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 Speisesaal

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BeitragThema: Speisesaal   Sa 14 Feb - 10:21

Hier werden die Essen aufgetragen, die das Personal bringt.
Es ist ein großer Raum, in der Mitte steht ein riesiger Tisch, der fast vom Eingang bis an die hintere Wand reicht. Er ist aus massiven Mamor und die Mitte des Tisches ist mit Kerzen und Blumen geschmückte
Drumherum stehen viele Stühle, die alle zu dem Tisch passen.
Große Fenster lassen viel Licht ein, zusätzlich hängen aber noch einige Kronleuchter von der Decke herunter.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 14 Feb - 16:20

cf: Gänge und Treppen

Die Tür zum Speisesaal öffnete mir einer der Pagen mit einer kleinen Verbeugung und ich merkte, wie er mir nachschaute, als ich an ihm vorbeilief. Kerle hatten ihre Hormone echt selten unter Kontrolle, aber in Bezug auf Daniel konnte ich das Gegenteil von meiner Gefühlswelt auch nicht behaupten. Ich war nicht verliebt oder sowas, aber das kleine Kribbeln wenn ich ihn sah oder wir Zeit miteinander verbrachten, weil ich etwas von seinem Wissen profitieren und mehr über die Welt lernen wollte als ich schon wusste, existierte trotzdem. Im Speisesaal selbst saßen ein paar andere hochrangige Tribemitglieder vor ihren Tellern, auf denen ein paar Pfannkuchen lagerten, die einen appetitlichen Duft im ganzen Raum verströmten. Es war ein einfaches aber immer wieder leckeres Essen und ich liebte es, sie nach amerikanischer Art mit Ahornsirup zu essen oder die verschiedensten Schokoladen in sie zu lecken, damit sie unter der Hitze schmolzen und einem einen wahren Zuckerschock im Mund bescherten, der immer wieder göttlich war. Ich näherte mich den anderen, von denen mich ein paar begrüßten und klaubte dann mit den Händen einen Pfannkuchen des Tellers von Christian, der den Rang eines Herzogs innehatte und den man immer wieder super necken konnte.
"Du bist echt unmöglich. Deiner Herkunft nach zu urteilen, sollte man echt meinen, deine Marnieren würden irgendwann mal wieder zum Leben erwachen", tadelte er mich, während ich ihm wie ein kleines Mädchen die Zunge herausstreckte, was die anderen zum Lachen brachte und  mir ein abgebrochenes Stück des Pfannkuchens in den Mund schob.
"Beruhigen Sie sich, Herr Herzog. Wozu hätte man denn bitte gewisse Vorzüge eines Ranges, wenn man sie kein bisschen ausleben könnte?", entgegnete ich mit verstellter Stimme und alle lachten noch mehr. Dazu sagte Chris dann nichts mehr, schüttelte bloß seinen Kopf und aß weiter. Ein paar der Mädchen waren derweil fertig, ließen ihr Besteck für die Diener stehen und verabschiedeten sich mit den Plänen, etwas in den Garten zu gehen, um das schöne Wetter zu genießen, was keine schlechte Idee war. Sobald die Invasion der Stadt stattgefunden hatte und wir uns noch freier bewegen konnten, wollte ich auch unbedingt ans Meer, um wieder im salzigen Wasser baden und durch weichen Sand laufen zu können.


Zuletzt von Briony* am So 15 Feb - 23:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 15 Feb - 15:04

cf: Eingangsbereich

Als ich in den Raum trete, wird es auf einmal ganz Still dort. Alle schauen mich an und hören auf zu Essen, einige stehen sogar auf.
Wie es einer Königin würdig ist denke ich mir und ein lächeln huscht über mein Gesicht.
Ihr dürft weiter essen sage ich dann hart und sie leisten meinen Worten folge.
Der Speisesaal ist bereits gut gefüllt und ich gehe auf den Stuhl am Kopf des Tisches zu.
Dabei gehe ich an den Leuten stolzierend vorbei, einige hochrangige Tribemitglieder begrüße ich mit Namen, anderen nicke ich einfach nur zu, denn es ist mir heute zuwider die unteren Leute direkt anzusprechen.
Sie sollen froh sein, dass sie hier bei uns sein dürfen denke ich mürrisch bei mir.
Doch sofort tadel ich mich dafür, denn wir brauchen viele Untertanen um unser Vorhaben durchzuführen und die Stadt einzunehmen.
Dann sehe ich Briony, die sich gerade mit Christian und einigen anderen unterhält.
Sie hat wie gewohnt nicht die besten Manieren, aber damit kann ich leben.
Denn sie ist nunmal nicht wie alle hier und das finde ich sehr erfrischend unter den ganzen Langweilern hier. Aristokraten sind nicht unbedingt die besten Unterhalter und besonders mir gegenüber sind alle sehr vorsichtig, was mir eigentlich ganz gut passt. Doch manchmal ist gerade das sehr eintönig. Ich hätte lieber mal jemanden der etwas Stimmung hier reinbringt und an dem ich ein Exempel statuieren könnte, in welcher Form auch immer.
Auch wenn Briony und ich noch nicht viel mit einander gesprochen haben, da sie wie viele meine Launen scheuen, könnte ich mir doch vorstellen, dass wir Spaß haben könnten mit einander.
Daher steuer ich nun auf sie zu, denn den Leuten ist es nicht gestattet mich einfach so anzusprechen, immerhin bin ich die Königin und muss den ersten Schritt für eine Konversation machen. So war das Damals schon bei Marie Antoinette.
Ich bleibe neben ihr stehen, Hallo Briony, schmeckt dir das Essen? sage ich mit gewohnt kühler Art und betrachte sie eingehend.
Ihr Platz ist nahe dem Kopf des Tisches, daran kann man sehen, auf welcher Ranghöhe die Mitglieder stehen.
König und Königin sind am Kopf des Tischen und dann in abfolgender Reihenfolge alle anderen.

@Ivaney: Briony ist doch sowas wie die Stellvertreterin von mir oder? Also ein oder zwei "Ränge" unter mir.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 16 Feb - 0:18

//Briony ist sowohl in echt als auch im Tribe eine Prinzessin =)

Wir übrig Gebliebenen spaßen noch ein wenig weiter beim Essen herum, bis augenblicklich Ruhe im Saal einkehrt, was nur eines bedeuten kann. Ich schiebe mir das letzte Stück des Pfannkuchens in den Mund und schaue wie alle anderen auch zur Tür, durch die die Anführerin des Tribes tritt, ihre Ausstrahlung wie immer richtig ihrem Rang entsprechend. Die meisten Leute hier sind ihr ziemlich hörig und ich frage mich, wie sie es geschafft hat, dass sogar Leute, die etwas älter als sie sind, so viel Respekt und manchmal ja..sogar Angst vor ihr haben, aber ich selbst habe das Mittel zum Ziel bisher noch nicht zu spüren bekommen und das kann auch von mir aus so bleiben. Gnädig wie sie in ihren gut gelaunten Momenten ist, gestattet Charmaine ihren Untertanen, weiteressen zu dürfen und ich wende den Blick von ihr ab, um meinen Teller nun mit eigenen Pfannkuchen von einem großen Tablett in der Mitte des Tisches zu füllen und sie mit Ahornsirup zu übergießen. Dass es sowas überhaupt bei uns zu Essen gab, war nur einer der vielen Vorteile dieses Tribes. Ich seziere mein Essen gerade mit meinem Besteck in gleich große Teile, als ich spüre, wie jemand nicht weit entfernt hinter mir steht. Und dieser Jemand ist die Königin, die auf mich herunterschaut und sich danach erkundigt, ob das Essen gut sei. Sie klingt aber wie gewöhnlich weniger interessiert und eher distanziert, aber sie wird schon ihre Gründe für die Frage haben. Besonders auch, weil sie mich genauestens mustert. Wenn ich schlecht genug drauf wäre oder genug Langeweile hätte, könnte ich nun die Frage ernst nehmen und die Köche in Schwierigkeiten bringen. Aber ich bin zufrieden, weil das Essen tatsächlich gut ist, also nicke ich.
"Ja, es ist vorzüglich. Simpel jedoch gut zubereitet. Danke der Nachfrage", entgegne ich artig und bin ausnahmsweise mal still, da ich immer noch Hunger habe und keine Lust auf eine Diskussion. Die leicht entstehen könnte, wenn ich mich nun nicht zügele. Dann warte ich ab, ob Charmaine noch ein anderes Anliegen auf mich hat oder auch mir gestattet ist zu essen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 16 Feb - 17:28

Briony sagt mir, dass das Essen vorzüglich ist, simpel jedoch gut zubereitet. Sie bedankt sich für meine Nachfrage. Ich nicke ihr zu, das freut mich zu hören, du kannst weiteressen sage ich daraufhin.
Ernst, aber doch froh darüber.
Ich weiß es zu schätzen, dass Briony ehrlich zu sein scheint was das Essen betrifft.
Sonst würden wahrscheinlich in der Küche Köpfe rollen, denn ich verlange einen gewissen Standart was das Essen betrifft.
Auch wenn Briony sicher ihre Gründe dafür hat wie sie sich gibt und auch versucht mit gewissen Mitteln an ihre Ziele zu gelangen, finde ich sie erfrischend. Doch das lasse ich mir hier definitiv nicht anmerken.
Ich setze mich an den Kopf des Tisches und weise einen Diener an mir einen Teller mit Pfannkuchen und Sirup zu bringen. Sofort serviert er mir alles und ich schicke ihn wieder an seinen Platz.
Einige Bissen verzehre ich und lasse es mir schmecken, natürlich merkt man mir das nicht an, ich strahle meine gewohnt kühle Art aus.
Viele der Tribemitgliedern sind in Gespräche vertieft, wobei sie immer wieder zu mir schauen, ob es mir recht ist. Sollen sie doch, so nerven sie mich wenigstens nicht mit ihren belanglosen Gesprächen.
Als ich den Teller aufgegessen habe, trinke ich ein Glas Wasser und wende mich dann wieder an Briony. Sie scheint sehr beschäftigt zu sein mit ihrem Teller, es ist bereits der Zweite.
Du bist auch gut hier angekommen? Hast du dir bereits ein Zimmer ausgesucht? will ich von ihr wissen.
Dabei betrachte ich sie eingehend. Ich weiß, dass sie eine echte Prinzessin ist und sich daher sehr gut mit allen möglichen Dingen in der Aristokratie auskennt. Also gehe ich davon aus, dass sie mir einiges berichten kann und deswegen würde ich mich gerne einmal mehr mit ihr unterhalten.
Doch eher unter vier Augen als hier in der großen Runde.
Denn ich gehe davon aus, dass wir beide einander von Nutzen sein könnten. Auch wenn mich alle respektieren und teilweise schon angst vor mir haben, bin ich doch oft einsam. Aber das würde ich niemals zeigen oder mir gar anmerken lassen, ich bin die Königin und das gehört nunmal dazu über allen anderen zu stehen und den Untertanen das auch immer wieder zu zeigen.
Doch Briony ist nun mal eine der Personen, die das wohl am Ehesten nachvollziehen könnten und ich glaube, sie will auch hoch hinaus.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 16 Feb - 19:05

Wow, das ging ja mal zum Glück schneller als gedacht!, denke ich mir innerlich, schenke der Königin ein überfreundliches Lächeln, weil sie mich so rasch freigegeben hat und widme mich wieder Wichtigerem. Meinen Magen zu füllen zum Beispiel. Nebenbei überlege ich, wie ich die Zeit weiterhin totschlagen soll, um nicht zu viel an Daniel zu denken oder vor Nichtstun zu sterben. In dem Schloss gibt es dabei bestimmt viel zu sehen, das mir bei einem ersten Rundgang durch die Zimmer entgangen ist. Vielleicht sollte ich also einfach sehen, ob nicht etwas, das mich amüsiert, zu mir kommt, wenn ich ihm entgegenkomme. Zu schnell leere ich einen zweiten Teller - mehr ist keinem gestattet, damit es für alle reicht - und träume von den Luxussachen, die ich früher auf meinen Reisen durch die ganze Welt verköstigen durfte. Asiatisch war dabei mein Favorit, über Sushi in allen Variationen ließ ich kaum etwas kommen. Als wir mal in Japan gewesen sind, habe ich sogar lernen dürfen, wie man es richtig zubereitet, von einer sehr netten kleinen Frau, die ein eigenes Restaurant besaß. Oft dazu gekommen, mein Gelerntes umzusetzen bin ich dann aber leider nicht. Dazu war kaum Zeit und die Angestellten meiner Eltern wollten stets, dass alles perfekt wurde und wir uns dafür nicht anstrengen mussten, weshalb noch mehr Essen zu machen die reinste Verschwendung gewesen wäre. Und dass ich es an andere Leute, die beispielsweise auf der Straße lebten verteilte, hätten meine Eltern niemals zugelassen - dabei widersetzte ich mich nicht selten allem, was sie vorschrieben - gemacht habe ich es dennoch nie. Ab und an, wenn ich schwache Minuten hatte, tat es mir leid, aber meistens erstickte ich sowas im Keim.
Charmaine befielt einem Diener, auch ihr etwas von den Pfannkuchen aufzutun, die sie ebenfalls genießen zu scheint. Sonst wäre wohl mal wieder ein Teller an der Wand gelandet oder auch wahlweise auf dem Boden, damit wer auch immer von den niedrigrangigen Leuten in nahester Nähe war, die Sauerei beseitigen konnte, die Küche Ärger bekam und etwas Neues aufgetischt werden musste. Aber plötzlich! Dies war durchaus schon vorgekommen und ich hatte nie gewusst, ob ich darüber lachen sollte oder nicht. Besonders seit ich diese verdammte Schwäche für Daniel hatte. Wenn er Ärger bekam, wäre das Problem mit ihm wohl schnell gelöst, aber ich wollte nicht, dass er nur darum litt. Er war eine der wenigen Personen, bei denen ich so empfand, womöglich aktuell sogar insgeheim die einzige.
Charmaine schien heute einen Narren an mir gefressen zu haben, denn als auch sie fertig war, wandte sie sich mir erneut zu und führte das Gespräch fort. So erkundigte sie sich selten.
"Die Reise war angenehm, ja. Die Landschaft im Umkreis ist herrlich. Besonders das Meer in der Nähe. Ich hoffe doch sehr, wir werden auch bald noch mehr für uns einnehmen, damit wir mal einen Blick in die Stadt werfen können. Der Turm, der alles überragt, sieht jedenfalls auch sehr interessant aus. Über das Schloss hier kann ich mich ebenfalls nicht beklagen. Ich finde, es ist eine ehrwürdige Residenz", beginne ich, um vielleicht etwas über die geplante Invasion aus ihr herausbekommen zu können. Obwohl das in der Anwesenheit von so vielen Dienern eher unwahrscheinlich ist, aber ein Versuch kann nie schaden.
Als ich an mein Zimmer denke, muss ich lächeln.
"Mein Zimmer hat eine Art Doppelnamen. Es ist mit Heart Chamber of Sacré Coeur betitelt, was irgendwie schön klingt. Als auch die Einrichtung mir zusagte, habe ich mich entschieden. Der Raum befindet sich im zweiten Stock", füge ich dann noch hinzu, da sie es ohnehin früh genug herausfinden würde und ich so frühzeitig verhindern kann, dass irgendwer ungewollt reinplatzt.
"Und Sie, werte Königin? Sind auch sie zufrieden?"


Zuletzt von Briony* am Di 17 Feb - 8:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 16 Feb - 20:31

Für einen Moment scheint Briony in Gedanken versunken zu sein und ich will mich schon ungeduldig und missbilligend räuspern, als sie dann doch beginnt zu sprechen.
Was könnte wichtiger sein als ich? frage ich mich wütend, doch versuche mir nichts anmerken zu lassen - ausnahmsweise.
Sie erklärt mir, das die Reise angnehm war und die Landschaft herrlich, ich nicke, denn ich hatte das selbe Empfinden. Als sie sagt, dass sie hofft, das wir bald noch mehr von dem Land hier einnehmen nicke ich. Das werden wir mit Sicherheit unterbreche ich sie, schaue dabei zuversichtlich und ein Lächeln umspielt mein Gesicht.
Als sie weiterspricht, redet sie von einem Turm, der alles überragt und das sie sich über das Schloss auch nicht beklagen kann. Es sei eine ehrwürdige Residenz.
Es entgeht mir nicht, dass sie so versucht an Informationen zu kommen über die nächsten Schritte und die Invasion. Doch ich gehe überhaupt nicht darauf ein.
Zum einen sind hier zu viele Ohren und zum Zweiten haben ich auch noch nicht viele Infos darüber.
Nur das ich meine Präsenz zeigen soll und alle zusammenhalten muss, wie auch immer steht mir frei.
Briony sagt mir, wie ihr Zimmer heißt und erklärt mir dazu ein bisschen was.
Das klingt vorzüglich und ist auf dem gleichen Stockwerk wie meines, Château de Versailles nennt es sich sage ich dann wie gewohnt ernst, doch mehr erzähle ich zu meinem Gemach nicht.
Es reicht wenn sie weiß, wo es zu finden ist. Ohne meiner Zustimmung steht es niemandem zu es zu betreten.
Dann fragt sie mich nach meiner Meinung und ob ich zufrieden bin.
Ich nicke und die kalte, gebieterische Ausstrahlung kehrt zurück auf mein Gesicht.
Es ist ein sehr schönes Schloss und unserem Tribe würdig.
Ebenso wie die Stadt und die Wälder, die es umgeben.
Doch sehr viel habe ich noch nicht davon gesehen, da ich ja gerade erst angereist bin.
Aber was ich bisher gesehen habe, sagt mir zu
erkläre ich ihr mein Empfinden und muss dabei an den wunderschönen Garten mit den Rosen denken.
Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und sofort zucken die meisten Bediensteten zusammen, aus angst vor einen meiner Wutanfälle.
Räumt ab fordere ich sie bissig auf und kleine Wutfältchen bilden sich auf meiner Stirn.
Ich bin diesen Geruch leid, mir wird übel davon und außerdem haben alle aufgegessen.
Und wenn nicht, haben sie Pech gehabt. Alle wussten wann das Abendessen beginnt und hätten rechtzeitig da sein müssen.
Wart ihr schon im Garten? erkundige ich mich dann bei meiner Gesprächspartnerin wieder gefasster.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 17 Feb - 9:40

Als die Königin klarstellt, dass es außer Frage steht, dass wir bald mehr einnehmen werden, so wie wir es in vielen anderen Städten gemacht haben, kommt die Aufregung mit einem Kribbeln zurück in meinen Körper, sofort sehe ich abenteuerliche Bilder in meinem Kopf und das bringt mich zum Lächeln. Charmaine offensichtlich auch. Zu gerne würde ich wissen, welche Pläne sie mit ihrem Gemahl Frederik auf deren Reise erdacht hat und ob seine Abwesenheit damit etwas zu tun hat.
Während ich berichte, lässt sie sich hingegen nichts anmerken, sondern widmet mir bloß freundlicherweise ihre ganze Aufmerksamkeit. Als ich fertig bin, geht sie auf ihre eigene Wohnsituation ein. Dass ihr Gemach gar nicht so weit von meinem entfernt liegt, habe ich noch gar nicht bemerkt, was wohl daran liegt, dass ich diese Schlosstour eben noch nicht gemacht und die letzten Tage erstrangig in meinem Zimmer am Fenster damit verbracht habe, das Meer zu betrachten oder zusammen mit Daniel in die Sterne zu schauen, um mein Mythologienwissen zu erweitern.
Château de Versailles also. Ein Zimmer mit dem Namen eines Schlosses in einem Schloss. Ich frage mich, ob es drinnen dann auch genauso aussieht wie in einem weiteren kleinen Schloss. Nachzuhaken unterlasse ich jedoch, vor allem weil die Königin schon weiterspricht und meint, auch sie hätte noch nicht allzu viel entdecken können. Nachdem sie den Dienern befohlen hat, alles wegzuräumen, damit das Essen beendet ist, fragt sie mich nach dem Garten, in den die anderen vorhin unterwegs gewesen sind. Ich schüttele leicht den Kopf.
"Nein, noch nicht. Aber das lässt sich ja problemlos nachholen. Und das Wetter ist für einen Tag draußen wie gemacht. Vor allem jetzt, wo es dunkel geworden ist, kann man an der frischen Luft bestimmt so einige Sternbilder erkennen", entgegne ich und male mit meinem Zeigefinger kleine Kreise auf die Tischdecke.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 17 Feb - 17:19

Die ganze Zeit beäugt Briony mich aufmerksam und scheint in ihre eigenen Gedanken vrsunken zu sein.
Doch ich harke nicht nach.
Als die Diener sich eilig daran machen alles wegzuschaffen fahre ich sie noch einmal an.
Geht das auch noch langsamer? frage ich biestig das Essen ist vorbei und mittlerweile riecht es streng, schafft es gefälligst schneller weg.
Sie ziehen die Köpfe ein und bringen alles schneller weg, ich rolle die Augen.
Das man ihnen alles immer zehnmal sagen und dazu auch noch wütend werden muss sage ich dann zu Briony.
Sie hat mir währenddessen erzählt, dass sie bisher noch nicht im Garten war, aber das man das bei diesem schönen Wetter problemlos nachholen könnte.
Ich lächel ihr kühl zu, war das ein Angebot? frage ich sie schelmisch.
Ich war zwar schon dort, doch ein kleiner Spaziergang würde auch mir gut tun..... nach diesem fetten Essen dabei schaue ich auf einen der Diener, der mich mit weit aufgerissenen Augen und verzweifelten Blick anschaut.
Als er das merkt läuft er sofort los und ich grinse in mich hinein.
Dann bemerke ich, dass die Prinzessin kleine Kreise auf den Tisch malt, langweile ich sie etwas? denke ich wütend.
So nachdenklich heute? Oder belastet dich etwas? die erste Frage ist barsch, die Zweite gespielt zuckersüß, doch immer noch mit einem gewissen Unterton.
Auch wenn ich wirklich etwas neugierig bin was sie beschäftigt, würde ich das nicht offenkundig und ehrlich zeigen. Dafür sind hier zu viele Menschen.
Doch Klatsch und Tratsch ist eine willkommene Abwechslung vom Warten auf den Einmarsch.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 17 Feb - 21:10

Ganz zufriedenstellend scheint das Abendessen für die Königin am Ende doch nicht mehr gewesen zu sein oder sie wollte ihrem Personal nur nicht zu viel Lob auf einmal zukommen lassen, dennsie beschwert sich darüber, dass die Diener nicht rasch genug ihre Arbeit verrichten. Wie empfindlich ihre Nase sein muss, damit es tatsächlich ungut riechen könnte, will ich mir gar nicht vorstellen, wahrscheinlich kommt es darauf aber auch nicht an.
Wie die Diener jedoch nach der Ansage dreinblicken, ist wirklich lustig, zum Lachen bringt es mich hingegen noch nicht. So ein richtiger Hofnarr oder ein Zauberer wäre nicht schlecht, der neben den Turnieren, die wir mit den Pferden draußen bei guten Wetter veranstalten oder bei denen gerne mal ein paar Sklaven in schwierigen Aufgaben durch die Gegend gejagt werden, für Unterhaltung sorgt. Bei allem, was uns untergekommen ist, war so jemand leider nicht dabei.
"So sind sie manchmal, diese Leute. Gutes Personal ist besonders in diesen Zeit nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden", pflichte ich Charmaine bei, obgleich ich ihr bei dem Essen widersprechen müsste. Ich finde, es war eine gute Abwechslung und etwas Deftigeres tut uns allen mal ganz gut. Um ihre Figur muss die Königin sich nun auch keine Gedanken machen, was sie mit Sicherheit hören möchte, weshalb ich ausnahmsweise, wo sie heute einen Faible für mich zu haben scheint, diese Ehre erweise.
"Das könnte man so sehen. Für meinen Teil hätte ich nichts dagegen, mir noch ein bisschen die Nachtbrise um die Nase wehen zu lassen", meine ich auf die Frage nach dem Angebot, "Und verehrte Königin, um Eure körperliche Verfassung müsst ihr Euch nun wirklich nicht sorgen. Ihr seid perfekt so wie ihr seid."
Ich habe es vermieden, zu dick aufzutragen und bloß gesagt, was den Tatsachen entspricht. Es kommt ohnehin selten vor, dass man noch mal wirklich dicken Menschen begegnet. Ohne Fast Food und Medien und den ganzen anderen Dingen, die abgesehen von Krankheiten zu Fettleibigkeit geführt haben, gibt es seit dem Virus schließlich nicht mehr. Ein letztes Anliegen hat Charmaine dann doch noch auf mich und sobald sie mich darauf anspricht, ob etwas nicht stimmen würde, lasse ich meine Hand ruhen. Ich darf ihr auf keinen Fall sagen, was mich alles so beschäftigt. Das sage ich nie jemandem, schon gar nicht mehr, seit meine Brüder verschwunden sind und ich sowieso keinem Menschen mehr richtig tiefgründig vertraue, es sei denn, den Anschein zu erwecken hat einen Vorteil für mich.
Ich zucke mit den Schultern.
"Es ist nichts Besonderes. Ich male mir nur gerne aus, wie spaßig das alles in der Stadt werden wird. Habt Ihr denn in Letzter Zeit noch einmal etwas von Eurem Gemahl gehört? Ich hoffe doch sehr, es geht Ihm gut", rette ich mich mit einer anderen Antwort und erhebe mich als Zeichen, dass wir von mir aus gehen könnten. Selbst wenn das mir einen weiteren Tadel beschert, meine selektive Wahrnehmung funktioniert heute genauso wie früher bei diversen Autoritäten, die sich aufspielen mussten, noch gut und mir eine harte Strafe auszuerlegen würde sich Charmaine nie wagen. Dazu habe ich mich in den letzten Monaten zu gut bewährt und sie weiß, wozu auch ich fähig sein kann. Ich bin in einer Gemeinschaft, aber nicht mehr in einem Käfig gefangen und das werde ich auch nie wieder zulassen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 19 Feb - 18:59

Erfreut schaue ich wie die Diener ängstlich ihre Köpfe einziehen und versuchen alles schnell abzuräumen. Ich boshaftes Lächeln kommt mir über die Lippen und dann wende ich mich wieder meiner Gesprächspartnerin zu.
Da hast du recht, eigentlich sollte man sie alle man ordentlich drillen. Vielleicht sollte ich doch mal einen ernsteren Ton anschlagen, vielleicht wissen sie dann zu schätzen was sie hier haben. Immerhin haben sie Essen und ein Dach über dem Kopf. Dafür sollten sie dankbar sein und versuchen ihre Königin voll und ganz zufrieden zu stellen eröffne ich Briony meine Meinung.
Sie erwiedert währenddessen auf meine Frage, ob das ein Angebot gewesen ist, dass sie sich gut die Nachtbriese um die Nase wehen lassen könnte. Ich erhebe mein Haupt noch ein bisschen mehr um ihr zu zeigen, dass ich auf die Antwort gehofft habe.
Als sie mir dann sagt, dass ich mir um meine körperliche Verfassung nun wirklich keine Sorgen machen müsste, da ich perfekt sei.
Auf diese Antwort habe ich auch gehofft, sie schafft es mein Selbstbewusst sein noch ein bisschen anzuheben und ich straffe erfreut meine Schultern, sodass meine Sillouette noch ein bisschen besser dagestellt wird. Doch ich erwiedere nichts weiter darauf, außer das ich ihr ein anerkennendes Lächeln schenke.
Wie spaßig es in der Stadt wird also sage ich hämisch grinsend.
Ja meinem Gemahl geht es gut, er hat mir gerade erst übermittelt, dass unsere Anhängerzahl stetig steigt und es wohl bald losgehen kann erkläre ich ihr dann wage.
Es stimmt, was ich sage, doch verrate ich so auch nicht zu viel.
Als sie sich dann erhebt schaue ich sie erstaunt an, du hast Mut dich vor der Königin zu erheben verweise ich sie und erhebe mich dann auch.
Doch von dir habe ich nichts anderes erwartet. Du weißt zwar wie man sich verhalten sollte, doch du bist wohl auch die Einzige hier, die anregend genug ist mehr als einen Satz mir ihr zu sprechen sage ich dann zuckersüß, aber natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Dann lass uns gehen befehle ich ohne noch mal einen Blick auf die anderen zu werfen.

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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 22 Feb - 16:24

Es ist Chamaine wie immer deutlich anzusehen, wie sehr sie ihre Rolle genießt. Frederik ist da meist ein bisschen zurückhaltender, wobei er, wenn ihm was nicht passt auch andererseits grausamer durchgreifen kann als man es von ihm erwarten würde, eben weil seine Gefühle sonst nicht zu sehr an die Oberfläche dringen. Die Königin spricht davon, das Personal noch mehr belehren zu müssen und ich kann nichts dagegen tun, an eine Art Bundeswehrcamp zu denken, von dem mein Vater auch früher ein paar Sachen von seiner Ausbildungszeit bei der Armee erzählt hat. Körperliche Gewalt ist allerdings nicht ganz mein Ding, es sei denn, man setzt sie in einem Kampf spielerisch ein. Ansonsten ist der psychische Part eher mein Ding.
"Womöglich lernen sie ja aber auch schneller als man denkt. Wenn ein paar ihre Arbeit nicht ganz so ordentlich machen würden, dann hätten wir hier wohl schon ein paar Ratten herumlaufen und das ist uns bisher zum Glück erspart geblieben", betrachte ich die andere Seite der Medaille. Nicht unbedingt bloß, um die Angestellten zu schonen, nur sollten wir uns nicht mit Konflikten ihrerseits herumschlagen, wo wir bald andere Sachen zu tun haben würden, für die wir unsere Energie brauchen werden und sie nicht vorher sinnlos verschwenden sollten. Einigen der Leute hier kann man, weil sie schon eine Weile bei uns sind, einfach nicht mehr so gut etwas einreden oder sie unter Druck setzten außer mit gewissen Foltern, darum bin ich gespannt auf andere aus der Stadt und was für ein Spektakel das werden wird.
Charmaine bleibt noch ein wenig sitzen, berichtet mir dann aber kurz davon, dass es Frederik gut gehe. Ich frage mich, ob sie ihn sehr vermisst und sich Sorgen um ihn macht, wenn er nicht direkt an ihrer Seite ist.
Als sie dann doch von ihrem Stuhl aufsteht, kommt sie nicht drumherum, mich für meinen Übermut zu tadeln, doch das bin ich gewohnt. Wie sie in ihren weiteren Worten ebenfalls feststellt.
"Naja, immer bloß brav sein ist auf Dauer eben auch nicht mehr so super, egal ob es den Regeln entspricht oder nicht. Meinem Naturell entgeht nur diese Richtung jedoch völlig", erwidere ich ebenso nett mit einem Lächeln und folge der Königin aus dem Speisesaal.

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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 21 März - 11:01

cf: Château de Versailles

Ich betrete den Speisesaal und wiedermal wird alles still, sie verstummen mitten in ihren Gespächen und einige lassen fast ihr Besteck fallen. Alle schauen voller Angst oder Respekt zu mir und ich nicke grob in die Richtung einiger.
Ich habe heute definitiv keine Lust auf Small-Talk denke ich.
Esst weiter antworte ich genervt und gehe zu meinem Platz.
Sofort kommt einer der Diener und schiebt mit den Stuhl hin, sodass ich mich setzen kann.
Dann kommt eine Bedienstete und füllt mir etwas auf meinen Teller, doch sie versucht mich dabei nicht anzuschauen solche Angst hat sie vor mir.
Was wohl unter anderem daran liegt, dass ich sie schon einige Male zum Weinen gebracht habe, wenn man so sensibel ist, sollte man lieber in der Küche bleiben!
Sie versucht krampfhaft nicht zu kleckern, doch das gelingt ihr nicht. Ihre Hände zittern so sehr, dass sie etwas von der Soße verschütet.
Ungeschicktes Ding, mach das sofort weg fauche ich sie an.
Hektisch beginnt sie es mit einer Serviette wegzuwischen, ich sehe einige Tränen in ihrem Augenwinkel, die dann ihre Wange hinunter rollen und verdrehe genervt die Augen.
Heul nicht zische ich sie dann an und greife nach ihrem Handgelenk.
Wie kann man sich selbst nur so entwürdigen und vor allen anfangen zu weinen, dass werde ich nie verstehen. Diese Heulerei ist mir einfach zuwider.
Sie versucht nicht völlig die Fassung zu verlieren und läuft daher hektisch zur Tür hinaus, als sie die Schweinerei endlich beseitigt hat.
Dann beginne ich zu essen.
"Wünscht ihr etwas zu trinken?" kommt der Diener hinter mir hervor und ich nicke einfach nur.
Er füllt mir dann etwas in mein Glas und ich nippe daran.
Das ist ja lauwarm attackiere ich ihn lautstark.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 21 März - 14:54

cf: Château de Versailles

Ich komme kurz nach Charmaine in den
Speisesaal. Aber man merkt sofort das
sie da ist. Alles hat angst vor ihr. Und
auch jetzt ist sie wieder nur am meckern.
Wortlos stelle ich mich hinter ihren Stuhl.
Aber so das ich ihr nicht zu nahe bin. Hier
werde ich nichts machen. Außer sie befiehlt
es mir direkt. Denn hier haben die anderen
diener für das Wohl der Königin zu sorgen.
Mit traurigen Blick schaue ich zu dem Diener
rüber. Mit jeder Sekunde wird er nervöser.
Das kann nicht gut enden.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Fr 27 März - 18:53

Kurz nach mir erschien Wendy im Speisesaal und stellte sich hinter mich.
Meine Wut war kaum zu bändigen, sind denn hier alle unfähig? schrie ich den Diener weiter an.
Er sah immer unglücklicher aus und zitterte immer mehr.
Ich lachte dabei gehäsig in mich hinein, wenn ich schon nicht in die Stadt konnte, würden die Leute hier umso mehr von meinem Zorn abbekommen dachte ich.
Ich wies einen der anderen Diener an mir etwas zu trinken zu bringen, vielleicht bist du ja fähiger als dieser Waschlappen hinter mir sagte ich boshaft.
Dann fiel mein Blick auf Wendy, ich wusste, dass sie nur einschreiten würde, wenn ich sie direkt ansprechen würde. Denn hier im Speisesaal sind die Bediensteten hier für alles zuständig.
Im nächsten Augenblick brachte man mir ein Glas Wein, leicht gekühlt, da er draußen stand.
Na immerhin sagte ich dann zu ihm und er verschwand wieder.
Es war mir egal, ob alle mich anschauten und die, die mich nicht anschauten, ängstlich auf ihre Teller blickten.
Sie wussten alle wie ich war und das sie nichts dagegen tun konnten.
Wie wäre es, wenn wir mal wieder ein schillerndes Fest feiern würden?
Im Moment können wir eh nur darauf warten, dass wir die Stadt besetzen können, also könnten wir doch zumindest schon mal dieses Schloss einweihen und wie weit wir es bisher geschafft haben
fragte ich und erntete einerseits jubel und andererseits entsetzen, dass ich feiern wollte, obwohl mein Mann nicht hier war.
Aber gerade das war es ja, er ist nicht hier und ich bin alleine und muss mich damit abfinden.
Ich habe die Macht und niemand kann es anzweifeln.
Schickt jemanden zu Briony, ich will dazu ihre Meinung wissen befahl ich einem Diener, der sich sofort aufmachte.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 4 Apr - 0:46

tbc: Out of Play

Daniel - 21 - Black Lawliet



Schon als sie den Saal betreten hat, merkte man sofort, wie geladen die Königin einmal wieder war. Wie eine neu angezündete Rakete, die in jedem Moment in die Luft gehen konnte und von der man nicht wusste, wie sehr einen die Funken, die dann auf alle niederregnen würden, trafen. Nachdem zuvor das Malheur mit dem verspäteten Frühstück von Briony passiert ist, was dazu geführt hat, dass Benji gegen sie kämpfen musste, habe ich heute mit besonderer Sorgfalt in der Küche darauf geachtet, dass alles glattläuft. Ich mag es nicht, wenn solche Dinge passieren, Arbeiten nicht sauber verrichtet werden, sollte ich nicht da oder für einen anderen Dienst eingeteilt sein. Wobei es wohl Glück gewesen ist, dass es gerade bei der Prinzessin geschehen ist. Sie kenne ich neben meinen Freunden unter den Bediensteten am besten - soweit man bei ihr von kennen sprechen kann, da sie nur schwer jemanden an sich heranlässt - und ich weiß, dass sie vergleichbar explosiv und launisch sein kann, wie König Frederiks Frau, aber sie hat etwas an sich, das in mir den Glauben erzeugt, dass sie niemanden, der ihr nicht gravierend schadet, ernsthaft körperlich verletzen würde. Was die psychische Seite angeht, bin ich mir dagegen nicht sehr sicher. Ich habe Abende mit ihr erlebt, an denen ich ihr Sternbilder zeigte, Bedeutungen erklärte und wir beide bloß zwei Menschen waren, bei denen kein Status zählte. Das waren Momente, in denen ich der Ansicht war, spurenweise das echte Mädchen unter allem zu sehen, was Briony war und sie war vieles.
Die neugierige junge Frau, die sich für Astronomie interessierte ebenso, wie die harte Kämpferin bei der Übernahme eines neuen Territoriums und die gnadenlose Gesprächsführerin, wenn es darum ging, den Willen von jemandem zu brechen. Trotzdem mochte ich sie. Charmaine dagegen war anders, eine wahre verwöhnte Königin, deren andere Seite man niemals zu Gesicht bekam. Falls sie diese überhaupt hatte.
Viele der Diener haben keinen Respekt vor ihr, sondern aus ihnen spricht pure Angst. Man muss lernen, sich das nicht zum Verhängnis werden zu lassen. Mitleid zu erwarten ist eine Sache, die ein Schuss ins Leere darstellt. Genausowenig wie die Erwartung, dass nette Gesten irgendwie gewürdigt würden. Für die Königin ist guter Service selbstverständlich, jeder Fehltritt wirft einen Schatten über alles, was davor zufriedenstellend getan worden ist.
Gerade als ich mit einem Tablett voll Essen auf den Händen in den Speisesaal trete, kommt mir Floretta entgegen. Sie ist ein junges Mädchen, das zu nah am Wasser gebaut ist, aber gute Arbeit in der Küche verrichtet. Bei Gesprächen am Abend, die wir Diener öfters mal abhalten, wenn die Adligen sich zurückgezogen haben, hat sie mir von ihrer Familie erzählt. Sie hat ihrer Mutter oft in der Küche geholfen, doch ihr Leben war nicht besonders einfach, da ihr Vater ein sehr aggressiver Mensch gewesen sein muss, der es ständig an ihr und ihrer Mutter ausgelassen hat. Nach außen trog natürlich die heile Fassade. Doch die Vergangenheit zählt hier nichts.
Als nächstes muss Julius dran glauben. Selbst ihm ist die Furcht anzusehen. Ich halte es, seit ich in monatelanger Beobachtung die beste Strategie für mich gefunden habe, fast so wie die persönliche Dienerin der Königin, Wendy. Auch sie lässt kaum Gefühlsregungen durch, bis auf die aufgesetzte Freundlichkeit, die typisch für uns sein sollte. Das war auch früher schon so, wenn man es mit Leuten zu tun hatte, die man eigentlich gar nicht mochte, auf die man dennoch angewiesen war, auf welche Art auch immer. Allgemein trug man ein Lächeln, den Rest dachte man sich innerlich.
Ich bringe die Essensplatte zu Herzog Christian, der sie extra bestellt hat, hebe die Haube von seine Teller und wünsche ihm einen guten Appetit. Nebenbei bekomme ich mit, wie die Königin davon spricht, ein Fest feiern zu wollen. Natürlich freuen sich die meisten Leute, wer würde diesem Mädchen schon widersprechen?! Andererseits fragen sich wohl auch viele, wie sie so glücklich wirken kann, obwohl Frederik schon seit Tagen auf sich warten lässt. Es laut auszusprechen wagt jedoch keiner. Als sie meint, jemand solle zur Prinzessin gehen, erkläre ich mich dazu bereit, das zu übernehmen, nachdem ich die Silberhaube einer Freundin gereicht habe, die dabei gewesen ist, anderes schmutziges Besteck wegzuräumen.
Mit einer Verbeugung und einem Lächeln verabschiede ich mich vorerst, um zum Zimmer von Briony zu gehen. Es ist länger her, dass ich mit ihr alleine gewesen bin und ich weiß, dass sie mich meidet. Wahrscheinlich kenne ich auch den Grund dafür, ich möchte trotzdem mit ihr sprechen. Und jetzt habe ich auch einen weiteren Grund dafür.

tbc: Heart Chamber of Sacré Coeur
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 12 Apr - 14:10

Daniel machte sich sofort auf dem Weg, nachdem er sich dafür bereit erklärte und ich frage mich, warum er es so eilig hatte zu Briony zu kommen. Doch das sollte mir egal sein, so lange er sie nur herholt.
Währenddessen weise ich die Diner an, mein Tablett zu entfernen. Ich hatte genug von diesem Essen, es war einfach nervig alles tausend Mal zu erklären und trotzdem machten sie es falsch.
Ich drehte mich zu Wendy um, ist ein Brief für mich gekommen? fragte ich sie.
Es reichte mir, dass alle sich das Maul darüber zerreißen, dass ich nicht heulend durch das Schloss renne, weil mein Mann gerade nicht hier ist und er sich mal wieder verspätet. Wahrscheinlich war ihm etwas dazwischen gekommen, was auch immer das sein mag.
Doch für die Leute hier war ich eine furchtbar eisige Ehefrau, weil ich mich nicht davon beirren lasse, das er gerade nicht hier ist. Ich habe besseres zu tun, als ihnen zu zeigen, wie es in mir aussieht.
Denn das geht niemanden etwas an!!
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BeitragThema: Re: Speisesaal   So 12 Apr - 14:43

Die Königin scheucht die Dienerschaft immer wieder hin
und her. Und das manchmal nur weil ihr eine Kleinigkeit
nicht passt. Aber das kenne ich schon. Aber da ich hier
nichts tun kann, schalte ich meine Ohren auf Durchzug.
Ich muss jetzt zum Glück nicht zu hören. Doch als sie sich
zu mir umdrehte, sehe ich sie aufmerksam an, damit ich
nichts verpasse. Auch wenn es eine Schimpftriade wieder
sein sollte. Bei ihrer Frage schüttel ich mit dem Kopf. Tut
mir Leid Hoheit. Wir haben seid Tagen keine Post mehr
bekommen. Geschweige denn die Postbotin gesehen.

sage ich zu ihr. ich ahne was in ihrem Kopf vor sich geht.
Auch wenn sie es nicht ausspricht, vermisst sie ihren
Mann sehr.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 13 Apr - 22:22

cf: Heart Chamber of Sacré Coeur

Daniels Auftauchen hat mich völlig durcheinander gebracht. Zum Glück war er bereits aus dem Gang verschwunden, als ich ihn betreten habe. Ich sollte meine Empfindungen echt besser im Griff haben, sie bringen bloß Probleme, egal wie schön sie ab und an sein können. Aber bevor die Sache mit dem Übergriff nicht über die Bühne gegangen ist und sich ein paar Dinge grundlegend geändert haben, wird zwischen uns nichts weiter laufen und selbst danach bin ich mir nicht sicher. Sich auf jemanden auf diese innige Beziehungsweise einzulassen, ist so fürchterlich riskant, um ihn bloß für meinen körperlichen Spaß zu nutzen, ist mir Daniel hingegen zu schade und ich mir selbst auch. Gewisse Prinzipien vertrete ich immerhin auch auf dieser Basis. Andere Leute im Schloss scheinen es damit nicht ganz so genau zu nehmen. Somit hat Chris schon einigen ihre Herzen gebrochen, doch er ist eben ein arroganter Idiot, der sich nimmt, was er kriegen kann, ohne Rücksicht auf Verluste anderer. Ich sollte mir diesbezüglich ein Beispiel nehmen oder einfach dafür sorgen, dass nicht genug Langeweile aufkommt, die mich schwach werden lässt für das, was Daniel in mir bewirkt.
Mit schnellen Schritten gehe ich die Gänge entlang zum Speisesaal, nicht um Charmaine zu verärgern, was mir herzlich egal wäre - eine hitzige Diskussion mir ihr wäre sogar echt super - sondern mein Hunger ist meine Antriebskraft.
Als ein Page mir die Tür öffnet, hat sich die Königin gerade an ihre Zofe gerichtet. Aunahmsweise scheint sie nicht zu meckern und ruhig zu sprechen. Es gibt also irgendwie doch manchmal noch Wunder, wow. Ohne große Umschweife laufe ich hinter den Stühlen der Tafel vorbei bis zu dem, der Charmaine am nächsten steht und frei ist und lasse mich einfach unaufgefordert darauf nieder.
"Mir ist zu Ohren gekommen, dass du ein Anliegen hättest und mich dafür unbedingt brauchst. Worum geht es?", komme ich gleich zum Punkt, während ich einen Diener dazu anweise, mir etwas zu bringen, woraufhin dieser davoneilt. Ich bin froh, dass es nicht Daniel ist, aber der wird deutlich genug gemerkt haben, dass es besser ist, mir erst mal weiter aus dem Weg zu gehen oder eher gesagt nicht auf mich zuzugehen.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 14 Apr - 17:38

Wendy antwortet mir ohne Umschweife, sie sagt, es wäre leider kein Brief gekommen. Dazu erwähnt sie, dass in den letzten Tagen keine Post gekommen ist, genauso wenig wurde die Postbotin gesehen.
Ich verziehe keine Miene, sondern nicke nur, doch meine Hände ballen sich unbewusst zu Fäusten. Zum Glück ist niemand in meiner unmittelbaren Nähe außer Wendy und diese würde kein Wort verlieren. Aus irgendeinem Grund, würde sie nie ein schlechtes Wort über mich verlieren und besonders würde sie niemanden etwas sagen, wie es in meinem Inneren aussieht. Auch wenn ich nie ein Wort darüber verlieren würde, wie sehr ich meinen Mann vermisse und wie es mich frustriert, nichts von ihm zu hören, weiß sie es trotzdem. Sie ist glaube ich die Einzige in diesem Schloss, die mich wirklich mit Respekt behandelt und keine voreiligen Schlüsse über mich zieht. Auch wenn es mich im Großen und Ganzen absolut nicht interessiert, was andere Menschen über mich denken, bin ich doch froh, sie als meine Kammerzofe ausgesucht zu haben.
Abgesehen von der Person, die sich nun neben mich setzt und sofort zum Punkt kommt.
Ich brauche nicht lange, um meine Gedanken wieder auf etwas anderes zu lenken, denn Briony macht es mir leicht mit ihre lockeren, aber doch fröhlichen Art.
Hallo Briony, wie immer redest du nicht lange um den heißen Brei, das mag ich an dir begrüße ich sie gewohnt kühlen Art.
Ich habe nach dir Rufen lassen, weil ich die Idee hatte, dass wir doch vielleicht mal wieder ein kleines Fest feiern könnten. Nun wo wir so nah an unserem Ziel sind, könnten wir doch mal unseren neuen Ballsaal einweihen...außerdem können wir im Moment eh nur hier rumsitzen und abwarten, da wäre es doch eine nette Abwechslung erkläre ich ihr meine Idee.
Dabei beobachte ich, wie sie einen Diener anweist, ihr etwas zu Essen zu bringen und er kurze Zeit später mit einem Tablett zu ihr zurück kommt.
Was hälst du von der Idee?
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Do 16 Apr - 23:45

Ich glaube, die Königin gehört neben den Dienern zu den wenigen Personen, die mich nicht dafür rügen, dass ich öfters einmal tue, was mir in den Sinn kommt, ohne sie danach zu fragen – nicht umsonst bin ich eine Prinzessin, die zwar theoretisch unter Charmaine steht, aber dennoch kein unfreier Mensch ist. Immerhin ist sie nicht wirklich meine Mutter, im Gegenteil. Ich bin sogar schätzungsweise ein paar Jahre älter als die Frau des Königs, was allerdings oft nichts mehr heißen muss.
Anders als Christian ist Charmaine es allerdings bereits zu genüge gewohnt, dass ich manchmal nicht wirklich Nerven dafür habe, um Zeit damit zu verschwenden, überfreundlich alle zu begrüßen oder erst mal Smalltalk zu betreiben, bevor zum Eigentlichen übergegangen werden kann. Und jetzt, wo ich wegen Daniel sowieso gut etwas anderes gebrauchen kann, mit dem ich mich beschäftigen kann, will ich das so schnell wie möglich tun. Dass die Königin mir dafür sogar ein Kompliment ausspricht, behalte ich misstrauisch im Hinterkopf, lasse mir das allerdings nicht ansehen und grinse stattdessen mit einem Schulterzucken, während ich nebenbei damit beginne, meine Pfannkuchen – die es heute mit Früchten gibt – zu schneiden, die der von mir weggeschickte Diener soeben auf einem Tablett mit Teller gebracht hat.
"So eintönig das Leben hier manchmal auch ist, gewisse Floskeln müssen eben nicht immer sein. Außerdem bin ich neugierig und will wissen, wegen was du mich extra von einem Angestellten holen lassen hast", entgegne ich nüchtern und wahrheitsgemäß. Es soll nicht direkt forsch klingen, doch es kommt eher selten vor, dass ich geweckt werde, es sei denn, ich habe es selbst so angeordnet. Aus dem Traum von dem Spiel herausgeholt zu werden, war denke ich aber gar nicht so verkehrt, obwohl ich da auch gerne herausgefunden hätte, wer mich darin verfolgt hat. Schließlich ist es trotz der echten Angst bloß etwas gewesen, das sich in meinem Kopf abgespielt hat, mir hat also kaum etwas passieren können.
Was Charmaine wohl eindeutig ernst meint ist, dass sie hier ein Fest feiern will. Wie sie das anstellen möchte, ist mir dabei aber nicht ganz klar. Ein Teil der Adligen ist noch mit Frederik unterwegs, die Diener werden kaum mitfeiern und auch sonst wäre das mit dem Licht ein Problem, denn Kerzen brauchen wir - so viele wir auch haben - für schlechtere Zustände und so schon jede Nacht, damit man nach Einbruch der Dunkelheit nicht überall herumirren muss. Vom Essen ganz zu schweigen. Nur damit wir ein kurzweiliges Fest feiern können, habe ich jedenfalls keine Lust drauf, danach eine gekürzte Frühstücksration zu bekommen, weil die Lebensmittel irgendwann knapper werden und wir eben nicht nach draußen gehen und neue ertauschen können. Und selbst etwas anzubauen, braucht seine Zeit, da können auch die Bediensteten nichts dran ändern, egal wie sehr sie fertig gemacht werden. Ich wünschte bloß, der König würde endlich kommen, damit wir die Stadt erobern und uns frei bewegen können. Sich in seinem eigenen goldenen Käfig einzusperren ist echt frustrierend. Schon seit Tagen hätte ich Lust drauf, mir mein Pferd aus dem Stall zu holen, um mit ihm einen Ausritt am wunderschönen Stranf oder durch die Wälder zu unternehmen. Alles, was Aufmerksamkeit erregen könnte, ist jedoch verboten und wir wissen außerdem nicht, ob man von einer Stelle des Strandes oder der Klippen bis hier her schauen kann und sehen könnte, ob jemand hier ist. Sollte es der König sein, wäre das kein Problem, da anschließend keine Zeit mehr da sein würde, um große Nachforschungen über uns anzustellen, bevor wir die Stadt überfallen. Doch bei jedem anderen ist das eine riskantere Angelegenheit. Ich bin schnell, aber leider nicht unsichtbar. Jedenfalls nicht außerhalb des Spiels, denn bei diesem weiß ichm worauf ich achten muss und trete schon lange auf keine Dinge mehr, die Geräusche von sich geben. Im Rahmen des Tribelebens an sich ist es auch sehr vorteilhaft, gerade eher stark präsent zu sein als weniger, so wie es Baronesse Julietta vorzieht, die man kaum als Adlige zu Gesicht bekommt oder falls doch, dann bloß still am Tisch Gesprächen lauschend. Ansonsten näht sie den ganzen Tag oder liest.
Mh, was soll ich nun wegen dem Fest nur antworten? Etwas Tanz und Spaß wäre super, vor allem, um die Langeweile zu vertreiben. Doch die Gegenargumente gibt es eben auch. Zudem, was haben meine Eltern früher immer gerne gesagt? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? In dem Sinne würde es bedeuten, dass man nichts feiern sollte, was man noch nicht erreicht hat, weil man so umso mehr enttäuscht werden könnte, sollte etwas scheitern. Was ich auf keinen Fall heraufbeschwören oder sagen möchte nur...ist es wirklich seltsam, dass Frederik seine Geliebte so lange hier warten lässt und alle anderen gleich mit, ohne ein Lebenszeichen von sich rauszugeben. Wo wir uns befinden, weiß er, immerhin hat er die Location ausgesucht, die er von früher kennt. Und daran, dass er sich aus dem Staub gemacht hat, glaube ich nicht wirklich. Sollte ihm hingegen etwas zugestoßen sein und den anderen auch, steht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir es jemals herausfinden würden, nicht sehr hoch.
"Je nachdem, wie es gestaltet werden würde, hört es sich nicht schlecht an. Hast du denn schon etwas Bestimmtes im Kopf? Eine Art Motto zum Beispiel?", taste ich mich erst mal weiter an die Sache heran und esse weiter.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Sa 18 Apr - 18:02

Am liebsten hätte ich die Königin kurz in den Arm
genommen als ich ihre unfreiwillige Reaktion auf
meine Antwort sehe. Aber ich zeige keine Reaktion
und bewege mich auch nicht. Und dann taucht wie
gewünscht, Briony auf. Dir Königin will ein Fest feiern.
Haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Ich bin
dafür. Werde das aber ungefragt nicht laut äußern.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Mo 20 Apr - 19:38

Ehe Wendy noch etwas sagen kann, kommt Briony herein.
Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie so verschwiegen ist und nichts weiter dazu sagt, obwohl sie meine Stimmung richtig deutet.
Doch nun unterhalte ich mich mit Briony und bin froh über den Themenwechsel.
Besagte Prinzessin erklärt auch sofort, dass gewisse Floskeln eben nicht immer sein müssen und sie neugierig ist, weshalb ich sie extra hab holen lassen.
Als ich ihr meine Idee erzähle hört sie mir aufmerksam zu und ich sehe ihr das für und wider an.
Es birgt gewisse Risiken, wenn wir hier etwas feiern, das weiß auch ich. Doch ich bin dieses Versteck spielen leid und immer auf der Hut zu sein, das man nicht entdeckt wird.
Außerdem machen mir meine Gefühl gerade ziemliche angst....doch würde ich das niemals offen zugeben oder mir direkt anmerken lassen. Einige können sich vielleicht vorstellen, dass es mir wegen Frederik nicht gut geht. Doch das ist nur die halbe Wahrheit und ich werde mich hüten etwas in der Richtung zu offenbaren.
Als ich fertig bin mit meiner Erklärung, äußert sich Briony. Wendy steht immer noch hinter mir.
Briony sagt, dass es sich je nach dem wie ich es gestalten würde, schon mal nicht schlecht anhört.
Doch sie fragt auch, ob ich etwas bestimmtes im Kopf habe, so eine Art Motto.
Ich nicke, da es wahrscheinlich zu auffällig wäre und zu verschwenderisch, auch wenn dieser Grund mir halbwegs egal ist, würde ich so eine Art Grillfest vorschlagen.
Draußen und am späten Nachmittag, wenn die Sonne langsam beginnt unterzugehen
erkläre ich ihr meine Idee.
Außerdem fänd ich einen Maskenball interessant, vielleicht finden wir bis dahin noch ein paar Neugänge erkläre ich ihr meine Hoffnung und warte darauf was sie sagt.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 21 Apr - 12:45

Es ist manchmal irgendwie echt gruselig, wie manche Diener sich nicht bloß respektvoll benehmen, sondern geradezu zu puppenähnlichen Wesen werden, die kaum eine Regung zeigen, wenn sie sich in der Nähe der Personen befinden, um die sie sich kümmern. Ich mag es lieber, die Angst sehen zu können, den Respekt, womöglich auch eine erfreute Regung über etwas, das doch eine gute Neuigkeit ist. Die Königin interessiert sich vielleicht sonst nicht wirklich dafür, was die Leute in der Belegschaft sagen, etwas Positives auch von dieser Seite aus ist jedoch immer gut und schön zu hören. Wendy lässt allerdings kein Stück durchscheinen, was sie dazu denkt.
Als Charmaine das Wort ergreift, bin ich zumindest schon mal froh darüber, dass sie ebenfalls beachtet, nicht einfach so was steigen lassen zu können. Ein Grillfest? Klingt ganz gut, vor allem, weil Unbeteiligte uns dann einfach für eine Gruppe Menschen halten könnten, die sich am Schloss versammelt hat, um von dort aus den Ausblick aufs Meer zu genießen. Und sollten sich andere davon angezogen fühlen wie Motten vom Licht, würden sie erst merken, wo sie hineingeraten sind, wenn es zu spät sein wird.
"Ein Maskenball könnte aktuell noch sehr schwierig werden, vor allem weil man eben dann nicht mehr erkennen kann, wer sich hinter was verbirgt, sodass es dazu beitragen könnte, eine Rebellion zu starten, in Zimmer einzudringen, ohne dass es bemerkt wird, weil alle mit etwas anderem beschäftigt sind und so weiter. Mit einem solchen Event würde ich noch warten, bis der König und seine Begleiter zurück gekommen sind, damit unser Wachtrupp wieder komplett ist und wir so noch mehr Sicherheit haben. Ich meine, mir würde ein bisschen Action nichts ausmachen, im Gegenteil, doch Grenzen muss es leider auch irgendwo geben", lasse ich verlauten. Keiner von uns kann an mehreren Orten gleichzeitig sein, um aufzupassen, dass im Untergrund nichts von statten geht und trotzdem zu feiern und Spaß zu haben, ohne ständige Hintergedanken. Ich weiß, wie das System läuft, schließlich war ich bei den Sacred Creatures und auch hier zu Beginn einmal nicht in den höchsten Rängen zugegen und habe mitbekommen, was sich hinter der Fassade des perfekten Pokerface der Diener und Gehilfen abspielen kann. Oft ist es bloß ein Warten auf den richtigen Moment, um ihn auszunutzen. Und da ein Maskenball nur unter uns Adligen ziemlich öde wäre, müssten ein paar Lakaien ebenfalls zugegen sein.
"Ein Grillfest klingt da schon viel besser. Personen, die uns zufällig sehen, könnten uns für harmlose Zivilisten halten, für Tribelose oder sowas und werden uns schnell wieder vergessen. Falls man überhaupt etwas sehen würde. Wer mitfeiern will, wäre aber gerne eingeladen, dann hättest du deine Neuzugänge. Und für wann willst du das ansetzen? Ich bin nicht genau darüber unterrichtet, wie es mit unseren Vorräten aktuell aussieht, um ein richtig gutes Grillfest haben zu können, sollten ein paar Leute allerdings zeitig genug auf die Jagd gehen, um Frischfleisch und Fisch herbeizuschaffen."
Ich würde mich dafür sogar freiwillig melden, denn aus dem Schloss rauszukommen, wäre echt super, nicht nur für mich, sondern auch für mein Pferd, das so täglich nur sporadisch bewegt wird, um nicht nur im Stall zu stehen. Am liebsten würde ich heute Nacht schon los, um zu sehen, was der Wald mir zu bieten hat.
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BeitragThema: Re: Speisesaal   Di 21 Apr - 17:41

Brionys Gedanken sind gar nicht so falsch und da merkt man mal wieder, dass ich mich noch nicht so gut auskenne, um daran zu denken, dass es Leute geben könnte, die einen Maskenball ausnutzen würden. Ich nicke daher zustimmend, doch innerlich bin ich mehr als wütend auf mich, dass ich da nicht selber drauf gekommen bin.
Du hast natürlich recht, das habe ich nicht bedacht. Es würde sicher einigen zugute kommen, wenn sie diese Party boykottieren würden sage ich leicht zornig und halb zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch, sodass nur meine Gesprächspartnerin mich versteht.
Denn sie ist eine echte Prinzessin und dadurch hat sie in vielerlei Hinsicht mehr Erfahung als ich, was ich durchaus zu schätzen weiß. Daher bin ich auch sehr froh, sie zu meinen engeren Vertrauten zu zählen. Zwar würde ich auch vor ihr niemals die Maske ganz und gar fallen lassen, doch gewisse Dinge gebe ich ihr gegenüber gerne zu ohne gleich mein Gesicht zu verlieren.
Denn ich denke, wir sind für einander beide von Vorteil.
Außerdem ist sie eine ebenso starke Persönlichkeit wie ich und das ist hier immer noch selten zu finden.
Als sie mir zustimmt, dass ein Grillfest daher eher passen würde, da Passanten denken könnten, wir wären ebenfalls ganz normale Leute und sogar Tribelos, bin ich überaus verzückt darüber.
Außerdem betont sie, dass ich dadruch vielleicht meine Neuzugänge bekommen würde.
Abgeklärt und eine Spru böswillig schaue ich sie an, du kennst mich schon recht gut antworte ich ihr dann darauf und grinse sie an.
Sie fragt dann für wann ich mir dieses Fest vorstelle, ich überlege kurz und meine dann was hälst du von morgen am späten Nachmittag? Oder lieber erst am darauffolgenden Tag? Die Diener hätten so noch relativ viel Zeit alles vorzubereiten und herzurichten. Und vielleicht könntest du auf die Jagd gehen, um uns etwas Tolles zu bringen für den Grill. Dabei betrachte ich sie ganz genau, denn ich weiß wie gerne sie mit ihrem Pferd ausreiten würde. Zwar haben wir darüber noch nie direkt gesprochen, doch dies wurde mir von einem Bediensteten erzählt und da ich meine Ohren gerne offen halte, um Dinge herauszufinden, die mir einmal etwas bringen könnten, habe ich auch diese Information nicht vergessen.
Ein neuer Diener kommt durch die Tür und geht zielstrebig auf mich zu.
"Meine Herrin, gerade kam ein Brief für sie" spricht er mich leise an und reicht mir besagten Umschlag.
Für einen Moment setzt mein Herzschlag aus, als ich das mir bekannte Briefpapier sehe, doch dies sieht man mir kaum an.
Schnell lasse ich ihn in meiner Rocktasche verschwinden, ich werde ihn mit Sicherheit nicht hier lesen, befehle ich mir.
Viel zu viele Augen! Wer weiß was drin steht und ob ich meine Gefühle dann unter Kontrolle halten kann... denke ich bei mir und tue so als wenn nichts passiert wäre.
Im richte meine Augen wieder auf Briony und frage was hälst du davon?
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