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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 20:26

Kami - 20 - Carnival Souls



Die ganzen letzten Tage waren wirklich anstrengend. So sehr, dass ich nicht meiner Haupttätigkeit im Tribe - dem Kochen - nachgehen konnte wie sonst immer oder genug Zeit für meine Tochter hatte, nein, stattdessen sind kurz nach der Rückkehr von Aubrien und den anderen, die davon berichtet hatten, dass es in der Stadt mehrere Explosionen gegeben haben muss, ständig irgendwelche Flüchtlinge hier aufgetaucht, sodass wir nun überall noch stärker Wache schieben mussten als sowieso schon, damit niemand auf die Idee kam, von woanders durch ein Loch im Zaun oder sowas in den Park einzudringen. Damit so etwas nicht passieren konnte, hatten wir glücklicherweise auch vier abgerichtete Hunde, die mir manchmal richtun unheimlich waren, weil man nie genau wusste, wann einer von ihnen auftauchte. Aber selbst wenn wir sie nicht hätten: Löcher im Zaun gab es trotzdem nicht mehr, denn alle waren nach und nach ausgebessert worden und es gab genug Wachposten und Gebäude, durch die man den Park rundum im Blick hatte, sodass es schwer war, unbeobachtet hier reinzukommen. Selbst nachts.
Jedenfalls hatte zumindest der heutige Tag ruhiger angefangen, sodass ich gehofft hatte, die Leute hätten endlich mal geschnallt, was Sache war. Immerhin wollten wir auch überleben und das ging schlecht, wenn wir uns in einen Almosenverein verwandelten, der jeden aufnahm und betüttelte und allen vertraute. Wohin das geführt hatte, wurde an der Stadt deutlich. Und daran, dass wir glücklicherweise verschont geblieben sind. Wozu gewisse Leute in Angriffslaune fähig waren, wusste man schließlich nie. Ich schob jedenfalls zusammen mit Adrian, mit dem ich mich relativ gut verstand meine Wachphase, als doch noch jemand auftauchte. Es handelte sich um ein dunkelhaariges schlankes Mädchen. Sie trat gradezu furchtlos auf uns zu, wobei ich merkte, dass sie hinter der Fassade dennoch nervös sein musste, dann verlangte sie nach Aubrien. So wie alle. Jeder wollte mit ihm reden, um seine Gnade winseln, das volle Mitleidsprogramm. Dass sie die Chance darauf bekommen könnte, wollte ich ihr gleich - freundlich wie ich war, schließlich waren falsche Hoffnungen echt was Schlimmes - wieder ausreden, nachdem sie aber versichert hatte, wirklich alleine zu sein, niemandem anzugehören und mir dann auch noch vorwarf, ich hätte eines Tages auch mal Hilfe gebraucht. Dass sie damit sehr richtig lag, da ich ohne Aubriens Aufnahme mit meiner kleinen Tochter wohl erst mal verloren gewesen wäre, als ich damals nach Auckland zurückgekehrt war, machte mich noch wütender als ihr alleiniges Auftreten ohnehin schon. Adrian, herzensgut wie er war, ließ sich aber natürlich erweichen und tauschte seinen Wachplatz mit einer anderen Wache, um nach Aubrien schauen zu gehen. Ich mochte diesen Gefährten wirklich sehr, nur war er teilweise echt zu gut. Dass er bei diesem Mädchen eine Ausnahme machte, die er bei den anderen Leuten nicht gemacht hatte, wunderte mich hingegen. Dieses Gefühl wich schneller als gedacht neuer Genervtheit, da ein Problem selten allein kam und zu der Fremden auch noch ein Pärchen stieß. Der Typ trug das Zeichen der Technos. Also Ärger. Und die Kleine hatte wohl gelogen, denn die Freundin des Technos sprach sie promt an. Eigentlich hatte ich mich früher immer über etwas Aktion bei der Wache gefreut, aber langsam wurde es mir zu bunt. Als die drei dabei waren, ein Gespräch zu beginnen, wobei die erste Fremde genauso überrascht und nicht grade erfreut wirkte wie ich selbst, brach ich mein Schweigen.
"Leute, was auch immer ihr da grade ausheckt, vergesst es. Geht zurück zu euren kaputten Häusern und spielt weiter mit Computern, so wie die Technos das doch besonders gut können. Was wollt ihr hier?", meinte ich noch einmal und klang dabei überheblicher denn je. Ich fragte mich, wohin das führen würde.


Zuletzt von NPC* am Mo 2 Feb - 19:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 22:01

Der Begleiter von Sally wirkt genauso verwundert darüber, dass Sally mich kennt wir ich, sie zu sehen. Er will wissen, ob wir uns bekannt sind, was eigentlich logisch sein müsste, wo sie doch meinen Namen kennt. Sally dagegen meint, sich von den anderen entfernt zu haben, geht aber nicht genauer darauf ein, wie. Es geht mich im Grunde genommen auch nichts an. Der Typ scheint währenddessen ein ziemlicher Frauenheld zu sein, denn ähnlich wie er mich angesehen hat, schaut er nun auch zur Wache, die er endlich bemerkt und zieht sie mit seinen Blicken fast aus. So wie die drauf ist, wird ihr das wohl schlecht entgehen und gereizt ist sie eh schon. Das kann ja heiter werden.
Da meldet sie sich auch schon wieder zu Wort, genauso abweisend wie zuvor, und spricht wohl den Jungen mit dem Zeichen auf der Stirn nun direkt an, den sie Leuten namens Technos zuordnet, die ihrem Titel nach wohl viel mit Technik und Elektronik zu tun hatten. Vielleicht war es sogar ihnen zu verdanken, dass es in der Stadt funktionierenden Strom gegeben hat. Ich sage erst einmal gar nichts mehr. Sally raunt ihrem Freund stattdessen zu, ihm später zu erklären, woher wir uns kennen, also nehme ich ihr das nicht voraus. Ich will einfach nur, dass Adrian schnell zurückkommt. Falls er schlechte Neuigkeiten mitbringt, muss ich mich wohl oder übel vorerst geschlagen geben, denn ich hab nicht vor, täglich die Wachen anzubetteln, wie so viele andere. Das würde garantiert nichts bringen und ein wenig Stolz will ich auch behalten.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 22:08

Ich seufze kurz auf, das kann ja heiter werden.
Ich trete einen Schritt auf das Tor zu. Ich bin ein
ehemaliger techno. Wie du sicher weiß gibt es
keinen Strom mehr in der Stadt. Und ich habe den
Tribe verlassen, damit ich mit meiner Freundin zu-
sammen sein kann
sage ich so laut das jeder mich
hören kann und zeige auf Sally. Ich schaue kurz zu
ihr hin. Ich sehe an ihrem Blick das sie wegen mei-
ner Blicke böse auf mich ist. Aber das ist jetzt nicht
zu ändern. Sie weiß was für ein Monster ich sein kann.
Auch wenn ich es nicht unbedingt will.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 22:43

Das Mädchen, was Nick angesehen, ergreift plötzlich das Wort.Sie sagt, wir sollten wieder zurück in unsere kaputten
Häuser gehen und Computer spielen , so wie es Technos nunmal tun. Ihre Worte machen mich wütend. Doch als Nick plötzlich seine Stimme erhebt und sagt, dass er ein ehemaliger Technos ist, und seinem Stamm dafür verlassen hat, damit er mit mir zusammen sein kann, überkommt mich eine Gänsehaut. Kurzerhand nehme ich seine Hand in meine, als uns die ganzen Wachen plötzlich anstarren. Alles an Nicks Worten ist wahr. Nicht nur ich , habe mich für ihn geopfert, sondern er auch für mich. Deshalb wende ich mich jetzt genau an die Frau. Das ist wahr, sage ich friedlich lächelnd. Er hat die Technos verlassen. Wir kommen nicht um euch um Almosen zu bitten. Im Gegenteil, wir können euch helfen. Euch unterstützen. Sally glaubst du das wirklich , was du da von dir gibst . Nick ist irre und was machst du? Du deckst ihn.Hoffnungsvoll sehe ich sie an , und hoffe sie lässt in irgendeiner Weise mit sich reden. Auch wenn sie bestimmt nicht die einzige in diesem Tribe ist, die dies zu entscheiden hat.


Zuletzt von sally* am Di 25 Aug - 22:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 23:03

Kami - 20 - Carnival Souls



Die, die zuerst gekommen ist und von der einen als Rayenne angesprochen worden ist, hat ein nachdenkliches Gesicht aufgesetzt und schweigt auf meine Worte hin. Was sie möchte, weiß ich immerhin bereits und soeben habe ich mehr den Techno angesprochen. Dieser traut sich jetzt gefährlich nah ans Tor, es ist deutlich zu spüren, wie meine Worte ihn auf die Palme gebracht haben, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruht. Wie er mich angesehen hat, ist mir natürlich nicht entgangen und es amüsiert mich einerseits, während es mich ebenso anwidert. Männer sind nicht alle gleich, das keinesfalls, mein Freund und der Vater meines Kindes gehörte auf alle Fälle zu den Menschen dieses Geschlechts, die zu der Person halten, die sie lieben und im Beisein dieser niemals eine andere so ansehen würden, dass man auf falsche Gedanken kommen könnte. Wie wenig es dem Mädchen an seiner Seite gefällt, erkenne ich an dem Schatten, der über ihr Gesicht huscht.
Der Typ vor mir spielt sich auf, erzählt mir nichts, das ich nicht schon weiß, berichtet von den Missständen in der Stadt und dass er extra für seine Freundin seine Leute verlassen hat. Diese verspürt scheinbar auch das Bedürfnis, etwas zu sagen, untermauert die Aussage ihres Freundes und meint dann tatsächlich, die beiden könnten uns helfen und uns unterstützen. Ich merke, wie mein Wachpartner sich ein Grinsen verdrückt und auch ich muss mich beherrschen, um nicht zu lachen. Wir leben gewiss nicht im Luxus pur, aber wir haben alles, um uns selbst zu versorgen und nicht auf andere angewiesen zu sein. Lediglich dass der Strom nun wegfällt ist ein kleiner Makel, den der Typ hier garantiert nicht allein beheben könnte.
"Wow, wie rührend. Wahre Liebe, was? Dann solltest du aber aufpassen, dass deine Augen nicht zu stark ein Eigenleben entwickeln", erwidere ich und zwinkere ihm kokett zu. Dann wende ich sowohl an ihn als auch an seine Freundin.
"Kein Strom, das ist wahr. Zu schade, wenn man sich nur für mächtig halten kann, solang die tollen Waffen funktionieren und man programmieren kann. Hättest du den Tribe denn auch verlassen, wenn ihr nicht angegriffen worden wärt? Und du..ihr wollt also keine Hilfe, sondern uns welche anbieten? Meine Güte, wie großzügig ihr doch seid. Womit haben wir das denn verdient?"
Mir ist klar, dass ich mich auf dünnem Eis bewegen könnte, wenn ich mich mit einem Techno anlege, aber er hat unser Gebiet betreten und hier gelten unsere Regeln. Und ohne Strom gehen die Waffen auch nicht weshalb wir nichts zu befürchten haben sollten.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 1 Feb - 23:33

Ich Ernte nur Gelächter für meine Aussage, was mir im Moment eigentlich ziemlich egal ist. Ich bin nicht den ganzen Weg hierher gekommen, habe mit Nick zusammen Sachen eingetauscht , nur um dann wieder weggeschickt zu werden. Doch ich vergesse , dass hier sind nicht die Mallrats. Dieser Tribe hier lässt sich bestimmt nicht mit ein paar Essensdosen besänftigen. Haben denn nicht alle vom Strom profitiert? Jeder hat ein Stück vom Kuchen abbekommen, nicht wahr. Den Technos ist es ja gerade erst zu verdanken, dass die ganze Stadt mit diesem Luxus beschenkt worden ist, doch dass sage ich lieber nicht. Eigentlich will ich auch gar  kein Streit, wobei dieses Mädchen anscheinend welchen sucht. Oder sie will einfach nur ihren Spaß haben, so wie sie Nick provozierend zuzwinkern tut. Ich schaue ihn kurz an. Ob das wirklich eine gute Idee war hier zu kommen? Aber egal, jetzt sind wir nunmal hier.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 2 Feb - 9:48

Ich trete kurz näher an das Tor und schaue das Mädchen mir direkt an. Doch dann trete ich wieder zurück und stelle mich neben Sally. Ja meine Augen gehen gerne auf Wanderschaft, das weiß meine Freundin auch. Aber an sie wird aus meiner Sicht keine andere heran reichen können. Sie wird immer diejenige sein die ich Liebe. Denn das tu ich seid ich 14 bin. Auch wenn ich es ihr erst vor kurzem gesagt habe. Sage ich so laut das alle mich hören können. Dann ziehe ich Sally in einen Kuss. Sanft löse ich mich aber wieder von ihr. Ich persönlich habe mich damals den Techno´s angeschlossen, damit ich mein Mädchen finden konnte. Gut das wir Strom hatten, war doch für uns alle nützlich. sage ich und sehe zu jedem Gesicht das ich sehen kann. Aber wenn es euch beruhigt werde ich dem Anführer, und nur dem Anführer, mein Headset, meinen Zapper und die Schlüssel für das Hauptquartier der Techno´s überlassen. Denn ich will damit nichts mehr zu tun haben. Und ich werde euch hlfen so gut ich kann. Sei es beim Anpflanzen von Obst und Gemüse, Wäschedienst, Putzdienst, kochen und was sonst noch so anfällt. Aber den strom wieder bekommen, so gut bin ich nicht. Ich kann leider nicht zaubern meine ich dann an alle gewand. Nette Rede geht es mir durch den Kopf, warte aber alles weitere ab.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 2 Feb - 10:40

Adrian - 20 - Carnival Souls



cf: Nightmare Hall

Meine Abwesenheit kommt mir nicht so lange vor, wie sie scheinbar war, denn als ich von dem Reich unseres Anführers zum Eingangstor zurückkehre, innerlich zerrissen von den Gedanken, ob das Mädchen es am Ende wert gewesen sein wird, ein Risiko für sie eingegangen und sich für sie bei Aubrien eingesetzt haben und zudem geht mir nicht aus dem Kopf, was ich mir wohl von meinem Bruder Blaze anhören werde dürfen. Denn er ist bei der Frauenwelt zwar durchaus beliebt und nutzt das gerne zu seinem Vorteil, allerdings war eines seiner Prinzipien stets, seinen Gespielinnen von Beginn an klar zu machen, dass ihre gemeinsame Zeit begrenzt sein wird und dass man sich niemals auf jemanden langfristig einlassen sollte, es sei denn, man merkt tatsächlich, dass es sich um die wahre Eine handelt. Der wirklich zu begegnen, vor allem in einer Welt wie unserer, ist aber wirklich unwahrscheinlich und so hat man entweder seinen Spaß oder man bleibt allein und wartet oder man lernt, mit einer halbwegs funktionierenden Beziehung auch zufrieden zu sein. Zu der Fremden verbindet mich hingegen nichts als eine flüchtige Begegnung am Markt und eine kurze Unterhaltung, die ich durchaus auch mit anderem Kunden gehabt hatte. Nur sie hatte etwas, das mich verwirrte und ich wusste nicht genau damit umzugehen.
Als ich nun jedoch fast wieder bei Kami und den anderen war, sah ich bereits von Weitem, dass ich wohl doch einen Fehler gemacht hatte. Ein sportlich Typ von sportlicher Statur baute sich vor meiner Gefährtin auf, sah sie unergründlich an und schrie dann fast den Platz damit zusammen, indem er laut und deutlich sagte, seine Augen gehen gerne Mal auf Wanderschaft und anschließend erzählte er irgendetwas von den Technos. Das Zeichen des Tribes prangte sichtbar auf seiner Stirn und ich hatte einmal gehört, wenn man es einmal trug, wurde man es nie mehr wieder los. Außer mit starkem Make-up vielleicht. Dass wir nach dem Chaos sehr viele Flüchtlinge hier gehabt hatten, war bereits schlimm genug gewesen, aber ein Techno...denn dass sie für Strom gesorgt hatten, war eines der wenigen positiven Dinge, die man über diesen Tribe sagen konnte. Bei ihrer Ankuft haben sie allerdings um genau diesen Strom produzieren zu können, viele unschuldige Menschen skrupellos entführt, sie ihren Familien entrissen und verschleppt, sodass man einige nie wieder gesehen hat. Und von denen, die doch irgendwie entkommen sind, hat man unter anderem Geschichten erzählt bekommen, die man nicht wirklich glauben wollte. Geschichten von Manipulation, Folter und Qual.
Diesem Typ hier scheint es aber erst einmal wichtig zu sein, auch seiner Freundin zu demonstrieren, dass Kami keine Gefahr für sie darstellt, denn vor allen zieht er sie in seine Arme und küsst sie. Danach legt er so etwas wie eine Ergebung hin, verspricht, sich allem, was mit seinem ehemaligen Tribe zu tun hat, zu entledigen und mit uns zusammen zu arbeiten. Das stellt er sich dagegen ziemlich einfach vor. Das Mädchen vom Markt schien sich aus alldem rauszuhalten und stand mit besorgtem Blick etwas abseits.
"Was ist hier los?", richte ich mich zunächst an Kami, die neben Raidon, der mich abgelöst hatte, wohl die Gesprächsführung übernommen hatte. Sie war oft ein kleines Püppchen, aber definitiv nicht auf den Mund gefallen. Ihre Wache nahm sie so ernst wie jeder andere und war sie innerhalb des Tribes eine freundliche offene Person, die gerne mal Prinzesschen spielte, so legte sie das hier draußen ab, denn Schwäche konnte niemand gebrauchen, der halbwegs sicher leben wollte.
"Was wohl? Die Kleine hier ist nicht allein gekommen, wie sie zuvor gemeint hat, sondern hat zwei andere mit sich geschleppt. Und die ziehen die volle Show ab, reden davon, als Paar geflüchtet zu sein, um in Sicherheit und zusammen leben zu können", beginnt meine Gefährtin mir zu schildern, was sich zugetragen hat. So, als würden alle zusammen gehören, sieht es nun allerdings nicht gerade aus. Vielleicht täuscht das aber auch, was ich nicht hoffe.
"Der Techno meint zudem, sich verteidigen zu müssen, weil er nur in diesem Tribe gewesen ist, um seine große Liebe wiederzufinden. Und außerdem waren wir echt so gierig und haben schließlich auch von ihrem Strom profitiert. Dabei vergessen sie, warum sie überhaupt so viel Strom bekommen konnten. Ohne Sklaven geht das nämlich schlecht", plappert Kami dann weiter und ich nicke und wende mich dem großen Typ auf der anderen Seite des Zaunes zu.
"Das stimmt, der Strom war tatsächlich etwas Gutes. Für alle. Aber was dafür gegeben worden ist, was viele verloren haben, geliebte Menschen, Freunde, keiner weiß, ob es das wirklich wert gewesen ist."
In mir rattert alles durcheinander. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll, denn eigentlich hatte ich die Erlaubnis dafür, Rayenne blind ins Verhörzimmer zu bringen. Die anderen beiden hier einfach stehen lassen, können wir dann aber auch nicht, da sie bestimmt nicht gehen werden, wenn sie sehen, dass eine Person reinkommt. Und dass sie weggehen und mit noch mehr Flüchtlichen zurückkommen, um einen Aufstand zu veranstalten, können wir nicht gebrauchen. Die Situation ist eine Zwickmühle.
"Was mit euch geschieht, kann ich jedoch nicht entscheiden. Nur stellt ihr euch euer Anliegen nicht furchtbar leicht vor? Ihr wollt ihn Sicherheit leben, aber wir ebenso. Was darauf wird, kann wird allerdings unser Anführer mit uns allen beschließen. Er ist unser Haupt, aber wir sind eine Gemeinschaft", meine ich dann ruhig, werfe einen entschuldigenden Blick zu dem Mädchen vom Markt.
"Ich werde noch mal für ein paar Minuten weggehen. Ist das in Ordnung für euch?"
Kami schenkt mir lediglich ein Grinsen, Raidon nickt. Somit drehe ich mich um, komme mir dabei ziemlich dämlich vor und laufe zurück zum Castle of Broken Dreams, um unserem Anführer die noch schlechteren Nachrichten zu verkünden und darauf zu hoffen, dass ich sein Vertrauen mit meiner Aktion nicht verloren habe. Noch wäre es nicht zu spät. Ich könnte zum Tor gehen und sagen, wir hätten beschlossen, niemanden reinzulasen. Doch so wie die Dinge stehen ist das wohl schon lange nicht mehr möglich.

tbc: Walls of Ears
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 2 Feb - 12:19

Nick tritt ganz nah ans Tor, und mustert die junge Frau nachdenklich, nur um sich kurz darauf wieder neben mich zu stellen. Er fängt laut an zu erzählen, dass es stimmt, und er manchmal auch blicke auf andere Frauen fallen lässt, ich aber davon weiß. Plötzlich zieht er mich an sich ran ,und küsst mich. Als wir uns wieder voneinander lösen, kann ichmir ein kurzes Lächeln nicht verkneifen.Er erzählt weiter, davon, dass er sich nur den Technos angeschlossen hat, nur um mich zu finden. Ich bewundere seine Offenheit, und dass er dass vor allen Leuten hier ehrlich preisgibt, bewundere ich noch mehr. Dann bietet er ihnen seine Hilfe an.Ich nicke, denn genau dass habe ich ja gemeint,

und dass  er außerdem seine Sachen, die mit den Technos zu tun haben, dem Anführer höchspersöhnlich ausliefern würde. Plötzlich tritt ein junger Mann neben die Frau, und erkundigt sich , was hier los ist. Sie informiert ihn daraufhin auf ihre Art und Weise, und Werft uns immer mal wieder böse Blicke zu. Ich seufze. Natürlich kann ich verstehen, dass ihren Stamm vor Fremden beschützen wollen, dennoch haben wir ja keine bösen Absichten. Im Gegenteil. Anders als die junge Frau, spricht der Mann sachlich und ruhig mit uns. Er sagt, dass dass Alles mit dem Anführer und dem Tribe entschieden wird. Dann wendet er sich wieder ab, und geht in die Richtung zurück, wo er hergekommen ist. Jetzt heißt es Warten.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 2 Feb - 16:43

Ich frage mich, womit ich verdient habe, so einen schlechten Tag gewählt zu haben oder dass meine Pläne so sehr durchkreuzt werden, nachdem der Beginn gar nicht mal so schlecht gelaufen ist. Zu meinem Vorteil hat sich die Situation jedenfalls nicht entwickelt, eher im Gegenteil. Was nicht wenig damit zusammenhängt, dass sich Sallys Freund aufführt, wie jemand, der ein Recht darauf hat, hier zu sein und dessen Hilfe man annehmen müsste und von seiner Geliebten dabei natürlich unterstützt wird. Sie diskutieren über Strom, darüber, dass man es den Technos zu verdanken gehabt hätte, dass es wieder welchen für alle gab und andererseits Opfer dafür gebracht worden wären. Ich selbst kann da nicht mitreden. All die Jahre auf Wanderschaft hatten wir bloß selten Strom, Licht kam von der Sonne oder vom Feuer. Genauso wie Wärme. Erst in Auckland im Roadhouse hatte ich seit Langem mal wieder den Luxus von fließendem Wasser und Licht aus Lampen. Selbst in der alten Lagerhalle hatte ich das nicht, also sage ich dazu nichts. Als das Wachmädchen dann noch einen spitzen Kommentar zu Nicks Blicken macht und der daraufhin demonstriert, nur Sally zu wollen, egal was sein Körper aussendet, weiß ich, dass meine Chancen hier bleiben zu können gegen Null gehen. Ich könnte nun gehen, mich umdrehen, zurück zu Cody laufen, alles zusammenpacken und mein Glück in der nächsten Stadt versuchen. Vielleicht finde ich sogar wieder einen anderen Wandertribe. Doch ich bewege mich nicht. Höre nur zu, wie sich das Mädchen über das Pärchen lustig macht. Und bin unglaublich erleichtert als Adrian auf einmal wieder auftaucht. Dieser richtet sich zunächst an seine Kollegin, die ihm auftischt, was geschehen ist, dann redet er ruhig uns allen zu und schenkt mir einen entschuldigenden Blick. Aber auch er ist sichtlich überrascht davon, dass in seiner Abwesenheit noch weitere Leute zu mir gestoßen sind und geht wenig später wieder, um erneut mit dem Anführer zu sprechen. Was nur bedeuten kann, dass er nicht vollkommen mit einer abweisenden Antwort zurückgekommen ist. Weder Sally noch ihr Freund entgegnen etwas auf Adrians Worte, nicht einmal untereinander und ich bin wütend. Dabei beachten sie mich gar nicht mal mehr und haben nur ihr eigenes Glück im Sinn. Ich wünschte, ich hätte damals Lysander wieder getroffen, hätte mich getraut, ihn auf dem Markt anzusprechen, auch wenn Thalia dabei gewesen ist und vielleicht noch mal mit ihm ein Team zu bilden, ihn näher kennenlernen können und nun nicht alleine sein zu müssen. Natürlich hätte ich auch bei den anderen auf dem Turm bleiben können, aber mein Pferd hat Futter gebraucht und Lily war mir irgendwie unheimlich...
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 2 Feb - 19:51

Ein paar Minuten vergehen, und bis jetzt, ist der junge Mann noch nicht zum Tor zurückgekehrt. Ob das ein gutes Zeichen ist, weiß ich allerdings nicht. Fragend schaue ich in die Gesuchter von Reyenne und meinem Freund. Reyenne sieht etwas sauer aus. Anscheinend, weil sie zuerst hier gewesen ist, um sich diesen Trübe in irgendeiner Hinsicht anzuschließen. Und da wir dazu gekommen sind, ist die Situation nicht gerade besser geworden, zumal ie jetzt wissen, dass wir uns kennen. Dicht stelle ich mich neben ihr. Es tut mir leid, flüstere ich ihr zu, und das meine ich ernst.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Di 3 Feb - 12:46

Auf meine Aussage hin, bekomme ich nur ein spöttisches grinsen zugeteilt. Und dann taucht der typ wieder auf. Er redet kurz mit der Frau. Aber was kann ich nicht ganz verstehen. Dann verschwindet er wieder. Ich seufze. Das kann ja noch lustig werden. Ich sehe wie Sally zu ihrer Freundin geht und sich entschuldigt. Ich frage mich zwar für was, aber gut. Sie scheint sauer auf uns zu sein. Kann ich ahnen das sie die gleiche Idee wie wir hatte. Hellsehen kann ich nicht. Nachdenklich schaue ich auf die Taschen in meiner Hand. Soll ich dem Anführer die volle Wahrheit erzählen? Oder die Fassung die für die Öffentlichkeit ist. Ich bin mir unsicher. Aber wenn ich die volle Wahrheit erzähle, werde ich bestimmt nicht aufgenommen. Aber Sally dafür. Das wäre immerhin etwas. Aber dann brauche ich Katniss nicht mehr unter die Augen treten. Aber mein Mädchen wäre in Sicherheit. Was mit mir ist, wäre mir dann egal. Und wenn ich mich dann eben den Mall Rats stelle. Hauptsache sie ist in Sicherheit.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   Di 3 Feb - 19:54

Adrian - 20 - Carnival Souls - zusammen mit ein paar weiteren Wachen



Die Wachen, die mir zuvor entgegen gekommen sind, haben sich auf unserer Seite des Tors versammelt. Ich sehe, wie die drei Personen davor diese Veränderung mit gemischen Gefühlen aufnehmen, worum es sich bei diesen Empfindungen handelt, erkennt man allerdings nicht ganz klar. Ich stoße mit meinen zwei Begleitern zu den anderen, wir bilden einen raschen Beratungskreis und setzten alle über die Beschlüsse der letzten Minuten in Kenntnis, dann treten zwei der Wachen ans das Tor, richten ihre Waffen, bei denen es sich um Flinten handelt, die wir eigentlich hauptsächlich zum Jagen von Wild gebrauchen, jeweils auf die beiden Mädchen, während ich in die Mitte des Haupttors trete und mich zuerst dem Jungen zuwende.
"Hör zu. An eurer Stelle würde ich nun keine falschen Aktionen veranstalten. Die Gewehre sind keine Attrappen und wir werden uns nicht scheuen, sie zu gebrauchen, solltet ihr unüberlegt handeln. Du", spreche ich los, nun nicht mehr ganz so versöhnlich. In meinem Augenwinkel sehe ich Kami grinsen. Ihr macht das jetzt, wo wir nicht nur Leute einfach wegschicken, sondern sie auf eine gewisse Weise in unserer Gewalt haben, deutlich mehr Spaß.
"Wenn du noch irgendetwas von den Technos hast, beispielsweise einen Zapper, aber auch Messer und alles, was gefährlich sein kann, hol es raus und leg es vorsichtig auf den Boden. Dann komm hier vor zum Tor, leg die Hände auf den Rücken und bleib in dieser Position. Und ihr beide, bleibt ebenso, wo ihr seid. Dann wird keinem etwas passieren. Zumindest vorerst nicht", befehle ich die nächsten Schritte zunächst dem Techno, dann den beiden Mädchen. Sollte etwas auch nur ansatzweise verdächtig aussehen und der Typ auf die Idee kommen, lieber einen besonderen Abschied hinzulegen, statt unseren Worten zu gehorchen, wäre es das für ihn gewesen. Er würde nicht sein Leben verlieren, denn keiner hier ist besonders scharf darauf, jemanden auf dem Gewissen zu haben. Aber eine Kugel im Arm oder in einem Bein ist auch nicht gerade eine der Sachen, die man unbedingt einmal am eigenen Leib spüren möchte. Sobald das Mädchen im Verhörsaal und ihr Freund im Gefängnis wären, würde das Mädchen vom Markt von zwei Leuten begleitet werden, damit sie ihre Sachen holen und nicht mehr fliehen kann. Denn nun, wo sie das alles hier mitgekriegt hat, wissen wir nicht, inwiefern sie tatsächlich etwas mit den beiden anderen zu tun hat oder ob sie in einen komplizierteren Plan involviert gewesen ist...Ich sollte kein Mitleid für sie empfinden, kann mich aber nicht dagegen wehren. Ich frage mich, wo diese Sympathie herkommt und was sie noch alles mit mir anstellen wird, ohne dass ich es kontrollieren kann.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   Di 3 Feb - 20:33

Von weitem erkenne ich , dass der junge Mann zum Eingangstor zurück kehrt. Doch ein paar Meter davor, bleib er stehen, und bespricht etwas mit den anderen, die uns drei immer noch genau im Auge behalten. Aufgeregt, blicke zu Nick und Reyenne. Was das wohl zu bedeuten hat? Doch plötzlich , treten zwei Wachen hervor. Jeder von ihnen hat ein Gewehr in der Hand, die sie jetzt genau auf uns richten. Ich habe das Gefühl , mein Herz würde stehen bleiben, und wage es mich nicht, mich zu bewegen. Der Mann sagt , das dies keine Attrapen sind, und wir uns genau überlegen sollten, was wir jetzt tun würden. Seine Augen wandern von Reyenne zu mir, und bleiben dann an Nick hängen, an dem er sich dann wendet. Er sagt, dass Nick alles ,was mit den Technos zu tun haben könnte, und was gefährlich sei, sei es Messer oder sonst irgendetwas, es langsam auf den Boden legen soll, seine Hände auf den Rücken legen, und ans Tor treten soll. Wir Mädchen sollen bleiben, wo wo wir sind, dann wird keinem etwas passieren. Nein!, schreit es in meinem Kopf. Sie sollen ihn in Ruhe lassen. Er hat doch gar nichts getan ! Geschockt und mit großen Augen sehe ich die Wachen an, die die Gewehre auf uns gerichtet halten, und Nick bei jeder auch nur langsamen Bewegung beobachten. Ich fange an zu zittern. Meine größte Angst , ist nicht die , dass sie mir was antun würden, sondern dass sie Nick etwas tun würden. Geschockt sehe ich ihn an, und bete innerlich , dass er sich nicht weigern wird.
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Di 3 Feb - 20:52

Wir warten. Ich schenkte dem Wachmädchen ein ironisches Lächeln, als ich sie grinsen sehe. Sie scheint ihre Position richtig zu genießen und allgemein hätte ich wohl nie einfach so einem fremden Tribe folgen sollen, der ziemlich außergewöhnlich gewirkt hat und über den nicht einmal Lily etwas in ihren Ausführungen gesagt hat. Aber sie hat auch behauptet, dass sie noch nicht allzu lange in der Stadt gewesen ist, sodass es nicht ungewöhnlich wäre, wenn die Leute hier sich einfach so bedeckt gehalten haben, dass niemand sie zuordnen konnte, schon gar nicht jemand Neues in Auckland.
Ich merke, wie Sally sich nervös umschaut, zuerst zu ihrem Freund, dann zu mir. Dabei muss sie meine Stimmung bemerkt haben, denn sie kommt zu mir herüber, schaut mich entschuldigend an und schiebt auch gleich noch eine Entschuldigung hinterher. Ich weiß nicht recht, was ich darauf antworten soll. Tut es ihr leid, dass sie mit ihrem Freund hergekommen ist, dass sie meine Pläne durchkreuzt hat oder dass ihr Typ sich nicht gerade freundlich benimmt, um wenigstens einen guten Eindruck bei den Leuten zu machen, von denen er etwas verlangt? Keine Ahnung. Ich will aber auch keinen Streit, darum nicke ich lediglich und lächle leicht. Es vergehen einige Minuten, in denen alle schweigen, inklusive der Wachen, die uns hingegen aufmerksam im Auge behalten. Kurz nachdem Adrian verschwunden war, sind neue fremde Leute dazugekommen und als er schließlich zurückkehrt, ist er auch nicht mehr allein. Alle Wachen bis auf das Mädchen und der Typ, der Adrian vorhin abgelöst hat, bilden eine Gruppe, in der offensichtlich etwas besprochen wird, kurz darauf werden Waffen auf Sally und mich gerichtet, während ihr Freund darum gebeten wird, sich seiner eigenen Waffen zu entledigen und anschließend ans Tor zu kommen. Darauf geeinigt, uns mit offenen Armen zu empfangen, haben die da drin sich scheinbar nicht und auch Adrian klingt nun etwas strenger. Ich traue mich kaum, mich zu bewegen, da ich noch nie ein Gewehr auf mich gerichtet hatte und mir schon der Typ damals in der Fabrikhalle bedrohlich genug gewesen ist, trotzdem sehe ich im Augenwinkel, wie sich Sallys Gesicht verändert, einen schockierten Ausdruck annimmt. Sie zittert leicht, ich bin eher in eine Statuenstarre verfallen. Was ich fühle, ist nicht direkt Angst, aber besonders wohl ist mir in der Lage verständlicherweise nicht. Ich frage mich, was sie mit uns machen werden, sobald Sallys Freund den Anweisungen gefolgt ist..
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Di 3 Feb - 23:55

Plötzlich kommt Stimmung in die Bude. Denn der Typ kommt wieder. Aber er ist nicht alleine. Und dann wird meinem Mädchen und der fremden quasi eine Waffe an den Kopf gehalten. Und ich kann nichts machen, da ich zu weit von ihr entfernt stehe. Aber die Worte die er an mich richtet sind klar und unmissverständlich. Dafür brauche ich keinen Dolmetscher oder sonst irgendwas. Langsam greife ich nch hinten um das Messer aus der Hosentasche zu holen. Mit dem Messer in der hand löse ich den Zapper vom Handgelenk und lege beides vor mir au den Boden. Dann öffne ich meine Sporttasche und krame das Headset heraus und den Schlüsselbund zum Hauptaquartier. Beides lege ich dazu. Kurz überlege ich das Spielzeug was ich für mein Mädchen und mich eingepackt habe auch raus zu holen. Aber das ist ja nicht gefährlich. Also schließe ich die Sporttasche wieder. Ich richte mich auf und mit den beiden Umhängetaschen und der Sporttasche gehe ich langsam nach vorne. An den beiden Mädchen vorbei. Ich sehe Sally´s Blick und die Panik dadrinne. Ich bleibe vor dem mit der Rede stehen und drehe mich um. Ich verschränke die Arme hinter dem Rücken. Aber so, das ich mit beiden Händen weiterhin die Tasche festhalte. ich schaue zu Sally. Es wird alles gut, Baby sage ich zu ihr und sehe sie mit einem gezwungenen Lächeln an.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   So 8 Feb - 23:46

Adrian - 20 - Carnival Souls


In den Augen aller ist Verwunderung und ein gewisser Anflug von Panik zu spüren. Was gut ist. Wir legen zwar keinen Wert darauf, Angst zu verbreiten, aber Respekt hat noch keinem geschadet. Ohne den Blick von uns abzuwenden holt der Typ, der nicht auf eine Waffe schauen muss, ein Messer aus seiner Tasche und lässt es, gefolgt von seinem Zapper auf den Waldboden fallen. Ein Headset und ein Schlüssel folgen. Würde die Elektronik noch funktionieren, hätte man den Techno wohl sogar bis hier her orten können. Jetzt hat dieser Tribe aber wahrscheinlich auch andere Probleme und ist dazu nicht mehr in der Lage.
Was den Techno auf den Trichter bringt, dass es gestattet ist, seine Taschen mitzunehmen, ist mir nicht klar ersichtlich, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass er es wagen würde, sie mitzunehmen und selbst mit den auf dem Rücken verschränkten Armen noch festzuhalten. Und kitschig wie er scheinbar veranlagt ist, muss er seiner Freundin auch noch einen klischeehaften Heldenspruch zuraunen, in dem er sie Baby nennt. Von Verniedlichungen habe ich noch nie viel gehalten, weil sie den Partner in gewisser Weise abwerten, ihn als schwach darstellen, was nicht sein sollte, selbst wenn er es wäre.
Raidon und Tarrence verlassen im Schatten der Waffen, die die anderen beiden Wachen weiterhin auf die Mädchen gerichtet haben, den Schutz des Tores und treten durch eine der Seitentüren, die man im Kassenhäuschen öffnen kann, nach draußen, um sich dem Kerl anzunehmen. Dabei fesselt einer die Hände des Technos mit ein paar Kabelbindern, von denen es hier im Park für die Befestigung von Pappschildern mehr als genug gegeben hat und der andere nimmt ihm die Taschen ab. Raidon verbindet dem Typ danach mit einem dunklen Tuch die Augen, damit er so gut wie blind ist und die beiden führen ihn in den Park hinein. Eine der Wachen lässt anschließend, als die drei weit genug weg sind, ihr Gewehr sinken, um draußen zu der Freundin des Technos zu gehen und sie ebenso mit verbundenen Augen wegzubringen, nur dass sie als Erste damit dran sein würde, verhört zu werden. Die Panik hat das Mädchen erstarren lassen, sodass sie die Prozedur vollkommen wehrlos über sich ergehen lässt. In den Augen des Mädchens vom Markt erkenne ich weiterhin noch etwas anderes. Bei ihr wäre es wohl nicht so leicht, sie zu überlisten, obwohl sie die Erste war, die hergekommen ist und um Obhut gebeten hat.
"Zaila und Rico werden dich zu deinen Sachen begleiten und dir beim Packen helfen. Auch dir rate ich, keinen Unsinn zu machen. Als du hergekommen bist, hast du eine Entscheidung getroffen, also solltest du nun auch bereit dazu sein, mit den Konsequenzen zu leben", sage ich zu ihr, lasse die letzten beiden Wachen, die aus dem Schloss mit mir gekommen waren, nach draußen treten und übernehme wieder meinen Wachposten, jetzt, wo Raidon eine andere Aufgabe bekommen hat. Aubrien, Dawn und die anderen werden das Verhör ohne mich führen und das ist in Ordnung so. Was dabei herauskommt, wird sich schon schnell genug herumsprechen.

(Nick -> Demons Jail; Sally -> Walls of Ears ~ was sie auf den Wegen dahin fühlen, hören, wahrnehmen, kann dennoch beschrieben werden, aber bitte daran denken, dass sie nichts sehen =))
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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 9 Feb - 12:51

Nick tut zum Glück das, was der Mann von ihm verlangt, jedoch hält er seine Tasche  immer noch fest in seinen auf den Rücken  verschränkten Händen. Wie erstarrt stehe ich immer noch da, als zwei Wachen plötzlich durch eine kleine Tür  durchs Tor kommen, und Nick die Hände und Augen verbinden. Dann nehmen ihn die zwei Wachen mit, Richtung Schloss, was sich hinter dem Eingang erstreckt. Ich weiß nicht , als was es mal genutzt wurde, aber anscheinend gehört es mit zum Freizeitpark. Was werden sie mit ihm tun? Wir sind doch mit keinen bösen Absichten hier hergekommen. Wir wollten ein neues Leben anfangen...
Langsam nehmen die Wachen , die gerade eben noch ihre Waffen auf Reyenne und mich gerichtet haben, sie herunter, als weitere zwei durch die Tür kommen und sich mir widmen. Auch mir werden die Augen und Hände verbunden, doch bevor sie das tun , versuche ich noch einen Blick auf Nick zu erhaschen, doch ich sehe ihn nicht mehr. Langsam wache ich aus meiner Schockstarre auf  , auch wenn ich nicht gerade sanft behandelt werde, von den wachen, die auch mich jetzt irgendwo hin führen. Auch wenn ich meine Augen verbunden bekommen habe, schließe ich fest meine Augen, und denke kurz an Katniss, und bemerke dabei, wie das Tuch vor meinen Augen nass wird. Geräuschlos  weine ich vor mich hin , und lasse mich in das Ungewisse mitziehen...

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BeitragThema: Re: Eingangstor   Mo 9 Feb - 18:41

Ich versuche durch Kopf drehen zu erkennen was die da hinter mit treiben. Aber ich kann es nicht sehen. Statt dessen hefte ich meinen Blick wieder auf mein Mädchen. Dann spüre ich wie sie meine Hände zusammen binden und mir die Tasche abnehmen. Das ist jetzt nicht deren ernst. Die Tasche gehört mir und ich hoffe das sie da nicht drinne rum wühlen. Dann verbinden sie mir die Augen. Jetzt muss ich mich denen auch noch anvertrauen. Eigentlich nicht mein Ding. Aber mir bleibt keine andere Wahl. Die beiden führen mich nun in das innere des Parks. Zumindest hoffe ich das. Die Luft ändert sich um mich herum. Und ich höre die Schritte von anderen um mich herum. Also sind wir doch im inneren des Parks. Und dann öffnet sich eine Tür.

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BeitragThema: Re: Eingangstor   Sa 14 Feb - 20:55

Sallys Freund tat fast alles, was Adrian im gesagt hatte. Mit der Ausnahme, dass er sich stark an seine Taschen band, sodass ich mich fragte, was er da wohl so Wertvolles drin haben mochte, dass er es keinen Moment loslassen wollte. Natürlich wollte niemand seine letzten Habseligkeiten verlieren, aber dass es besondere Erinnerungsstücke an eine Familie oder Freunde waren, die das Paar mit sich nahm. Immerhin wirkten sie gerade so, als wollten sie keinesfalls an ihre Vergangenheit erinnert werden, obgleich es für mich wenn ich mich an die Begegnung im Krankenhaus zurückerinnerte, schwer war zu glauben, dass das Freundetrio aus Ben, Katniss und Sally so zerbrochen war, dass Sally allein mit einem Jungen durchbrannte, statt ihren Freunden in der Stadt bei den Zerstörungen beiseite zu stehen. Irgendwas wird sie aber hier raus getrieben haben, so wie mich das Fernweh damals aus meiner Heimatstadt und weg von meinem Bruder und seiner Familie gelockt hat. Ich hoffe, ihnen geht es gut und in unserer Stadt haben sich keine Zerstörungen zugetragen so wie hier.
Nachdem Sallys Freund mit den Händen auf dem Rücken am Tor steht, treten Wachen nach draußen, fesseln ihn und nehmen ihn anschließend mit verbundenen Augen mit sich in den Park hinein. Mit Sally geschieht dasselbe, wohingegen Adrian mir erklärt, was ich zu tun habe und welche Folgen meine Entscheidung, hier um Hilfe zu bitten, haben werden. Er hat Recht. Ich habe gehandelt und nun muss ich sehen, was sich darauf ergibt.
Die Wachen, mit denen ich zurück in den Wald gehe, wirken streng, aber auch irgendwie als könnten sie hinter der Fassade nette Menschen sein. Trotzdem zweifle ich nicht daran, dass sie ohne zu zögern wieder Waffen erheben und mich festnehmen würden, sollte ich mich zur Wehr setzen oder probieren, sie auszutricksen.
Es dauert ein paar Minuten, bis wir bei meinem Lagerplatz, den ich mit Absicht ziemlich versteckt ausgewählt habe, ankommen und ich bin erleichtert, als Cody in der Nähe des Zeltes auf einem Stück Wiese grast. Die ganze Zeit über hat keiner ein Wort gesagt.
"Wir sind da. Das ist mein Pferd. Ich muss nur schnell meine Sachen zusammenpacken, okay?", breche ich etwas unbeholfen die Stille. Rico verliert derweil keine Zeit, geht zu Cody herüber und bindet ihn von dem Baum los, an den ich ihn an einem langen Strick am Halfter befestigt habe. Fluchtversuche sind also komplett ausgeschlossen, selbst wenn ich welche hätte unternehmen wollen. So gebunden man manchmal damit sein mag, ohne Cody würde ich nirgendwo mehr hingehen. Zaila folgt mir in meinen Unterschlupf und hilft mir, mein Gepäck fertig zu machen. Es ist nicht viel und man kann es leicht so zusammenschnüren, dass man es auf dem Rücken meines Pferdes befestigen kann. Auch das Zelt ist schnell zu zweit abgebaut.
Auf dem Weg zurück muss ich nichts selbst tragen. Oder darf es eher gesagt nicht. Es ist seltsam zu sehen, wie ein Fremder mein Tier neben sich herführt und ich hoffe, dass es nicht zur Gewohnheit werden wird.
Als wir wieder beim Eingangstor angekommen sind, bekomme auch ich die Augen verbunden, meine Hände bleiben jedoch anders als bei den anderen frei. Wahrscheinlich halten sie meine Besitztümer und mein Pferd als Pfand genug, um sicher zu sein, dass ich nicht auch noch innerhalb des Parks einen Angriff starten werde. Als ich nichts mehr sehe und nur den leicht feuchten Geruch des Tuches einatme, das bis über meine Nase reicht, lasse ich mich leiten. Es ist ein schreckliches Gefühl, jemand anderem so ausgeliefert zu sein, vor allem, wenn es auch noch selbstverschuldet ist...

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