuordnen, nicht mehr inne, in dem wir einfach bloß so auf meinem Bett sitzen bleiben, ohne uns großartig zu bewegen, um Dinge nachdenken, Menschen, uns an etwas erinnern oder schlicht bloß gerade den Moment leben. Ich weiß nicht, ob es falsch ist, die Situation hier in meiner Wohnung als richtig zu empfinden. Statt Lia sollte ich Amber im Arm halten, die Mutter meines Kindes, die Frau, die ich die ganzen Jahre über geliebt habe wie nie jemanden zuvor. Ich weiß nicht, ob ich eigentlich nun ein schlechtes Gewissen haben müsste, weil ich mir vorkomme, als würde ich sie betrügen, obwohl hier gar nichts dieser Art geschieht. Es ist keine Verbindung unter Liebenden zwischen Lia und mir. Eher trösten wir uns wohl grade gegenseitig wie Freunde, geben einander Halt. Nur ein leises Geräusch, mit dem die junge Frau an meiner Seite wohl ihre Schmerzen ausdrückt, durchbricht zeitweise die Stille. Ansonsten schweigt das Haus.
Als sich Lia nach einer undefinierbaren Weile wieder auf das Bett liegt, bin ich unsicher, was ich tun soll. Vielleicht hilft es ihr, mit den Schmerzen nicht allein zu sein, auch wenn ich sie nicht auf diese Art teilen kann. Meine liegen innerlich, gegen diese ist die Wunde an der Hand nur ein Riss in einem großen Gebiet. Darum lege ich mich neben sie, achte jedoch darauf, etwas Abstand zu wahren. Und allmählich überkommt mich der Schlaf, selbst wenn ich gar nicht mehr müde sein sollte...
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr 9 Jan - 13:25

Genau wie bei Bray ist mein Zeitgefühl völlig ausgeschaltet. Ich bemerke nicht einmal, dass Bray mich vorsichtig hält und versucht bei mir zu bleiben, damit ich mit dem Schmerz, der meinen Körper beben ließ nicht alleine sein musste. Er stützt mich, hilft mir sogar mich wieder hinzulegen. Die Schöpfung und die gebrochene Hand, lassen mich kaum los. Ich bin müde, obwohl ich auf Grund der Schmerzen nicht wirklich schlafen kann.

Ich habe meine Augen einfach nur geschlossen und warte darauf, dass ich ein bisschen entspannen kann. Es dauert noch eine ganze Weile, bis ich zumindest für den Moment etwas entspannen kann und das stechende und pochende Gefühl etwas leichter wird. Es war schwer an irgendetwas anderes nur zu denken, wenn man körperlich am Ende war. So liege ich einfach nur da, obwohl mir immer wieder ein schmerzverzerrtes Stöhnen entkommt, sobald ich versuche mich etwas zu bewegen. Bray liegt neben mir und irgendwann über kommt mich doch die Müdigkeit, die sich schon so lange in mir aufgestaut hat. Ich schlafe ein, rutsche aber davor noch ein Stück in Bray's Richtung bevor mich der Schlaf überkommt.... Ich bin so erschöpft, dass ich nicht einmal mitbekomme, dass ich mich in den letzten Stunden irgendwann an Bray gelegt habe. Mein Kopf liegt auf seinem ausgestreckten Arm, während ich auf der Seite neben ihm liege und meine verletzte Hand, mit den Eisbeuteln, die Bray um meine Hand gewickelt hat, auf seinem Bauch liegt. Mein Atem ist um vieles ruhiger geworden und ich bekomme den Schlaf, den ich nur so dringend brauche. Auch kein leises Wimmern kommt mehr über meine Lippen. Ich schlafe nur, während Bray's Körper mir Wärme und Halt spendet.

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr 9 Jan - 20:39

Ich bin am Meer. Unter mir der weiche Sand, um mich herum Wärme. Es ist Sommer, vielleicht fühlt es sich auch nur so an. Über mir die Sonne, vor mir das Meer. Und ich selbst bin wieder jung, ein Kind, das mit seiner Familie am Strand ist, an einem anderen Ort auf der Welt. Mein Bruder war deshalb lange ziemlich aufgeregt gewesen, weil es sein erstes Mal sein würde, dass er die Stadt für eine längere Zeit verlassen würde. Ich selbst hatte das schon einmal mit der Schule gemacht, aber mit den Eltern und dem Bruder gemeinsam war das ja noch mal etwas anderes. Wir haben alle lange überlegt, wo wir am liebsten einmal hinwollen würden, da es einerseits etwas Neues sein sollte, aber auch etwas, wo wir Kinder nicht nur Besichtigungen machen müssten. Unserem Vater war jedoch sehr wichtig, dass wir mindestens ein bisschen Kultur konsumieren würden, da wir in seinen Augen sonst kaum etwas von dem neuen Land hätten außer die Erfahrung, mal geflogen zu sein und in einem Hotel gewohnt zu haben.
Letztendlich sind wir in Spanien in Europa gelandet, fast am anderen Ende der Welt von Neuseeland aus. Die Strecke im Flugzeug war ziemlich lang und ich dachte, wir kommen dort nie wieder heraus. Aber als es soweit war, haben wir uns alle gefreut. Und nun ist unsere Ankuft fast schon eine Woche her, eine weitere liegt vor uns. Heute ist Samstag und wir haben beschlossen, einen Tag Pause einzulegen. Darum sind wir am Strand. Wenn ich die Augen öffne und nach rechts sehe, dann kann ich Martin beobachten, wie er lachend mit anderen Kindern spielt, die er kennen gelernt hat. Ich habe bis eben auch mitgemacht, aber nun bin ich müde und will einfach eine Weile faul herumliegen. Doch plötzlich verändert sich etwas...etwas Schweres liegt auf meinem Bauch und als ich meine Augen aufmache, ist es eine riesige Schildkröte. Entsetzt darüber, weil ich nicht weiß, wo sie herkommt und warum sie auf mir ist, will ich mich bewegen und aufstehen. Aber auch einer meiner Arme ist mit Gewicht belastet und..

Ich wache auf. Der Himmel über meinem Kopf ist verschwunden, genauso wie der Strand, meine Eltern, mein Bruder. Meine Kindheit. Das alles ist vergangen. Stattdessen befinde ich mich nicht in Spanien, sondern im Schlafzimmer meiner neuen Wohnung. Das Einzige, was aus dem Traum geblieben ist, sind ein mulmiges Gefühl und die Gewichte auf mir, die ich als Lias verletzten, verbundenen Arm auf meinem Bauch und ihrem Kopf auf meinem eigenen Arm identifiziere. Sie ist ruhig, also scheinen sie die Schmerzen nicht mehr so stark zu quälen, dass sie nicht einschlafen konnte. Ich freue mich für sie, andererseits kommt das schlechte Gewissen wegen Amber zurück. Würde sie mich nun so sehen..sie würde alles falsch interpretieren und...ich weiß nicht, was ich davon denken soll. Mich aus der Affäre winden und für mich sein kann ich nun aber auch nicht. Denn ich möchte meinen Besuch nicht wecken, wenn sie schon einmal schlafen kann. Also hänge ich noch mal meinem Traum nach. Das alles ist schon so lange her...
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr 9 Jan - 22:02

Mein Schlaf ist ruhig, traumlos. Mein Körper holt sich die Erholung die er gerade braucht. Meine Hand auf Bray's Bauch liegend. Still bei ihm liegend.
Mittlerweile sind ein paar Stunden vergangen. Weder Bray noch ich hatten uns viel bewegt. Mein Kopf liegt bei ihm als ich seit mehreren Stunden meine Augen das erste Mal öffne. Etwas verschwommen Blick vernehme ich die Umrisse meiner Hand, wie sie auf Bray's Bauch liegt. Zuerst begreife ich nicht ganz, doch dann erkenne ich, dass ich näher an Bray liege, als ich mich es getraut hätte, wenn ich bei Sinnen gewesen wäre. Innerlich kommt etwas Panik in mir auf, als mir ganz bewusst wird, wie ich bei ihm liege. Ich spüre, dass seine Hand etwas meinen Rücken berührt und ich beobachte, wie sich meine Hand durch Bray's Atembewegungen sich auf und ab bewegt. Ganz ruhig und gleichmäßig ist sein Atem. Mein Herz schnellt in die Höhe. Lag ich tatsächlich so nahe neben oder sogar auf Bray? Ich überlege kurz mich panisch aufzusetzen, zur Seite zu rücken, ihm Platz zu lassen. Mir ist es fast unangenehm, dass ich mich in meinem Schmerzensdelir so an ihn gekuschelt hatte. Ich schlucke kurz und mir wird ganz warm. Springe jedoch nicht sofort auf. Jetzt erst bemerke ich den pochenden aber weniger schlimmen Schmerz in meinem Arm. Ich bewege vorsichtig die Finger, um zu sehen, ob ich sie alle noch bewegen konnte. Mache aber keinen Mucks dabei dann versuche ich mich vorsichtig auf meiner gesunden Hand hochzudrücken, um Bray nicht zu wecken. Meine Hand fühlt sich schwer an. Ich rücke dann ganz vorsichtig, ein wenig zur Seite, um ihm Platz zu lassen, nachdem ich dann zu ihm blicke und bemerke, dass er eigentlich wach ist..

".... entschuldige .... hab... ich... also ich hab es nicht mitbekommen..." versuch ich mich zu erklären, obwohl ich gleichzeitig etwas rot anlaufe. Mir ist es wirklich unangenehm, vor allem, dass ich Bray erst jetzt wirklich deutlich erkennen kann. Es ist bereits wahnsinnig hell draußen und das Licht scheint durch das Fenster. Oh man... er ist nicht nur hilfsbereit sondern auch wahnsinnig hübsch..

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr 9 Jan - 23:26

Lias Arm auf mir ist gegen die Trauer meiner Seele nur ein Kieselstein gegen den Mount Everest. Besonders weil ich Martin nicht als den Menschen verloren habe, der er gewesen ist, sondern als eine Figur, die er geworden war. Mit der er versucht hat, mit dem Virus klarzukommen, seine Gefühle zu verschanzen und statt etwas aufzubauen alles noch mehr zu zerstören. Ich wünschte, ich hätte mehr für ihn da sein können. Das Treffen zwischen ihm und Trudy besser arrangieren können, außerhalb der Mall, wo es sicherer für alle gewesen wäre. Und wäre ich mit Lex nicht so in die Klemme geraten, dann hätte mein Bruder sich nicht zum Kampf bereit erklären müssen und wäre vielleicht lebend davongekommen. Denn die Mall Rats ließen sich zwar nichts gefallen, aber sie waren keine Mörder. Doch das sind alles nur Theorien über Dinge, die ich nicht mehr ändern kann. Lia schläft noch eine Weile ziemlich ruhig, dann merke ich, wie sie sich bewegt und beobachte, wie sie sich neugierig umschaut, ihre Finger bewegt, um zu testen, wie es um ihren Arm steht und erst ziemlich spät zu mir aufsieht. Und bemerkt, dass ich keinesfalls mehr schlafe. Augenblicklich geht sie auf Abstand und entschuldigt sich.
"Du musst dir keine Sorgen machen", meine ich versöhnlich. "Dir ging es nicht gut und es ist ja nicht wirklich was passiert. Fühlst du dich denn nun besser?"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Sa 10 Jan - 0:05

Die Decke liegt etwas über meine Beine und die Sonne blinzelt mittlerweile taghell ins Zimmer. Ich frage mich, wie spät es überhaupt ist und versuche im Raum eine Uhr zu suchen, finde aber keine.Still sch sitze ich immer noch neben Bray, auch wenn ich ihn nun nicht mehr berühre. Vorsichtig halte ich meinen verletzen Arm, während ich ihn etwas schüchtern ansehe. Er versucht mir zu erklären, dass es nicht schlimm war, dass ich so nahe an ihm lag, aber es ist mir trotzdem unangenehm. Etwas unsicher sehe ich nun kurz von ihm weg und nicke dann, bevor ich wieder seinen Blick suche und ihn ansehe. Seine Frage richtet sich an mich und ich bewege nochmals meine Finger. "Es tut noch weh,.. aber nicht mehr ganz so schlimm wie zuerst." antworte ich ihm. Er liegt immer noch neben mir. Er sieht noch immer müde aus denke ich mir und sehe den hübschen Mann an.

"Danke...." wispere ich nochmals und blicke zu ihm hoch. Meine Augen strahlen Dankbarkeit aus, auch wenn ich nicht viel mehr sage. Er sieht nicht nur müde sondern auch traurig aus, auch seine Hand ist verletzt und mein Blick fällt auf den leicht blutigen Verband. "Deine Hand sieht aber auch nicht gut aus.." stelle ich fest, während ich ihn nochmals genau anblicke. Seine braunen Auge etwas zerzaust, sein Blick müde und traurig. Ich frage mich, was in ihm vorgeht...



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Sa 10 Jan - 11:49

Noch immer etwas verwundert lässt Lia ihren Blick durch den Raum schweifen. Entweder, um sich selbst wieder zurechtzufinden oder sie sucht nach etwas. So ganz mir in die Augen zu schauen, traut sie sich mehr, aber ich muss auch zugeben, dass alles, was seit unserem Zusammentreffen geschehen ist, wirklich befremdlich wirken kann, wenn man es nicht gewohnt ist. In der Mall dagegen war es nicht selten, dass wir plötzlich neue Mitglieder bekamen und seit ich in Gefangenschaft war, wo ich Zeuge purer Grausamkeit und Seiten von Menschen geworden bin, die man sonst niemals so zu Gesicht bekommen hätte, wundere ich mich schon lange über nichts mehr. Jedenfalls nicht sehr stark. Den Zufall, dass genau an dem Tag, als ich Amber wiedersehe und eine schlimme Auseinandersetzung mit ihr habe, jemand mir sozusagen in die Arme fällt, um den ich mich stattdessen kümmern muss, finde ich an sich ziemlich schicksalsbelastet. Als wollte die Welt mir zeigen, ich war nicht der einzige Mensch mit Problemen und sollte womoglich froh darüber sein, überhaupt wissen zu können, dass es meiner Familie gut ging, viele liebgewonnene Menschen aus meinem Tribe noch am Leben waren. Auch wenn ich keinen richtigen Anteil mehr daran haben konnte. Lia hingegen schien gerade alles verloren zu haben. Ihr Pferd, ihr Zuhause und da sie allein unterwegs gewesen ist wohl auch ihre Bezugspersonen, wenn sie jemals welche gehabt hatte. Viel darüber gesprochen hat sie ja noch nicht, aber ihr Arm war erstrangig auch das dringendere Problem. Dass sie ihre Finger wieder bewegen kann, ohne schmerzgeplagt zusammenzuzucken, halte ich für ein gutes Zeichen. Eine Schiene anzulegen wäre dennoch angebracht.
"Das freut mich. Vielleicht hast du ja doch noch mal Glück gehabt. Wir sollten das aber auf alle Fälle beobachten."
Als sie wieder mein eigenes Leid mit der Hand anspricht, wo der Verband, den ich angelegt hatte, nicht mehr ganz so rein wirkt, sondern sich alles wohl noch einmal geöffnet hat. Da ich es desinfiziert habe oder es zumindest hoffe, mache ich mir darum aber kaum Sorgen, vor allem, weil es nicht mehr so stark pocht wie noch vor einer Weile oder gleich danach.
"Dass ist nett, dass du dir Sorgen machst. Aber ich denke, bei mir sieht das gravierender aus als es sich anfühlt. Einen neuen Verband sollte ich mir aber schätze ich trotzdem machen. Wenn du möchtest, können wir danach was essen. Ich habe im Kühlschrank tatsächlich noch ein paar Lebensmittel gefunden, aber ob die bis auf das Getränk und die Marmelade noch geniaßbar sind, weiß ich nicht. Wenn wir aber Brot auf dem Markt holen gehen, könnten wir Marmeladenbrot frühstücken", rede ich vor mich hin, weil ich irgendetwas Normales sagen will und hoffe, es kommt nicht ganz so bescheuert an wie es klingt.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So 11 Jan - 0:38

Manchmal weiß es das Schicksal besser als man selbst. Das Bray in jenem Moment das selbe denkt wie ich, kann ich mir kaum vorstellen. Für eine Weile sitzen wir schweigend auf dem Bett. Ich mustere ihn vorsichtig und sehe ihn immer wieder an. Wie nahe wir uns gerade eben noch waren, obwohl wir uns nicht einmal ordentlich kennen. Auch wenn Bray nicht darüber spricht erkenne ich, dass etwas trauriges in seinem Blick liegt und ich frage mich die ganze Zeit, was es denn ist, was dem hübschen Mann Sorgen und Gedanken macht. Nur kurz hat er mir erzählt dass er mit einer ihm wichtigen Person einen Streit gehabt hatte und auch die Frage, was wohl der Grund dafür gewesen ist, drängt sich in meinem Kopf. Ich habe den Wunsch auch ihm zu helfen. Auch wenn ich gerade nur mit einer Hand fähig war zu agieren, so würde ich ihm vielleicht zuhören können... Aufmunternde Worte sagen oder einfach nur Halt schenken können, sofern er diesen wollte. Bray war wirklich ein anständiger Kerl.

Als seine sanfte Stimme mich wieder anspricht wende ich meinen Blick zu ihm. Er spricht an, dass meine Hand viel schlimmer verletzt war und ich möglicherweise Glück im Unglück hatte. Ein neuer Verband wäre wirklich nicht schlecht. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie stark auch seine Hand geblutet haben musste. Meine war zwar auch tiefblau, aber außer ein paar Kratzer von den Steinen des Weges konnte man nur das Hämatom erkennen. Dank Bray war auch die Stufe verschwunden und ich konnte alle Finger bewegen sofern es die Schmerzen zulassen.
Er schlägt vor in die Küche zu gehen und etwas zu besorgen, dass unseren Hunger stillt. Auch wenn es bereits Nachmittag ist, so können wir dennoch beide ein Frühstück gut gebrauchen und ich schenke ihm ein zartes Lächeln und nicke.

"Das klingt sehr vernünftig!" ich sehe ihn an und halte meine verletzte Hand fest. Noch war keine Schiene darauf und solange nur Eis kühlend die Schwellung lindert, habe ich Angst mit einer falschen Bewegung alles wieder zu verschieben. Ganz ruhig halte ich sie, während ich mich an die Bettkante setze und dann aufstehe. Mein Tank-Top, welches ich trage ist etwas hochgerutscht, so dass man über meine Hose einen zarten Saum meiner Unterwäsche erblicken kann. Vorsichtig zupfe ich mein Shirt zurecht und drehe mich zu ihm um. "Marmeladenbrot klingt doch super!" ich wirke etwas fröhlicher, auch wenn wir beide bemerken, dass wir uns noch nicht an diese neu gewonnene Nähe gewöhnt hatten. Ich war hier fremd und Bray der, der mich notdürftig bei sich unter gebracht hatte. Seine Wohnung wirkt so, als wäre er selbst eher öfter alleine und nicht an so viel Gemeinschaft gewöhnt. Ob er vergeben ist, auch wenn es wir wie in einer Single-Wohnung aussieht?
Schnell verdränge ich den Gedanken und sehe ihn an, halte ihm dann meine unverletzte Hand ausgestreckt hin und lächle vorsichtig. "Darf ich bitten" wispere ich dann, um ihm beim Aufstehen zu helfen.

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Bray*
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 13 Jan - 21:53

Mein Besuch ist einverstanden und ich bin erleichtert darüber, bei einer normalen Tätigkeit wie dieser womöglich etwas zur Ruhe kommen zu können. Das Eis wird aber nicht mehr lange halten und schmelzen, weshalb wir das zuvor noch austauschen sollten, sowie die weitere medizinische Versorgung von uns beiden hinter uns zu bringen. Sonst wären wir draußen nur Leute, die unfreiwillig die Blicke auf sich ziehen würden, was allein darum schon nachteilig sein würde, weil ich etwas Ruhe, die mal länger als einen Tag andauert, wirklich gebrauchen könnte.
Lia erhebt sich zuerst vom Bett, wobei ihr Oberteil etwas verrutscht und den Blick auf einen Teil ihrer Unterwäsche freigibt, was sie schnell genug merkt, um es wieder in Ordnung zu bringen, aber selbst wenn nicht, hätte sie bei mir kaum etwas zu befürchten. Oder eher gar nichts. Schon damals bei Salene, wenn nicht bereits früher mit Trudy habe ich gemerkt, wie schlimm die Folgen sein können, hat man seine Gefühle nicht ganz unter Kontrolle, geht es um Liebe und ähnlich starke Emotionen, weshalb ich gelernt habe, mit plötzlichen Wallungen umzugehen. Zumindest bei Menschen, die ich nicht kenne, zu denen ich keine Bindung habe. Zudem sind die seelischen Wunden durch meine Vergangenheit und die Gegenwart mit Amber zu tief, um sie so rasch mit jemand anderem schließen zu können. Vielleicht wird mir das niemals gelingen, falls ich das überhaupt möchte.
Ganz ungewohnt in dieser Art erfasse ich dann Lias Hand, die sie mir entgegenhält. Als wäre sie ein Anker, der mich retten möchte, wobei sie selbst zuerst als die schien, die Hilfe brauchte..
"Danke", entgegne ich, schiebe mich über mein Bett und stehe anschließend neben ihr.
"Am besten, du gehst dich zuerst fertig machen, wenn du willst. Falls du neue Sachen brauchst, kannst du dich gern in den Schränken umsehen, solang es dir nichts ausmacht, die Kleidung von Fremden zu tragen. Danach können wir uns um unsere Verletzungen kümmern und nach draußen gehen", führe ich aus und verlasse das Schlafzimmer, um ins Wohnzimmer zu gehen. Gute Werkzeuge für das Bauen einer Schiene würden sich wohl am ehesten in einem Keller oder auf einem Speicher finden, ob dieses Haus über einen der Räume verfügt und zudem über das, was ich benötige, ist allerdings ungewiss.

tbc: Wohnzimmer
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Lia*
Tribelos
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 13 Jan - 23:08

Noch eine Weile beobachte ich ihn, wie er still schweigend auf dem Bett sitzt. Selbst etwas in seinen Gedanken vergraben. Ich kenne ihn kaum, aber ich erkenne, wenn es Menschen nicht so gut zu gehen scheint. Fast schon, fühle ich seinen Kummer, von dem ich ihn gerne befreien würde. Sein trauriges Gesicht erzeugt auch bei mir ein Gefühl von Kummer, obwohl ich versuche nicht an meine eigene Sorgen zu denken. Ich hatte meinen treuen Begleiter verloren... Auch wenn manche sagen, es sei nur ein Pferd.. So war er für mich mehr als nur ein Pferd oder ein Hengst. Nachdem Verlust meines Bruders, den ich seit Jahren nicht gesehen habe, war dieses eine Pferd einfach das einzige gewesen, dass mir Kraft und Hoffnung schenkte... und jetzt... jetzt war es weg. Mein Hengst, mein brauner Wind, der mich über die Felder trug und nicht's lieber tat als am Stand zu galoppieren... Ich versuche den Gedanken aus meinem Kopf zu bekommen und sehe kurz aus dem Fenster.

Ich warte bis Bray aufgestanden ist und ich bin froh, dass er meine ausgestreckte Hand einfach ergreift ohne irgendwie seltsam meine Handlung zu beäugen. Natürlich hab ich auch das Bedürfnis für ihn da zu sein oder zumindest etwas zu tun. Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass er so viel für mich in den letzten Stunden getan hat. Ich fühle mich ihm zumindest ein bisschen verbunden, auch wenn wir uns beide eigentlich fremd sein sollten. Zum ersten Mal berühren sich für einen kleinen Augenblick unsere Handflächen und ich schenke ihm ein zartes Lächeln bevor ich seiner Stimme weiter lausche. Er lässt mir Zeit mich fertig zu machen und ich warte noch, bis er den Raum verlassen hat, bis ich meine Sachen die ich am frühen Morgen ausgezogen hatte wieder anziehe oder es zumindest versuche. Ich komme nicht weit, denn auch wenn ich mit meinem Kopf schon über meinen Pullover gezogen habe und auch die eine Hand bereits im Ärmel blieb, so komme ich mit der verletzten Hand nicht gut hinein. Ich lege zuerst die Cool-Packs beiseite, bevor ich versuche ganz vorsichtig in den Ärmel zu schlüpfen und so den Pulli anzuziehen. Jede kleine Bewegung schmerzt und ich beiße mir fest auf die Lippen, als ich es letztendlich doch schaffe mich ordentlich anzuziehen. Ich atme durch und nehme die Jacke einfach nur in die Hand, bevor ich Richtung Badezimmer gehe, um mich etwas frisch zu machen und danach weiter zu Bray ins Wohnzimmer gehe.

tbc: Wohnzimmer
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Bray*
Mall Rat
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr 27 Feb - 12:53

cf: Flur- Und Küchennische

Ohne zu klopfen öffne ich die Tür zum Schlafzimmer einen kleinen Spalt, damit ich Lia nicht aus Versehen wecken kann, sollte sie noch schlafen. Denn mit ihrem Arm hat sie nach wie vor zu kämpfen und da ist es willkommen, trotzdem ein paar ruhige Stunden zu finden, in denen der Schmerz wenigstens kurz von einem abzulassen scheint. Mit meiner Hand geht es mir da nicht anders, obgleich die Verletzung natürlich nichts gegen einen gebrochenen Arm ist und soweit ganz gut verheilt. Jetzt darf sich daraus nur keine Blutvergiftung bilden. Besonders gut desinfizieren konnte ich die Wunde in den letzten zwei Tagen nicht mehr, denn der im Bad verbliebene Alkohol ist leer und mehr war nicht in der Wohnung. Zumindest bin ich noch nicht fündig geworden.
Gedämpft durch die nun geschlossene Tür zwischen Flur und Wohnzimmer, höre ich jetzt die Stimmen von Amber und meinem Sohn. Die Energie spricht aus ihm, denn auch wenn die Zeit fortgeschritten ist, scheint er kein bisschen müde zu sein. Ich seufze. So, wie wir uns jetzt in der Wohnung befinden, sollte es immer sein. So hätte es von Beginn an bestimmt sein können, Amber und ich zusammen mit unserem Kind. Doch sie ist nicht freiwillig hier, nicht mehr, denn kam sie zu Beginn auch aus eigenem Antrieb und ohne dass ich überhaupt davon wusste, hat ihr Verhalten in den letzten Minuten gezeigt, dass sie sich nicht so richtig hier fühlt, als dass sie wenigstens für einen Abend alles andere vergessen könnte. Ob ihr das in der Mall mit Jay wohl besser gelungen ist? Ob sie sich nach wie vor näher sind, als wir beide? Meine Gedanken verfangen sich in Spinnereien. Natürlich sind sie das. Du kannst es durchspielen, so oft du möchtest, er ist ihre neue Realität und das womöglich seit Jahren. Eine Vergangenheit ist nicht bedeutungslos, aber immer noch eine Vergangenheit, raunt mir meine innere Stimme zu und ich muss ihr Recht geben...
Als ich die Tür weit genug geöffnet habe, um Lia sehen zu können, liegt sie in die Decken gewickelt mit geschlossenen Augen auf der Matratze, ihr Arm auf ein Kissen gebettet. Die Schiene hat erstaunlich gut gehalten und auch die Nächte bisher überstanden und das macht mich ein kleinen wenig stolz. Die blonden Haare liegen wild um den Kopf der jungen Frau verteilt. Sie wirkt friedlich. Ich beobachte sie noch wenige Sekunden, dann trete ich wieder zurück und schließe die Tür. Es wird besser sein, sie nicht aus dieser Ruhe herauszuschrecken..
Nur will ich auch nicht sofort ins Wohnzimmer zurückgehen, der Stimmungsumschwung würde bloß bewirken, dass am Ende wieder etwas eskalieren könnte und das möchte ich nicht. Darum gehe ich in die Küche, um nun doch einfach etwas zu essen zu machen, denn wir alle haben seit Stunden nichts zu uns genommen.

tbc: Küche
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Lia*
Tribelos
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di 16 Jun - 22:13

Es ist fast so, als würde ich meinen Körper kaum richtig spüren als ich die Augen wieder aufschlage. Ich blicke auf die Decke und versuche zu begreifen wie lange ich wohl geschlafen hatte. Bray unmittelbar auf diesen Gedanken wende ich meinen Blick nach rechts, um nach ihm zu sehen, um gleich darauf festzustellen, dass er gar nicht mehr neben mir liegt. Ich bin unsicher und setze mich auf. Meine Hand schmerzt immer noch fürchterlich, doch ich versuche es einfach zu ignorieren. Für einen Moment betrachte ich aber die Schiene, welche Bray mir aus allen möglichen Alltagsgegenständen zusammengebaut hatte. Kreativ... zumindest erfüllt es seinen zweck, auch wenn mir die Schmerzen dadurch kaum genommen werden. Ich beschließen aufzustehen und nach ihm zu sehen. Immerhin verdanke ich ihm vieles...

Nachdem ich ein paar Minuten an der Bettkante sitze vernehme ich die Stimmen im Hausflur. Es ist alles andere als ruhig gerade und ich frage mich, ob die Stimmen aus der Wohnung oder von weiter aus dem Treppenhaus kommen. Ich stehe auf und versuche irgendwie in meine Kleidung zu kommen, die ich auf einem kleinen Holzstuhl platziert hatte. Das Anziehen mit einer Hand fällt mir schwer und ich spüre wie mein Handgelenk stark pocht. Ohne Zweifel, der Arm ist durch... und dank Bray wieder da, wo er hin gehörte. Nachdem ich endlich angezogen bin, beschließe ich zu sehen, ob Bray vielleicht in der Küche ist.. Immerhin wollten wir gemeinsam heute nochmals los, um nach Vorräten zu suchen. Doch, niemals hätte ich damit gerechnet, hier noch einer weiteren Frau ungefähr meines Alters zu begegnen.

tbc: Flur/Küchennische

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